Ausgabe 
14.1.1882
 
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Die Aufregun

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Khedive telegraphirte der Pforte den Wortlaut der englisch-französischen Collectivnote. Die egyptische Regierung bereitet eine Antwortuote, in der sie den Regierungen von England und Frankreich für ihre Sorgfalt dankt und hinzu fügt, die Besorgniß sei unnöthig.

Der britische Generalconsul Malet theilte Scherif Pascha mit, der einzige Zweck der Collec tivnote sei, Aegypten zu erklären, daß das freund schaftliche Einvernehmen zwischen England und Frankreich auch unter dem neuen französischen Ministerium fortdauern werde. Man glaubt, Aegypten werde in Folge dieser Erklärung Malet's Note nicht beantworten.

Algier. Nach einer Meldung aus Tripolis sollen drei Pater der Mission in Algier unweit Ghadames ermordet worden sein. Als Urheber dieses Verbrechens wird Caid in Ghadames bezeichnet, welcher schon bei der Nied ermetzelung der Mission Flatters compromittirt war und deren Nachlaß den Touaregs zugestellt hatte.

Aus Stadt und Land.

st. Friedberg. Die Frage des Zuckerrübenbaues, welche in hiesiger Gegend in landwirthschaftlichen Kreisen vor einigen Monaten so lebhaft besprochen wurde, scheint unterdessen das rasche Tempo verlassen zu haben. Die Sache ist von solcher Wichtigkeit für unsere ganze land wirthschaftliche Zukunft, daß eine Verschleppung derselben von großem Nachtheile wäre. Wir wollen bier nicht die Vortheile derselben alle hervorheben, da der Raum dieses Blattes eine allseitige Beleuchtung derselben nicht zuläßt. Doch möchten wir wünschen, daß eine endgültige Ent⸗ scheidung bald getroffen würde. Freilich möchte man fast den Muth verlieren und die Hoffnung für alle bessere Neuerungen, wenn man erfährt, daß manche größere Oeconomen kaum den hundertsten Theil ihres Geländes mit Zuckerrüben zu bauen vorläufig in Aussicht stellten; ein Pachter von 720 Morgen zeichnete nur 6 Morgen, ein anderer von 550 Morgen nur 4 Morgen. Demnach wäre es angezeigt, wenn die Listen, die an ca. 40 Mit⸗ glieder des Vereines vertheilt wurden, recht bald ge sammelt würden, um das vorläufige Resultat der Zeich⸗ nungen übersehen zu können. Es ist immerhin möglich, daß die Erbauer der Fabrik, wenn der Rübenbedarf in der Wetterau nicht gedeckt wird, noch Verträge 180 Oeconomen aus benachbarten Gegenden abschließen un die Fabrik dann doch in die Wetterau gebaut Wande Dann würde sich der Rübenbau schon von selbst ein führen d. h. dadurch, daß die Landwirthe selbst diß Rentabilität sehen, hören und in ihrem Geldbeutel spüren,

jedoch abgenommen. Der] Darauf wäre wohl das Hauptaugenmerk zu richten, daß N 1 0 es dem Consortium möglich gemacht wird, ö in der Wetterau zu errichten. dieses Jahres geschehen, so darf keine Zeit verloren

eine Fabrik Soll dieses noch im Laufe

gehen und es muß Jeder, der zur Erreichung dieses Zieles belzutragen interessirt ist, sich hüten, durch Ver zögerung die Sache aufzuhalten. Eine gründliche und allen Landwirthen zugängliche Daxlegung der Vortheile des Ruͤbenbaues von berufener sachkundiger Seite könnte immerhin noch viel zur Belehrung darüber beitragen.

Villingen, 11. Januar. Heute Morgen hat der 11jährige Sohn eines hiesigen Bürgers seinen 9jährigen Bruder mit einem Jagdgewehre erschossen. Die That geschah in der Wohnstube und zwar durch Spielen mit dem geladenen Gewehr.

