Ausgabe 
22.6.1882
 
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Reiseplan für das Aushebungsgeschäft der 49. Infanterie-Brigade(1. Großherzoglich Hessischen) pro 1882. 5 8. Senn de Geschäfts. Ort des Geschäfts. Reisetour und Angabe der Dienstverrichtungen. Ronat. Tag. Nee 2c. 2c. Juni 17. Sonnabend, 9 Uhr Morgens, Offenbach ze. Reise nach Büdingen. F Sonntag Büdingen Ruhe. Jun! 19.] Montag, 8 Uhr Morgens, Büdingen Liste Ce, 5, E, Beilagen 13, Felddienstunfähige, Invaliden, ärztliche Untersuchung der zur Unterstützung gemäß§. 110 des Militär⸗Pensionsgesetzes Vorzuschlagenden. Retse nach Nidda. Juni 20 Dienstag, 8 Uhr Morgens Nidda Wie vorher. Relse nach Schotten. 2c. 5 2c. Juni 30 Freitag, Uhr Morgens, Lich ö 0 ee. Reit nach Friedberg. Juli I. Sonnabend, 8 Uhr Morgens] Frieddern Ae 0 b. Pigung genf H. 110 des Milli Vensensggdeges Bergusclagnbn F 8 8 Sonntag 0 Friedberg N Ruhe. Juli 3. Montag, 8 Uhr Morgens, Friedberg Liste E. Juli 4. Dienstag, 8 Uhr Morgens, Friedberg Liste E. Reise nach Darmstadt.

Bekanntmachung. Betreffend: Die Prüfung der Bewerber um die Berechtigung zum einjährig freiwilligen Militärdienst im Herbst 1882.

Diejenigen jungen Leute, welche beabsichtigen sich der im Herbst 1882 stattfindenden rubrieirten Prüfung zu unterziehen, werden hier durch aufgefordert, ihre deßfallsigen Gesuche um Zulassung bei Mei dung des Ausschlusses von dieser Prüfung

spätestens bis zum 1. August 1882 bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission einzureichen. Hinsichtlich der Anbringung der Gesuche wird im Speziellen das Folgende bemerkt:

1. Das Gesuch ist bei der unterzeichneten Prüfungs-Commission nur dann anzubringen, wenn der sich Meldende im Großherzogthum Hessen seinen dauernden Aufenthaltsort hat.

2. Die Zulassung zur Pruͤfung kann 17. Lebensjahr erfolgen.

3. Das Gesuch muß von dem Betreffenden selbst geschrieben sein. Auch erscheint es zweckdienlich, wenn stets die nähere Adresse angegeben wird.

4. Dem Gesuche sind folgende Papiere beizufügen: a. Geburts zeugniß; b. Einwilligungsattest des Vaters oder Vormundes mit der Erklärung über Bereitwilligkeit und Fähigkeit, den Freiwilligen während einer einjährigen activen Dienstzeit zu bekleiden, auszurüsten und zu verpflegen; c. ein Unbescholtenheitszeugniß, welches von der Polizei Obrigkeit oder der vorgesetzten Dienstbehörde auszustellen ist; d. einen

nicht vor vollendetem

selbstgeschriebenen Lebenslauf. Zu pos. b. wird noch besonders darauf hingewiesen, daß in dem Einwilligungsattest die Erklärung des Vaters oder Vormundes, daß er in der Lage sei, den Freiwilligen während des einjährigen Dienstes unterhalten zu können, nicht fehlen darf und daß die Unterschrift des Vaters oder Vormundes beglaubigt sein muß.

5. In dem Gesuche ist außerdem anzugeben, in welchen zwei fremden Sprachen(von Französisch, Englisch, Lateinisch oder Griechisch) der sich Meldende geprüft sein will.

6. Ist bereits früher ein Gesuch um Zulassung zur Prüfung ein gereicht worden, so bleibt dem erneuten Gesuche nur ein Unbescholten heitszeugniß beizulegen.

Ueber die Anforderungen, welche an die zu Prüfenden gestellt werden, gibt die Prüfungs-Ordnung(Anlage 2 zur Ersatzordnung I. Theil der Wehrordnung vom 28. September 1875 Regierungsblatt Nr. 55 von 1875) Aufschluß. Bezüglich des Prüfungstermins, sowie des Locals in welchem die Prüfung stattfindet, erfolgt eventuell weitere Bekanntmachung; auf spezielle Ladung kann nicht gerechnet werden.

Darmstadt den 16. Juni 1882.

Großherzogliche Prüfungs-Commission für einjährig Freiwillige. Der Vorsitzende: Gros.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Forstaccessist Eckstorm aus Nieder-Weidbach wurde zum Oberförster in Ernsthofen, der Finanzaspirant Dauber aus Darmstadt zum Ministerialcalculator, der Hülfs Gerichtsschreiber Bötticher zu Büdingen zum Hülfsgerichtsschreiber bei dem Landgerichte der Prov. Starkenburg und der Gerichts-Accessist Dr. Löwe zum Hülfs-Gerichtsschreiber bei dem Landgerichte der Prov. Oberhessen bestellt.

Militärdienstnachricht. von Hirschfeld, Prem.⸗Lieut. vom 1. Gr. Juf.-Regt. Nr. 115 wurde der Abschied bewilligt.

Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 14, enthält:

I. Bekanntmachung, die Umlagen der israel. Rel. Gem. zu Schaafheim für 1881/82 betr.

II. Bekanntmachung, die Niederschlagung von Um lagen der israel. Rel.⸗Gem. Wolfskehlen Goddelau betr.

111. Uebersicht der für 1882/83 genehmigten Umlagen in den Gemeinden des Kr. Erbach.

IV. Verlegung des Wohnsitzes eines Rechtsanwalts. Dem Rechtsanwalt Curtman zu Friedberg wurde die Genehmigung ertheilt, seinen Wohnsitz von Friedberg nach Gießen zu verlegen..

