Ausgabe 
14.10.1882
 
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Oberlehrer Funk.

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Samstag den 14. October.

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Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dtenstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bel größerem Tabellen- oder Ziffersatß mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Anoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist,

werden stets per Post nachgenommen.

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betreffend: Den Cursus der Ackerbauschule zu Friedberg pro 1882/83.

Henehmigung ertheilen.

Amtlicher Theil. Bekanntmachung.

Friedberg am 9. October 1882.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Unter Bezugnahme auf vorstehende Bekanntmachung des Curatoriums der Ackerbauschule empfehlen wir Ihnen, sich die Ackerbauschule durch recht viele, junge, der Landwirthschaft sich widmende, Leute aus Ihren Gemeinden besucht wird. leich hierbei, daß für wenig Bemittelte Unterstützungen zur Disposition stehen und wir es nicht zu beanstanden finden, neinden, aus welchen junge Leute die Schule besuchen, Unterstützungen verwilligt werden, indem wir recht gerne derartigen

dafür zu bemühen, Wir bemerken zu⸗ wenn auch von Ge Beschlüssen⸗ Dr. Braden.

Landesbaugewerkschule Darmstadt.

Die Landesbaugewerkschule zu Darmstadt beginnt ihren siebenten

Jahrescursus am 15. November l. J., welcher 4 Monate, also bis um 15. März 1883 andauert. Dieselbe soll, zwischen Handwerker schule und technischen Hochschule die Mitte haltend, insbesondere Bau landwerkern, sowie Maschinen- und Mühlenbauern Gelegenheit bieten, ch die für einen selbstständigen Gewerbebetrieb erforderlichen theore schen Kenntnisse und die nothwendigen Fertigkeiten im Zeichnen und Eutwerfen von Plänen für die praktische Ausführung zu erwerben. Auch poll die Baugewerkschule zur Ausbildung von Werkmeistern, Parlieren, Bauaufsehern ꝛc. dienen. Der Unterricht wird an den Werktagen pährend der ganzen Tageszeit von folgenden Herren ertheilt: Architect Professor Hermann Müller, Architect Kuhlmann, Ingenieur G. Wagner, Techniker L. W. Möser, Handelslehrer Peters, Bildhauer Fölix und Die Schule umfaßt 2 Klassen mit folgenden Unter sichtsgegenständen: Freihand- und geometrisches Zeichnen, darstellende Geometrie leinschließlich Schattenconstructionen und Perspective), Bau lonstructionslehre(einschließlich Stabilitäts- und Festigkeitsberechnungen), Elemente der Maschinen-Constructionen, Fachzeichnen, Entwerfen von

ö Bauanlagen, kunstgewerbliches Zeichnen, technisches Rechnen, Algebra,

0 Geometrie, Feldmeßkunst(einschließlich Trigonometrie und Planzeichnen),

gewerbliche Buchführung, Theile der Bauführung, insbesondere Ma brialienkunde und Anfertigen von Kostenvoranschlägen, Grundlehren der Physik und Mechanik, Modelliren in Thon, Holz ꝛc. Die Unter schtslocale befinden sich Neckarstraße Nr. 3, unfern von den Bureau scalitäten, der Bibliothek und der technischen Mustersammlung des Großherzoglichen Gewerbevereins, so daß die letzteren von den Schü Irn besucht und geeignet benutzt werden können.

Bedingungen zur Aufnahme sind:

1. Fur die untere Abtheilung, die J. Klasse: In der Regel wer den nur solche Schüler aufgenommen, welche eine mindestens einjährige Beschäftigung in einem technischen Gewerbe nachweisen können; Aus⸗ nahmen hiervon werden nur in besonderen Fällen gestattet. Dagegen wird von den Aufzunehmenden nur der Nachweis der Kenntnisse ver⸗ langt, welche den von der Oberklasse einer Volksschule Entlassenen zu⸗ kommen sollen, damit jedem strebsamen Handwerker die Anstalt zu⸗ gänglich werde.

2. Für die obere Abtheilung, die II. Klasse, muß außerdem der Nachweis ausreichender Kenntniß der niederen Arithmetik, einer ange⸗ messenen Fertigkeit in Freihand- und geometrischem Zeichnen, sowie in der Lösung einfacher Aufgaben der darstellenden Geometrie und der Befähigung, sich im Deutschen gehörig schriftlich verständlich machen zu können, geliefert werden.

Das Schulgeld betragt fuͤr die ganze Unterrichtszeit 30 Mark und ist beim Beginn des Cursus vorauszubezahlen. Anmeldungen zur

Aufnahme wolle man möglichst frühzeitig und längstens bis zum 0 N 4 5 N 1 2 9

31. October J. J. schriftlich bei der unterzeichneten Stelle oder auch mündlich auf dem Bureau derselben Neckarstraße 8 im III. Stock

bewirken, da die Zulassung der Schüler nur nach Maßgabe der vor handenen Unterrichtslocalitäten erfolgen kann. Darmstadt den 22. September 1882. Großh. Centralstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein. Fink. Busch.

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Prämiirung selbstgezüchteter Fohlen.

Nachdem uns Seitens des Landespferdezuchtvereins zu Darmstadt wieder wie in früheren Jahren 100 Mark zum Zwecke der Prämiirung

e bstgezüchteter Fohlen zur Verfügung gestellt wurden, hat das Pferdemarkteomite beschlossen, eine namhafte Summe zum gleichen Zwecke zu willigen, um der Prämmiirung eine größere Ausdehnung, auch auf Nichtmitglieder des Pferdezuchtvereins, geben zu können. l Die Prämiirung findet Dienstag den 24. October auf der nördlichen Seite des Kirchenplatzes statt und werden hierzu alle Pferde lichter der Provinz Oberhessen zur Bethelligung freundlichst eingeladen. Nähere Bestimmungen. a

1) Jeder Züchter hat sich mit seinem Fohlen längstens bis um 10 Uhr Vormittags auf obengenanntem Platze einzufinden,

2) Als Nachweis der eigenen Züchtung genügt die Bescheinigung des betreffenden Ortsvorstandes.

3) Es werden Fohlen bis zu Jahren zur Prämiirung zugelassen. f f

4) Fohlen, welche schon einmal durch uns prämiirt worden sind, können nicht mehr miteoneurriren.

Im Auftrag des Pferdemarkt-Comité's: Steinhäußer, Vorsigender.