Ausgabe 
5.7.1881
 
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Antersuchung meldeten, die jedoch nicht aus dem hiesigen

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d sämmtliche Spielleute. Hierauf Empfang der an⸗ ommenden Feuerwehren; Vorm. 11 Uhr Antreten der

fremden Feuerwehren auf der Freiheit; Vorm. 11½ Uhr: 1

Aufmarsch der hiesigen Feuerwehr mit ihren Löschgeräthen uf der Freiheit, Ansprache des Festpräsidenten und Uebung der hiesigen Feuerwehr; Nachm. 2 Uhr Festessen;

tach der Kirche um 3 Uhr Festzug der sämmlichen Feuer 8 8 0

vebren von der Burg in Steinhäußers Garten. Hierauf Concert auf dem Festplatz, ausgeführt durch die Capelle des 1. Großh. Inf.⸗Reg. Nr. 115. Montag Vorm. bei ent prechender Betheiligung Spaziergang nach Bad-Nauheim.

2. Friedberg. Die im Lande so übertrieben be sprocheue Friedberger Blatternepidemie ist als beendigt zu betrachten. Nach uns zugegangenen sehr zuverlässigen Mittheilungen befinden sich jetzt in keinem Privat hause der Stadt Blatternkranke, und sind in der Blatternstation, dem Hospitale, nur noch zwei Kranke, beide reconvaleseent und Ende dieser Woche sicher ent lassungsreif. Seit mehr als 14 Tagen sind neue Fälle Hier nicht entstanden, so daß auch seeundäre Erkrankungen durch Ansteckung von den älteren hervorgerufen) nicht mehr zu befürchten sind. Dies zur Beruhigung aller ingstlichen Gemüther hier und auswärts.

e. Friedberg. Nächsten Freitag wird das ge sammte Seminar die Frankfurter Ausstellung Hesuchen.

un. Friedberg. Bei der in den letzten Tagen statt gefundenen Generalmusterung ging es sehr lebhaft her. Einige der ausgemusterten und als untauglich bezeichneten Jünglinge äußerten auf der Straße eine solche Fülle von Kraft, daß sich die Commission, hätte sie es gesehen, licher veranlaßt gefühlt haben würde, die Leutchen zum Dienst heranzuziehen. Zwei derselben, die sich hier zur

Bezirke sind, wurden eingesponnen, einer, weil er in inem Laden eine Kappe, der andere, weil er eine Uhr innektirte. Letzterer biß dem Gendarmen, der ihn ver haften wollte, beinahe die Hand durch und konnte der

elbe nur mit Anwendung von Gewalt in Nr. Sicher ge

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bracht werden. T. Friedberg, 4. Juli. Gestern Nachmittag fand m Hötel Trapp hierselbst eine Ausschuß-Versammlung des landw. Bezirks-Vereins Friedberg statt, wozu die Mitglieder des von genanntem Verein bestelltenMolkerei Fomites eingeladen waren. An diese Sitzung schloß ich eine solche besagten Comites, unter Theilnahme des Ausschusses. In ersterer Sitzung erstattete Dr. Tobisch zunächst kurzen Bericht über den Stand der demMoskerei⸗ Comite übertragenen Arbeiten, legte dar, daß der Fortgang derselben nunmehr nicht ohne erhebliche Kosten zu bewirken sei, und ersuchte daher um Bewilligung der erzu nöthigen Geldmittel. Der Direktor des landw. Zezirks⸗Vereins, Kreisrath Dr. Braden, ertheilte hierauf luskunft über die Mittel, welche für den betreffenden

Zweck in Anspruch genommen werden könnten. Hieran

chloß sich eine längere Diskussion, in welcher die Wichtig keit der betr. Arbeiten und die Höhe des dafür er orderlichen Geldbedarfs klargestellt wurde, und deren ndresultat war, daß dem Molkerei⸗Comite zu gedachtem

1 zweck auskömmliche Mittel bewilligt wurden. Nachdem

erner auf Anregung des Vorsitzenden noch eine lebhafte Zesprechung über die Regelung des Abdeckereiwesens in esigem Kreise stattgefunden hatte, wurde die Sitzung eschlossen und sogleich mit der desMolkerei-Comites segonnen. Den Kern der Letzteren bildete die Berathung zes mit dem Molkerei⸗ Techniker R. wegen Lieferung on Vorarbeiten abzuschließenden Vertrages, auf Grund age eines von Dr. Tobisch ausgearbeiteten Entwurfs. etzterer wurde einer eingehenden Beurtheilung unter jogen und nach einigen Abänderungen desselben

orgens 6 Uhr Morgenruf durch die Nuerwehr

dem Vorsitzenden des Comites aufgetragen, auf der Basis des so hergestellten Entwurfs den Vertrag mit dem Molkerei-Techniker R. abzuschließen. Somit wären wir, bezügl. der Errichtung einer Centrifugen-Meierei in Frankfurt, um ein gutes Stück vorwärts gerückt.

