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Oberhessischer Anzeige
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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet,
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e bei größerem Tabellen⸗ ober Ziffersatz mit 14 Pf. bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Anoncen von auswärtigen Einsendern(sowelt Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Pf.
Amtlicher Theil.
schen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und kutwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch 10 die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, bauaufsehern ꝛc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen ährend der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architect Frofessor Hermann Müller, Architect Kuhlmann, Ingenieur G. Wagner, zechniker L. W. Möser, Handelslehrer Peters, Bildhauer Fölix und Oberlehrer Funk. Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unter— ichtsgegenständen: Freihand- und geometrisches Zeichnen, darstellende beometrie(eiuschließlich Schattenconstructionen und Perspective), Bau— tnstructionslehre(einschließlich Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen), UHemente der Maschinen-Constructionen, Fachzeichnen, Entwerfen von Fauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra, Feometrie, Feldmeßkunst(einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen), werbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Ma— scialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren dr Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ꝛc. Die Unter⸗ nihtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureau— lt alitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Er oßherzoglichen Gewerbevereins, so daß die letzteren von den Schü— um besucht und geeignet benutzt werden können.
Bedingungen zur Aufnahme sind:
1. Für die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel wer⸗ den nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Aus— nahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse ver— langt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zu— kommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Austalt zu— gänglich werde.
2. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer ange— messenen Fertigkeit in Freihand- und geometrischem Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden.
Das Schulgeld beträgt für die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus vorauszubezahlen. Anmeldungen zur Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 31. October l. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben— Neckarstraße 3 im III. Stock— bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vor— handenen Unterrichtslocalitäten erfolgen kann.
Darmstadt den 22. September 1882.
Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch.
Deutsches Reich. Darmstadt. Der prakt. Arzt Dr. Fertig as Bensheim wurde zum Kreisassistenzarzt in Ofenbach, der prakt. Arzt Dr. Matthias aus
Festlichste empfangen.
Ausland.
lichkeiten und saͤmmtlichen Behoͤrden auf das scontrole Uebereinstimmung der Ausichten herrscht 9 scht,
den bisherigen Finanzeontroleur nach Egypten entsendet. — 22. Oct. In Folge der Vorgänge in
Nedberg zum Kreisassistenzarzt für den Kreis Shotten mit dem Amtssitze zu Gedern und der akt. Arzt Dr. Scharfenberg aus Michelstadt zun Kreisassistenzarzt für den Kreis Gießen mit den Amtssitze zu Lich ernannt.
Berlin, 20. Oct. Die Aufstellung des (tats des Ministeriums der öffentlichen Arbeiten it fertiggestellt, so daß nun der Gesammtetat ut preußischen Staates pro 1883/84 überhaupt Ghzeschlossen werden konnte. Die Eisenbahner— kignisse weisen sehr erhebliche Mehreinnahmen e. Die Bergisch-Märkische Bahn allein soll en auf 5 Million geschätztes Plus erzielen.— firanzminister Scholz ist heute nach Varzin gereist.
— Die Berufung des Landtags um die Mitte Jwember steht mit Sicherheit zu erwarten und i auch alle Vorkehrungen hierfür getroffen.
Du Beschluß des Staatsministeriums steht noch
u und kann nicht eher erfolgen, als bis der
1 4 0 fertiggestellt ist. Dieser wird die Haupt—
heit des Abgeordnetenhauses bilden und an
i soll die Bedürfnißfrage nach Reform der bricten Steuern und Bedeckung des alljaͤhrlich
Preußen anwachsenden Deficits sich knüpfen. Karlsruhe, 21. Oct. Die Studirenden % Polytechnikums brachten heute Abend dem Hoßherzog einen solennen Fackelzug. Baden⸗Baden, 18. Oct. Der Kaiser von seinem Unwohlsein wieder hergestellt; z Befinden der Kaiserin ist durchaus befrie— gend. Heute Nachmittag traf der Großherzog
on Baden zum Besuche der Majestäten hier und wurde von den hier anwesenden Fürst—
Oesterreich-Ungarn. Wien. Das von mehreren Blättern gebrachte Gerücht, daß Graf Hohenwart demnächst zum Minister des Innern ernannt werden wird, und daß er deßhalb sein Delegirteumandat zurückgelegt habe, findet und verdient wenig Glauben.
Brünn, 20. Oet. Ein Erlaß des Statt— halters an die Bezirkshauptmannschaften macht die scharfe Ueberwachung jedweder antisemitischen Bewegung zur Pflicht. Ein weiterer Erlaß lenkt die Aufmerksamkeit auf die Umtriebe der Socialisten, welche die antisemitische Bewegung in Ungarn erzeugen sollen, um für socialistische Bestrebungen unter den Arbeitern Propaganda zu machen.
Lemberg. Gegenwärtig befinden sich nur noch 500 jüdische Emigranten aus Rußland in Brody. Dieselben sind zumeist Deserteure und ihre zwangsweise Ausweisung erscheint aus Hu— manitätsrücksichten um so mehr unstatthaft, weil dieselben von den verschiedenen Hilfscomité's ausreichend unterstuͤtzt werden und bisher Nie— mand zur Last fielen.
Trlest. Das Urtheil über den Bomben— Attentäter Oberdank ist gefallt, das Kriegsgericht hat ihn zum Tode verurtheilt. Die Behörde publicirte Nichts von der Sentenz, das Urtheil wurde vielmehr geheim gehalten. Die Mutter des Verbrechers hat dem Kaiser ein Guaden— gesuch unterbreiten lassen.
Frankreich. Paris. Die französische Re— gierung hat, da zwischen ihr und dem Cabinete von St. James in Betreff der egyptischen Finanz—
Montceau wurden gestern in Paris, Lyon, Saint Etienne, Narbonne und Montceau zahlreiche Verhaftungen und Haussuchungen vorgenommen. Die Regierung soll entschlossen sein, mit der größten Strenge vorzugehen.
Großbritannien. London. Das Cabinet hat sich definitiv gegen die Gestattung des Baues des unterseeischen Tunnels zwischen Calais und Dover entschieden.
Dublin. Der Vicekönig von Irland hat das Todesurtheil des Agrarmörders Michael Walsh in lebenslaͤngliches Todesurtheil umgewandelt.
Spanien. Madrid. Die amtliche Gazeta publizirt eine Ordre des Königs, wodurch das Ministerium ermächtigt wird, die im October des Vorjahres gekündigten, aber noch zu Recht bestehenden Handels-Verträge mit denjenigen Mächten, welche auf den von Spanien vorge— schlagenen Grundlagen für die neuen Handels— verträge angenommen sind, bis zum 15. Dez. 1882 zu verlängern.
Italien. Rom. Von angeblich bevor— stehenden Veränderungen in der diplomatischen Vertretung Italiens im Auslande ist bier bis— her Nichts bekannt und finden bezügliche Mel— dungen auch wenig Glaubeu.
Türkei. Constantinopel. Die türkisch-bul— garische Differenz wegen der Beziehungen der bulgarischen Agenten zu der Pforte ist endgültig geregelt. Von nun an werden die bulgarischen Agenten in rein politischen Angelegenheiten oder principiellen Fragen direct mit dem Minister des


