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9.
2 Hlervon wurden todtgeboren
96 Sterbfalle vor, Veen 101 im Jahre 1880.
Kinder, es starben im Alter von 1— 10 Jahren 24, im Alter von 10—20 Jahren 5, im Alter von 20—30 Jahren 9, im Alter von 30—40 Jahren 10, im Alter von 4050 Jahren 6, im Alter von 50—60 Jahren 10, im Alter von 60—70 Jabren 13, im Alter von 70— 80 Jahren 13 und im Alter von 80—90 Jabren 4 Personen. Darunter sind 11 Hospital fälle Ortsfremder. Die Gestorbenen verthellen sich auf 39 welblichen und 57 männlichen Geschlechtes. Civil— trauungen fanden im verflossenen Jahre 33 gegen 34 im Jahre 1880 statt.
Lang⸗Göns. In einem Nachbarorte fand ein Bauer verflossene Woche beim Umgraben seines Gartens eine Urne, welche bis an den Rand mit alten Goldstücken, die aus dem Mittelalter stammten und von denen jedes zwischen 14—20 Mark nach Schätzung werth sein duͤrfte, gefüllt war.
Gießen. Am Freitag wurde im Launsbacher Walde beim Holzfällen ein Piäbriger Bursche von einem Baume derart getroffen, 0 er sofort eine Leiche war. Der Verlust ist für die Eltern sehr hart, weil es ihr einziger Sohn war.
Buͤrgel, 1. Jan. 1882. In der Neujahrsnacht wurde ein hiesiger Einwohner von einem unbekannten Individuum im Bette überfallen und mit Axtschlägen zu tödten versucht. Der Mann war, als das Offenbacher Gericht erschien, noch bewußtlos. Ueber den Thäter sind nur Vermuthungen im Umlauf.
Allerlei.
Frankfurt. In unseren belden Stadttheatern ist mit der Imprägnirung von Decorationen, Soffiten, Gardinen und auch von Balleteostümen begonnen worden. Die imprägnirten Stücke erweisen als vollkommen feuersicher.
Schwalbach, 30. Dez. 1881. Vorgestern Nach- mittag ist in der Nähe der Schanze schon wieder ein Raubansall verübt worden. Ein junger Bursche von 16 bis 17 Jahren, auf dem Wege nach Wles baden begriffen, wurde nämlich plötzlich von zwei Strolchen in obenge— nannter Gegend überfallen, seiner Barschaft, eines Glaser— diamanten und seiner Uhr beraubt, wobei ihm der eine Stromer, der ihn von hinten gepackt hielt, noch die Weste zerriß. Gegen Abend kam der Junge in diesem abge⸗ rissenen Zustande ohne einen Pfennig Geld wieder hier an.
Bochum. Dem Vernehmen der„Westf. Vztg.“ nach, ist die Bestätigung des Todesurtheils gegen den drei fachen Lustmörder Wilhelm Schiff in Essen eingetroffen, und wäre demnach die Hinrichtung desselben in kurzer Zeit zu erwarten.
Wien. Die Länderbank kaufte das„Extrablatt“ für 75,000 fl., weiter die„Morgenpost“ und die„Presse“ und gründet ein großartiges Verlags und typographi— sches Etablissement.
Verloosung. Wien, 2. Jan. 1882. Ziehung der zösterr. Credit⸗ loose von 1858. Der Haupttreffer fiel auf Nr. 39
S. 2624. 30,000 fl. auf Nr. 45 S. 422„ 15,000 fl. auf Nr. 78 S. 179. Im Uebrigen wurden noch folgende Serien gezogen: 20 283 401 564 755 1077 1083 1270 1457 1796 2126 2126 2692 2765 3120 4104.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 4. Jan. 1882. Wochenmarkt. Butter kosteteper Pfb. M. 0.90— 1.00, Eter pr. Stück 78 Pf.
Frtedberg, 3. Jan. 1882. Fruchtbericht. Waizen M. 24.50, Korn M. 20.50, Gerste M. 18.50, Hafer M. 16 bis 17. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfd.
Gleßen, 3. Jan. Wochenmarkt. Butter per ufd. M. 1.—1.10, Eler 1 St. 7—8 Pf., 2 St. 00 00 Pf., Käse per Stück 5—9 Pf., Tauben das Paar 70—80 Pf., Hühner per Stück M. 0.90 1.40, Hahnen ver Stück M. 1.30—2.00, Enten per Stück M. 1.70 2.00, Gänse der Pfund 56—66 Pf., Welsche per Stück M. 10—11., Ochsenfleisch 6062 Pf. per Pfb., Kuh- und Rindfleisch 40—50 Pf., Kalbfleisch 44—00 Pf., Hammelfleisch 45 bis 60 Pf., Schweinefleisch 6064 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 3.00—4.00, Zwiebeln per Ctr. M. 6.—7., Weißkraut 100 St. M. 7.50— 9.00.
