Ausgabe 
20.1.1881
 
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Nachdem wider den Rekruten Kaspar Borig aus dem tember 1851 zu Ober-Erlenbach, Kreis Friedberg, der förmliche De

vor dem unterzeichneten Gericht anberaumten Termin zu erklärt und in eine Geldbuße von 150 bis Darmstadt, 14. Januar 1881.

Edictallabung. Aushebungsbezirk des 2. Batafllons

Mittwoch den 18. Mai 1881 erscheinen, widrigenfalls

3000 Mark verurtheilt werden wird.

Großherz

die wider ihn eingeleitete Untersuchung geschlossen, er in contumaciam

1. Gr. Hess. Landwehr ⸗Regiments Nt. 115, geboren am 18. Sep⸗ sertionsprozeß eröffnet worden ist, wird derselbe aufgefordert, sich zu gestellen, spätestens aber in dem auf

für fahnenflüchtig

ogliches Gericht der Gr. Hess.(25.) Division.

Deutsches Reich.

Berlin, 17. Jan. Die Besserung im Be⸗ finden des Kaisers schreitet erfreulich fort.

In bhiesigen politischen Kreisen glaubt man, daß das Circular der Pforte den Maͤchten Raum läßt für vielfache Vermittelungsvorschläge und der Ausgangspunkt für praktische Verständig⸗ ung werden könne, somit also eine ersprießliche Richtung der Verhandlungen an sich nicht ver hindere.

Ausland. Oesterreich-Ungarn. Pest, 18. Jan. Das Oberhaus nahm unverändert den Gesetz entwurf betr. den Bau der Bosnathalbahn an. Holland. Haag. Gladstone ließ der holländischen Friedensgesellschaft auf ihre Adresse, betreffend Transvaalland, Antwort zugehen, wo rin er versichert, die englische Regierung wende trotz großer Schwierigkeiten der Angelegenheit die sorgfältigste Aufmerksamkeit zu, und er hoffe, daß die Gesellschaft keine Ursache haben werde, mit der Behandlung der Frage Seitens der englischen Regierung unzufrieden zu sein. i Schweden. Stockholm, 18. Jan. Die Thronrede, womit der Reichstag eröffnet wurde, betont die Zusammengehörigkeit und Ordnung des Steuerwesens und der Armee-Organisation. Beide Fragen seien im Zusammenhange mit ein ander zu lösen, darüber würden, sobald die be züglichen Comite- Arbeiten beendigt, umfassende Vorlagen eingebracht werden. Großbritannien. London, 17. Jan. Unterhaus. Gladstone antwortete Wedderburn, weder Holland noch eine andere Regierung babe die Mediation betreffs Trausvaal angeboten. Dilke antwortete Bourke: Die Ansichten der Regierung über Artikel 24 des Berliner Ver⸗ trags betreffs Vermittelung zwischen der Türkei und Griechenland seien in der Collectiv-Note vom 25. August enthalten und unverändert. Maccarthy beantragt einen Zusatz zum Adreß entwurf, daß Absetzungen in Irland bis zur Er ledigung der Landbill suspendirt werden. Glad stone protestirte in beifällig aufgenommener Rede entschiedenst gegen derartige Verlängerung der Debatte zur Verhinderung der Geschäfte. Das Amendement sei eine Jusulte gegen die Krone und könne unmöglich ernsthaft beantragt sein. In der Adreßdebatte bedauert Parnell im Laufe der Debatten die ungerechte ungeneröse Rede Gladstone's und dessen Versuch, die freie Discus sion zu ersticken. Man beschuldige ihn(Parnell), er mache die Landagitation zum Hebel der Zer stückelung des Reiches. In Wahrheit seien einige Stellen seiner Reden in Irland in diesem Sinne auslegbar, aber er wollte nur sagen, wenn der Landlordismus abgeschafft werde, wenn die Grundeigenthümer lernten, ihre eigenen Inte ressen als die Juteressen Irlands zu betrachten, anstatt sich auf äußere Macht behufs Erhaltung ihrer Ungerechtigkeiten zu stützen, dann werde Irland die Wiederherstellung seiner legislativen Unabhängigkeit auf friedlichem Wege erlangen Diese Unabhängigkeit könne später zur nationalen Unabhängigkeit führen, dann würden beide Na tionen freundschaftlich nebeneinander leben. Er empfehle nicht Blutvergießen, weil England zu stark, aber wenn man Zwangsmaßregelu an wende, werde die erste Verhaftung das Signal zur Suspendirung aller Pachtzahlungen sein. Mauchester, 17. Jan. Der Strike der Kohlen arbeiter gilt als beendet. Mehrere Arbeitgeber acceptirten die Bedingungen der Strikenden. Italien. Rom.Diritto dementirt for mell, daß die tunesische Mission das Protectorat taliens für die Regeutschast ansuchte. Türkei. Constantinopel. Ueber das be

