Ausgabe 
31.12.1881
 
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Samstag den 31. Dezember.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Zif Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), e

fersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Ans dem Großherzoglichen Regierungsblatt Nr. 27 ist zu publiciren: Bekanntmachung, die Bildung der Amtsgerichtsbezirke Hungen, Lich,

Homberg, Alsfeld, Vilbel und Friedberg betreffend. Das Reichsgesetzblatt Nr. 28 enthält:

Betreffend: Beitrag der Gemeinden zu den

Amtlicher Theil.

Lehrer-Lesevereinen des Kreises.

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Laubach, Grünberg,

Allerhöchster Erlaß, betr. die Erhöhung der in Gemäßheit des Allerhöchsten Erlasses vom 25. April 1881 aufzunehmenden Anleihe.

Friedberg den 28. Dezember 1881.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.

Da nunmehr das Gemeinderechnungsjahr mit dem 1. April beginnt, so erscheint es geboten, auch den betreffenden Beitrag demgemäß zu entrichten. Wir beauftragen Sie darum hiermit, zur Herbeiführung dieser Aenderung Ihre Rechner anzuweisen, für das laufende Rechnungs jahr 1881/82 statt des bisherigen Jahresbeitrags noch/ Jahr weiter auszuzahlen und zwar: 1. für den Bezirk Friedberg an den Rechner, Lehrer Lehleitner zu Rödgen; 2. für den Bezirk Butzbach an den Rechner, Lehrer Frees zu Nieder-Weisel; für den Bezirk Vilbel an den

Rechner, Lehrer Rausch zu Vilbel.

vierteljährigen Beitrags Ihrem Rechner besondere Zahlungsauweisung zufertigen.

Wo der bisherige Jahresbeitrag bereits bezahlt sein sollte, wollen Sie über Auszahlung eines weiteren

Dr. Braden.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Wilhelm Jung von Butzbach wurde als Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.

Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: Christian Thiele von Neudorf, Kreis Ballenstedt, Anhalt; Caspar Fick von Bornheim; Ferdinand Brücher von Hanau; Karl Bonner, Eisenformer aus Hattenrod, Kreis Biedenkopf;

Johann Stock aus Neuschanz, Kreis das., Holland; Philipp Bernhard aus Fulda; Magnus Bug von Melzdorf, Regierungsbezirk Fulda;

Johannes Hock aus Monshausen, Kreis Biedenkopf; Andreas Schnitzer aus Roßdorf bei Hanau; Peter Müller, Müller von Pellingen, Kreis Trier; Georg Goller aus Mainstorkheim, Bezirksamt Aschaffenburg; Albert Goppelt aus Straßburg ii E.; Arthur Robert Hey aus Wangen heim bei Gotha; Julius August Seybold aus Chemnitz in Sachsen.

Wegen Bettels bestraft: Julius August Seybold aus Chemnitz in Sachsen; Heinrich Koch aus Lieblos, Kreis Gelnhausen; Johannes Wiener aus Griesheim bei Darmstadt; Nicolaus Schleich aus Lichenroth, Kreis Gelnhaufen.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Die societé philomatique be absichtigt in Bordeaux im Jahre 1882 ihre 12. allgemeine Ausstellung von Erzeugnissen des Ackerbaues und der Industrie zu veranstalten und damit eine Ausstellung von Weinen, Spiri tuosen, Liqueuren und gegohrenen Getränken zu verbinden. Zu der letzteren Ausstellung sollen auch Ausländer zugelassen werden. Die Großh. Centralstelle für die Landwirthschaft ꝛc. ist in den Stand gesetzt, über die Bedingungen der Zulassung den Interessenten nähere Auskunft zu ertheilen.

Berlin. DieNordd. Allg. Ztg. repro ducirt zwei Artikel aus demTemps undParis Journal, die in derselben Absicht geschrieben seien, wie jüngst ein Artikel desSoir, näm lich Deutschland in Italien zu verdächtigen. DieNorddeutsche bemerkt dazu: Wir unter lassen es, die Artikel zu commentiren, und ver zichten darauf, sie zu widerlegen; wir wollen aber darauf aufmerksam machen, daß die oben genannten zwei Zeitungen gerade so wie der Soir in dem Rufe stehen, von einflußreichen französischen Staatsmännern inspirirt zu werden.

29. Dez. Der Kaiser empfing heute den Unterstaatssecretär Busch, der von Rom zurück gekehrt ist. Gestern wurde Busch von dem Kronprinzen empfangen. Nach derNordd. Allgem. Ztg. ist das Staatsministerium mit schriftlichen Gutachten über die kirchenpolitischen Vorlagen für den Landtag beschäftigt. Gleich zeitig soll über die Stellung zu dem Antrag von Windthorst Beschluß gefaßt werden. Außerdem wird dem Landtage eine Vorlage über die Kreis und Provinzial-Ordnung von Hannover zugehen.

Kiel. DieKieler Zeitung meldet das am 25. d. in Folge eines Herzleidens erfolgte Ableben des Prinzen Friedrich zu Schleswig Holstein-Augustenburg, Grafen von Noer.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien. DieW. Ztg. veroffentlicht das Gesetz über den Ankauf der Westbahn.

