Ausgabe 
9.6.1881
 
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2088 eg.

samen Sache keine Berücksichtigung finden und müssen sich dem Gemeinsamen unterordnen. Nur so kann wirklich Gutes und Schönes geleistet werden und nur dieses wollen wir ja doch Alle.

s. Friedberg. Unser alter VereinLiederkranz hat am 1. Juni in seinem Vereinslokal ein schönes Fest gefeiert, nämlich die 25jährige Exinnerungsfeier seiner Betheiligung bei dem Straßburger Sängerfest. Zu diesem Feste waren einige Ehrenmitglieder und dem Verein näher stehenden Freunde desselben geladen, und verlief dasselbe in gelungenster Weise. Liedervorträge(darunter die alten Straßburger), Musikvorträge und Ansprachen wechselten

ab in bunter Reihe, gewürzt durch das Kreisen des großen

Straßburger Kruges. Erst am frühen Morgen trennte

sich die muntere Gesellschaft und das Ausharren der Zwölfe

von deralten Garde(worunter der Aelteste saß), so- wie deren kräftiges Mitsingen bei den Choͤren hat den Beweis geliefert, daß die jugendliche Sängerlust bei den Liederkränzlern in Fleisch und Blut übergegangen ist.

i. Friedberg. Von vielen Seiten wird neuerdings über die Unmasse von Katzen geklagt, welche in Gärten und Feld umherstreichen und der jungen Brut nachstellen. Schreiber dieses hat verschiedentlich mit zusehen müssen, wie diese Vogelräuber ganze Nester voll junge Vögel aus raubten und mit den Thierchen splelten, als hätten sie Mäuse vor sich. Gibt es kein erlaubtes Mittel, dieses Raubzeug zu vertilgen? Man klagt über die Abnahme unserer Singvögel und mit Recht. Aber man duldet auch die ärgsten Feinde unserer kleinen Lieblinge. Wir möchten gerne den Rath eines Rechtsgelehrten erbitten, ob man eine im Feld und Garten umherstreifende Katze, welche den Vögeln nachstellt, unschädlich machen darf? Nutzen bringt ein solches verwildertes Thier im Hause doch nicht, denn es steht fest: eine Katze, welche sich ein mal das Streifen in Feld und Garten angewöhnt hat, fängt im Hause keine Mäuse mehr. Dieses Raubzeug zu vermindern, müßte im Interesse der Vogelwelt gestattet sein.

e. Bad⸗Nauheim, 8. Juni. Trotz der heftigsten Anstrengungen der Gegner Weith's, wurde derselbe heute hier wieder zum Landtagsabgeordneten gewählt.

r. Bad⸗Nauheim, 6. Juni. Gestern während des Gewitters am Nachmittage schlug der Blitz in die Saline und die Villa Schmidt ein, glücklicherweise ohne zu zünden.

J. Assenheim, 6. Juni. Bei dem gestern Nach mittag stattgehabten Gewitter schlug der Blitz dreimal hier ein; zweimal in Scheuern, das drittemal in die Kirche, die, eben des Gewitters wegen, später als sonst abgehalten werden sollte. Balkensplitter und Mörtel lagen auf und um den Altar herum.

Gießen. Nach dem soeben zur Ausgabe gelangten Verzeichniß der Studirenden an hiesiger Hochschule be⸗ trägt die Zahl derselben im Sommersemester 1881= 402. Von diesen sind 320 Hessen und 82 Nichthessen. Es widmen sich der Theologie 44, Rechtswissenschaft 77, Mediein 60, Thierheilkunde 22, Zahnheilkunde 2, Cameral wissenschaft 4, Forstwissenschaft 32, Mathematik 36, elass. Philologie 31, neuere Philologie 22, Philosophie 26, Geschichte 9, Pharmacie 17, Chemie 20. Studirenden besuchen noch 18 nicht immatrikulirte Hörer

Allerlei.

Flensburg, 7. Juni. In der Flensburger Förde kenterte gestern ein Boot mit 16 Personen, fast sämmtlich Familienväter; gerettet wurde Niemand.

Graudenz, 2. Juni. Bei dem Versuchsschießen in der Festung Graudenz platzte heute unter den am Ziel mit der Aufnahme der Schußwirkung beschäftigten Militär personen eine Granate und tödtete drei Hauptleute, einen Oberfeuerwerker und einen Ingenieur; Oberst Sallbach sowie zwei Kanoniere und ein Civilingenleur wurden verwundet.

Wien, 4. Juni. Der bekannte General Uchatius, der Erfinder der Stahl-Bronce-Kanonen, hat sich heute durch einen Schuß in das Herz das Leben genommen.

Paris. Der berühmte Violinist Vieuxtemps ist in Algier gestorben.

Handel und Verkehr. Friedberg, 8. Juni. Wochenmarkt

Butter kostete

per Pfd. M. 1.05 1.20, Eier per St. 5 Pf., 2 St. 11 Pf. Waizen

Friedberg, 7. Juni. Fruchtbericht. M. 24.00, Korn M. 22.50, Gerste M. 16.18., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo S200 Zollpfd.