Frankfurt, 2. Januar. Viehmarkt. Angetrieben waren ca. 360 Ochsen, 320 Kühe und Rinder, 260 Kälber und 600 Hämmel. Die Preise, 100 Pfd. Fleischgewicht, stellten sich: Ochsen 1. Qualität M. 64— 66., 2. Qual. M. 60—62, Kühe 1. Qual. M. 54—56, 2. Qual. M. 45 bis 50, Kälber 1. Qual. M. 54—56, 2. Qual. M. 40-50, Hämmel 1. Qual. M. 58—60., 2. Qual. M. 4050. Schweine wurden vorige Woche 600 Stück angetrieben und das Pfund zu 65 Pf. verkauft.
Frankfurt, 2. Jan. Weizen fester, eff. hiesiger und Wetterauer M. 25.— ½, fremder M. 24½— 25, per diesen Monat M. 24¾. Roggen uuverändert, eff. hiesiger M. 21, fremder M. 20½ 21, per diesen Monat M. 20½, Gerste unverändert, eff. hies. und Wetterauer M. 18—19, fremde M. 18— 20. Hafer unverändert, eff. hles. W. 16¼ bis 17, fremder M. 16½— 17, per diesen Monat M. 16½. Oelsaaten still, Rübsen M. 00. Rüböl still, eff. ohne Faß, hiesiges, in Partien von 50 Ctr. M. 32½. Brannt⸗ wein, eff. ohne Faß M. 46. Wetter: gelinde.
D. Frankfurt a. M., 3. Jan. Der Kampf zwischen Hausse- und Baissepartei ist heute in heftiger Weise ent⸗ brannt. Wien sandte matte Morgencourse, dann 2 fl. höhere Anfangscourse, worauf sich auch hier anfangs eine ziemlich feste Tendenz etablirte. Doch war dieselbe nur von kurzer Dauer. Denn der Berliner Platz sandte in Folge der Nerstimmung, welche dort der heute publi— eirte Reichs bankausweis hervorgerufen hatte, weichende Course, die hier einen starken Rückgang veranlaßten. Diesem folgte indeß bald wieder eine Reprise auf höberes Wien, welcher Platz heute die optimistischen Anschau— ungen der Haussepartei kräftig zum Ausdruck brachte. Das Geschäft war äußerst bewegt und die Umsätze er⸗ reichten theilweise einen bedeutenden Umfang. Von den Spekulationspapieren gaben Creditactien 2½ fl. nach und besserten sich wieder 1½ fl. Staatsbahnactien ver—
loren ½ fl., Lembarden 1ÿ fl, Gelller, welche 1½ f Creditactien, gestern
sanken, hoben sich wieder 1½ fl. Abend 307, heute 3068 45%, 6½ und 306 ½¼. Staats⸗ bahnactien, gestern Abend 2765/4, heute 277-57 68594 und 306 ¼. Lombarden, gestern Abend 125½, heute 124½ und 124. Galizier 2645/8, heute 264½́2—37/⁰4— 5½ und 264½. Von den übrigen österr. Bahnen waren Franz Joseph auf Verstaatlichungs gerüchte lebhaft gefragt und beträchtlich höher. Von deutschen Bahnen Heß. Ludwigsbahn gesucht und besser. Oberschlesische matter, dann hoher. Rechte Oderufer belebt. Andere deutsche Bahnen matter. Banken nachgebend. Oesterr.⸗ungarische Renten fest. Russen matter. Spanier schwächer. Oesterr. Prioritäten fest. Amerikanische Prioritäten gut behauptet. Deutsche Fonds wenig verändert. Von Wechseln Paris matter, dann besser. London und Holland erheblich besser. Privatdisconto 4/80%/.
Literarisches.
Daheim Nr. 13(Weihnachtsnummer) enthält: Die wahre Liebe. Eine Weibnachtsgeschichte von Th. H. Pantenius.— Die Weihnachtsfeier im Zuchtbause zu Brandenburg a. H. Von R. Todt. Mit Illustr.— Die ältesten Marienbilder. Mit drei Abbild.— Unter dem Weihnachtsbaum. Gedicht von E. v. Monsterberg. — Fuͤnf Stunden im La Plata. Eine Weihnachtserinner⸗ ung von W. Kriegsmann.— Ueber der Weihnachts⸗ predigt. Von E. Frommel. Mit Illustr.— Die Ein⸗ weihung der evangelischen Garnisonkirche in Metz.— Familientisch: Weihnacht. Gedicht.— Wie alt ist der Weihnachtsbaum? Von R. Koenig. Mit zwei illustrirten Beilagen.
