Betreffend: Visitatlon der Feuerstätten im Jahre 1881. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien Bönstadt, Butzbach, Griedel, Nieder-Mörlen und Steinfurth.
Unter Beziehung auf unser Ausschreiben vom 3. Juni dieses Jahres— Oberhe
Wiedervorlage des Visitationsprotokolls.
Edietalladung.
Friedberg den 23. November 1881.
ssischer Anzeiger Nr. 67— erinnern wir Sie an die
Dr. Braden.
Nachdem wider die nachstehenden im Bezirk der 49. Infanterie-Brigade ausgehobenen übungspflichtigen Ersatz-Reserossten I. Klasse 1. Jakob Ruppel, geboren am Johann Philipp Will, geboren am 24. August 1858 zu Vilbel, Kreis Friedberg, der förmliche Desertionsprozeß
19. Januar 1858 zu Ober-Rosbach, Kreis Friedberg, 2 eröffnet worden ist, werden dieselben hiermit aufgefordert,
9 ühr, vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin zu erscheinen, widrigenfalls die wider sie eingeleitete Untersuchung geschlossen, sie in contumaciam
flüchtig erklärt und jeder in eine Geldstrafe von 150 bis 3000 Mark verurtheilt werden wird. b a Großherzogliches Gericht der Großherzoglich Hessischen(25.) Division.
Darmstadt den 22. November 1881.
zu ihrem Truppentheil zurückzukehren, spätestens aber in dem auf Mittwoch den 15. März 1882, Vormittags
für fahnen⸗
Deutsches Reich.
Berlin, 24. Nov. Der Reichstag beschloß auf den Antrag von Hasenclever die Einstellung des Strafverfahrens gegen Kräcker und auf Kräcker's Antrag das Gleiche für Hasenclever. Es folgt die erste Berathung des Etats sowie des Auleihe-Gesetzes. Staatssecretär Scholz verkündet, das abgelaufene Finanzjahr habe ein Deficit von 12 Million Mark hinterlassen. Dies sei indessen nur aus dem geringeren Er— trag der Rübenzuckersteuer entstanden. Post und Eisenbahnen haben dagegen unerwartet hohe Er— träge mit 2, resp. 3 Million mehr ergeben. Die Rübenzuckersteuer werde im nächsten Jahre 19 Million Ueberschuß ergeben. Der rech— nungsmäßige Abschluß des verflossenen Jahres sei immer noch relativ günstig; die Mehrein— nahmen überstiegen die Mehrausgaben; im Ganzen werde ein Ueberschuß von etwa 15 Mill. verbleiben. Aus den Zöllen und der Tabak— steuer habe das Reich 130 Million fur fich zu behalten, der Ueberschuß sei an die Bundes— staaten zu verweisen. Im Jahre 1880—81 seien 38 Million überwiesen, für den laufenden Etat seien 66 Million in Ansatz gebracht, was aber zu hoch erscheine. Der neue Etat rechne auf eine stetige, aber mäßige Steigerung. Die Stempelsteuer sei mit 12 Mill. in Ansatz gebracht. Die Etats von Post und Eisen— bahnen bekundeten eine erfreuliche Zunahme des Verkehrs und damit eine Besserung der Er werbsverhältnisse. Die gleiche Hoffnung er— scheine auch für das nächste Jahr berechtigt. Der Etat würde sich wesentlich günstiger ge— stalten, wenn nicht die von Regierung und Nation für nöthig erkannten Ausgaben für die Verstärkung des Heeres dazwischen gekommen wären.
— 24. Nov. Die„N. A. Z.“ versichert, das Befinden des Kaisers gebe zu Besorgnissen keinen Anlaß. Es sei nur leichte Erkältung, veranlaßt durch wechselnde Witterung, welche Vorsicht und Zurückhaltung gebiete.
— Aus bester Quelle erfährt das„Fr. J.“, daß die kaiserliche Botschaft dem Kronprinzen vorgelegen und dessen Billigung gefunden habe, wobei zu bemerken, daß die Botschaft außer der Ankündigung über die Monopolvorlage nichts Positives enthält. Gute Beurtheiler gewannen beim heutigen Diner den Eindruck, der Kanzler wolle amtiren, so lange er selbst lebt.
Karlsruhe, 22. Nov. Der Landtag ist heute bis Mitte Januar vertagt worden.