Allerlei.

Bonn. In dem Garten der Bonner Sternwarte, so schreibt dieB. Ztg., lebt still und beschaulich eine betagte Schildkröte, welche bis zum Tode des Geh. Bergraths und Professors Nöggerath dessen treues Haus thier gewesen ist, an dem der greise Gelehrte bei seinen Garten Promenaden stets viel Gefallen hatte. Diese Schildkröte pflegt sich beim Herannahen eines strengen Winters stets ein Logis unter einem großen Haufen Blätter u. s. w. zu bereiten. In diesem Jahre fällt ihr das gar nicht ein und sie beharrt auf ihren Wander- ungen, woraus wir also auf ein Vorhalten des milden Winterwetters bestimmt schließen können.

Essen, 11. Januar. Der wegen dreifachen Lust⸗ mordes zum Tode verurtheilte Besenbinder Schiff wurde heute früh durch den Scharfrichter Krauts hingerichtet.

Gemeinderathssitzung. S. Friedberg, 11. Jan. In der gestern stattge

das Läuten ohne Abänderu ple seither für die Folge stattfindet wurde zur Kenntniß

des Gemeinderathes gebracht und soll darüber, demnächst

weiter berathen werden. Der Betrag für die Militär⸗ fuhren aus den letzten Herbstübungen soll vorlagsweise aus der Stadtkasse an die Fuhrleute ausgezahlt werden. Die für das Jahr 1881 gewählten städtischen Commis⸗ sionen wurden auch für das Jahr 1882 bestätigt und der Markteommission noch der Gemeinderath E. Hirsch zugethellt. Für die Musterschule sollen zwei Ofenschirme, für den neubestellten Nachtwächter Fr. Jakobi ein Mantel angeschafft und dem Feldschützen Sauer fur die zeit⸗ weilige Versehung einer Nachtwächterstelle eine ange messene Vergütung zu Theil werden. Für einen veren deten städtischen Faselochsen soll baldmöglichst ein anderer angekauft werden.

Handel und Verkehr.

Frankfurt, 11. Jan. Marktbericht. Heu kostete per Centner je nach Qual. M. 4.50 5, Stroh M. 3.504, Eier das Hundert M. 69. Butter im Detail das Pfd. 1. Qualität M. 1.20, 2. Qualität M. 1.10, Kartoffeln 100 Kilo M. 4.506., Weißkraut das Stück 10 12 Pf., Rothkraut 1525 Pf., Kohlkraut 1012 Pf., Endivien 10 Pf., Blumenkohl 2060 Pf., Ochsenfleisch das Pfd. 65-70 Pf., Kuh- und Rindfleisch 4055 Uf., Kalbfleisch 4055 Pf., Hammellleisch 40-65 Pf., Schweinefleisch 7080 Pf., 1 Hahn M. 1.20 1.60, 1 Huhn M. 1.50 bis 2., 1 Hase M. 2.2.50., 1 Kapaun M. 2.3080, 1 Taube 5060 Pf.

Geld-Cours. Frankfurt am 12. Januar 1882.

20 ⸗Frankenstücke M. 16 1418 do. in/ 16 1317

habten Sitzung des Gemeinderathes wurde zunächst über Ausführung des für hiesige Stadt projektirten Wasser werks berakhen. Der Oberingenieur Böttger der Firma Aird& Mark war zugegen und gab über die einzelnen Punkte die erforderlichen Erläuterungen. Derselbe wurde sodann ersucht, auf Grund der seither geführten Ver handlungen einen detaillirten Vertragsentwurf auszu arbeiten und dem Stadtvorstand vorzulegen. Der Bür⸗ germeister theilte darauf mit, daß er ersucht worden sei, zur Betreibung des Sekundärbahnprojekts Grünberg Friedberg, insbesondere der Theilstrecke Hungen-Berstadt⸗ Echzell-Reichelsheim- Friedberg eine Zusammenkunft der Gemeindevertretungen der betheiligten Orte zu veran⸗ lassen und den Entwurf einer an das Ministerium und den Landtag zu richtenden Eingabe auszuarbeiten. Letztere