Geld⸗ Cours. Frankfurt am 3. Januar 1882. 20⸗Frankenstücke.. M. 16 15—19 do. M0 Englische Sovereigns s.„ 20 31-36 Kussische Imperiales„% Z 16 67—71 Ducaten JjJJVCVVVVVVC r„ 9 57—61 Dollars in Gold„ 118—22
Farina in Cöln
Herr Johann Maria gegenüber dem Jülichsplatz
hat uns den Debit des
allein ächten Cölnischen Wassers
übertragen und empfehlen wir dasselbe
per Glas zu M. 1.50, ½ Dutzend„„ Dutzend 1
Die Exvedition des Anzeigers.
Im Uamen des Großherzogs! In der Privatklagesache
des Gretchen Stern zu Friedberg gegen Wilhelm Adam Embach zu Dorn-⸗Assenheim wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schöffen— e zu Friedberg in der Sitzung vom 13. Dezember „an welcher Theil genommen haben: 1. Großherzoglicher Oberamtsrichter Sellheim, als Vorfitzender, 2. Jakob Guth II., 3. Johann Tobias Rack, als Schöffen, Großherzoglicher Gerichts-Aceessist Hörle, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: der Privatbeklagte wird in eine Gel d— strafe von fünf Mark eventuell einen Tag Gefäng— niß, sowie in die Kosten des Verfahrens und die der Privatklägerin erwachsenen nothwendigen Auslagen ver— urtheilt, der Privatklägerin auch die Befugniß zuge— sprochen, den Urtheilstenor innerhalb 14 Tagen von der Rechtskraft an einmal auf Kosten des Privatbeklagten im Oberhessischen Anzeiger bekannt zu machen. Sellheim. Hörle. F. d. A.: Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber.
Hol zversteigerung.
Samstag den 7. Januar, Vormittags 10 Uhr, sollen im Gemeindewald Echzell an der Niddaerstraßse circa 125 Festmeter Kiefernstämme von 25— 39 Centi meter Durchmesser und 13—22 Meter Länge meistbietend versteigert werden.
Echzell am 31. Dezember 1881.
Großherzogliche Bürgermeisterei Echzell. 28 Habicht.
Widerruf.
Die meinerselts gegen die Heinrich Krämer Ehefrau von Ober Rosbach gethanenen Aeußerungen nehme ich als unwahr hiermit zurück.
Ober⸗ Rosbach am 3. Januar 1882.
Georg Blecher Ill. Wittwe.
für Herren, Damen und Kinder billigst bei K. Friedrich. 48
Hemden
Im Uamen des Großherzogs! In der Privalklagesache
des Johannes Faist III. von Beienheim,
Privatkläger, gegen den Heinrich Schäfer von da,
Angeklagter, wegen Beleidigung, hat das Großherzogliche Schoͤffen gericht zu Friedberg in seiner Sitzung vom 13. Dezember 1881, an welcher Theil genommen haben:
1. Oberamtsrichter Sellheim,
als Vorsitzender, 2. Johannes Guth II., 3. Johann Tobias Rack II., als Schöffen, Gerichts-Aceessist Hoͤrle, als Gerichtsschreiber, für Recht erkannt: Der Privatbeklagte wird in eine Geldstrafe von zwanzig Mark, eventuell eine Gefängniß— strafe von vier Tagen, sowie in die Kosten des Ver fahrens und der dem Privatkläger erwachsenen noth wendigen Auslagen verurtheilt, dem Privatkläger auch die Befugniß zugesprochen, den Urtheilstenor innerhalb vierzehn Tagen, von der Rechtskraft an gerechnet, einmal auf Kosten des Privatbeklagten im Oberhessischen An— zeiger zu veröffentlichen. Sellheim. F. d. A.: Hohenstein,
29 Hülfsgerichtsschreiber.
Haarbalsam.
Bestes Mittel um das Wachsthum der Haare zu fördern und das Ausfallen derselben zu verhindern. In Flac. à 60 Pf. und M. 1.20.
Eau capillaire de duinine in Flasch. à 80 Pf. und M. 1.50.
Haarfärbemittel in blauen Flasch. mit anweisung à 2 Mark.
35 J. A. Windecker, Hof- Lieferant.
Versteigerung.
Mittwoch den 11. Januar d. J., Nachmittags 2 Uhr, soll mein an der Friedberg Hanauer Bahn, in der Ges markung Bruchenbrücken gelegenes Haus an Ort und Stelle oͤffentlich melstbletend versteigert werden.
Ossenhelm. Heinrich Völker.
Gebrauchs—
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74— 2 22 35 S8
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