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Vedürfnissen unserer Stadt auf die Dauer genügen würde, hoͤchst zweifelhaft war.
Unter diesen Umständen erschien es geboten, von elner natürlichen Herbeileitung des Wassers abzusehen und das-
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elbe aus einem unweit der Stadt befindlichen Quellen—
Zezirk zu gewinnen. Als ein solcher wurden zunächst die Riedwiesen ins Auge gefaßt und wurden daselbst Bohrungen veranstaltet, die indessen das erwartete Re— sultat nicht ergaben, da der Zudrang des Wassers nicht o stark war, um die Gewinnung des für die Stadt zöthigen Quantums als sicher erscheinen zu lassen. In Folge dessen wurde eine Bohrung auf einem städtischen Hrundstück in der Burggemarkung ausgeführt und ergab
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Versuch fortgesetzt und ein Probebrunnen angelegt wurde. Derselbs wurde mit zwei je 60 Meter langen Filterrohr— eitungen versehen, außerdem wurden die zwei zu der rüheren Burgwasserleitung benutzten Brunnen, der Pfaffen⸗ und Brachbrunnen, durch Leitungen mit dem Hauptbrunnen verbunden. Der Brunnen wurde mehrere Wochen lang ununterbrochen durch Dampfkraft abgepumpt und ergab nich daraus, daß er das für unsere Stadt, auch im Falle iner erheblichen Zunahme der Bevölkerung und Aus dehnung der Industrie ausreichende Wasserquantum von 300 Kubikmetern täglich(1 Kubikmeter 1000 Liter 2 6¼ Hessische Ohm) reichlich zu liefern im Stande st. Die Beschaffenheit des Wassers wurde durch chemische Analyse festgestellt und gefunden, daß es sowohl als utes, frisches Trinkwasser, als auch zu allen technischen Zwecken geeignet betrachtet werden kann, während das us dem sog. Aepfelbrunnen entnommene Wasser, welches gegenwärtig ausschließlich die Wasserleitung der Stadt Zeist, seiner Härte und anorganischen Bestandtheile halber ls ein gutes Trink⸗ und Nutzwasser nicht anerkannt derden kann.
Die Vorbedingungen zur Anlage eines Wasserwerkes ad also geschaffen und handelt es sich nunmehr um nie Ausführung desselben. Bezüglich dieser sind Unter— andlungen mit der obengenannten Firma Aird& Mark m Gange und besteht die Absicht, derselben die Anlage zes Wasserwerkes in seinen Haupttheilen als Gesammt— imternehmen zu übertragen, da blerdurch erfahrungsmäßig ne bessere Garantie für eine sachgemäße und einheitliche usführung des Werkes gegeben erscheint, als wenn die zerstellung in verschiedene Hände gelegt oder auf dem Submissionsweg vergeben würde. Bezüglich der Aus—
Fhrung bemerken wir im Allgemeinen, daß die Pump—
ation mit Maschinenhaus in unmittelbarer Nähe der mrunnenanlage errichtet wird. Als Hochreservoir ist der g. dicke Thurm in Aussicht genommen und ist bei dem Froß herzoglichen Fiskus um die Erlaubniß, denselben u diesem Zwecke benutzen zu dürfen, angesucht worden. Senn dieses Gesuch, wie zu hoffen, genehmigt wird, nuß ein ca. 20 Meter hoher Aufbau aufgeführt werden, t dessen oberster Etage ein 200 Kubikmeter haltender, miedeiserner Wasserbehälter hergestellt wird. Durch tme Telegraphenleitung zwischem dem mit Wasserstand— ipparat versehenen Hochreservoir und der Pump⸗ sution wird dem Maschinisten jederzeit der Stand tes Wassers im Behälter angezeigt. Das Stadtrohrnetz esstreckt sich über alle Theile der Stadt und werden die
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Stränge überall dahin verlegt, wo sich ein öffentliches
der genügendes privates Bedürfniß ergibt. Zur so— trtigen Wasser⸗Gewinnung bel Feuersgefahr oder zu cideren öffentlichen Zwecken werden 56 Hydranten in in Straßen der Stadt angelegt. Die Druckhöhe des
ich dabei ein so reichlicher Zufluß von Wasser, daß der
