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war, ist der Aufenthalt in demselben wiederum gestattet worden.
Friedberg am 30. März 1882.
N 8 1 Dem Jacob Merker von Erfenbach, Bezirksamt Kaiserslautern, dermalen zu Stammheim, welcher des Großherzogthums verwiesen
Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Bei— lage Nr. 5, enthält:
J. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
11. Bekanntmachung, die in den Prov. Starkenburg und Oberhessen legalisirten Grundbücher betreffend.
III. Bekanntmachung, die Vergütung für die in 1882 bis 1883 in Geld zu berichtigenden Pensionsnaturalien betreffend..
IV. Bekanntmachung, den Steuerausschlag der Land⸗ judenschaftskasse zu Darmstadt für 1882/83 betreffend.
V. Bekanntmachung, die Umlagen für die israel. Rel.⸗ Gem. Crainfeld für 1882/83 betr.
VI. und VII. Uebersicht der für 1882 genehmigten Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. der Kreise Bensheim und Alsfeld.
VIII. Bekanntmachung, den Gehalt des Rabinen zu Alzey betreffend.
IX. Abwesenheitserklärung.
X. Ordensverleihungen.
XI. Ermächtigungen zur Annahme und zum Tragen fremder Orden.
XII. Zulassung zur Rechtsanwaltschaft. Der Ge— richtsgecessist Brentano zu Friedberg wurde zur Rechts— anwaltschaft bei dem Amtsgerichte Friedberg zugelassen.
XIII. Dienstnachrichten. Es wurde dem ev. Pfarrer Rullmann zu Essenheim die Pfarrstelle zu Lengfeld über⸗ tragen; dem Schullehrer Zilch zu Hainstadt eine Lehrer— stelle und der Schulamtsaspirantin Rossi aus Thusis eine Lehrerinnenstelle an der Schule zu Seligenstadt über⸗ tragen; der auf die Lehrerstelle zu Trais⸗ Münzenberg präs. Schulamtsasp. Morell aus Schotten bestätigt; dem Schullehrer Michel zu Lorsch die Lehrerstelle zu Bob— stadt, dem Schulamtsasp. Becker aus Ober⸗Seemen eine Lehrerstelle zu Nidda übertragen; die Schaffner bei der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn Huber und Schneider zu Zug— meistern bei dieser Eisenbahn ernannt.
XIV. Dienstentbindung. Der evang. Ober-Pfarrer Wagner zu Michelstadt wurde auf Nachsuchen von der Uebernahme der Pfarrstelle zu Nieder-Ramstadt entbunden und auf seiner Stelle belassen.
XV. Ruhestandsversetzungen. Der Schullehrer Kayser zu Ober⸗Mockstadt, der Schullehrer Ackermann zu Birkenau und der Schullehrer Hesse zu Klein-Welzheim wurden auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
XVI. Conecurrenz⸗Eröffuungen. Erledigt sind: eine Lehrerstelle an der Volksschule zu Gießen, Gehalt 1200 bis 2400 M. Eine Lehrerstelle zu Stockheim, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Untermossau, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Hassen⸗ roth, Gehalt 900 M.; dem Fürsten zu Löwenstein-Wert⸗ beim⸗Rosenberg steht das Präsentationsrecht zu. Eine Lehrerstelle zu Leihgestern, Gehalt 900 M. Eine Lehrer- stelle zu Jugenheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Wachenheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Nieder⸗Flörsheim, Gehalt 900 M.
— Das Regierungs-Blatt Nr. 5 enthält:
I. Gesetz, die Prorogation des Finanzgesetzes betreffend.
II. Bekanntmachung, den Locomotivpbetrieb auf der Material-Transportbahn von Station Gartenfeld bis zum Bauplatz des neuen Cen— tralbahnhofes Mainz betreffend.
— Der Hülfs-Gerichtsschreiber Stein in Vilbel wurde zum Gehülfen des Staats-An— walts bei Großh. Landgericht der Prov. Ober— hessen bestellt. Der Oberamtsrichter Schaum in Reinheim wurde unter Anerkennung seiner Dienste auf Nachsuchen in den Ruhestand ver— setzt und demselben das Ritterkreuz I. Kl. des Ludewigs-Ordens verliehen. Dem Stations— Einnehmer bei der Main-Weser⸗Bahn zu Fried— berg Schwöbel wurde das silberne Kreuz des Verdienst-Ordens Philipps des Großmüthigen verliehen.
