Ausgabe 
9.11.1882
 
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wweisel, wegen Uebertretung der Feierabendstunde: 3) die

Privatklagesache der Fr. Matthäs Wittwe von Münzen⸗ berg, gegen Ludwig Schäfer's Ehefrau daselbst, wegen Beleidinung; 4) die Privatklagesache des Herm. Straß heim J. von Griedel gegen Wilh. Balth. Strasheim da selbst, wegen Beleidigung; 5) die Privatklagesache der Anton Bergens Ehefrau von Butzbach gegen H. Fehr mann's Ehefrau von da, wegen Beleidigung.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 8. Nov. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.95 1.10, Eier 1 St. 8 Pf, 2 St. 15 Pf.

Friedberg, 7. Nov. Fruchtbericht. Waizen M. 19½ Rorn M. 15½, Gerste M. 14 16, Hafer M. 12 13. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.

Grünberg, 28. Oct. Fruchtpreise. Weizen M. 18.98, Korn M. 15.78, Gerste M. 13.20, Hafer M. 12.34, Erbsen M. 18.74, Samen M. 26., Kartoffeln M. 6.22.

Gießen, 7. Nov. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 1.15 1.20, Eier per St. 78 Pf., Käse pr. St. 5 bis Pf., Tauben das Paar 5065 Pf., Hühner pr. St. N. 0.80 1.00, Hahnen per St. M. 0.60 1.00, Enten er St. M. 1.70 2.00, Ochsenfleisch per Pfd. 66 70 Pf., Tuh⸗ und Rindfleisch 5660 Pf., Kalbfleisch 54 56 Pf., Schweinefleisch 6264 Pf., Hammelfleisch 6066 Pf., Tartoffeln 100 Kilo M. 5.00 9.00, Zwiebeln per Ctr. N. 4.00, Gänse per Pfd. 35 52 Pf., Weißkraut 100 Stück M. 2 5.00.

Frankfurt, 6. Nov. Frankfurter Produktenbörse. Offiecielle Nottrungen.) Weizen still, effectiv biesiger und Wetterauer M. 20 20.50, fremder M. 21.5023, per diesen Monat M. 20. Roggen still, eff. hies. M. 14.75 bis 15, fremder M. 15 16.50, per diesen Monat M. 15, Verste still, effeetiv hiesige und Wetterauer M. 18 19, remde M. 18 20. Hafer still, effeetiv hiesiger M. 13 dis 14, fremder M. 13 14.50, per diesen Monat 3.50. Rübböl fester, eff. ohne Faß hiesiges in Parthien don 50 Ctr. M. 35.50. Branntwein unver., eff. ohne Faß M. 45. Mehl Nr. 1 M. 39, Nr. 2 M. 37, Nr. 3 M. 32, Nr. 4 M. 28, Nr. 5 M. 25. Roggenmehl%h Berliner Marke) M. 23, I.(Berliner Marke) M. 21, II.(Berliner Marke) M. 17 18.

Frankfurt, 6. Nov. Viehm. Der Antrieb von Ochsen belief sich heute aus ea. 290 Stück. Für 1. Qual. wurde per Ctr. Schlachtgewicht M. 70 72 bezahlt,

2. Qual. M. 6667. Kühe und Rinder waren eirea 250 Stück am Markt. Gute Waare M. 63 65, 2. Qual. M. 58 und 3. Qual. M. 45- 52, Kälber waren nahe an 220 Stück vorhanden. 1. Qual. M. 68 70, 2. Qual. M. 5759. Hämmel ea. 600 Stück angetrieben. 1. Qual. stellte sich M. 5862, die 2. Qual. M. 4555. Gute Landschweine waren ca. 400 aufgetrieben. Der Preis war M. 64-65. Der Gesammt-Antrieb in der letzten Woche belief sich auf nahe an 800 Stück.

Zur silbernen Hochzeit des Kronprinzen des Deutschen Reichs und von Preußen.