Baden-Baden, 22. Nov. Der Groß— herzog hatte eine gute Nacht. Der Appetit steigert sich; das Allgemeinbefinden ist befriedigend.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 24. Nov. Der Budget-Ausschuß erledigte den Etat für das Kriegsministerium.
Frankreich. Paris, 23. Nov. Der seit— herige Botschafter Saint-Vallier ist heute nach Berlin gereist. 0
— Der„National“ theilt über eine Unter— redung zwischen dem Minister-Präsidenten Gam— betta und dem General Chanzy, bisher Bot— schafter in Petersburg, Folgendes mit: Gambetta habe gesagt, die auswärtige Politik Frankreichs könne sich nicht ändern. Frankreich müsse zu allen Mächten in gutem Vernehmen bleiben. Die innere Politik verlange aber, nach den
letzten Wahlen, eine accentuirtere Action gegen den Klerus. Chanzy habe wegen dieser inneren Politik sein Demissionsgesuch aufrecht erhalten, weil es ihm nicht leicht sei, die Motive für diese Politik dem Auslande klar zu machen. 24 Novbr. Deputirtenkammer. Der Finanzminister verlangte die Bewilligung der Ergänzungs-Credite für die tunesische Expedition bis zum Januar.
Großbritannien. London, 24. Nov.
Der hiesige deutsche Botschafter hatte gestern mit dem französischen eine längere Unterredung. Challemel-Lacour wird sich in einigen Tagen nach Paris begeben. 23. Nov. Das französische Journal brachte die Nachricht, Herbert Bismarck habe dem Earl of Granville von dem Reichskanzler das förmliche Versprechen überbracht, England in Egypten freie Disposition zu lassen.„Reuters Bureau“ widerlegt dieses Gerücht: Herbert habe Granville noch gar nicht gesehen Er verweile noch in Brighton; erst in 14 Tagen werde er das Amt des zweiten Botschaft-Seeretärs in London übernehmen.
Italien. Rom, 24. Nov. Der rumä— nische Gesandte Maurogheni üherreichte heute seine Creditive.
Türkei. Konstatinopel, 23. Nov. In der Note bezüglich der Sperrung der griechischen Postaͤmter in der Türkei sagt Conduriotis: Den Meinungeu in Athen gemäß könne man dem Verlangen der Pforte nicht nachkommen, ausgenommen, wenn diese Maßregel eine allge— meine werde. Griechenland sei vertragsmäßig die meistbegünstigte Nation und stehe daher in gleicher Stufe mit den anderen Mächten, und diesem Princip gemäß wurde Griechenland er— mächtigt, gleich den anderen Mächten Postämter in der Türkei zu eröffnen. Die Schließung der türkischen Post in Larissa berechtigte die Pforte nicht zu Repressalien, weil die Errichtung fremder Postämter in Griechenland grundsätzlich ver— boten sei. Der Gesandte hofft, die Pforte werde von ihrem Beschlusse abkommen, anderenfalls sei er genöthigt, Namens seiner Regierung dagegen zu protestiren.
Serbien. Belgrad, 24. Novbr. Tosi überreichte gestern und Khevenhüller heute seine Creditive. Die Wahlen von 11 erledigten Ab— geordneten-Sitzen sind auf den 25. December, der Zusammentritt der Skupschtina auf Anfang Januar bestimmt.
Rumänien. Bukarest. Der bisherige Justizminister Feridiki ist zum Gesandteu fur Paris ernannt.
Amerika. Washington, 23. Nov. Proceß Guiteau. Advocat Scoville beendete nach zahl reichen Unterbrechungen von Guiteau seine Ver— theidigungs-Rede. Der Gerichtshof begann die Vernehmung der Entlassungs-Zeugen. Der Arzt Guiteau's sagte, er habe 1876 den Geistes— zustand Guiteau's geprüst. Er fand ihn namentlich in religiösen Fragen unzurechnungsfähig und empfahl seiner Familie, ihn unter Aufsicht zu halten. Die Verhandlungen wurden bis zum Freitag vertagt.
— Der peruanische Gesandte hat hier die Mittheilung gemacht, der Präsident und der Minister des Auswärtigen von Peru, Don Cal— deron und Galvey, seien(nach einer über Paris zu ihm gekommenen Depesche) am 9. Nov. von
den Chilenen zu Lima verhaftet und nach St. Jago
gebracht worden. Der chilenische Gesandte in Washington will amtlich noch keine Kenntniß davon haben; doch erfuhr er privatim, Cal— derous Verhaftung sei durch General Lynoh er— folgt, weil er trotz der Absetzung noch seine Functionen übe. Ueber die Authenticität des Vorfalls, sowie über die Haltung der Unions— Regierung hat das Staatsamt zunächst jede Auskunft abgelehnt.