wurde verlesen und erhielt die Znstimmung des Gemeinde-

rathes, ebenso der Vorschlag, daß in den nächsten Tagen

eine Zusammenkunft in Reichelsheim abgehalten und von

mehreren Mitgliedern des Gemeinderathes besucht wer den soll. Eine von 409 hiesigen Einwohnern unter zeichnete Eingabe, worin gebeten wird:daß der Thür⸗ mer nach wie vor auf dem Stadtkirchthurme wohnt, auch

Englische Sovereigns. 20 31-36 Russische Imperiales. 16 6671 Ducaten.. 9 5560

al mare. 9 5762 Dollars in Gold. 4 1620

Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Ebangelische Gemeinde. 2. Sonntag nach Eviphanlas. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Köhler. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags Uhr: Herr Candidat Clotz. Gottesdienst in der Burgkirche:

Vormittags Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abends 5 Uhr: Herr Missionar Bergfeldt.

Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht.

Lieferung von Leinen, Teppichen ze.

Für das hiesige Versorgungs haus sind erforderlich und sollen an die Wenigstnehmenden in Lieferung ver⸗ geben werden:

1) Graue wollene Bettteppiche nach Muster, 24 Stück,

2) blau- und weißgestreiftes Kittelzeug, 2 Stück,

3) starkes Leinentuch zu Hemden, 1 Stück,

4) Handtücher⸗ und Küchenhandtücherzeug, zusammen

2 Stück,

5) Betttücherleinen, 1,50 Meter breit, 50-60 Meter.

Lieferungsangebote mit Preisangabe und Muster sind bis zum nächsten Dienstag den 17. d. Mts., Mittags 12 Uhr, anher einzureichen und ist bei dem Hausver⸗ walter das Weitere zu erfahren.

Friedberg, 12. Januar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. S

188'n

FFT Ankauf eines Faselochsen. 152 Die Stadt Friedberg beabsichtigt einen eirca

Jahre alten Faselochsen anzukaufen. Besitzer solcher Thiere werden ersucht, uns bis längstens zum 18. d. Mts. Mittheilung zukommen zu lassen. Friedberg den 11. Januar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri ba.

Bekanntmachung. 2 17 Wir bringen hiermit zur öffentlichen Kenntniß, daß im Jahre 1882 an nachverzeichneten Tagen Zuchtvieh⸗ märkte dahier abgehalten werden: am 10. und 24. Januar, am 11. Juli, 7. und 21. Februar, 3., 15. und 29. August, 7. und 21. März, ö 19. September, 18. April, 10. und 24. October, 2., 16. und 30. Mai, 7. und 21. November, 13. und 27. Juni, 5. und 19. Dezember. Der Viehmarktplatz befindet sich in der Blumenthal⸗ straße in nächster Nähe der Bahnhöfe und stehen daselbst ausreichende neue Stallungen zur Verfügung. Darmstadt den 21. Dezember 1881.

0

Großherzogliche Bürgermeisterei Darmstadt. Ohly.

Die kleinere Hälfte meines

Magazins

187 Karl Fritz.

Holzversteigerung.

Mittwoch den 18. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen in dem Gräflich Solms-Laubachischen Wald zu Engelthal folgende Holzsortimente versteigert werden:

7 Stück Akazien⸗Stangen= 0,51 Festm. Inhalt,

38 Raummeter Buchen-Knüppel,

22 75 Eichen-Knüppel,

12 Buchen⸗Stöcke,

5 f Eichen⸗Stöcke,

2100 Stück Buchen⸗Stammwellen,

100 Eichen⸗ 5

1800 Birken⸗Wellen(Besenreiser) und

1700 Salweiden Wellen.

Die Zusammenkunft ist am Vönstädter Weg nächst

Montag den 16. Januar, Vormittags 11 Uhr, sollen in der Gemeinde Ober-Florstadt dle zur Herstellung von Abfahrten an der Staatsstraße Friedberg⸗Staden unten verzeichneten Arbeiten in Aecord gegeben werden:

M.