Wassers ist auf 25 Meter Wassersäule über das Niveau der hoͤchst gelegenen Straßen der Stadt berechnet, so daß dasselbe noch in den obersten Stockwerken der höͤchsten Haͤuser zum kräftigen Ausfluß gelangt.— Die Mittel zur Anlage des Wasserwerkes beabsichtigt die Stadt durch eine besondere Anlethe, die aus dem Ertrag desselben verzinst und allmählich zurückgezahlt werden soll, aufzu— bringen. Der Bezug von Wasser durch Private soll letzteren moͤglichst erleichtert werden und soll deßhalb die Zuleitung von dem Hauptrohr bis zur Straßenfronte der Hofrasthe, sowie die etwaige Lieferung der Wasser messer für alle diejenigen, welche vor Legung der Haupt— ehre sich zum Bezug von Wasser anmelden, von der Stadt unentgeltlich, oder gegen eine kleine Zinsabgabe übernommen werden. Die Herstellung der inneren Haus- einrichtungen bleibt den Hausbesitzern anheimgestellt und kann durch hiesige Geschäftsleute nach den gegebenen Vor— schriften und unter Aufsicht eines Technikers ausgeführt werden. Der Preis des Wassers für Private läßt sich erst nach vollständiger Uebersicht über die Kosten des Werkes und über die Betheiligung des Publikums feststellen, wird aber wohl in keinem Falle den Betrag von 30 Pfennig für den Kubikmeter übersteigen, jedoch wahrscheinlich auf einen Mindestbetrag von 20 bis 30 Mark jährlich fest— gesetzt werden können, unter dem f der Stadt eine
seitens Leitung nicht hergestellt und Wasser nicht abgegeben werden kann. Ueber diese Wasserabgabe an Hausbesitzer werden besondere Verträge abgeschlossen. Es besteht die Absicht, mit der Herstellung des Wasserwerkes im April zu be⸗ ginnen und dasselbe bis zum Herbste zur Vollendung zu bringen.
Wenn der Stadtvorstand an ein so bedeutsames Unter— nehmen herangetreten ist, so war er dabei von der Ueber— zeugung geleitet, daß damit unserer Stadt für jetzt und alle Zukunft ein nicht hoch genug anzuschlagendes Gut erworben wird. Welche tiefeingreifenden Wirkungen ein stets verfügbarer, reichlicher und billiger Bezug guten Wassers für die gewerblichen, landwirthschaftlichen und gesundheitlichen Verhältnisse einer Stadt hat, welche An nehmlichkeiten und Vortheile für die Gesundheit, für die Gesammtheit, wie für den Einzelnen dadurch geschaffen werden, ist zur Genüge durch die allgemeine Erfahrung
bewiesen. Tausende von großen und kleinen Städten erfreuen sich bereits dieser unschätzbaren Wohlthat, jährlich mehrt sich die Zahl derselben; auch da, wo sich gegen die Errichtung solcher Anlagen anfänglich Widerstreben zeigte, herrscht, nachdem sie einmal in Thätigkeit getreten, nur eine Stimme des Lobes und der Anerkennung. Man darf daher wohl auch von den Bewohnern unserer Stadt erwarten, daß sie dem
neuen Unternehmen ihr ungetheiltes Wohlwollen en r bringen und die guten Absichten der städtischen Behoͤrden dadurch unterstüten, daß sie zahlreich von der Leitung Gebrauch machen und die Kosten der ersten Einrichtung, welche sich durch Ersparung an Geld und Zeit rasch und reichlich ersezen, nicht scheuen. Wenn unsere Stadtzschon vor zwanzig Jahren mit der Gasbeleuchtung und seit— dem mit, vielen anderen Veranstaltungen anderen Orten ihres Umfangs vorangegangen ist, so durfen wir wohl auch die Hoffnung hegen, daß die projektirte Wasser⸗ versorgungsanstalt, welche, wie kein anderes Unternehmen, einen weiteren, großen Fortschritt auf dem Gebiete des öffentlichen Wohles bedeutet, schon bei ihrem Beginne die freundliche Aufnahme findet, welche sie unzweifelhaft verdient.
Welßkraut 00—00 Pf
Häse per Stück 4—9 Pf., Tauben das
Handel und Verkehr.
Frlebberg, 8. Febr. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—1.00, Eler 1 St. 7 Pf., 2 St. 13 Pf.