Afrika. Algier, 23. Nov. General Dele— becque kam am 21. November in Moghar sataine an, zerstörte das Haus Bu-Amenas und ver— nichtete seine Palmbäume. Die Truppen, welche in den vorhergehenden Tagen die Berge durch— streiften, erbeuteten zahlreiche Heerden. Sie verloren dabei 2 Todte und 5 Verwundete. Der Feind ließ 16 Todte auf dem Platz und führte noch eine Anzahl Todter mit fort. In Süd— tunis vertreiben die Truppen die Aufständischen und nehmen ihre Heerden weg. Fast alle Stämme bieten ihre Unterwerfung an.
Tunis, 23. Nov. General Saussier rückte in Gafza ein. Die Aufständischen unterwarfen sich.
Verloosungen.
Freiburger 15 Fr.⸗Loose vom Jahre 1860. Ziehung am 15. Nov. 1881. Auszahlung am 15. Febr. 1882. Hauptpreise: Serie 2525 Nr. 13 40,000 Fr. S. 110 Nr. 38 4000 Fr. S. 1415 Nr. 40 1000 Fr. S. 98 Nr. 2, S. 2653 Nr. 37, S. 2917 Nr. 24, S. 5181 Nr. 25, S. 6121 Nr. 32, S. 7769 Nr. 48 je 250 Fr. S. 325 Nr. 45, S. 1415 Nr. 16, S. 1449 Nr. 30, S. 1571 Nr. 28, 37, S. 2525 Nr. 14 S. 3643 Nr. 47, S. 3965 Nr. 15, S. 4546 Nr. 6, S. 5358 Nr. 2, 4, 12, 26, S. 6159 Nr. 40. je 125 Fr. S. 99 Nr. 34, 50, S. 108 Nr. 5, S. 700 Nr. 14, S. 1454 Nr. 18, 45, S. 1531 Nr. 30, S. 1977 Nr. 14, S. 2004 Nr. 28, S. 2917 Nr. 7, S. 2927 Nr. 13, S. 3583 Nr. 19, S. 4088 Nr. 48, S. 4546 Nr. 27, S. 4609 Nr. 27, S. 5181 Nr. 35, S. 5959 Nr. 11, S. 6159 Nr. 24, 35, S. 6849 Nr. 28 31, S. 6937 Nr. 45, S. 7228 Nr. 49, S. 7273 Nr. 5, S. 7718 Nr. 32. 44, S. 7769 Nr. 18, S. 7803 Nr. 22, 46 je 75 Fr. S. 99 Nr. 30, S. 108 Nr. 17, S. 700 Nr. 22, 28, 37, 43, S. 746 Nr. 43, S. 1046 Nr. 18, 50, S. 1134 Nr. 39, S. 1415 Nr. 44, S. 1454 Nr. 11, 14, S. 1526 Nr. 8, 24, 45, S. 1531 Nr. 24, S. 1571 Nr. 39, 47, S. 1977 Nr. 4, 5, S. 2488 Nr. 19% S. 2525 Nr. 31, S. 2614 Nr. 12, S. 2653 Nr. 29, S. 2876 Nr. 21, 38, S. 2917 Nr 6, 17, S. 3883 N S. 3643 Nr. 22 33, S. 3965 Nr. 25 40, S. 4088 Nr. 37, S 4609 Nr. 35, S. 5181 Nr. 26 39, S. 6519 Nr. 3, S. 7013 Nr. 50, S. 7273 Nr. 6 25, S. 7678 Nr. 28, S. 7769 Nr. 21, S. 7803 Nr. 49 je 50 Fr.
Kirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde. 1. Advent. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche: Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Flöring. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½% Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Abendmahl. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Baur.
Katholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht.
prima Mindfleisch,
per Pfund 39 Pfennig, Roastbeef, per Pfund 39 Pfennig, Lenden, per Pfund 39 Pfennig, ausgebeinte Lenden 60 Pfennig empfiehlt Theodor Sprengel.
Apfel- und Girn-Wildlinge werden billigst abgegeben. Thurn, 3848 neben der Taubstummen-Anstalt.
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