Aeußern und in allen andere Fräger N respectiven kompetenten Ministern verkehren.
ein Zustand der
Armenien Die Kurden mißhandeln die Christen
Anarchie.
halten haben.
officieller Form Schritte zu thun, um eine Herab⸗ minderung des Tributes zu erwirken. Serbien. Belgrad, 22. Oct. Der König
wo er an den Jagden theilnahm, nach Bukarest zurückgekehrt. Er kehrt Montag nach Belgrad zurück. Da sich der König incognito in Ru⸗
maͤnien aufhielt, stattete er dem König Carol] noch Dampfschiffe besitzen, so unternehmen sie
keinen Besuch ab. — Die Skupschtina wird im Dezember ein⸗
berufen. Nach der Rückkehr des Königs finden fluthen an ferne Küsten tragen, oder klammern
bedeutende Veränderungen in dem diplomatischen Corps, sowie im administrativen Beamten⸗ körper statt.
Rumänien. Bukarest. Wie es heißt, soll im Laufe des nächsten Monats die schon vor längerer Zeit in Aussicht genommene interna— tionale Conferenz in Berlin zusammen treten, um über die Verlängerung des mit diesem Jahre ablaufenden Mandates der Donaucommission zu berathen.
Rußland. Petersburg. Die im vorigen Jahre in Regierungskreisen aufgeworfene Frage äber die Erhaltung der Wälder ist der Ent⸗ scheidung nahe. Der Domänenminister hat ein Project zur Instruction über die Erhaltung der Wälder, welche öffentliches oder Privatgut sind, ausgearbeitet, das binnen Kurzem dem Reichs⸗ rath vorgelegt werden wird. Das Wesentliche dieses Projectes besteht darin, daß hinsichtlich der Erhaltung der im Privat- oder öffentlichen Besitz befindlichen Wälder Maßregeln vorge— schrieben werden und zwar erstens solche, die die Wälder vor Vernichtung schützen, und zwei⸗ tens solche, die die Anpflanzung und Erhaltung der Wälder, sowie die Einführung einer ge— regelten Forstwirthschaft fördern.
— Die Neue Zeit meldet: Im Synod ist kürzlich eine Commission niedergesetzt worden unter dem Vorsitze des Warschauer Erzbischofs Leonti behufs einer eingehenden Berathung der Frage über die Theilnahme der Geistlichkeit an der Volkserziehung und Ausfindung der Mittel zur Sicherstellung dieser Theilnahme.
Taschkend, 20. Oct. Tschernajef ist hier ein⸗ getroffen und feierlich empfangen worden.
Egypten. Kairo, 20. Oct. Die egyptische Regierung ordnete an, den britischen Advokaten Broadley und Napier heute eine Unterredung mit Arabi zu gestatten. Es sind Verhandlungen im Gange, um das Prozeßverfahren schriftlich festzustellen, damit späteren Schwierigkeiten vor⸗ gebeugt werde.
— Einer Meldung der Times zufolge be⸗ stehen die Hauptpunkte der Anklage gegen Arabi darin, daß er unter Verletzung des Völkerrechts die weiße Flagge in Alexandrien aufgehißt, unter Deckung durch dieselbe mit seinen Truppen sich zurückgezogen, die Stadt dem Feuer und der Plünderung preisgegeben und die Egypter zur Bewaffnung gegen den Khedive aufgewiegelt und zum Bürgerkrieg, Massacre, Verheerung und Plün⸗ derung des egyptischen Gebietes aufgereizt habe.
Alexandrien, 21. Oct. General Wolseley hat sich heute an Bord des Aviso„Iris“ nach Triest eingeschifft. Der englische Finanzcontro⸗ leur in Egypten, Colvin, suchte, wie es heißt, bei der Regierung eine Anstellung in Indien nach, aber die Regierung ersuchte ihn, in Egyp⸗ ten zu bleiben.
Aus Stadt und Land.
ab. Zur Verhandlung kommen: Fortsetzung des Referats 8 10 über die Fortbildungsschule und das Referat des Seminar⸗ — Berichten zufolge herrscht in Ober- lehrers Ur. Heid. Zugleich werden dle Beiträge für das vollkommensten] Lehrerwatsenstift erhoben werden.
5. ahr 30 Wahl eines Kreistagsabgeordneten ging Bürgermeister und plündern deren Dörfer aus, während die guchel von zier als Abgeordneter hervor. Für den
türkischen Truppen nicht angreifen wollen, so] Wablbezirk Rockenberg wurde Pachter Reif von Stein⸗ lange sie nicht genügende Verstärkungen er⸗sfurth gewählt.