Falsche Hundertmarknoten der Reichsbank sind, wie dieBerliner Tribüne meldet, im Umlauf. Die selben sind mit großem Fleiß auf lithographischem Wege hergestellt und durch Steindruck vervielfältigt. Um das Publikum vor Schaden zu bewahren, führen wir in Folgendem einige der wesentlichsten Unterscheidungsmerk male an. 1) Der obere Kreiszierstrich in dem H bei

dem Worte Hundert ist in den Falsifikaten zirkelrund, bei den echten Noten oval. 2) Das R in

Reichsbank ist bei den nachgemachten Scheinen mehr hoch als breit, bei den echten umgekehrt mehr breit als hoch. 3) Der Aufstrich vom v. zum K. in dem Namen

v. Koenen tst auf den falschen Noten nach außen, also

concav, gebogen, bei den echten nach innen, also convex. Außerdem aber sind alle Schraffirungen, Muster, Reliefs ꝛc. auf den Falsifikaten augenscheinlich ängstlich, unregelmäßig und ungenau ausgeführt.

Petersburg. Vom 13. Juni ab betragen die Zollgebühren pro Pud Seite 40 Kopeken, für Jute Säcke, Leinen-Säcke und grobe Emballage-Gewebe 2 Rubel, für Jute-Dielenläufer, Hanf und dergleichen 50 pCt. mehr gegen den bisherigen Tarif.

beinahe

44221 44229 57136 57140 57146 64871 87759 87787 94403 96400 100654 103200 106019 109112 111078 111562 111596.

Kassel, 1. Juni. Serien⸗Ziehung der kurhessischen 40 Thlr.⸗Loose von 1845. Es wurden gezogen die Serien 16 69 80 168 281 375 409 486 536 800 980 1280 1281 1531 1625 1917 1314 1349 1437 1545 1996 1176 1023 1077 1842 1869 1885 1793 1159 2205 2810 2472 2993 2307 2929 2483 2097 2757 2744 2527 3717 3375 3054 3437 3425 3969 3925 3863 3329 3375 3912 3004 3510 4937 4310 4876 4090 4615 4560 4748 4161 4036 4320 4093 4551 4198 4801 4116 4751 5555 5054 5012 5513 5432 5461 5945 5935 5540 5150 5728 5759 5749 6547 6650 6147 6636 6683 6572 6379 6410 6679 6627 6216 6718 6126 6088 6555 6146 6348.

[Hamburg, 1. Juni. Serien-Ziehung der Köln⸗ Mindener Prämien⸗Loose. Gezogen wurden die Serien 1153 3083 3291 und 3310.

Wien, 1. Juni. Bei der heutigen Ziehung der österreichischen Loose von 1864 fielen auf S. 110 Nr. 28 200,000 fl., S. 1358 Nr. 20 20,000 fl., S. 2870 Nr. 32 15,000 fl., S. 1839 Nr. 25 10,000 fl. Außerdem wurden noch folgende Serien gezogen: 11 1006 1489 1515 2517 2729 2735 3264 3274 3659.

Pfennig⸗Sparkasse.

Sammelstellen. Einlagen. Betrag. 5 5 M Pf. Uebertrag vom 28. Mai 3943 1841 50 1. C. Bindernagel. 49 27 2. W. Bernbeck ö 157 71 50 3. Ph. Billau. 116 61 60 4. Th. Kranz. 105 52 45 5. H. Flaschenträger. 89 7 5 4459[2095 75

NB. Uebertrag Einleger 672.

Neue Einleger 4.

Gesammt⸗Einleger 578. Friedberg den 4. Juni 1881.

Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß⸗ und Credit⸗Verein, e. G.

Verloosungen. Karlsruhe, 31. Mai. Serienziehung der Badischen 35 fl.⸗Loose. Es wurden gezogen die Serien 535 1227

1389 1445 1501 1703 2116 2228 2287 2547 2600 2887

3356 3397 3598 3706 3830 4074 4095 4392 4585 4594 4935 5116 5526 5539 5579 5679 6083 6322 6347 6888 6929 6982 7067 7290 7439 7880. Karlsruhe, 1. Juni. Gewinn⸗Ziehung der badi schen 100 Thlr.⸗Loose von 1845. 120,000 M. fielen auf Nr. 36750, 24,000 M. auf Nr. 111085, 12,000 M. auf

2949 3187

Außer diesen Nr. 31147, 4800 M. auf Nr. 56548, je 2400 M. auf

Nr. 56566 94438, je 600 M. auf Nr. 6864 6871 6872 13425 25141 25122 25125 36608 38642 41388 43759

Volksbad.

Wasserwärme am 8. Juni: 140 Reaumur.

a Walter. Geld⸗Cours. Frankfurt am 7. Juni 1881.

20 ⸗Frankenstücke M. 16 23 G. do. in 16 2024 Englische Sovereigns. 20 3941 Russische Imperiales. 16 7176 Ducag ten 9 5559 dal ane 9 5863 Dollars in Gold. 42528

die Vorlesungen. Gefunden

wurde einiges Geld. Großherzogliche Bürgermeisterei Friedberg. Seri b a.