Berlin, 31. März. Herrenhaus. Etat⸗ berathung. Namens der Budget-Commission erstattet Zieten-Schwerin den Generalbericht. Die Lage habe sich gebessert, es hätte sich aber empfohlen, den Steuererlaß zur Erleichterung der Communen zu verwenden. Nach längerer Debatte wird der Etat, nachdem er einzeln durchgenommen, im Ganzen definitiv angenommen und das Etatsgesetz genehmigt.
— 31. März. Im Abgeordnetenhaus steht heute auf der Tagesordnung die dritte Berathung der Kirchenvorlage. Zur Generaldebatte hatten sich vier Redner für und vier gegen die Vorlage gemeldet. Nach Schluß der Generaldiscussion
ebenso die Art. 2, 3 und 4, dann in nament— licher Abstimmung mit 228 gegen 130 Stimmen das ganze Gesetz. Die Mehrheit bestand aus Conservativen, Centrum und Polen. München, 31. März. Die Kammer lehnte die Forderung der Regierung für das Würz— burger Universitäts-Jubiläum nebst den Anträgen von Herz und Haus ab. Sie nahm dagegen mit 80 gegen 67 Stimmen den Vorschlag des Cultus-Ministers an, ein Stipendium von 20,000 M. zu begründen, dessen Vertheilung unter die Facultäten jährlich wechseln soll. Karlsruhe. Eine landesherrliche Ver— ordnung setzt einen Landesgesundheitsrath ein, um die auf die Angelegenheiten des Medicinal— wesens bezuͤglichen Gesetze und Verordnungen zu begutachten und Wünsche und Beschwerden zur Kenntniß des Ministeriums zu bringen. Ausland. Belgien. Brüssel, 30. März. Die De— putirtenkammer hat heute das Unterrichtsbudget mit 60 gegen 36, das Finanzgesetz aber mit allen anwesenden 78 Stimmen angenommen. Frankreich. Paris, 31. März. Die Kam— mer genehmigte die dringliche Berathung der Handelsconventionen mit der Schweiz, England und Oesterreich-Ungarn, sowie der Handels— verträge mit Spanien, Portugal und Schweden— Norwegen. — Im Senat wurde heute der gestern von der Deputirtenkammer bewilligte Ergänzungs— credit zur Unterhaltung von 32,000 Mann unter den Fahnen für 3 Monate genehmigt, sodann fast ohne Bemerkungen der literarische Vertrag Frankreichs mit der Schweiz, hierauf die Handels— verträge mit Spanien, Portugal, Schweden und Norwegen und mit der Schweiz bestätigt. Auch der Vertrag wegen der Handels- und Schiff— fahrts-Beziehungen zwischen Frankreich und Eng— land, sowie die Handels-Convention zwischen Frankreich und Oesterreich-Ungarn wurden gut—
geheißen. Großbritannien. London, 31. März. Oberhaus. Der Siegelbewahrer Carlingford
theilt mit, daß die Regierung beabsichtige, die Jurygesetze in Irland nicht zu suspendiren und habe dieselbe überhaupt gegenwärtig keine Vor— schläge neuer Gesetze betreffs der Zustände Ir— lands zu machen. Das Haus vertagte sich bis zum 20. April.— Das Unterhaus verwarf den Zusatzantrag Marriot's zu dem Antrag Glad— stone's mit 318 gegen 279 Stimmen.
— Die Königin wird den bis jetzt getroffenen Dispositionen zufolge Mentone am 11. April verlassen und sich direct nach Cherbourg begeben, wo die Einschiffung nach England erfolgen wird.
Dublin, 30. März. In Castle-Island(Graf— schaft Kerry) wurde gestern der Friedensrichter und Grundbesitzer Herbert meuchlings erschossen.
Italien. Palermo, 30. März. Die Stadt ist belebt, aber vollkommen ruhig. Falsch ist, daß die Franzosen aus Furcht vor Belästigung
abgereist sind.— 1. April. Die Feier der „Sicilianischen Vesper“ begann gestern und
verlief in vollständiger Ordnung. Ein zahl— reicher Festzug begab sich zunächst nach der Heiligengeistkirche, von wo der Aufstand gegen das Haus Anjou ausging, sodann nach der Kirche Martorana, wo das Parlament des befreiten Siciliens tagte. In beiden Kirchen sind Gedenk— tafeln angebracht. Senator Perez und Crispi hielten Reden und betheuerten, daß die Feier keineswegs gegen Frankreich gerichtet sei. Am Zuge nahmen die meisten sicilianischen Senatoren, Deputirten, Municipalitäten der größeren sici— lianischen Städte, sowie zahlreiche politische und Arbeiter-Vereine Palermo's Theil. Die Stadt ist beflaggt. Abends findet Illumination statt. Ueber zweitansend Fremde sind anwesend,
machen.
