von Nieder⸗Florstadt, wegen ruhestörenden Lärmens, auf
14 Tage Haft. 5) gegen Margaretha Keil von Ober— Wöllstadt, wegen Beleidigung, auf eine Geldstrafe von 8 M. 6) gegen Tobias Arzt von Friedberg, wegen Be—
leidigung, auf eine Geldstrafe von 5 M.
Friedberg. In der am 11. Juli l. J. stattfinden⸗
den Sitzung des Schöffengerichts kommen zur Verhand—
lung: 1) Strafsache gegen Leonhard Rahn von Ober— Rosbach, wegen Jagdpolizeiübertretung. 2) Strafsache gegen Hermann Mai von Groß-Karben, wegen Gewerb— steuerdefraudation. 3) Strafsache gegen Johann August Harm von Degerbach, wegen Diebstahls.
Altenstadt. Bei der Donnerstag den 6. l. M. da⸗ hier abzuhaltenden Schöffengerichtssitzung kommen folgende Fälle zur Verhandlung: 1) Strafsache gegen Joh. Fuchs Wittwe von Lindheim, wegen Hehlerei; 2) Strafsache gegen Martin Strauch von Bönstadt, wegen Uebertretug des§ 370 Nr. 2 des St.⸗G.⸗B.; 3) Privatklagesache der Heinrich Schmidt Wittwe von Oberau, gegen Heinrich Wagner Wittwe von da, wegen Beleidigung; 4) Privat- klagesache der Heinrich Wilhelm Wagner Ehefrau von Altenstadt, gegen Adam Enders Ehefrau daselbst, wegen
Beleidigung.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 5. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.80.—0.90, Eier 1 St. 5 Pf, 2 St. gr. 11 Pf.
Friedberg, 5. Juli. Fruchtbericht. Walzen M. 25.50, Korn M. 19., Gerste M. 18., Hafer M. 16. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.
Grünberg. Fruchtpreise vom 1. Juli. Waizen M. 25.48, Korn M. 19.24, Gerste M. 17.50, Hafer M. 16.46, Erbsen M. 00.00, Lein M. 00.00, Samen M. 23.90, Kartoffeln M. 4.10.
Gießen, 4. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.80—0.85, Eier 1 Stück 5 bis 6 Pf., Käse per St. 5—8 Pf., Tauben das Paar 80—90 Pf., Hühner per Stück M. 0.85— 1.20, Hahnen per Stück M. 0.75— 1.00, Enten per Stück M. 1.50— 1.80, Ochsenfleisch per Pfund 64—66 Pf., Kuh⸗ und Rindfleisch 54—56 Pf., Kalb⸗
fleisch 44— 50 Pf., Schweinefleisch 62—64 Pf., Hammel⸗
fleisch 60— 70 Pf., Kartoffeln 100 Kilo M. 6.00 0.00, Zwiebeln der Ctr. M. 1214, Kirschen das Pfund 30 bis 40 Pf.
Frankfurt, 3. Juli. Frankfurter Produktenbörse. (Offizielle Notirungen.) Walzen unverändert, eff. hies. und Wetterauer M. 26.75 00, fremder M. 22.00— 25 /, per diesen Monat M. 24.00. Roggen unver. effectiv hies. M. 19.0000, fremder M. 16.½— 19.00, per diesen Monat M. 16¾. Gerste unver., eff. hies. und Wetterauer M. 17.00 18, fremde M. 18.— 19. Hafer unver., eff. hiesiger M. 16½—17., fremder M. 15½ 17.00, per diesen Monat M. 15½. Rüböl unver., eff.s ohne Faß hies. in Parthien von 50 Ctr. M. 34. Branntwein eff. ohne Faß M. 41. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28., Nr. 5 M. 25., Roggen⸗ mehl 0/1(Berliner Marke) M. 23½— 24, I.(Berliner Marke) M. 22½— 23., II.(Berl. Marke) M. 18-19.
Frankfurt, 3. Juli. Viehmarkt. Angetrieben waren circa 370 Ochsen und Stiere, 300 Kühe, 220
Kälber und 200 Hämmel. Die Pretise stellten sich per 100 Pfd. Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 68— 00., 2. Qual. M. 63— 65., Kühe 1. Qual. M. 56— 58., 2. Qual. M. 48— 50., Kälber je nach Qualität M. 50. bis 60., Hammel 1. Qual. M. 58—60., 2. Qual. M. 45. bis 50.