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21 38 33

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Maurerarbeit, veranschlagt zu

Chaussirarbeit

Steinhauerarbeit

Lieferung von 9 lfd. Meter Cementröhren von 36 Centimeter Lichtweite

Lieferung von Bau- u. Decksteinen, 12 Cubik⸗ meter

Anfuhr derselben

Lieferung von Mauersteinen, 2,5 Cubikmeter

Anfuhr derselben

Assenheim den 10. Januar 1882.

Wenck, 165 Bezirksbauaufseher.

141 Eine alte renommirte Weinhandlung in Frank⸗ furt a. M., mit Zweig ⸗Etablissements in Bordeaux und London, wünscht mit einem Prima ⸗Delicatessen⸗ oder Colonialwaaren⸗Detailgeschäft in bester Lage in Verbindung zu treten, um bei demselben Lager ihrer Weine zum commissionsweisen Verkauf zu errichten. Nur Reflectanten, welchen beste Referenzen zur Seite stehen, belieben Offerten unter A. P. 15 an die Central⸗ Annoncen ⸗Eypedition von G. L. Daube& Co. in Frankfurt a. M. einzusenden.(6163.)

21 60

50 6 25

Holz-Versteigerung.

Im Gemeindewald Ober-Rosbach, DistriktAlter Heegwald undSalzberg, wird Montag den 16. d. M. folgendes Holz öffentlich meistbietend versteigert:

7200 Stück Buchen-Durchforstungswellen, 8086 Eichen⸗

Zusammenkunft und Anfang mittags 9 Uhr im Distrikt Salzberg vor dem Wald.

Ober⸗Rosbach am 11. Januar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Ober⸗Ros bach.

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1595 ech er.

Holz-Versteigerung. Donnerstag den 19. und Frestag den 20. d. Mis. b jedesmal Vormittags Uhr anfangend, kommen im hiesigen Gemeindewald, Distrikt Heide, nachbenannte

Holzsortimente zur Versteigerung, als: 100 Fichten⸗Stämme 1. Classe, 35 Festmeter haltend, 2327 Stück Fichten⸗Derbstangen, zu Sparren, Rüst⸗ stangen und Leiterbäumen geeignet, 9 15 Meter

Bohnenstangen geeignet, 2 Raummeter Nadel⸗Knäppel, 6 5 Aspen⸗ 28 1 Nadel⸗Stöcke, 1060 Stück Buchen-Wellen, 2. Durchforstung, 3580 Nadel-Wellen, 220 Aspen⸗Wellen, 189 Nutzreisig, resp. Besenreisig. Bemerkt wird, daß das Stamm- und Stangenholz den ersten und das Brennholz den zweiten Tag zur d Versteigerung kommt. am Pflanzgarten, am Vieinalweg, von Munster nach e Maibach führend. 1 Wegen vorzüglicher Qualität des Holzes werden die Herren Bürgermeister gebeten, dieses im Interesse ihrei! Ortsangehörigen bekannt machen zu lassen. Fauerbach v. d. H. den 11. Januar 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Fauerbach v. d. H. 80 Dil ges.

1 1 Schöne gesunde N 75 4 77 4 Nußbaum⸗ Stämme werden zu kaufen gesucht. Offerten mit Angabe d ö

Lagerplaes an Delkeskamp& Schöneberg in Bocken N eln(H. B. Nr. 6286.)

g und Beschränkung wie

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lang, 6760 Stück Fichten⸗Reisstangen, zu Baumpfählen und

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