Ausgabe 
23.11.1882
 
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von der Gemeinschuldnerin eingereichten Vergleichsvor⸗

ziehungen merkwürdigen Stoff liefert.

noch ganz unbekannt.

vielfach nützliche Verwendung und wichtige Be deutung für Wissenschaften, Künste und Ge werbe, und immer noch tauchen neue Erfind ungen und Verwendungen auf, bei Kautschuk dem Menschen dienstbar ist. Die Chemie, Physik und Chirurgie benützen ihn als Röhren zu luft- und wasserdichtem Verschluß, überhaupt zur Darstellung der mannigfaltigsten chemischen und physikalischen Apparate, zu Ban dagen, Sonden, Kathedern ꝛc In der Technik, feiert er seine großartigste Verwendung; er dient zu unterseeischen Telegraphen, zu Maschinen, zur Verfertigung von Firniß, zu Schuhen, Hosenträgern, Uhrbändern ꝛc. Aber auch Gegen stände des Luxus werden aus dem Kautschuk verfertigt. Unter dem Namen chinesischer Kaut schuk kommen Hals- und Ohrgehaͤnge, plastische Sachen ꝛc. in den Handel. Zu Grenelle bei Paris besteht eine Fabrik, in welcher der Kaut schuk zu Fäden verarbeitet wird, die sich treff⸗ lich verweben lassen. Wie der Kautschuk ist auch das Gutta-Percha ein verdickter Milchsaft von Pflanzen und stammt von der Insel Singa pore. Auch dieses Pflanzenprodukt findet viel fache Anwendung. Groß ist auch die Bedeut ung des Opiums, besonders für den Handel, ebenso groß, als dieser getrocknete Milchsaft des Mohus durch seinen Genuß zerrüttend auf den Körper der sich desselben Bedienenden wirkt. Von höchster Bedeutung für die Industrie ist ein

Amerika vorkommende Pflanzenfamilie ist es, die diesen eigenthümlichen und in vielen Be Er ist ein Hauptbestandtheil des Milchsaftes der Euphor⸗ biaceen, der Lobeliaceen, Artocarpineen und Asklepiadineen, in welchem er in Gestalt kleiner Küchelchen enthalten ist. Im Anfang des vorigen Jahrhunderts war der Kautschuk in Europa Die Reisenden de la Coudamme und Bougeur gaben im Jahr 1736 die erste Nachricht von dieser durch sie bei Quito und nachher in Guiana angetroffenen Substanz. Zuerst wurde der Kautschuͤk nur zum Auswischen von Bleistiftstrichen angewendet. Seit dieser Zeit erreichte er mit Riesenschritten seine

denen der Zwecke verwendet. Auch liefern faule Kartoffeln

schen einen ergiebigen Erwerbsquell.

geknüpft ist.

Geltung findet. Getreide, sowie faule Kartoffeln werden zu Spiritusgattungen für technische und chemische

eine vorzügliche Stärke. Die Verwendung der gesunden Kartoffeln und des unverdorbenen Ge treides zu ähulichen Zwecken wie die genannten, ist hinlänglich bekannt. Die zahllosen Verwend ungen der verschiedenen Hölzer, von der pracht vollen Schatulle aus Rosenholz bis zur schlich ten Packkiste bieten in tausenderlei Erwerbs zweigen Millionen von Menschen genügende Existenz. Und sogar aus dem verkohlten Holze, der Holzkohle, hat der Mensch Vortheile für die Industrie gezogen. Er benützt die Saug⸗ kraft frischgeglühter, zerkleinerter Holzkohle zur Reinigung von Luft und Wasser und anderer Substanzen. Jusbesondere auch benützt er diese Eigenschaft der Kohle zur Farblosmachung des braunen Zuckerssyrups in den Zuckerfabriken. Doch es ist hier nicht möglich, in kleinen Rahmen alle jene unzähligen Details der Industrie zu nennen, wozu die Pflanzenwelt das Haupt material liefert und so dem Menschen in tausend facher Beziehung dienstbar ist. Nehmen wir dazu die Dienste oder den Nutzen, den die Pflanze dem Menschen als Nahrungsstoff ge⸗ währt, so finden wir, daß sie es ist, die uns in dem beständigen Stoffwechsel das Leben er