V. Namensveränderungen.

VI. Dienstnachrichten.

VII. Ruhestandsversetzungen.

VIII. Concurrenz-Eröffnungen. Erledigt sind: eine Lehrerinnenstelle zu Eberstadt, Anfangsgehalt 1000 M.; eine Lehrerstelle zu Lorsch, Gehalt 1000- 1600 M.

Berlin. Der Kaiser reist, soweit jetzt bestimmt, nach beendigter Kur von Ems nach Gastein und dann nach Baden-Baden. Zwischen dem Besuche in Gastein und Baden-Baden fallen die Herbstmanöver in Schlesien, an denen der Kaiser und der König von Sachsen theilnehmen.

Die Jury für die Entwürfe zu einem Reichstagsgebäude hat unter dem Vorsitz des Staatsministers Bötticher im Ausstellungsge bäude eine Sitzung abgehalten und die einge laufenen Pläne besprochen.

19. Juni. Finanz-Minister Bitter hat seine Demission eingereicht und schon dem gestrigen Ministerrath nicht beigewohnt.

20. Juni. Fürst Bismarck reiste heute nach Varzin ab. Als Nachfolger des Finanz

ministers Bitter nennt man den Secretär des Reichsschatzamtes Scholz.

Wie dieK. Ztg. hört, wird der An trag der Fortschrittspartei(Abg. Dr. Philipps) über die Entschädigung unschuldig Verurtheilter Gegenstand weiterer Eröterungen innerhalb der Regierung werden und vielleicht zu erwünschten Erfolgen führen.

Aus Danzig gekommene Nachrichten über eine gegen den Obersteuermann Meiling schwe bende Untersuchung wegen Landesverrathes ist richtig. Meiling soll Festungs-Pläne an die Russische Regierung ausgeliefert haben. Nach den bisher bekannten Resultaten der Untersuch ung hat die Größe des Verraths jedoch nach keiner Richtung hin die Bedeutung, welche dem selben in jener Nachricht beigemessen wird.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Er⸗ nennung des neuen Sectionschefs im Ministerium des Aeußeren v. Szögyenyi ist vollzogen. Graf

Hoyos wird in die Stellung eines ersten Sec

tionschefs, welche Kallay inne hatte, vorrücken, Szögyenyi aber die zweite Sectionschefstelle, welche vor dem Grafen Hoyos der Graf Wolken stein bekleidete, übernehmen.

Die spanische Regierung ließ das hiesige Cabinet wegen Zuziehung Spaniens zu der eventuell wegen Egypten abzuhaltenden Con ferenz sondiren. Man wies seitens der Madrider Regierung auf das Jnteresse hin, welches Spanien an der Mittelmeerfrage habe. Wie es den An schein hat, dürfte dem Wunsche Spaniens will fahrt werden.

Pest, 19. Juni. Das Räthsel von Tisza Eßlar hat endlich seine Lösung gefunden; die Leiche des verschwundenen Christenmädchens wurde am Theißufer bei Tiszalök gefunden und zwar ganz unverletzt, was auf einen Selbstmord schließen läßt; es herrscht große Freude unter der Bevölkerung, da die Nachricht diesmal ganz authentisch ist; eine Commission befindet sich unter

wegs, um die Identität der Leiche festzustellen.

Triest, 19. Juni. Der LloyddampferEs pero ist mit 238 Passagieren gestern Nach⸗ mittag von Alexandrien hier eingetroffen.

Frankreich. Paris, 19. Juni. Betreffs der Conferenz, deren Annahme Seitens aller Mächte nunmehr als gesichert gilt, wird in hiesigen politischen Kreisen hervorgehoben, daß Konstantinopel als Conferenzort im Einver nehmen mit der Türkei beschlossen sei, um die Verhandlungen mit der Pforte zu erleichtern und zu beschleunigen.

Die officiellen Einladungen zur Con ferenz für Donnerstag sind gestern telegraphisch ergangen, nachdem die Zustimmung sämmtlicher Mächte eingetroffen war. Die Beschlüsse der Conferenz werden der Pforte zur Annahme unterbreitet werden, das heißt austatt der ein zelnen Botschafter wird die Conferenz dieserhalb mit der Pforte unterhandeln.

Großbritannien. London, 19. Juni. Die Polizei verhaftete einen Irländer Namens Thomas Walsh, welcher angeblich Miether der Räumlichkeit war, worin am Samstag die Waffenbeschlagnahme erfolgt ist. Die Durch suchung seiner Wohnung führte zur Entdeckung weiterer Munitionsvorräthe.

Gerüchte über eine Demission von Cham berlain und Bright sind, einer Reuter'schen Meldung zufolge, ganz unbegründet.

Türkei. Konstantinopel. Der deutsche Oberst Kähler ist unter Verleihung des Os manie⸗Ordens 2. Classe zum Brigadegeneral, die übrigen drei deutschen Officiere sind unter Verleihung des Osmanie-Ordens 3. Classe zu Obersten ernannt worden.

Eine Depesche Derwisch Pascha's au die Pforte bezeichnet die Situation in Egypten als sehr befriedigend; Arabi Bey gehorche pünktlich den Anordnungen des Khedive.

Rußland. Petersburg. Ein kaiserlicher Befehl an den Senat normirt die im laufenden Jahre für die Landarmee und die Marine aus zuhebende Rekrutenzahl auf 212,000 Mann.

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