Nr l hier die Wahl eines Kreistagsmitgliedes für den ein⸗ Philippopel. Der General- Gouverneur von schlägigen Bezirk statt. Der seitherige Vertreter, Oekonom
Rumelien Aleko Pascha hat beschlossen, sowohl H. Ruppel von Kloppenheim, wurde wiedergewählt, sein bei der Pforte als bei den Großmaͤchten in[Gegenkandidat war B. Jacobi V. von hier.
Butzbach, 21. Oet. Bei der gestern vorgenommenen
2 Rodheim v. d. H.
Allerlei.
Ein Weltfahrer unter den Pflanzen. Obschon die Pflanzen weder Eisenbahnen
doch weite Wanderungen, entweder lassen sie ihren Samen von Winden oder von Meeres⸗
sich an Waarenballen an, machen ihre Reise im Darm eines Vogels oder lassen sich von wandernden Völkern mitnehmen. Den Orientalen begleitete in die Kolonien der Oelbaum, den Griechen der Weinstock, den Römer das Ge⸗ treide, den Beduinen die Dattel, den Zigeuner der Stechapfel. Selbst Blumen, Obst- und Zierbäume nahmen die Wanderer aus der Fremde mit heim, bis endlich der Kaufmann Nutzpflanzen in seine Kolonien verpflanzte, oder aus ihnen heimbrachte. Ein solcher Wan⸗ derer ward der Mais und der Tabak Amerika's, das Zuckerrohr und der Indigo Indiens, der Nepalkaktus Mejico's wegen der Kochenille. Wir wollen von diesen Weltreisenden nur eine unscheinbare Knollenpflanze hervorheben, die sich vorgenommen hatte, den hungernden Völkern Europa's die Speise zu sichern, aber auch ein Fabriksproletariat großzuziehen und dem Land⸗ mann neue Erwerbsquellen zuzuweisen. Droben auf der Hochebene am Titicacasee, in einer Höhe von 12,000 Fuß, würden Ebene und Gebirge von Schnee und Eis starren, wenn uicht der Aequator nahe vorüber ginge. Daher grünen Felder und Wiesen, sieht man große Orte mit steinernen Häusern und goldschimmernden Tem⸗ peln an dem Ufer des großen rauschenden Sees. Hier errichteten die Incas der Peruaner ihre Paläste und regierten ihre frommen Völker in Frieden, unterrichteten sie im Landbau und in Gewerben und duldeten nicht, daß in ihrem weiten Reiche ein Bettler vom Nichtsthun lebte. In diesem uralten Kulturlande Südamerika's wuchs eine krautartige Pflanze Papa, welche giftige Beeren erzeugte, in der Erde aber auch Knollenfrüchte ansetzte, welche das Volk sorg⸗ sam sammelte, an der Sonne trocknete, dann zu Mehl zerstieß, welches man Chuna nannte und dieses als Nahrungsmittel aufbewahrte, weil es nicht verdarb und in jeder Form konnte gebacken werden. Lange hatte die Papapflanze den Peruanern gedient, war nach den Antillen bis nach Virginien in Nordamerika gewandert; aber sie fühlte sich nicht befriedigt, es zog sie in die Ferne, nach Osten zu den weißen Menschen, bei denen sie Großes leisten wollte. Sie stellte sich dem Columbus und anderen Reisenden vor, die sie wohl freundlich anblickten, ja auch wohl als Seltenheit beschrieben, sich ihrer jedoch nicht weiter annahmen. Da wandte sie sich endlich an den englischen Seeräuber Hamkins(1565), der sie nach England mitnahm, worauf auch Spanier die Giftpflanze mit den nahrhaften Knollen als Merkwürdigkeit mit in ihre Heimath nahmen, wo man sie Batates nannte. Nun fanden auch die Italiener die Pflanze interessant und brachten sie als Taratuffoli oder Turtuffoli (Trüffeln) in das Apenninenland als Zierde der botanischen Gärten. Dort sahen sie Deutsche, konnten aber das lange itatalienische Wort nicht nachsprechen, kürzten es daher in Kartoffel oder
w. Friedberg. Nächsten Mittwoch, den 25. Oet., Nachmittags 2 Uhr, hält der Bezirkslehrerverein Bad⸗
0 Petersburg, 21. Oet. Im finnischen Meerbusen verzehrte. 8 8 4 Nec randeten unweit Norwegen die Dampfer Cassius“ von Serbien ist heute nach einem zweitägigen und„Una“, bei Fardesund nördlich Gothland der Dampfer
Aufenthalte bei seinem Oheim Alexander Catargi,„Ville de Lille“, bei Helsingfors der Dampfer„Porthan“.
