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Samstag den 19. Februar.
N22.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Areis Friedberg.
Erschelnt dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-CFonto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
ein Beleg kostet 9 Pf.
Amtlicher Theil.
Großherzogliches Ministerium des Innern und der Justiz hat durch Verfügung vom mit dem vom 26. Februar bis 1. Maͤrz stattfindenden Vogel- und Geflügelmarkt zu Darmstadt verbundenen Verloosung die Erlaubniß ertheilt und den Vertrieb der Loose à 20 Pfennig im Großherzogthum gestattet.
Betreffend: Das Militär-Ersaßgeschäft pro 1881.
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2. Februar dieses Jahres ad Nr. 2420 zu der
Friedberg den 18. Februar 1881.
Der Civilvorsitzende der Großherzoglichen Ersatzcommission Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises und den Großherzoglichen Pol'zeicommissär zu Wickstadt.
Einzelne von Ihnen stehen noch mit Einsendung der Stammrollen im Rückstande. Sind dieselben nicht bis zum eingelangt, werden dieselben durch Wartboten abgeholt.
Steckbrief.
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20.
laufenden Monat Dr. Braden. g
Wilhelm Römer von Beltershain bei Grünberg, ledig, Schaͤferknecht, halt sich verborgen und ist wegen Jagdvergehens auf Grund richterlichen Haftbefehls im Betretungsfalle festzun ehmen und in das Amtsgerichtsgefaͤngniß zu Butzbach einzuliefern.
Friedberg den 10. Februar 1881.
* 1
Der Großherzogliche Amtsanwalt Lorenz.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Militär⸗Dienst⸗ Nachrichten. Ziemßen, Weinert, Port.⸗Fähnrs. vom 4. Gr. Juf.⸗Regt. Nr. 118, Selzam, Port.⸗Faͤhnr. vom 2. Gr. Drag.⸗Regt. Nr. 24, wurden zu Sec. Lts. befördert; Brüstlein, Port.⸗Fähnr. vom Gr. Feld⸗Art.⸗ Regt. Nr. 25, zum außeretats— mäßigen Scc.⸗Lt. befördert; v. Mohl, Major vom Schles. Feld⸗Art. Regt. Nr. 6, in gleicher Cigenschaft in das Gr. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 25 versetzt; Küper, Major vom Gr. Feld⸗Axt.⸗ Regt. Nr. 25, unter Stellung à la suite des Magdeb. Feld.⸗Art.⸗Regts. Nr. 4, zum etatsm. Mitglied der Art.⸗Prüf.⸗Commission ernannt; Groß, Sec. Lt. von der Landw.⸗ Inf. des 1. Bats. 4. Gr. Landw.⸗Regts. Nr. 118, zum Prem. Lt. befördert; v. Zabern, Sec.⸗Lt. von der Landw.⸗ Inf. des 1. Bats. 1. Gr. Land w.⸗Regts. Nr. 115, Andr, Sec.⸗Lt. von der Res. des 4. Gr. Inf.⸗Regts. Nr. 118, Hoffmann, Sec. Lt. von der Landw.⸗ Inf. des 1. Bats. 3. Gr. Landw. Regts. Nr. 117, Cellarius, Prem. ⸗Lt. von der Landw.⸗ Inf. des 2. Bats. 3. Gr. Land w.⸗Regts. Nr. 117, West⸗ hofen, Sec.⸗Lt. von der Land w.⸗Inf. des 1. Bats. 4. Gr. Land w. ⸗Regts. Nr. 118, Engel, Schaͤffer, Schramm, Prem. ⸗Lts. von der Landw.⸗Inf. des 2. Bats. 4. Gr. Land w. Regts. Nr. 118, der Ab— schied bewilligt.
— Der Ministerialkanzlist 1. Kl. Roͤttger wurde zum Ministerialprotokollisten ernannt.
Berlin, 16. Febr. Reichstag. Vicepräsident v. Frankenstein eroͤffnet die Sitzung. Richter (Hagen) beantragt die Wiederwahl des seitherigen Präsidiums durch Acclamation. Fürst Hohenlohe Langenburg legt hiergegen Widerspruch Namens der Reichspartei ein. Es folgt nunmehr Zettel— wahl, bei welcher Graf Arnim mit 147 Stimmen gewählt wird. Zum ersten Vicepräsidenten wird Frankenstein, zum zweiten Ackermann wieder gewählt.— 17. Febr. Der Reichstag waͤhlte nach Verlesung eines ablehnenden Schreibens des Grafen Arnim mit 150 von 242 abgegebenen Stimmen den Abg. v. Goßler zum Präsidenten; 89 Stimmzettel waren unbeschrieben. Die Wahl der Schriftführer ersolgte durch Acclamatton.
— 16. Febr. Das Abgeordnetenhaus hat
den Antrag Windthorst auf Aufhebung der Tem poralicnsperre abgelehnt. Für den Antrag stimmten nur das Centrum, die Polen und
einige Conservatsve. An der Debatte betheiligten sich nur Centrums mitglieder. — 17. Febr. Herrenhaus. Die Secundaͤr
bahn⸗Vorlage wird in der ordnetenhauses genehmigt.
