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Danner den 28. Juli.
berhessisch
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Amtlicher Theil.
Das Reichsgesetzblatt Nr. 18 enthält: Handelsconvention mit Rumänien. Bekanntmachung, betreffend die Veränderung der Uebergangsabgabensätze für Vier,
Branntwein und Malz in Württemberg.
Betreffend: Statistische Ermittelungen behufs Begründung des Gesetzes wegen Unfallversicherung der Arbeiter.
Das Gr. Kreisamt Friedberg an die Gr. Bürgermeistereien des Kreises und das Gr. Polizeicommissariat Wickstadt.
Sie wollen uns innerhalb drei Tagen
berichten, desgleichen sonstige Betriebe,
für welche nur vorübergehend eine nicht zu der Betriebsanlage gehörende Kraftmaschine benutzt
Gemarkungen vorhanden sind.
ob und welche Bergwerke, Salinen, Anlagen für Bauarbeiten(Bauhöfe), Fabriken und Hüttenwerke, Kraft(Wind, Wasser, Dampf, Gas, heiße Luft u. s. w.) bewegte
Friedberg am 25. Juli 1881.
Aufbereitungsanstalten, Brüche und Gruben, in welchen Dampfkessel oder durch elementare
Triebwerke zur Verwendung kommen— mit Ausnahme derjenigen Betriebe,
wird— in Ihren Gemeinden beziehungsweise Dr. Braden.
Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.
Heinrich Wilhelm Nagel von Stammheim wurde als Meub II. von Stammheim wurde als Stellvertreter des Fleischbeschauers
Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 Fritz Trümper von Neu-Bremen, Christian Meyer von Linden, Wilhelm Pahl
August Wedekind von Buchholz, Fr. Reinhard
von Stiegau, Bender von Frankendorf.—
Wilhelm Trier I. von Schlitz sind unbekannt und zu ermitteln.
des Freizügigkeitsgesetzes: Jacob Merken von Erlenbach bei Kaiserslautern, Die Aufenthaltsorte des Philipp Bierau von Daubringen, des
Fleischbeschauer für diese Gemarkung ernannt und verpflichtet.— Johannes Heinrich Wilhelm Nagel ernannt und verpflichtet.
Friedrich Knappstein von Barmen,
Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Ger.-Accessist Dr. Weiffen⸗ bach aus Stein-Bockenheim wurde zum Notar zu Osthofen und der Steueraufseher Bonn zu Friedberg zum Districtseinnehmer in Butzbach ernannt.
— Das Regierungsblatt Nr. 17 enthält die Anweisung für die Eichmeister bezüglich ihrer Mitwirkung bei den polizeilichen Revisionen der Maße, Gewichte, Wagen und Schankgefäße.
Coblenz. In dem Befinden der Kaiserin ist seit der Ausgabe des letzten Berichts keine Veränderung eingetreten. Trotz des schleppenden Ganges der Wiederherstellung hat der Kräfte— zustand darunter nicht gelitten, sich vielmehr auf einer relativ befriedigenden Höhe erhalten; doch wird voraussichtlich noch eine längere Zeit vergehen, ehe der Genesungsprozeß so durch— greifende Fortschritte gemacht haben wird, daß die Kranke auf einige Dauer die liegende Stellung aufgeben kann, welche bisher nur auf halbe Stunden mit dem Aufenthalt auf einem Trag- sessel vertauscht werden konnte. Die Behandlung der Kaiserin ist jetzt hauptsächlich in den Händen des Leibarztes Dr. Velten. Indessen treffen Prof. Dr. Busch, sowie Prof. Madelung ebenfalls noch abwechselnd zu ärztlichen Besuchen von Bonn in Coblenz ein.
Dresden, 24. Juli. Der König hat heute eine Reise nach Süddeutschland angetreten.
München, 25. Juli. Die russischen Groß— fürsten Sergius und Paul trafen heute Morgen aus Paris hier ein und setzten nach kurzem Auf enthalte die Reise nach Salzburg und Berchtes— gaden fort.
— 26. Juli. Die Minister v. Lutz und Crailsheim sind gestern zum Besuch des Fürsten Bismarck nach Kissingen gereist.
Ausland.
Holland. Haag, 25. Juli. Die erste Kammer votirte 3½ Millionen für die Ver— besserung des Kanals von Rotterdam zum Meere. Der Kriegsminister erklärte auf eine Anfrage, die Veröffentlichung der Documente über den Krieg mit Atschin sei jetzt noch nicht wünschenswerth.