ihre Vertreter im Auslande wird gemeldet: Die Pforte appellire darin an die versöhnliche Ge⸗ sinnung ünd Maͤßigung der Mächte. Die Pforte sei bereit, mit den Botschaftern in Constantinopel zu unterhandeln, um die friedliche Regelung der griechischen Frage herbeizuführen. Das Circular wird hier dahin interpretirt, daß die Türkei sich völlig auf den Boden des Berliner Congresses stelle und von diesem Boden aus jede Form einer Mediation der Mächte acceptire. Nur müsse auch der wirkliche Character einer Me diation aufrechterhalteu bleiben. Auch die Ver treter der Pforte würden sich in diesem Sinne bei den Großmächten zu äußern haben. Bezüͤg lich des Rundschreibens wird in Pariser Kreisen behauptet, die Machte würden die Pforte zu nächst auffordern, ihre äußersten Zugeständnisse an Griechenland anzugeben.

Wie dieAg. Stefani berichtet, schlägt der türkische Commissär in Angelegenheit der Feststellung der montenegrinischen Grenze eine wichtige Modification vor. Danach soll die Grenze längs des rechten Ufers der Bojana, dann am südlichen Ufer des Sazsees vorbei zum Megurenfluß gehen bis zu dem Punkte 9 der Karte des englischen Commissärs, deren Trace sie alsdann bis zum Skutari-See folgen würde. Sonach würde das ganze Bojan den Türken verbleiben, Montenegro aber als Compen sation beträchtliche Gebietsvergrößerung erhalten. Es scheint, daß dieser Vorschlag von den Com- missären der Mächte angenommen werden dürfte. Die Commission beschloß mit Morjorität, in Skutari zusammenzutreten.

Reuter's Bureau erfährt: Es verlautet hier die griechische Regierung ersuche Rußland, die griechischen Einwohner in der Türkei event. unter den russischen Schutz zu stellen.

Serbien. Belgrad. Die serbische Thron rede zur Skupschtina-Eröffnung betont die guten Beziehungen mit allen Staaten, äußert sich sehr befriedigt über den Empfang Milans seitens des österreichischen und deutschen Kaisers, constatirt die befriedigende Eroͤffnung diplomatischer Be ziehung zu Griechenland und erwähnt sympathisch des Besuchs des Fürsten von Bulgarien, betont, das Ziel der auswärtigen Politik bestehe darin, die freundschaftlichen Beziehungen aller Staaten weiter zu entwickeln, die Sympathien der Völker des Orients gegenüber dem Serbenvolk zu stärken, alte Freundschaften zu erhalten und neue zu gewinnen.

18. Jan. Die Skupschtina votirte ein stimmig die Adresse, die Thronrede beantwortend, welche den Dank für die allgemeine Amnestie ausdrückt.

Rußland. Petersburg. Ein officieller Bericht Skobeleff's meldet: Die Tekkinzen über fielen am 9. ds. Abends mit 30,000 Mann unsere von 19 Compagnien Jufanterie, 100 Fuß kosaken, 21 Kanonen und 3 Mörsern besetzten

schlagen. Die Arbeiten wurden alsdann fort gesetzt und am 10. ds. früh beendigt.

Aus Stadt und Land.

S. Friedberg, 18. Jan. In der gestern statt⸗ gehabten öffentlichen Sitzung des Gemeinderathes wurde ein Gesuch der Besitzer des Volksbades, die Usa inner⸗ halb und zunächst dieser Anstalt ausräumen und den sich ergebenden Kies verwenden zu dürfen, genehmigt. Für die Musterschule soll auf Ansuchen des Oberlehrers eine weitere schwarze Tafel angeschafft werden. Der zwischen dem Nauheimer Promenadewet und der Kunstwiese her⸗ ziehende Weg soll geebnet und als Grasstück eingesäet werden. Von Seiten des Großherzoglichen Kreisamts wurde dem Stadtvorstand Kenntniß von dem Profekt des Zufuhrweges gegeben, welchen die Eisenbahnbehörde neben dem Bahndamm der Main-Weser⸗Bahn nach den demnächstigen Lager- und Ueberladeplätzen letzterer Bahn herrichten will. Der Stadtvorstand erklärte sich mit dem Projekte nicht einverstanden und wurde ein von dem Bürgermeister entworfener eingehender Bericht gegen die profektirte Anlage, namentlich gegen die Breite des Weges, mit einigen Zusätzen versehen zum Beschluß erhoben.

d. Bad⸗Nauheim. Bei der am letzten Samstag stattgefundenen General Versammlung des hiesigen Turn vereins wurden nachstehende Mitglieder in den Vorstand gewählt: An Stelle des Lehrer Reuß, welcher aus Ge sundheitsrücksichten zurücktrat, Lehrer Wagner als erster Prästdent, Fr. Böhlmann als zweiter Präsident, H. Hart⸗ mann als erster Turnwart, K. Gebhardt als zweiter Turnwart, K. Plock als Schriftführer, A. Reichwein als Zeugwart und H. Pfeffer als Kassier. Unter Anderem wurde beschlossen, das mit dem Friedberger Turnverein schon voriges Jahr projeetirte Waldfest, das damals in Folge der um jene Zeit abgehaltenen Festlichkeiten aus⸗ gefallen war, dieses Jahr mit Einwilligung des Fried⸗ berger Vereins schon im Mai abzuhalten.

