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getheilt, nach welchem der Turnverein in Herborn auf den auf dem letzten Turntag in Bad-Nauheim gefaßten Antrag,„der Turntag des Gaues Hessen möge wegen der leichteren Beschickung nicht in Herborn sondern in Gießen abgehalten werden“, nicht eingegangen worden sei. Zum Schlusse wurden noch die obligatorischen Uebungen für das Preisturnen in Rendel bestimmt und zwar wurden für jedes Geräthe vier Uebungen vorge— sehen, wovon das Preisgericht je eine auswählt. Nach— 70 mittags 2 Uhr wurden sodann diese Uebungen von Mit— Di, de don gliedern des hiesigen Turnvereins auf dem Turnplatze r g ausgeführt, was hoffentlich, wenn in der Weise fortge— er: fahren wird, zur turnerischen Durchbildung, namentlich 1 der Landvereine beitragen wird.
chaf⸗ Mainz. Die Bauzeit der festen Rheinbrücke ist iel zwischen der Großh. Regierung und den vereinigten Firmen Ph. Holzmann und Co. und Gebr. Benckiser auf 3 Jahre festgesetzt worden. Zum Regierungscommissär bei dem Bau ist der seither am Kreisbauamte in Fried— berg beschäftigt gewesene Bauaceessist Pfarrer bestimmt worden.
Lampertheim. Bei dem Gewitter am 6. d. M. wurde ein Ackerknecht, der unter einem Baum saß, vom Blitz erschlagen. Wieder ein Beweis daß man zul Zei des Gewitters sich unter keinem Baum aufhalten soll.
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Allerlei. Wiesbaden, 11. Mai. Heute starb in Folge von Altersschwäche Landes-Bischof Dr. Wilhelmj im hohen
meinnütziger Thätigkeit mit den Bildungs bestrebungen der genannten Gesellschaft. Ueber das Programm dieser Gesellschaft und die Gewerbeordnungsreform wird Stadt— rath E. Eberty Berlin und über die Mittel, die lokalen Bildungsvereine zur Blüthe zu bringen, Dr. Wislieenus— Wiesbaden durch ein Referat die Verhandlungen ein— leiten. Die Generalversammlung beginnt am 3. Juni Abends mit einer Ausschußsitzung und schließt am 5. Nach mittags mit einem gemeinsamen Ausfluge nach Eisenach und der Wartburg. Alle Verhandlungen sind öffentlich.
Berlin, 8. Mai. Infolge der Entdeckung, daß die Lungenschwindsucht auf das Vorhandensein von Pilzen zurückzuführen sei, sind jetzt weitere wissenschaftliche Forschungen darüber eingeleitet, ob nicht auch die Lungen— seuche der Hausthiere auf ähnliche Entstehungs-Gründe zurückzuführen sei. Die wissenschaftliche Deputation im Ministerium für Medieinalangelegenbeiten ist mit Erheb— ungen über diese Frage betraut worden und der Geh. Medizinalrath Professor Dr. Virchow begibt sich zu diesem Behufe jetzt in die Provinz.
Wien, 9. Mal. Angeklagter Exbürgermeister Newald wurde freigesprochen; mit freudiger Genugthuung nahm die Bevölkerung diese Nachricht auf, da allgemein tiefe Theilnahme für den Angeklagten herrschte. In der Abend— sitzung erklärte der Staatsanwalt, die Anklage gegen Newald basirte auf der Voraussetzung, daß er den Magistratsrath Zinner beauftragt habe, die Verfügungen für die Theatersicherheit nicht durchzuführen. Die heutige Beweisaufnahme erbrachte aber den Nachweis, daß nicht behauptet werden kann, Newald habe absichtlich und
nicht Alter von 86 Jahren. Der Verstorbene war seit langen Jahren das Oberhaupt der evangelischen Kirche in Nassau. Rüdesheim. Auf der Baustelle des Nationaldenk— mals ist die Weisung eingetroffen, die Arbeiten möglichst zu beschleunigen, damit, wie verlautet, dem von dem Kaiser geäußerten Wunsche gemäß, die Entbüllungsfeier⸗ lichkeiten noch in diesem Jahre stattfinden können. Bochum, 11. Mai. Heute früh 4 Uhr fand auf der Zeche Pluto bei Wanne eine Explosion schlagender Wetter statt, wodurch die ganze Nachtbelegschaft gefährdet ist. Bis 10 Uhr Vormittags waren 58 Todte und 40 Verwundete zu Tage gefördert.
Gotha. Die diesjährige 12. Generalversammlung der Gesellschaft für Verbreitung von Volksbildung, welche sich in einzelnen Verbänden von Lokalvereinen über ganz Deutschland erstreckt, wird vom 3. bis 5. Juni in Gotha tagen. Unter den Verhandlungsgegenständen befinden sich außer den administrativen ein Referat des Professors Dr. Meyer⸗Bonn über Grenzen und Ziele der Volks⸗ bildung, eines von Redakteur A. Lammers-Bremen und Dr. A. Emminghaus-Gotha über die Verbindung ge—
Laus
eien in⸗
wissentlich die Erlassung von Verfügungen inhibirt; er erkläre daher, von der Anklage gegen Newald zurückzu— treten.— 10. Mai. Am interessantesten in heutiger Sitz— ung sind die Aussagen Heinrich Laube's und Anton Ascher's. Ihre Aussagen sind sehr entlastend für Jauner. Dieselben theilen alle Verpflichtungen für die Sicherheit des Theaters dem Regisseur und dem Theatermeister zu. Der„technische Leiter“ sel eine ideale, mythische Figur. „Der Regisseur— sagt Laube— müsse sich die Ueber⸗ zeugung verschaffen, daß Alles in Ordnung sei. Ich bin ein Gegner der Gasbeleuchtung. eine Sicherheit gewinnen, wenn so viele Röhren das Haus durchziehen, man sitzt immer auf einem Vulkane.“ Ascher sagt:„Der Theatermeister ist die wichtigste Person, weil er für die Sicherheit der Bühne verantwortlich ist. Jauner hätte Noetel seiner Verpflichtung, den Regie— dienst zu führen, ausdrücklich entheben müssen; es ist selbstverständlich, daß ein Regisseur da sein mußte.“ In einer neuerlichen Vernehmung Giesrau's wiederholt dieser, Jauner habe nach dem Brande zu ihm gesagt:„An den Oellampen werden wir Beide hängen bleiben.“
Handel und Verkehr.
Frankfurt, 10. Mai. Marktpreise. Heu kostete je nach Qual. M. 4—5., Stroh M. 4. Butter im Centner das Pfd. 90 Pf., Detail 1. Qual. M. 1.20, 2. Qual. M. 1.10. Eier 100 Stück M. 4.50— 5.50, Kartoffeln M. 4.50—7., Spargel das Pfd. 60— 70 Pf., Gurken das Stück 30 Pf., Blumenkohl das Stück 30-60 Pf., Meerrettig 20 Pf. Ochsenfleisch 70 Pf., Kuh- und Rind⸗ fleisch 45—55 Pf., Kalbfleisch 5060 Pf.(von kommen⸗ den Montag ab finden Montags, Mittwochs und Frei⸗ tags Kälbermärkte statt), Hammelfleisch 45— 65 Pf., Schweinefleisch 75— 80 Pf., 1 Taube 45— 50 Pf., 1 Hahn M. 1.50 2.00, 1 Huhn M. 1.60 2.30 1 Ente M. 3., Poularde M. 3.
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