Ausgabe 
19.2.1881
 
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Aus Stadt und Land.

K. i. M. Friedberg. Nächsten Mittwoch den 23. d. M., Vormittags 9 Uhr, wird in dem Rathhaussaale zu Frledberg die Generalversammlung des landw. Be⸗ zirks⸗Vereins Friedberg stattfinden. Nach der Tages ordnung kommen, wie bereits durch den Vorsitzenden mittelst öffentlicher Einladung bekannt gemacht worden, sehr wichtige Fragen fuͤr die Landwirthschaft zur Ver⸗ handlung; u. A. Besprechung über den Gebrauch der Pflugschleifen, Vortrag über Besserung des Personal⸗ eredits durch Bildung von landwirthschschaftlichen Credit genossenschaften u. s. w. Es wäre sehr zu wüuͤnschen, wenn von Seiten der Landwirthe hiesiger Gegend die Versammlung gut besucht würde, zumal auch Gäste von Darmstadt, nämlich Ministerialrath Jaup, Generalseeretär Dr. Weidenhamer, Culturinspector Glaas und Polizei rath Haas der Versammlung anwohnen werden.

g. Nieder⸗Wöllstadt. Auch hier haben sich bereits Störche eingefunden und man darf also einem baldigen milden Frühlinge entgegensehen.

Nieder⸗Olm, 12. Febr. Heute Nacht wurden dem Israeliten Mayer abermals 12 Obstbäume abgesägt, auf einem andern ihm gehörigen Felde wurden 5 Bäume umgehauen. Einem Schwager des Mayer, Liebmann, wurde ein Plakat an das Haus geklebt, das die Auf forderung enthielt, binnen 8 Tagen den Ort zu ver lassen, andernfalls koste es den Kopf. Unterzeichnet war: Das Comité.

Allerlei. Berlin, 17. Febr. Reichstagsabgeordneter Friedrich Oetker ist heute im biesigen Augusta-Hospital gestorben. Algier. Eine im Sande begrabene Stadt ist jüngst in Süd⸗Algierien aufgefunden worden. Wie man nämlich

aus Konstantine meldet, hat der Finanz⸗Inspeetor Tarry einen unterirdischen Fluß entdeckt, dessen Wasser, so meint er, hunderttausend Palmenbäumen genügen würde. Dies bewog ihn, weitere Forschungen anzustellen, und so fand 7 im Sande ein neues Pompesi, eine ganze Stadt mit Inschriften, Gewölben, architeetonischen Denkmälern von großer Schönheit. Bisher sind eine Moschee und neun Häuser freigelegt worden, und Tarry hofft, durch Frei machung des Flusses viel Gebiet der Cultur zu gewinnen.

Handel und Verkehr.

Gießen, 15. Febr. Am heutigen Viehmarkte waren aufgetrieben: 5 Pferde, 1330 St. Rindvieh und 153 St. Schweine. Durch den lebhaften Handel war bis gegen Mittag fast alles Vieh abgetrieben. Nächster Viehmarkt Dienstag, den 8. März 1881, und ist für diesen Markt sowohl an Rind- als Borstenvieh eine noch größere Zu fuhr zu erwarten.

Frankfurt, 16. Febr. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. per Centner M. 3 4.20, Stroh M. 3 3.40. Eler das Hundert M. 6 8. Butter 50 Kilo M. 80 bis 85, im Detail 1. Qual. M. 1.1015, 2. Qual. M. 1. Kartoffeln per 100 Kilo M. 5 6. Ochsenfleisch das Pfd. 6570 Pf., Kuh-, Rind- und Farrenfleisch 45 bis 55 Pf., Kalbfleisch 4055 Pf., Hammelfleisch 4465 Pf., Schweinefleisch 7080 Pf., Hahn M. 12, Huhn M. 1.50 bis 2, Taube 50 Pf., Waͤlscher Hahn M. 6-10.

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Bekanntlich besitzt die Wachholderpflanze vorzüglich e lösende Eigenschaften, namentlich bei Verschleimung und Katarrhen der Luftwege und Athmungs-Organe, chronischen Husten de.