Stuttgart, 17. Febr. Vor dem Wagen der Königin von Württemberg stürzte gestern in Cannes das eine Pferd, waͤhrend das andere bäumte und den Wagen fortriß. Vorübergehende verhinderten einen weiteren Unfall. Die Königin versicherte, keinen Schaden genommen zu haben
München. Sicherem Vernehmen nach ist Bayern in Berlin mit einer Aeußerung über die Einführung des Volkswirthschaftsraths im Reiche noch gar nicht hervorgetreten.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn Wien, 15. Febr. Die Pacht„Miramare“, mit dem Kronprinzen Rudolf an Bord, ist wegen ungünstigen Wetters von Zante noch nicht ausgelaufen; erst im Laufe der heutigen Nacht soll die Reise fortgesetzt werden.
Frankreich. Paris. Den Zeitungen zu folge ist dem Marineminister aus Anam(Hindo stan) gemeldet worden, daß die dortige Regier ung Anordnungen für die Freiheit und Sicherheit des Verkehrs und des Handels der Franzosen erlassen habe und daß die Regierung von Anam die Absicht habe, sich unter das Protectorat Frankreichs zu stellen, wenn das Volk von Anam in den Comitien nicht anders bestimmt.
— 17. Febr. Die Kammer der Deputirten genehmigte das Ganze des Preßgesetzes mit 428 gegen 6 Stimmen. Janvier de la Motte inter pellirt wegen des Credit Foncier und bezichtigt denselben schwindelhafter Speculationen. Der Finanzminister vertheidigt den Credit Foncier und erklärt, er werde zur Emittirung von Loos papieren niemals seine Zustimmung geben. Die Kammer geht zur einfachen Tagesordnung über.
— Die„Agence Havas“ dementirt das Ge rücht, daß der franzoͤsische General- Consul in Aegypten abgerufen werden solle.
Großbritannien. London, 15. Febr. Im Oberhause antwortet Kimberley auf eine Anfrage Cadogan's, die Negociationen mit den Boers könnten als eine Nachsuchung des Friedens gedeutet werden. Die Regierung habe keinen Grund, sich dieser Negociationen zu schaͤmen. Dieselben dauerten noch fort, weshalb eine Auskunft darüber unmöglich sei. Lord Begcons field bemerkt, Unterhandeln und gleichzeitig Kriegführen sei gefährlich. Wie konne man Friedens-Bedingungen ausstellen, wahrend das Land militärische Niederlagen erleide? Cadogan's Anfrage sei eine nützliche und wahrscheinlich
Fassung des Abge- fruchtbringende.
Der Gegenstand wird damit verlassen.— Das Unterhaus setzte die Special⸗ berathuuͤg der irischen Zwangsbill fort.
— 16. Febr.„Daily News“ erfährt, daß Colley am Montag Abend die auf einen Friedens⸗ abschluß gerichtete Anfrage der Boers an die
Regierung übermittelt habe.— Der gestrige Ministerrath discutirte diese Anfrage und fertigte eine Beantwortung derselben ab.— Die Koͤnigin
hat es abgelehnt, die holländische Deputation zu empfangen, welche eine Bittschrift zu Gunsten
der Herstellung der Unabhängigkeit von Trans⸗
vaal überreichen wollte. Die Bittschrift wurde dem Earl Grauville zugestellt.
— Nach einem Telegramm aus Kapstadt vom 16. d. ist mit den Basutos ein Waffenstillstand ab⸗ geschlossen, welcher am 18. d. seinen Anfang nimmt.
Spanien. Madrid, 15. Febr. Das Cabinet hat beschlossen, die Vertreter Spaniens im Aus⸗ lande aufzufordern, ihre Entlassung einzureichen.
Italien. Rom, 15. Febr. Die Kammer der Deputirten berieth heute über die Vorlage betreffend die Abschaffung des Zwangscourses.
Türkei. Konstantinopel, 17. Febr. In Beyrut wurden in Folge eines Streites zwischen Muselmanen und Orthodoxen, zwei Orthodoze und eine Frau getoͤdtet, gegen 10 Personen ver⸗ wundet. Die Ordnung ist wieder hergestellt.
Serbien. Belgrad, 16. Febr. Die Skup⸗ schtina nahm das Gesetz über die Unabhängigkeit des Richterstandes an und bewilligte dem Minister— präsident 100,000 Frs. behufs Pensionirung unge⸗ eigneter Richter. Man glaubt, dieses Votum werde die Stellung des Cabinets wesentlich festigen.
17. Febr. Bontoux unterzeichnete den Ver— trag, betreffend die Gründung der Nationalbank und ein Anlehen von dreißig Willionen.
Rußland. Petersburg. General Skobeleff meldet aus Geok-Tepe vom 12. d. M., daß die Pacification des Landes erfolgreichst fortschreite. Die Zahl der zurückgekehrten Familien sei auf 16,000 gestiegen.
Amerika. Washington, 16. Febr. Senat hat den Betrag der fundirten Bonds auf 400 Millionen festgesetzt.
— 17. Febr. Die betreffende des Senats hat Resolution angenommen, daß die Regierung darauf bestehen moͤge, daß ihre Zustimmung die nothwendige Vorbedingung sel fur die Ausführung des PanamaCanals, so wie für die Reglements über Benützung des Canals im Frieden wie im Kriege.
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