Frankreich. Paris, 25. Juli. Die Kammer nahm das Gesetz über den Schulzwang an, lehnte
— Aus Saida(Algier) wird vom 24. ge— meldet: Eine Colonne von 2500 Mann wird gegen den 4. August aufbrechen, um die wichtigen strategischen Punkte zu besetzen, die abgefallenen Stämme zu zuͤchtigen, die treuen zu schützen. 2000 Kameele sind für die Expedition requirirt. Das Ziel ist wahrscheinlich Tiut oder Asla.—
Nach Berichten aus Tunis haben herumstreifende Schaaren von den Besitzungen des Ministers Mustapha 4000 Hämmel fortgetrieben.— Es wird bestätigt, daß unter den Insurgenten von Tunis ernste Zwistigkeiten ausgebrochen sind.
— Eine Depesche des Geschwader-Com— mandanten an den Marineminister meldet: Das Geschwader kam am 24. Morgens vor Gabes an. Die Landungs-Compagnien landeten ohne Gegenwehr der Araber, welche durch die Schnellig— keit der Landung überrascht waren. Der Wieder— stand der Araber beschräukte sich auf das Fest⸗ halten mehrerer kleineren Orte, welche erstürmt werden mußten. Die Verluste der Franzosen betrugen zwei schwer, fünf leicht Verwundete. Die Franzosen räumten später die Ortschaften, weil sie zu weit vom Meere ablagen. Gabes aber wurde von zwei Compagnien besetzt. Die Positionen der Franzosen sind durchaus gesichert. Die Seesoldaten werden demnächst durch Land— truppen abgelöst.
— Das Zeitungsgerücht, daß Frankreich Italien Eröffnungen gemacht habe wegen eines Arrangements in Nordafrika, wird von der „Agence Havas“ als unbegründet bezeichnet.— Berichten aus Constantinopel zufolge stellten die türkischen Minister in Abrede, daß sie Be— fehle zu neuen Truppensendungen für Tripolis gegeben hätten.
Großbritannien. London, 25. Juli. Unterhaus. Staatsseeretär Vilke gibt bekannt, daß der Schiedsspruch des Kaisers von Oester— reich in der Streitfrage zwischen England und Nicaragua eingelaufen sei. Er wird demnächst veröffentlicht. Beach wiederholt das Tadels— Votum über Transvaal, Rothbone beantragt ein Vertrauensvotum.
— 25. Juli. Die Blätter melden, daß die Liverpoler Polizei an Bord zweier von New⸗ Vork angekommenen Dampfer zwölf mit Dyna⸗ mit beladene, mit einem sechsstündigen Uhrwerk
aber vom Senat beschlossene Aenderungen ab—
versehene Hollenmaschinen beschlagnahmte, welche
in Fässern mit Cement versteckt waren. Die Regierung that das Aeußerste, um die Absender und Empfänger der Maschinen zu entdecken. Die Geschichte der Sendungen wird in Amerika genau untersucht. Sie sind die Frucht und buch— stäbliche Erfüllung offen eingestandener Anschläge irisch-fenischer Presse in Amerika.
— 26. Juli. Unterhaus. Gladstone ver— theidigt die Regierung, welche die Annexion von
Transvaal nicht gegen den Willen der Boers aufrechterhalten, sondern gerecht sein wollte.
Das beantragte Tadelsvotum wurde mit 314 gegen 205 Stimmen verworfen.
Dublin, 26. Juli. In Loughrea(Graf— schaft Galway) wurde gestern ein Polizei⸗Con— stabler auf offener Straße erschossen. Die Thäter sind verhaftet.
Türkei. Counstantinopel, 25. Juli. Der Zehutdirector Munir Bey ist zum Finauzminister ernannt.
— 26. Juli. Die Todesstrafe der sämmt— lichen im Sultaumord-Prozesse Verurtheilten ist in Festungshaft verwandelt worden.— Gut informirte Wiener Meldungen bezeichnen die Ermordung Midhat Pascha's bevorstehend. Vor der Oeffentlichkeit würde Selbstmord angegeben werden.
Rußland. Petersburg, 24. Juli. Aus Kiew hier vorliegenden Nachrichten zufolge soll daselbst ein Mann verhaftet worden sein, welcher sich im Anfang des Verhoͤrs als Moͤrder des ehemaligen Chefs der Gendarmerie, General Mesenzow, bekannte. Derselbe nannte sich zuerst Fahrenheim, spaͤter Stempel. Im Verlaufe des Verhoͤrs nahm er seine Aussage bezüglich der Ermordung des General Mesenzow zurück und erklärte, an Geistesstörungen zu leiden und be— reits zwei Mal einen Selbstmordversuch gemacht zu haben.
— Der„Regierungsbote“ veröffentlicht einen allerhöchsten Ukas, wonach der Posten eines Generalgouverneurs von Orenburg aufgehoben wird. Die Akten der Kanzlei des General— gouverneurs sollen theils den betr. Gouverneuren, theils dem Ministerium des Innern bis 1. Sep— tember übergeben werden.
Amerika. Washington, 24. Juli. Bulletin über das Befinden Garfield's: Nach einer Con⸗
sultation der Aerzte wurde einige Finger breit