2071

Heugrasversteigerung

von zum Familieneigenthum des Großherzoglichen Hanses gehörigen Wiesen.

Dienstag den 21. Juni d. J., Vormittags 10 Uhr, wird in der Höres'schen Wirthschaft zu Bauernheim das Heugras von 60.6919 ha, die Markwiese, Gemarkung Bauernheim und Ossenheim, versteigert.

Ober⸗Rosbach, 3. Juni 1881.

Großherzogliche Oberförsterei Ober-Rosbach. Stra ck

.* Versteigerung. 2078 Samstag den 11. d. Mts., Nachmittags 2 Uhr, sollen vor dem Gemeindehause in Assenheim nach- stehende Pfandobjecte gegen Baarzahlung öffentlich ver steigert werden: 4 Kühe,

2 Pferde,

12 Gänse,

1 Secretär,

4 Kleiderschränke,

4 Küchenschränke,

2 Tische,

4 Commoden,

1 vollständiges Bett,

2 Wanduhren, und

1 Taschenuhr. Vilbel den 6. Juni 1881.

agent, Kreisbote.

Für die hlesige Gemeinde soll ein junger Eber ange⸗ kauft werden. Diejenlgen, welche solche zu verkaufen beabsichtigen, werden ersucht, dies uns mitthellen zu wollen. Rodheim v. d. H. den 7. Junk 1881. Großherzogliche Bürgermeisterel Rodheim v. d. H.

* Braunkohlenverkauf.

Auf dem Großherzoglichen Braunkohlenbergwerk Formklötze, sowie auch Preßklötze von der diesjährigen Formklötze 3 Mark, für 100 Stück Preßklötze 1,20 Ma 2,50 Mark.

Für die gegen Bürgschaft bezogenen Kohlen wird

Bad⸗Nauheim am 28. Mai 1881. G 1983

Ludwigshoffnung bei Melbach werden nunmehr trocken Aufbereitung abgegeben. Die Preise sind für 100 Stück rk und für die Holzkohlen pro Kubikmeter 5 Centner

Credit zur Zahlung bis Ende Dezember d. J. gewährt roßherzogliches Salinen- und Bergamt Bad-Nauheim. ger

2022 Speci

alität.(12142.)

Häcksel-Schneid- Maschinen.

Bewührteste Constructionen, vor

zügliche Leistung, billige Preise.

Francolieferung, brobezeit, Garantie. Heinrich Lanz, Maschinen- Fabrik, Mannheim.

Heugras-Versteigerung. 2087 Freitag den 10. Juni, Vormittags 11 Uhr an⸗

fangend, soll auf dem hiesigen Rathhaus das Gras von der sogenannten Hockenmühlweide, eirea 6 Morgen, ver

steigert werden.

Fauerbach b. Fr. den 7. Juni 1881. Großerzogliche Bürgermeisterei Fauerbach b. Fr. Helfrich.

Holz-Versteigerung. 2082 Freitag den 10. Juni d. J., Morgens 8 Uhr, kommt im Vilbeler Stadtwald, Distrikt Fischererlen, folgendes Schälholz zur Versteigerung: 214 Raummeter Scheiter und Knuͤppel, 12130 Wellen Reisig, 9 Stämme, 107 Derbstangen, 50 Relsstangen. Zusammenkunft im Distrikt Fischererlen. Das Stamm- und Stangenholz kommt um 12 Uhr zum Ausgebot. Vilbel den 7. Juni 1881.

2075 Alle, welche von katarrhalischen Erkrank ungen der Luftwege, insbesondere von Lungen und Rachenkatarrh(Keuchhusten), Husten, Heiser keit, Schnupfen u. s. w. heimgesucht sind, werden wiederholt auf die von der Adler-Apotheke in Frankfurt dargestellten Apotheker W. Voß'schen Katarrhpillen auf merksam gemacht, über deren ebenso sichere wie überraschend schnelle Wirkung sich eine Reihe angesehener Aerzte, sowie verschledene medieinische Zeit schriften sehr anerkennend ausgesprochen haben. Um sicher zu sein, die ächten Apotheker W. Voß'schen Katarrh⸗ pillen zu erhalten, achte man darauf, daß jede Blech⸗ dose mit einem ziegelrothen Verbandstreifen geschlossen ist, welcher den Namenszug Apotheker W. Voß, Adler⸗ Apotheke in Frankfurt a. M., trägt. Zu haben à Dose 75 Pf. in den deutschen Apotheken.(8200.)

H. v. Gimborrs

Schreib⸗ und Copir⸗Tinten zeichnen sich durch lebhafte Farbe, große Flüͤssigkeit und schnelles Trocknen aus und liefern nach längerer Zeit scharfe, nie bleichende Copien.

Lager in den diversen Sorten, sowie auch in rother Tinte, blauer Tinte, Stempelfarben, flüssigem Leim ꝛc.,

Großherzogliche Bürgermeisterei Vilbel. Hinkel.

befinden sich bei den bekannten Schreibmatersalten⸗ Handlungen. 23

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