Mainz, 10. Februar. Marktpreise. Kartoffeln pr. 100 Kilo M. 4.50- 5., Heu per Ctr. M. 4.25 4.50, Stroh per Ctr. M. 3.25— 4.50, Butter ½ Kilo M. 0.90— 1.00, Butter in Parth. M. 0.75 0.80, Eier ½ Hundert M. 1.25 bis M. 1.50, Handkäse 4—8 Pf., Rothkraut 20—30 Vf., Blumenkohl 00—00 Pf., Wirsing 3 4 Pf., 1 Ente M. 2.50 bis 3.0„ 1 Hahn M. 1.30 bis 1.70, 1 Huhn M. 1.30— 1.50, 1 junge Taube 50-55 Pf.— Fruchtmarkt. Walzen hlesiger M. 25.50— 26.10, fremder M. 24.75— 26.00, amerik. rother Winterwalzen M. 00.00 bis M. 00.00, Roggen, hiesiger und franz., M. 20.25
10
bis M. 20.50, Gerste, pfälzer, M. 19.50— 19.70, Franken M. 19.65— 19.85, Hafer eff. M. 15.40— 17.25, Reps M. 29.50— 30.50, Repskuchen M. 000., Rüböheff. ohne Faß M. 30.40 30.50, ver Mai mit Faß M. 30.25 30.35.
— Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64., 2. Qual. M. 56.—62., Kühe 1. Qual. M. 5 Qual. M. 40.—50.,
Kälber das Pfd. 60 Pf., das Pfd. 56-63 Pf. Gießen, 11. Febr.. ochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.00— 1.08, Eier 1 St. 6—8 Pf., 2 St. 00— 00 Pf., Paar 85— 100 Pf., Hühner per Stück M. 0.90— 1.20, Hahnen ver Stück M. 1.30 2.00, Enten per Stück M. 2.00— 2.50, Ochsen⸗ fleisch per Pfd. 60— 62 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 40 bis 50 Pf., Kalbfleisch 40—44 P weinefleisch 60 bis 64 Pf., Hammelfleisch 50—60 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 3.00— 4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6.—8
Die britischen Colonien Weltpostverein zur Zeit noch trägt das Franco für den ei land nach Australien 60 Pf., gehen den deutschen Consularbe Briefe Deutsch irrthümlich nur mit 2 und deshalb in Australien mit ei Nachschußporto belegt werden. Da die Consularbehörden zur Berichtung solcher Portobeträge sich nicht veranlaßt finden können, so gehen die fraglichen Sendungen in der Regel als unbestellbar nach dem Abgangsorte zurück. 3 Vermeidung von derart nachtheiligen Folgen wird hiermit besonders daran daß
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n gehören dem Demgemäß be⸗ Brief aus Deutsch⸗ 20 Pf. Gleichwohl in Australien häufig anstatt mit 60 Pf.,
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erinnert, zur Franktrung eines einfachen Briefes nach Australien 60 Pf. erforderlich sind. Pfennig⸗Sparkasse.
Sammelstellen. Einlagen.“ Betrag.
M. Pf. Uebertrag vom 4. Febr. 23190 12314—
1. C. Bindernagel 77 54 65 2. W. Bernbeck 185 103 40 e 130 75 95 S. 104 59 50 5. H. Flaschenträger. 111 69 15 23797 12676 685
NB. Uebertrag Einleger 1000. Neue Einleger 12. Gesammt⸗Einleger 7012 Friedberg den 11. Februar 1882. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß und Credit⸗Verein, e.
Bekanntmachung.
In Sachen
es Neuwieder Credit⸗Vereins zu Neuwied, Klägers, gegen den Urocurator a. D. Georg Winter zu Höchst a. M., Beklagten, wegen Forderung, zurde heute die Zwangs veräußerung des dem Beklagten ru dem bei Butzbach, Kreis Friedberg, Gemarkung Kirch— Jöns, Flur XIV und X, gelegenen Eisenstein⸗ und knaunstein-Bergwerke„Rosengarten“, welches ein Gruben id von 98 Heetaren und 42 Aren umfaßt, zustehenden sgentbums angeordnet und Versteigerugstermin auf Mittwoch den 10. Mai l. J., Nachmittags 2 Uhr, 90 Kirch⸗Göns anberaumt. Butzbach den 6. Februar 1 Großherzogliches Amtsgericht Butzbach. Wehner. Falkenstein.