— Nach dem„Correo“ fand eine aufstän⸗ dische Bewegung der Arbeiter in Barcelona statt; durch die Schließung der Werkstätten bekam sie noch größere Ausdehnung. Eine Gruppe von Arbeitern wollte den Abgang der Bahnzüge verhindern. Auf die einschreitende Polizei wur⸗ den Gewehrschüsse abgefeuert. Die Züge liefen indessen aus. In Folge dessen wurde der Be⸗ lagerungszustand über Catalonien verhängt. Die Arbeit wurde in mehreren Fabriken wieder auf— genommen. f Türkei. Konstantinopel, 31. März. Die Pforte informirte den Rath der Staatsgläubiger, daß die cedirte Tabaksteuer dieses Jahr noch für Rechnung der Regierung einzuziehen sei, weil die Einziehungsvorarbeiten vor der Cession durchgeführt seien. Der Rath der Staatsgläu— biger bestritt das Recht der Pforte hierzu, mit Hinweis auf Art. 5§8 der Convention. Ein
1. April. In Folge der Note Novikoff's vom 27. März theilte die Pforte demselben mündlich mit, sie trete dem festgestellten Uebereinkommen bezüglich der Kriegsentschädigung unter dem Vorbehalt bei, daß die Pforte die gegebenen Garantien eventuell gegen andere Aequivalente umtausche, daß der Garantiewerth die Kriegs— entschändigung nur um ¼ übersteigen soll und daß Rußland darauf verzichte, die mit der Con— trole über die Einziehung der garantirten Steuern beauftragten Delegirten zu ernennen, womit die Ottomanbank betraut sei. Novikoff beantwortete die Note. Er besteht auf Beibehaltung der Controle bezüglich Regelung der Kriegskosten— entschädigung.
Rumänien. Bukarest, 1. April. Der Senat genehmigte mit 24 gegen 7 Stimmen den Additionalact zu dem internationalen Act vom 2. November 1865 bezüglich der freien Donauschifffahrt.
Rußland. Petersburg. Der seit der Er— mordung des Czaren Alexander II. als Haupt⸗ anstifter des Attentats verfolgte Nihilist Kobosew wurde endlich Ausgangs voriger Woche in Moskau ergriffen und nach hier in die Peter- Paul-Festung überführt. Die im Trigonja— Processe gefällten Todesstrafen sind im Gnaden⸗ wege in unbefristete Zwangsarbeit in Bergwerken umgeändert; nur Suchanoff's Todesstrafe ist in Tod durch Erschießen gemildert. Dieselbe wurde in Kronstadt vollstreckt.
— Die„St. James Gazette“ läßt sich melden:„Es ist ein offenes Geheimniß, daß die Reise nach Italien, welche der Großfürst Wladimir, der älteste Bruder des Czaren, gegen— wärtig zum Besten der Gesundheit der Groß fürstin macht, thatsächlich ein freiwilliges Exil ist; denn die Stellung des Großfürsten ist etwas schwierig in Rußland geworden, seitdem der Kaiser überredet worden, daß im Falle seines Hinscheidens eine große Partei den Czarewitsch und dessen Bruder zu ignoriren und den Groß— fürsten Wladimir zum Kaiser auszurufen be— absichtige“.
— Die„Voss. Ztg.“ bringt folgende sen— sationelle Mittheilung von hier: Laut Befehl des Kriegsministers sind die Pferde der Artillerie— Regimenter auf Kriegsstand zu bringen.
— Die Regierung beschäftigt sich mit einem Plan, demzufolge alle Ausländer, welche länger als fünf Jahre in Rußland wohnen, sich naku— ralisiren lassen müssen.
Odessa, 30. März. Heute wurde auf dem Strand-Boulevard der Procurator des Kiew schen Kreisgerichts, Strelnikoff, auf einer Bank sitzend, durch einen Revolverschuß in den Nacken ermordet. Die Kugel drang durch den Kopf
Spanien. Madrid, 31. März. Das
wird in der Specialdebatte Art. 1 genehmigt,
und kam vorn wieder heraus.
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