Frankreich. Paris. DasJournal officiel meldet die Ernennung des früheren Staatsraths Weiß zum Director der politischen Angelegen heiten und der Archive im Ministerium des Auswärtigen.

29. Dez. Der Handels-Vertrag mit Schweden wird morgen unterzeichnet werden. Die officiellen Verhandlungen über den englisch französischen Handelsvertrag werden am Samstag wieder aufgenommen und dann regelmäßig fort gesetzt.

Großbritannien. Dublin. Der Geheime Rath verfügte, daß künftighin Emissionsmandate in solchen Districten, in denen der Belagerungs zustand erklärt ist, nicht mehr persönlich behändigt, sondern brieflich per Post zugestellt werden sollen. Ein Erlaß des Vicekönigs verbietet das unbefugte Halten und Tragen von Waffen in den Grafschaf ten Dublin, Waterford, Kildare, South Drogheda, Meath, Tipperary, Wexford und Wicklow.

Türkei. Konstantinopel. Der Sultan hat einen Vertrag mit den Banquiers von Galata genehmigt, welcher die Conversion mit den Bond holders vollständig ergänzt.

29. Dez. Die Bondholders versammelten sich gestern zum letzten Male. Das Conver tirungs-Protokoll wurde unterzeichnet und die aufrichtige Mitwirkung der Pforte constatirt. Darauf nahmen sie offiziell von den indirecten Steuern Besitz. Diese wurden bis zum 14. März der gegenwärtigen Administration überantwortet. Bourke ist bereits abgereist.

Rumänien. Bukarest, 28. Dez. Das Budget für 1882 wird morgen den Kammern vorgelegt. Es weist einen Ueberschuß von 310,762 Frs. auf. Die Ausgaben für die Staatsschuld sind zu 45, die für das Kriegs ministerium zu 26½, für Arbeiten zu 9, für den Unterricht zu 10ͥ Million Franken veranschlagt.

29. Dez. Deputirtenkammer. Jonescu verlangt Mittheilung der diplomatischen Acten stücke betreffs der nunmehr beglichenen Differenz mit Oesterreich-Ungarn. Dieses Verlangen wird dem Minister des Aeußeren mitgetheilt. Cogal⸗ niceanu interpellirt, welche Maßnahmen die Re

gierung ergriffen habe, damit das Land durch die Verfügung der austro-ungarischen Regierung, welche die Viehausfuhr vom 1. Januar 1882 an zu verhindern bezwecke, nicht Schaden leide. Die Regierung wird in drei Tagen antworten. Rußland. Petersburg. Der Petersburger Correspondent desDaily Telegraph meldet über das bereits kurz erwähnte Complott:Ich erfahre soeben aus unanfechtbarer Quelle, daß ein Complott entdeckt worden, welches die Er mordung des Kaisers von Rußland in der Karavaniastraße, die er, wie erwartet wurde, auf seinem Wege von dem Palaste nach der Michael-Reitschule anläßlich des jüngsten St. Georgsfestes passirt haben wuͤrde, zum Zweck hatte. Es war erwartet worden, daß der Ezar für den Tag nach Petersburg kommen und dem Herkommen gemäß eine Revue über die Truppen der Garnison in der Reitschule abhalten würde. Asien. Calcutta, 28. Dec. Ayub Khan ist am 14. Dec. auf dem Weg nach Teheran bis zu der persischen Stadt Khaff gekommen.

Aus Stadt und Land.

g. Vilbel. Am vergangenen Dienstag war unsere ganze Stadt in Trauer gehüllt und fand hier ein Leichen⸗ begängniß statt, deßgleichen sich die ältesten Leute hier nicht erinnern konnen. Es galt der Frau Anna Fink, geb. Buchinger, einzigen Tochter des hier im Amte er grauten und so sehr beliebten katholischen Lehrers Buchinger die letzte Ehre zu erweisen und hatten sich zu diesem Be hufe von Nah und Fern mehrere Hundert Leidtragende ein gefunden. Die hiesigen Gesangvereine Liederkranz und Lie⸗ derzweig sangen am Grabe. Die so früh Dahingeschiedene welche allerseits sehr beliebt und ein Muster als Jung frau und Hausfrau war, hatte sich noch nicht lange in den Stand der Ehe begeben und erlag unter den groͤßten Schmerzen dem ersten aber unglücklichen Wochenbette. Friede ihrer Asche und Trost den trauernd Hinterbliebenen!

g. Vilbel. Schon längere Zeit geht man mit dem Plan um, zwischen Frankfurt und Friedberg eine Runkel⸗ rüben⸗ Zuckerfabrik zu etabliren. Zu diesem Behufe ist der jährliche Anbau von mindestens 2000 Morgen Runkelruͤben nöthig und fanden in letzterer Zeit diesbe zügliche Versammlungen von Landwirthen an mehreren Orten in genanntem Rayon statt. Ebenso tagte am ver gangenen Freitag Abend im Gasthause zur Rose dahler eine Versammlung von ackerbautreibenden Maͤnnern, bei welcher eingehend die Licht- und Schattenseiten des Runkelrübenbaues und der Etablirung einer Zuckerfabrik

Oberhessischer Anzeiger..

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