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Immobiliar⸗Versteigerung.
Mittwoch den 15. d. Mts., Vormittags 11 Uhr,
len in hiesigem Rathhaus die Grundstücke des Großh.
etizraths Trapp II. einer dritten und letzten Ver
iigerung ausgesetzt werden.
Friedberg den 13. Februar 1882.
e, Ortsgericht Friedberg.
882
882.
1. Bekanntmachung. Die am 9. d. Mts. in hiesigem Gemeindewald ab
e altene Holzversteigerung ist genehmigt und erster Ab— A rtag auf Donnerstag den 16. d. Mts. festgesetzt nden, wovon die Stelgerer hierdurch benachrlchtigt wrden.
Rodheim v. d. H. am 11. Februar 1882. Sroß herzogliche Vürgermeisterel Rodheim v. d. H. e Jacobi.
Holzversteigerung.
Im Gemeindewald Ober-Rosbach, Distriet Wasser döll und Unterberg, wird nachstehendes Holz Mittwoch den 15. Februar 1882 öffentlich meistbietend versteigert:
37 Raummeter Buchen ⸗Scheiter, 2 1 Eichen⸗Scheiter, 5 1 Aspen⸗Scheiter, 18* Buchen ⸗Knüppel, 12 1 Eichen Knüppel, 12 5 Aspen⸗Knüppel, 163 N Buchen⸗Stöͤcke, 2300 Wellen Buchen-Reiser, 450 4 Eichen⸗ und Nadel-Wellen, 3 Buchen⸗Stämme, 4—9 m lang, 38-53 em Durch messer, 9 Eichen-Stämme, 5—8 m lang, 15—51 em Durch— messer,
6 Eichen-Derbstangen. Die Zusammenkunft ist Morgens 9 Uhr an der hol zernen Brücke hinter dem Salzberg. Ober Rosbach am 9. Februar 1882. Großherzogliche Bürgermelsterel Ober-Rosbach. Blecher.
Bekanntmachung.
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Die am 6., 7. und 8. Februar im Gemeindewald Nleder-Rosbach abgehaltenen Holzversteigerungen sind genehmigt und der erste Abfuhrtag auf Mittwoch den 15. Februar anberaumt worden.
Nieder⸗ Rosbach am 10. Februar 1882.
Großherzogliche Buͤrgermeisterel Nieder-Rosbach.
Groh.
2795 Mark sind gegen hypothekarlsche Sscherheklt aus der Kirchen kasse zu Assenheim zu verleihen.
554
Der Küirchenrechner Berntheusel.
5 r u Holz-Versteigerung.
Freitag den 17. Februar, von Vormittags 10 U an, sollen im Langsdorfer Gemeindewald verstelgert werden:
382 Eichen⸗Stamme,
14 Buchen-Stämme,
82
105
52
114 Festmeter 4,20 Hainbuchen-Stämme, 24 Linden⸗Stämme, 36,59 Eichen-Langwieden, 3,23 8 Unter dem Eichenholz befindet sich eine große Parthie fuͤr Wagner geeignete Stücke. Langsdorf den 10. Februar 1882. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Köhler.
Norwegische Delicateß-Häringe,
per Stuck 2 Pfennig bei 394
nhalt,
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Lan
gsdorf. 541 9
Wilhelm Fertsch.
Herzosliche. U Für; Baugewerkschule Hauhandwerker Molsminden Mahlen- u Ma- a 1 schinen bauer Errichtet 183/862. Sommers. 1 Winters, 1
dTrunksucht,
sogar im hoͤchsten Stadium, beseitigt sicher mit, auch ohne Vorwissen, unter Garantie der Erfinder d. M. und Spezialist fuͤr Trunksuchtleldende, Th. Kanetzky, Ver lin, Bernauerstr. 84. Atteste, deren Richtigkeit von koͤnigl. Amtsgerichten u. Schulzenämtern bestätigt, gratis. Nach⸗ ahmer beachte man nicht, da solche nur Schwindel treiben. Ein schoͤn 5 mit Cabinet ist zu ver⸗ möblirtes Zimmer vermiethen. Naͤheres bel der Exped. d. Anz. 514
achschufe
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(U. 0808.)
Dir. G. Haarmann.
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