Seine Kaiserliche und Königliche Hoheit der Kron prinz Friedrich Wilhelm des Deutschen Reiches und von Preußen und Höchstdesselben erlauchte Gemahlin, Vietoria, feiern am 25. Januar 1883 das Fest Höchstihrer silbernen Hochzeit. Gottes Gnade hat dem erlauchten Paare auf Höchstseinem gemeinsamen Lebenswege Schirm und Schutz verliehen, zur Freude und zum Segen unseres Deutschen Vaterlandes! Diesem Freudenfeste für unser Deutsches Kaiserhaus, für jeden Deutschen, will der Deutsche Kriegerbund einen ewigen Gedenkstein setzen durch Er richtung eines Waisenhauses bezw. eines Waisenfonds für elternlose Kinder ehemaliger Deutscher Soldaten.

Am Tage der goldenen Hochzeit unseres Allerhöchsten Kaiserpaares konnte der Deutsche Kriegerbund, Dank der thatkräftigen Unterstützung zahlreicher deutscher Patri- oten von Seiner Majestät dem Kaiser die gnädige An- nahme einer gleichen Stiftung für die Wittwen ver⸗ storbener ehemaliger Deutscher Soldaten erbitten. Hun derte von Wittwen sind bereits der Segnungen dieser Stiftung theilhaft geworden. Von Tag zu Tag aber wächst die Noth! Die Anstrengungen der Feldzüge 1864, 1866 und 1870/1 haben viele der Mitkämpfer, welche ihre Treue für Fürst und Vaterland mit ihrer Gesund heit, ihrem Blute besiegelten, bereits hingerafft. Es gilt für ihre Hinterbliebenen zu sorgen! Die Kräfte der An gehörigen des Deutschen Kriegerbundes reichen nicht aus all der Noth all dem Elend zu steuern, welche in den Reihen seiner 115,000 Mitglieder und deren Hinter bliebenen herrschen. Der unterzeichnete Vorstand wagt es daher an alle Deutsche, denen ein warmes Deutsches Herz in der Brust schlägt, die ergebenste Bitte zu richten ihm zur Linderung der Noth der armen Waisen ehe

maliger Deutscher Soldaten, welche ihrer Ernährer be raubt und auf die öffentliche Mildthätigkeit angewiesen sind, durch Gewährung gütiger Geldspenden für die Stiftung des Deutschen Kriegerbundes zur Errichtung eines Waisenhauses bezw. eines Fonds für elternlose Waisen ehemaliger Deutscher Soldaten zum Gedächtniß an die Feier der silbernen Hochzeit Ihrer Kaiserlichen und Königlichen Hoheiten des Kronprinzen und der Frau Kronprinzessin behülflich zu sein. Der gnädigsten Auf- nahme der Stiftung, deren Annahme am 25. Jan. 1883 von dem Höchsten Jubelpaare unter Vorlegung der Bei⸗ tragslisten erbeten werden wird, glauben wir versichert zu sein; den hochherzigen Gebern wird der Dank vieler Tauseude ein reichlicher Lohn sein. Der Schatzmeister des Deutschen Kriegerbundes, Königl. Commissionsrath Schlesinger, Berlin. S. W., Kochstraße 60 nimmt gütige Geldsendungen gern in Empfang. Berlin, im September 1882. Der Vorstand des Deutschen Kriegerbundes. (folgen die Unterschriften.)

Beiträge nimmt die Redaction entgegen.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 7. Nov. 1882. 20-Frankenstücke M. 16 1721 do. in 2% Englische Sovereiggngs ss.%. 20 33 38 Fufßsche Imperiales( Di ien al garoooynn bars in dd

Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 11. November 1882. Beginn:

Freitag Abends 4 Uhr 10 Min.

Samstag Morgens 8 Uhr 30 Min.

Samstag Nachmittags 3 Uhr 30 Min.

Sabbathausgang 5 Uhr 15 Min.

Wochengottesdienst von Sonntag den 12. November ab

Morgens 7 Uhr, Nachmittags 4 Uhr.

Sonntag den 12. November 1882:

Neumond Kislev.