Mainz, 17. Jan. Heute beschenkte die Frau eines städtischen Aufsehers ihren Mann mit Drillingen. Vor nicht ganz einem Jahr waren in derselben Familie Zwillinge angekommen. Die Freude des Vaters soll ganz enorm sein!

Allerlei.

Trier. Im oberen Saar- und Moselthale, namenk⸗ lich bei Saargemünd und St. Avold, sind wieder mehrere Wölfe in der Nähe der Dörfer und Bahnhöfe erlegt worden. Lothringen zählt mehr Wölfe, als alle anderen Theile des deutschen Reiches. Dort findet nämlich Meister Isegrim dichtere Hecken und bessere Schlupfwinkel, als in den Hochgebirgen der Vogesenthäler.

Kopenhagen, 18. Jan. Die Korsoer Postfahrt nach Kiel ist eingestellt. Das letzte deutsche Schiff ist Abends 7 Uhr eingetroffen, das letzte danische geht vielleicht Abends ab. Der Belt ist mit Eis gefüllt.

Madrid, 17. Jan. In Folge der Ueberschwemm⸗ ungen sind mehrere Bahnzuͤge ausgeblieben. Auslands⸗ posten vom 13. und 14. Januar fehlen. Duero, Ebro, Pinerga, Erlanza sind aus ihren Ufern getreten.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 18. Jan. Fruchtbericht. Waizen M. 22, Korn M. 21, Gerste M. 16, Hafer M. 13. Alle Preise verstehen fich auf 100 Kilo 200 Zollpfund.

Friedberg, 19. Jan. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.800.95, Eier per St. 67 Pf.

Gießen, 18. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.90 1.00, Eier 1 Stuck 78 Pf., Käse per Stuͤck 49 Pf., Tauben das Paar M. 1., Hühner per Stück M. 1 1.50, Hahnen per Stück M. 1.50 1.70, Gänse per Pfd. 6066 Pf., Enten per Stück M. 1.502., Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfd., Kuh- und Rindfleisch 45 bis 50 Pf., Kalbfleisch 45 50 Pf., Hammelfleisch 50

Trancheenarbeiten. Sie bemächtigten sich trotz heldenmüthigster Vertheidigung der Vorarbeiten wie auch theilweise der zweiten Parallele mit 4 Gebirgskanonen und 3 Mörsern. Durch ein starkes Gewehrfeuer und gleichzeitige Reserveattake wurden die Feindesmassen aus allen besetzten Punkten zurückgeschlagen, die ganze verlorene Artillerie, ausgenommen eine Gebirgs kanone, wurde wieder erobert. Gleichzeitig mit obigem Ausfall überfiel eine bedeutende feind liche Reiterei unser Lager. Der Ueberfall wurde gleichfalls zurückgeschlagen. Sofort nach der Zurückschlagung wurde die Anlegung der dritten Parallele befohlen. Sobald die Tekkinzen die Arbeiten gewährten, machten sie einen erneuerten Ueberfall mit der gesammten Macht auf die ganze Front, wurden jedoch durch ein geschlossenes Gewehrfeuer aus der zweiten Parallele mit be

signalisirte Rundschreiben der Pforte an

heftige 300 Hämmel.

bis 66 Pf., Schweinefleisch 6468 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 4., Zwiebeln per Centner M. 9. 10. Weißkraut 100 Stück M. 4.5.

7 Frankfurt, 17. Jan. Viehmarkt. Angetrieben waren

ca. 360 Ochsen, 360 Kühe und Rinder, 240 Kälber und Die Preise für 100 Pfund Schlacht⸗ gewicht stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 66. 68., 2. Qual. M. 60. 62., Kühe 1. Qual. M. 54.56., 2. Qual. M. 40.50., Kälber 1. Qual. M. 55.58, 2. Qual. M. 45.50., Hämmel 1. Qual. M. 58.60., 2. Qual. M. 45. 50. Schweine wurden verflossene Woche 680 eingeführt, das Pfund 65 Pf. Frankfurt, 17. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr. 2 M. 37., Nr. 3 M. 32., Nr. 4 M. 28. Nr. 5 M. 25., Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 30.5031, do. 1.(Berl. Marke) M. 29., do. 2.(Berl. Marke) M. 24., Weizen, eff. hies., ab Bahnhof hier M. 23.0000 ab unserer Umgegend M. 22.2500., do. fremder je na Qual. M. 22.2523., Roggen je nach Qual. M. 21.5000, Gerste M. 17.19., Hafer M. 13.75 15.00, Kohlsamen M. 2700., Erbsen M. 19.27., Wicken M. 16.18, Linsen M. 20.40., Bohnen, weiße, M. 23.25., Rüböl, detall M. 64. Die Preise verstehen sich sämmtlich per

deutenden Verlusten in die Festung zurückge

200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo.

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