anderes Pflanzenproduct, der Zucker. Palast⸗ ähnliche Zuckerfabriken erheben sich allenthalben und beschaͤftigen Tausende von Menschen Eben-phor, Schwefel ꝛc. hinzutreten, so viele Bierbrauereien, welche aus Gerste und Hopfen den bekannten und allbeliebten erquicken-TErde auf, das Thier frißt die Pflanze, die dun den Trank bereiten, bieten Millionen von Men Aber den köstlichsten Pflanzensaft dieser Art liefert dem Menschen der Weinstock, dessen Ertrag unzählige Menschen in vielen Beziehungen nährt und an dessen Gedeihen das Wohl vieler 1000 Familien Kohlensäure, Selbst die weggeworfenen Abfälle] Lichtes den Sauerstoff, die Lebensluft für Meß der Pflanzenwelt gestalten sich unter der emsigsschen und Thiere abgibt, thätigen Hand des Menschen zu neuer Form, Kreislauf der Stoffe im weisen Haushalte di die auf dem Markte des Lebens ihre volle Natur stattfindet und wir Verdorbenes oder verbranntes[Leben des Menschen ist an die

bestehen, sind Kohlenstoff, Wasserstoff und Sau stoff, zu welchen noch Stickstoff, Kiesel, Phe Die Pflausse nimmt ihre Bestandtheile aus der Luft und d

den Stoffwechsel zu Fleisch wird, welches de Menschen zur Nahrung dient. Durch d Athmen der Menschen und Thiere und d Verwesungsproceß ihrer Körper aber entwich sich der Hauptnahrungsstoff der Pflanze, wofür sie unter Einwirkung dien h

so daß ein ewig

1 einsp 2 once

sagen können: Di

Pflanze g. bunden und diese an den Menschen.

getref

Literarisches.

Kirchenmusik. Im Verlage desevangellsch Kirchengesangverelns für Württemberg ist soeben Heft geistlicher Gesänge für dreistimmigen Schülerch erschtenen. Dasselbe enthält 36 Chöre, die theilwel; für 6 Kinderstimmen, theilweise für 2. Kinderstimmssten i. mit hinzutretender Männerstimme gesetzt sind. Der Si Lein der Gesänge ist einfach und schlicht und die Sammlu leichter für die Schülerchöre unserer ländlichen Gemeinden Iadenp Verwendung ganz besonders geeignet. Der Preis auf 80 Pf. pro Heft(Partltur), für die Mitglieder d evangelischen Kirchengesangvereine auf nur 50 Pf. un in Partleen von 25 Exemplaren auf 40 Pf. pro Hel festgesetzt. Zur Entgegennahme von Bestellungen ist di Vorstand des evangelischen Kirchengesangvereins für Hesf (Vorsitzender: Geheimerath Hallwachs; Reallehrer Becker in Darmstadt) unter dem Anfüͤge berelt, daß die Mitgliedschaft des»evangelischen Kirch gesangvereins für

cheine

die Entrichtung eines jährlichen Beitrags von 50 f erworben wird.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 21. Nov. 1882.

20 ⸗Frankenstücke. M. 16 1620 d, w do. in ½ 5 16 1519 Englische Sovereigns. 20 30- 35 Russische Impertales. 16 7075 Due; 9 6771

al mareo. 9 6771

5 *

hält. Die Elemente, aus denen die Pflanzen

2 822

Dollars in Gold. 4 1620

Betauntmachung.

Heinrich Storch II. von Trais⸗Muͤnzenberg beabsichtigt auf seinem in der Gemarkung Trais⸗Münzenberg belegenen Grundstücke Flur 1. Nr. 350 eine Pferdeschlächterel an⸗ zulegen. Es wird dies mit dem Anfügen zur öffent⸗ lichen Kenntniß gebracht, daß die Pläne, sowie die Be⸗ schreibung binnen 14 Tagen auf der Registratur der unterzeichneten Behörde zur Einsicht der Interessenten offen liegen und daß innerhalb dieser Zeit auch Ein wendungen bei uns erhoben werden können.

Friedberg den 21. November 1882.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. 3847 Dr. Braden.

Bekanntmachung. In dem Concoursverfahren über das Vermögen der Firma Mai& Oppenheimer dahier wird in Folge eines

schlags Termin zur Abstimmung auf

Dienstag den 12. Dezember l.* Vormittags 9 Uhr, anberaumt. Friedberg am 21. November 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Herzberger. 3849 Weber.

Vergebung von Schreinerarbeit.

Die Anfertigung von 4 Stück Subsellien und einem Glasschrank soll auf dem Submissionswege vergeben werden. Muster und Bedingungen sind bel uns einzusehen und darnach die Forderungen verschlossen mit der Auf⸗ schrift:Submission auf Schreinerarbeit für Großher⸗ zogliche Blindenanstalt bis längstens den 30. November, Mittags 12 Uhr, in unserem Direetionszimmer einzu reichen.