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Kirchliche Anzeigen Für Friedberg. Ebpangelische Gemeinde. Sepagesimä.

Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Stadtkirche:

Nachmittags Uhr: Herr Pfarrer Meyer. Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags Uhr: Herr Pfarrer Baur. Abends 5 Uhr: Herr Candidat Nies. Am Sonntage Estomihi Abendmahl in der Burgkirche.

satholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht.

7588 Submission. 615 Mittwoch den 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, sollen dahier zur Lieferung für 1881/82 im Submsisions wege vergeben werden: 1) eirea 2000 Kilo Bohnen,

2800 Erbsen,

1600 Linsen, 7500 Lter Petroleum,

5) u 1600 Kilo Waizengrütze,

6) 3500 Weißmehl,

7) u 1000 weiße Kernseife, . 100 Schmierseife,

9) 1200 Kaffee, ungebrannt, 10) 1400 Reis,

11) 1800 geschälte Gerste, 12) 1200 gedörrte Zwetschen, 350 Nudeln,

50 Pfeffer,

9 300 Liter Mohnöl,

1000 Essig, 1200 Stück Weißbrod,

18) 88000 Kilo Schwarzbrod,

19) 28000 Gemischtbrod.

Die unter pos. 1, 2, 3 und 4 aufgeführten Gegen stände werden im Einzelnen, die unter 5 und 6, unter 7 und 8, unter 9 bis 16 und unter 17 bis 19 verzeich neten aber zusammen vergeben. Bedingungen und Proben können täglich auf dem Direetions-Büreau eingesehen werden und müssen die Submissionen bis zum 23. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, in den vor diesem Büreau auf⸗ gehängten Submissionskasten verschlossen eingelegt sein.

Marienschloß den 15. Februar 1881.

Großherzogliche Landeszuchthaus⸗Direction.

Arbeits⸗Vergebung.

648 Die zur Erbauung einer neuen Hofraithe, bei dem Stationsgebäude in Assenheim, nöthigen Arbeiten und Materiallieferungen für Herrn Oeconom Georg E Ewald III. in Assenheim sollen auf dem Submissionswege vergeben werden und zwar: M. Pf.

Maurerarbeiten ohne Matertalstellung, ver⸗

anschlagt zu 6958 73 Zimmerarbeiten desgleichen 2089 2 Steinhauerarbeiten mit Materlalstellung 2080 42 Dachdeckerarbeiten 7 764 30 Schreinerarbeiten 77 3180 20 Schlosserarbeiten 5 1764 75 Glaserarbeiten 55 75 1832 Weißbinderarbeiten 5 2514 10 Spenglerarbeiten 75 373 Pflastererarbeiten 95 41 4 Eisenlieferung 77 7 470 10 Cementlieferung 154

Lieferung von 160 Batten weißem Kalk,

5 5 schwarzem Kalk, 55 16,300 Stück Patetentfalzzlegel I. Sorte, 7 1000 Stück Dachlatten,

9500 Stück Tuffsteinen, Brunnenmacherarbeit, verxanschlagt zu 180 Mark. Die Submissions⸗ Offerten sind mit genauer Angabe des Procentsatzes des etwaigen Abgebotes verstegelt mit der Aufschrift:Submisston für die Lieferung bis zum 28. d. Mts., Mittags 12 Uhr, bei dem Bauherrn einzureichen, woselbst auch die Pläne, Voranschläge und Bedingungen vom 22. Februar an eingesehen werden können. Die Eröffnung der Submissions-Offerten findet am 28. Februar, Mittags 12 Uhr, in Gegenwart der etwa erscheinenden Submittenten in dem Rathsaussaale in Assenheim statt.

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Assenheim den 17. Februar 1880.

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Ich warne hiermit Jedermann, meiner Frau, Christina Mäußer, Etwas zu borgen, indem sie mich böswillig verlassen hat und ich nicht für sie hafte.

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