D. Frankfurt a. M., 4. Juli. Die Börse war auch heute recht günstig disponirt und die Course konnten sich theilweise sogar erheblich weiter bessern. Vor Allem schien es, als wenn man wegen der Pariser Liquidation, die in der That auch ohne allzugroße Schwierigkeiten verlaufen dürfte, keine Besorgnisse mehr hege. Abgesehen hiervon, lagen übrigens auch andere dominirende Be— richte vor, so waren die Ernteberichte fortgesetzt günstig und außerdem wurde von verschiedenen Plätzen eine Ge— treidebaisse gemeldet. Unter diesen Umständen machten die polttischen Meldungen wenig Eindruck. Da sich die Lage in Egypten weder verschlimmert noch verbessert hat, ging man einfach über die neuesten Vorkommnisse zur Tagesordnung über. Das Geschäft, das sich an— fangs recht lebhaft gestaltet hatte, war bald ruhiger, die Tendenz blieb aber unverändert fest. Creditactien, gestern Abend 268 /, heute 271/—55⁰—10 71 und 271. Staatsbahnaetien, gestern Abend 2775), heute 278-77 und 278½½. Galizier, gestern Abend 2683/8, heute 2698 74. Lombarden, gestern Abend 1125, heute 115½4—14½è und 1158/8. Oesterr. Bahnen setzten ihre steigende Bewegung fort. Buschtiehrader gewannen 1¼ fl., Raaber 5 fl. Deutsche Bahnen zeigten sich reservirt. Mecklenburger konnten sich //, Ober— Schlesische ½% bessern. Oesterr.-Ungarische Renten waren wiederum besser. Egypter, gestern Abend 55, waren heute à 55½ 55/6 im Umsatz. Russen an⸗ ziehend. 18601 Lose begehrt und höher. Von Banken stiegen Diskonto-Commandit 4½%, waren aber dann wieder/%% matter. Deutsche Bank sind 0%, Darm—
städter 15/80% besser. Oesterr. Prioritäten theilweise besser. Amerikanische Prioritäten fest. Grand Trunk blieben ¼½%, Südl. Paeifie 80%, 4% ꝓChigago—
Burlington ½0% höher. Deutsche Staatsfonds besser. Von Wechseln London und Paris theurer. Privat- disconto 3/5 ¼40%.
Schutz den Hunden.
Eine alte eingewurzelte, aber sehr gefahr— bringende Thierquälerei ist die Gewohnheit vieler Hundebesitzer, ihren Hunden Maulkörbe umzu— binden, in welche nur die geschlossene Schnauze hineinpaßt. Bekanntlich schwitzt der Hund(wie alle Fleischfresser), indem er, die Schnauze weit öffnend, in lebhaftester Weise athmet. Den armen Ziehhunden, welche oft über ihre Kräfte angestrengt werden, ist diese Möglichkeit, den Rachen naturgemäß zu öffnen, vielfach dadurch entzogen, daß ihre bornirten Besitzer ihnen zu enge Maulkörbe umbinden. Wochen und Monate arbeiten die Thiere in größter Hitze, die Kiefer
vergeblich gegen den engen Maulkorb draͤngend, bis durch die Länge der Zeit der Kieferkrampf eintritt. Dieses Leiden wird als ein Zeichen der Tollwuth betrachtet, weil der Hund dabei erstens den Unterkiefer schlaff herabhängen läßt, und zweitens weil er wie bei jedem Leiden bissig zu sein pflegt. Das Zittern erschöpfter Zieh— hunde, das man so häufig in kleinen und großen Städten beobachten kann, ist weit seltener die Folge des Wassermangels, als die des Luft— mangels. Dem Hunde wird durch jene schänd— liche Qual des engen Maulkorbes das Luft— schöpfen bei angestrengter Arbeit zu unvollkommen gewährt, er wird matt, bezw. arbeitsunfähig, und dann folgen die bekannten Fußtritte und Peitschenhiebe, welche eigentlich seinem Herrn gebührten. Alljährlich liest man warnende Ver— öffentlichungen der Behörden, betreffend die Erkennungszeichen der Tollwuth, aber von den Mitteln, dieser Krankheit vorzubeugen, ist leider niemals die Rede.
Geld⸗Cours. Frankfurt am 4. Juli 1882. 20 ⸗Frankenstücke M. 16 24—28 do in ½ 16 23—27
Englische Sovereigns.„ 20 36—41 Russische Imperiales. i Det; al mareo.„ 9 60—65
*
Dollars in Gold 41620
Jsraelitischer Gottesdienst in Friedberg. Sabbathfeier vom 8. Juli 1882. Beginn:
Freitag Abends 7 Uhr 20 Min.
Samstag Morgens 8 Uhr. Samstag Nachmittags 4 Uhr. Sabbathausgang 9 Uhr 10 Min. Wochengottes dienst von Sonntag den 9. Juli an Morgens 6½ Uhr, Nachmittags 6 Uhr.
Herr Johann Maria Farina gegenüber dem Jülichsplatz in Cöln
hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
uͤbertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1.50, „ 1½ Dutzend„ 0 „ Dutzend l le
Die Exvedition des Anzeigers.
Bekanntmachung.
2348 Nachdem die Schlußvertheilung in dem Concurse trüber das Vermögen der Susanne Storck in Ober-Rosbach sstattgefunden hat, wird das Verfahren hiermit aufge— hoben. Friedberg den 29. Juni 1882. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg. Süffert. Zur Beglaubigung: Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber.
Bekanntmachung.