5 Mobiliar-Versteigerung.

Mittwoch den 15. und Donnerstag den 16. Novem⸗ der l. J., Vormittags 9 und Nachmittags 2 Uhr an jangend, werden die zur Concursmasse der Firma Mai& Oppenheimer zu Friedberg gehörigen Mobilien in Philippi's Felsenkeller zu Friedberg meist⸗ bietend gegen Baarzahlung versteigert. Es kommen ins vesondere zur Versteigerung:

a. Möbel, als: 1 Schreibseeretär, 1 Clavier, 1 Kassa

ischrank, 1 Plüschgarnitur, bestehend in 1 Sopha, 6 Stühlen und 1 Schemel, 1 Auszugstisch, ver⸗ schiedene Kleider, Küchen- u. Pfeilerschränke, 1 Sopha, 1 Regulator, 1 dreitheilige Brandkiste, mehrere vollständige Betten, Bettvorlagen, Waschtische, Teppiche, Spiegel, Tische, Stühle, Etage re, Nipp sachen ꝛc. ꝛc., 2 schwere Wagen,(ein- und zwei spännig), circa 500 Fruchtsäcke, 1 Fruchtfegemühle, 2 Fruchtwaagen, 2 Sackroller u. s. w.;

b. Weißzeug, als: mehrere Dutzend Bett-, Tisch⸗ und Handtücher, Bettdeck- und Kissenüberzüge, Tafel- und Theeservietten, Piquédecken, Frauenhemden ꝛc. ꝛc.;

c. Gold und Silber, als: 1 goldene Damen- Uhr, 1 Cylinder-Uhr, 1 Paar Diamanten Ohrringe, 1 Paar goldene Manschettenknöpfe mit Diamanten⸗ steinen, 2 silberne Leuchter, 1 Zuckerschale, 1 silberne Tortenschaufel, 6 Theeseier ꝛc. c. und

d. verschiede Haus⸗ und Küchengeräthe.

Die Möbel und Goldsachen kommen Mittwoch, das Weißzeug ꝛc. ꝛc. Donnerstag zur Versteigerung und werden solche, wenn nöthig, Freitag fortgesetzt. Sämmtliche Gegenstände sind sehr gut erhalten und können Tags vorher(Dienstag) im Versteigerungs⸗Local angesehen werden. 25

Die Versteigerung findet bestimmt statt.

Friebberg den 2. November 1882.

König, Großh. Gerichtsvollzieher.,

Bekanntmachung.

9704 Montag den 13. November d. J., Nachmittags 1 Uhr, soll bei Gastwirth Joh. Möckel III. in Ziegen⸗ berg die Kiefernzapfen-Erndte aus den Gemeindewald⸗ ungen Langenhain und Fauerbach v. d. H. öffentlich zersteigert werden. 5

Ziegenberg und Fauerbach v. d. H.

5 den 7. November 1882.. Großherzogliche Bürgermeiste reien Langenhain und Fauerbach v. d. H.

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Vergebung von Drainage-Acbeiten, Fertigung und Anfuhr der Ziegelröhren, sowie Lieferung

der Mündungssteine und Pfähle. Montag den 13. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, sollen in dem Rathhaus zu Nieder- Florstadt die bei Aus⸗ führung der Felddrainage in den Fluren 11. bis v., Gemarkung Nieder- Florstadt, vorkommenden Arbeiten und Materiallieferungen, veranschlagt wie folgt: 1) Fertigung der Grabenarbeiten, einschließ lich des Röhrenlegens und Zufüllens der Gräben, eirca 48100 lfd. Meter= 7696 M. 2) Fertigung der erforderlichen Drainage ziegelröͤhren von 37 bis 137 mm Licht- weite, cirea 167000 Stück 8051 M. 3) Anfuhr der Röhren, ca. 6646 Eentner= 1329 M. 4) Lieferung der Mündungssteine von Hau⸗ stein nebst Eisengitter 5) Lieferung der Nivellirpfähle an die Wenigstnehmenden in Accord gegeben werden und sind Lusttragende mit dem Anfügen hierzu eingeladen, daß Concurrenten bei pos. 2= 2 bis 3 Stück Probe röhren verschledenen Kalibers vor dem Termin an Großh.

Bürgermeisterei Nieder-Florstadt portofrei einzusenden haben. Friedberg am 6. November 1882. Greb, a 3687 Provinzial⸗Wiesenbaumeister.

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