besonders annahmen, indem sie die Anpflanzung“ der Kartoffeln in ihr Seelsorgeramt einbezogen und dieselbe empfahlen. aber das Viehfutter nicht anrühren und nannte zum Spott jene Geistlichen Knollenprediger, um seinen Unwillen über die aufgezwungene Speise und unerhöhte Neuerung auszusprechen. Die Am 19. d. Mts. fand da- Kartoffel war in Europa, aber man behandelte sie nur als Zierpflanze, höchstens als Leckerei an vornehmen und fürstlichen Tafeln, wie es noch 1583 geschah, indem man sie mit Gewürz
anmengte, ihr die Form von Backwerk gab und in Brodschnittform als Nachtisch oder Näscherei Da fand sie endlich(1584) im Irländer Walter Raleigh den rechten Mann,
der sie in seinem Garten Vonghall bei Cork
anpflanzte und seine Landsleute vermochte, diese Frucht auch in ihren Gärten und Feldern an⸗ zubauen. Weil die erste Anpflanzung nicht recht gelingen wollte, brachte Raleigh 1610 neuen Samen aus Virginien mit, worauf denn auch die königliche Gesellschaft zu Dublin nach fünf⸗ zig Jahren(1663) den Anbau ernstlich zu ver⸗ breiten suchte. Bald ward die Kartoffel allge— gemeine Volksnahrung, während in England sie noch im Jahre 1784 in Gärten als Nasch⸗ pflanze gezogen, in Schottland erst kurz vorher (1780) der Kartoffelbau auf dem Ackerfeld ver⸗ sucht wurde. Wenn die Papapflanze die weiten Ebenen„der grünen Insel überblickte, freute sie sich der gemachten Eroberung, denn weit
vier Fünftheile der Bewohner nährten sich fast ausschließlich von der Kartoffel, die auch ihren Hausgenossen, den Schweinen und Hühnern, als tägliche Speise sich liebreich anbot. Doch wie ganz anders war es in Irland, als in Peru. Das Volk wohnte in verfallenen Lehmhütten mit papierverklebten Fenstern, ging zerlumpt und schmutzig einher und an den Landstraßen lauerten Bettler auf den Wanderer. Man aß die Kartoffel, wenn man gut lebte, mit dünner Buttermilch oder mit Hering oder wenigstens mit Salz. Aber Hering und Salz dienten mehr zur Augenweide, als zum Genuß, denn der Heringsschwanz schwebte an einem Bindfaden von der rauchigen Decke herab bis über den Tisch, damit die Speisenden der Reihe nach den⸗ selben ergriffen, mit ihm die Kartoffel bestrichen und diese verzehrten, was sie Kartoffel mit Hering in ihrer Anspruchslosigkeit nannten. Ein wenig Salzlakengeruch reicht für ihre Phantasie hin, sie glauben zu machen, daß sie wirklich Hering gegessen hatten. Fehlt der schwebende Hering beim Mahle, was nicht selten der Fall ist, so muß ihn die Phantasie ersetzen. Der Irländer weist mit dem Finger, wenn er in die Kartoffel beißt, zur Decke nach der Stelle, wo der Hering hängen sollte, und nennt dieses frugale Mahl Kartoffel mit Fingerzeig. Die Kartoffel wanderte weiter und kam nach Frank⸗ reich, wo sie es dahin brachte, daß man ihr königliche Ehre erwies, daß Minister und Könige sich ihrer eifrig annahmen, ja daß man(1848) aus ihr Käse zu machen suchte und ausrechnete, ein Kartoffelacker liefere doppelt so viel Nahr⸗ ungsstoff als ein gleich großes Waizenfeld. In Frankreich pflanzte man seit 1616 die Kartoffel als Leckerei für die königliche Tafel an, doch Minister Turgot bemühte sich 1761 vergeblich, sie zur Volksnahrung zu machen, denn die könig⸗ liche Speise war bereits in Dörfern zum Schweine⸗ futter herabgesunken, welches der Bauer ver⸗ schmähte. Erst die Hungersnoth von 177ʃ, 1793 und 1817 zwang das Volk, von diesem Vorurtheile abzulassen. Als die Hungersnoth 1793 ungeheueres Elend über Frankreich brachte, setzte die Akademie einen hohen Preis aus für Denjenigen, der eine billige Volksnahrnng er finde, welche das Korn ersetze. Der Apotheker Parmentier erbot sich, eine solche zu schaffen, weshalb ihm der König 50 Morgen unfrucht⸗ baren Landes zu seinem Versuche überwies. (Schluß folgt.)
übersetzten es in Erdapfel, Erdbirne, Grund—
Der Bauer wollte
und breit sah man Kartoffelfelder; mehr als
*
N
11 U 10
M. 1 Läse uh
1 p. 1
sualie