2339 In dem Coneurse über das Vermögen der Frau Auguste von Dulken zu Bad-Nauheim ist von der Ge— rneinschulderin der Antrag auf Einstellung des Verfahrens nach Maßgabe der§§ 188. 189 C.⸗O. gestellt worden, wovon die Conecursgläubiger derselben mit dem Anfügen be— nachrichtigt werden, daß die Zustimmungs⸗Erklärungen Hei der Gerichtsschreiberei niedergelegt sind. Bad⸗Nauheim am 29. Juni 1882. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn.
Schütz, Gerichtsschreiber.
F 1 Submission. 2344 Es soll die Erneuerung des äußeren Fresco⸗ Verputzes am Stationsgebäude der Station Friedberg im Wege öffentlicher Submisston verdungen werden. Die Offerten sind portofrei und versiegelt mit der Aufschrift: 5 „Submission auf Erneuerung des Verputzes am Stationsgebäude zu Friedberg“ versehen bis zum Submissions Termine Montag den 10. Juli er., Vormittags 9 Uhr, vet der unterzeichneten Eisenbahn-Bau-Inspeetion zu Frankfurt a. M.(Gallus-Anlage 4) einzureichen, wo⸗ selbst auch die Bedingungen eingesehen und Submissions— Formulare in Empfang genommen werden können. Frankfurt a. M. den 2. Juli 1882. Königliche Eisenbahn-Bau-Inspeetion.
Holzversteigerungen
in den Waldungen des Großherzog⸗ lichen Hauses. Es werden versteigert, jedesmal Morgens 9 Uhr anfangend: a. Montag den 10. Juli im Distrikt Frauenwald, Schlag Iv: 100 schäleichene Baumstützen, 43 Raummeter schäleichene Scheiter und Knüppel, 7000 Stück schäleichene Wellen, 9 Raummeter Spähne; b. Dienstag den 11. Juli im Distrikt Burgwald, Schlag Xv: 112 Raummeter schäleichene Scheiter und Knüppel, 10900 Stück schäleichene Wellen, 24 Raummeter Spähne;
e. Mittwoch den 12. Juli im Ober⸗Rosbacher Domanial⸗ wald, Distrikt Mainzerhecke, Schlag 11: 450 schäleichene Baumstützen, 29 Raummeter schäleichene Scheiter und Knüppel, 9500 Stück schäleichene Wellen, 6 Raummeter Spähne. Zusammenkunft Montags und Dienstags im betr. Schlage, Mittwochs an der„Dicken Eiche“. Ober⸗Rosbach, 1. Juli 1882. Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Strack.
Heugrasversteigerung.
2355 Freitag den 7. d. Mts., Vormittags 8 Uhr, soll das diesjährige Heugras auf den der Gemeinde Hausen zustehenden Gemeindewiesen, oberhalb der Einhäuser Mühle, abtheilungsweise an Ort und Stelle meistbietend versteigert werden.
Zusammenkunft an dem Canal im Weg von Hausen nach Nieder-Weisel.
Hausen am 2. Juli 1882. e
Großherzogliche Bürgermeisterei Hausen. Häuser. Does von Herrn Stadtrechner Melchior bewohnte Logis ist vom 1. Juli ab zu vermiethen.
C. L. Glück.
2331
2116
1
09 l
Holzversteigerung.
2350 In hiesigem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, werden folgende Holzsortimente öffentlich an den Meistbietenden versteigert und zwar jedesmal von Morgens 8 Uhr ab: Freitag den 7. d. Mts.: Raummeter Schäleichen-Scheiter, 104 7 1 Knüppel, „„ Stockholz, Wellen 8 Reisig und Samflag den 8. d. Mts: Stück Stämme von 5—35 Centim. Durchmesser und 3— 12 Meter Länge, zusammen 45,66 Fest⸗ meter Inhalt und 80 Stück schäleichene Derbstangen. Bad⸗Nauheim den 4. Juli 1882. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. Schutt.
Arbeits-Vergebung. 2353 Freitag den 7. d. Mts., Nachmittags 7 Uhr, soll auf dem israelitischen Gemeindehause dahler: Schreinerarbeit, veranschlagt zu 9 Mark,
Weißbinderarbeit 100 öffentlich vergeben werden. Friedberg den 5. Juli 1882. N
1155 Bezirks bauaufseher.
5 88 i 2138 Geldersparnißt. Abgetragene oder in der Farbe verbleichte Kleidungs⸗ stücke, Uniformen, Möbelstoffe, Hüte, Sammt, Seide ꝛc. werden in wenigen Augenblicken wie neu durch An— wendung von
Bendig's Atramin.
Atramin ist zu haben à Flasche zu 50 Pfennig bei Wilhelm Bernbeck in Friedberg.— Jede Flasche trägt als Schutzmarke einen Tannenbaum.(H. 61455.) Fur einen starken
f tach. Confesston⸗ und willigen Jungen,
ö suche ich ein Unterkommen bei einem Landwirth. Friedberg den 3. Juli 1882.
Meyer, Pfarrer.