Friedberg den 20. November 1882.

Großherzogliche Direktion der Blindenanstalt.

3843 Schäfer.

Einen jungen Zuchteber (englischer Race) hat zu verkaufen

Peter Euser . in Bad⸗Nauheim.

Kartoffel-Versteigerung. Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, sollen auf freiwilligen Antrag in der Hofraithe des Christtan Ulrich 11. nächst dem Bahnhof 80 bis 100 Malter

Kartoffeln öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.

Friedberg den 21. November 1882.

Großherzogliches Ortsgerlcht Friedberg. 3850 Seriba.

* 2 V st 8* Güter⸗Versteigerung. Montag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die Grundstücke der Frau Adam Söllner 11. Wittwe nochmals an den Meistbietenden versteigert werden.

Friedberg den 21. November 1882. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3851 Seriba.

5 e Ni Immobiliar-Versteigerung.

Montag den N. d. Mts., Vormittags 11 Uhr, werden in hiesigem Rathhaus die Grundstücke des Lehrers Heinrich Sauer mit dem Anfügen nochmals an den

Meistbietenden versteigert, daß eine weitere Versteigerung nicht stattfindet, den Meistbietenden aber bei entsprechen⸗

Arbeits⸗Vergebung.

Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, die zur Herstellung von Abfahrten nöthige

Maurerarbeit, veranschlagt zu 29 50

Steinhauerarbeit e 28 80 af Chausstrarbelt 214 50[ Be Chaussirsteine zu brechen 170 hafter Chaussirsteine anzufahren 212 50[bend

Liefern von Cementröhren 54 zu Ilbenstadt in dem GasthauseZu den drei Haase öffentlich in Accord gegeben werden.

Friedberg den 18. November 1882.

Zörb II., 3821 Bezirksbauaufseher,

Mobiliar⸗Versteigerung

Dienstag den 28. November d. J., Vormittags 9 Uh anfangend, läßt der Landwirth Georg Kohlas II. dahleg, wegen Aufgabe seiner Oeconomte, in seiner Behausun folgende Gegenstände meistbietend versteigern:

ade Ainiste uf.

Vort

U

den Geboten die Genehmigung ertheilt werden soll. Friedberg den 21. November 1882.

Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. 3852 Se ri b g.

Schaf⸗-Versteigerung. 3836 Nächsten Freitag den 24. d. Mts., Vormittags 11 Uhr anfangend, läßt der Unterzeichnete elrea 80 Stück trächtige Jährlings⸗Zucht⸗Schafe durch die Großherzog liche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen versteigern. Die Schafe sind reiner Race, in Nieder-Mörlen das ganze Jahr auf die Weide gegangen, gut genährt und zur Zucht vorzüglich geeignet. Nieder⸗Mörlen 19. November 1882.

conrad Pfeifer, Schafhändler von Großen⸗Buseck.

Ein Acker

(Ockstädter Gemarkung), 121 Ruthen= 222 Klafter

für Herren, Damen und Kinder, Hemden, diligst bel Kt. Friedrich. 48

groß, ist aus freier Hand zu verkaufen. Wo? sagt die Exped. d. Anz. 3688

Aträchtige Fahrkühe, I wid 1 Rind, hüsse

1 trächtiges Mutterschwein, 1 Jin 1 vollständigen Kuhwagen mit Ernteleitern, gen volständiges Geschirr für 2 Kühe, en. 1 Vorderpflug, derbe 1 Schaufel⸗ und 1 Spigtzpflu laltse 1 Kartoffelpflug, Weh, 5 1 Pfuhlfaß, 1. 1 1 Rangenmühle, ir di 1 Fruchtfegemühle, gang eirea 30 Centner Heu, pricht

5 20 Grummet, rl 5 60 Waizen- und Gerstenstroh, 0 7798620 Dickwurz, 18 7 600 Kartoffel und K allerlei sonstiges Oeconomie- und Hausgeräthe. Comm Groß⸗Karben den 21. November 1882. 1 W

In Auftrag: Großherzogliches Ortsgericht Groß⸗Karben. 3857 Bär.

Circa 15 Stück 3840 9 n reine Schafe, ei vter- und sechsbreite englische Bastard, hat zu verkaufen 5 0 Bad⸗Nauh eim. S. Löb. te 1 billigst bei 145 Unterjaden& Unterhosen e,

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