h. Friedberg. Daß wir eine zweckmäßige, gute und billige Gelegenheit zu baden hier haben, weiß wohl Jedermann, aber benutzt, wie es werden könnte und sollte, wird unser Volksbad noch nicht. Drum will Ein sender dieses sich erlauben, auf die Wichtigkeit des Badens aufmerksam zu machen, was besonders grade jetzt nicht ganz unnütz sein dürfte. Am verletzten Sonntag hörten wir in der Katechismuslehre eine eingehende Katechisatton über die Wichtigkeit der Reinlichkeit und Reinheit des Körpers und der Seele, für die gewiß auch dem Katecheten der jetzige Zeitpunkt als besonders geeignet erschienen ist. Durch das regelmäßige Baden wird zunächst die regel mäßige, für das Wohlbefinden nothwendige Thätigkeit der Haut erhalten, denn durch das Wasser und das nach folgende Abtrocknen werden die Poren derselben geöffnet und dadurch wird die Muskelthätigkeit und das Nerven leben gesund erhalten und gesteigert. Nach dem Bade fühlt man sich leichter, frischer, muthiger und geneigter, seine Arbeiten und Geschäfte freudiger und mit neuer Kraft wieder aufzunehmen. Viele Thiere werden instinkt mäßig zum Baden getrieben, während der mit Verstand und Vernunft begabte Mensch sehr häufig dem Hang zur Unthätigkeit und dem blinden Schicksal folgt. Das Baden und Schwimmen ist das Turnen für den Sommer. Daß es auch ein Hauptabhärtungsmittel ist, Empfäng lichkeit für ansteckende Krankheiten, namentlich Hautkrank helten fern zu halten ist sofort klar und schon von Alters her bekannt. Wo zu einer ansteckenden Krankheit kein empfänglicher Boden ist, da wird auch keine Ansteckung erfolgen. Wer sich gesund erhalten und allerlei Leiden und Krankheiten von sich fern halten will, der bade und verschiebe es namentlich jetzt nicht.

J. Bauernheim, 4. Juli. Vor etwa einem halben Jahre wurden einem hiesigen Wirthe sämmtliche Krahnen in den Fässern aufgedreht. Der Mann erlitt damals einen empfindlichen Verlust. Jetzt endlich ist es gelungen, den Thätern auf die Spur zu kommen. Einer derselben ist inzwischen nach Amerika ausgewandert, der andere soll heute verhaftet worden sein.

f. Lich. Unsere Stadt schickt sich an, die am 12. und 13. Juli d. J. dahier stattfindende 38. Jahres versamm lung des Hauptvereins der Gustav-Adolf- Stiftung im Großherzogthum Hessen bei sich aufzunehmen. Es darf wohl um so mehr auf zahlreichen Besuch dieses Festes gerechnet werden, als die Direction der Oberh. Eisenbahnen eine Fahrpreisermäßigung in der Weise gütigst gewährt hat, daß die einfachen Billets, welche am 12. Juli auf allen Stationen dieser Bahnen nach Lich gelöst werden, zur Hin⸗ und Rückfahrt berechtigen, auch wenn letztere erst am 13. Juli angetreten wird. Auch soll für die gewöhn lichen Retour-Billets, welche am 12. Juli nach Lich zur Ausgabe gelangen, die Guͤltigkeitsdauer auf 3 Tage, also bis zum 14. Abends ausgedehnt werden. Die hierzu berechtigenden Festkarten können, soweit solche nicht bereits durch den Verwaltungsrath des Haupt vereins an die Zweigvereine ausgetheilt sind, von dem Festausschuß in Lich bezogen werden. Möge der Segen Gottes dem bevorstehenden Feste nicht fehlen.

Allerlei.

Stuttgart, 28. Juni. In der letzten Woche wurden verschiedene Gegenden Württembergs, namentlich einige Oberämter im Hohenlohe'schen, von schwerem Hagelschlag betreffen; in einzelnen Gemeinden sind zwei Dritttheile des gesammten reichen Ernte- und Herbst ertrages vernichtet.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 29. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.901., Eier 1 St. kleine 5 Pf., 2 St. große 11 Pf.

Gießen, 2. Juli. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 8090 Pf., Eier 1 Stück 0 Pf., 2 Stück 11 Pf., Käse per Stück 5 11 Pf., Tauben das Paar 7080 Pf., Hühner per Stück M. 1.00 1.50, Hahnen per Stück M. 0.75 1.30, Enten per Stück M. 1.50 2.00, Ochsenfleisch 66 Pf. per Pfund, Kuh- und Rindfleisch 48 50 Pf., Kalbfleisch 40-44 Pf., Hammelfleisch 66 70 Pf., Schweinefleisch 64 66 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5.50 0.00, Zwiebeln per Ctr. M. 22.24., Kirschen das Pfd. 2030 Pf.

Frankfurt, 2. Juli. Marktbericht. Heu kostete je nach Qual. der Ctr. M. 3.505, neues M. 3.30 4.20, Eier das Hundert M. 4.50 5.50, Butter 50 Kilo M. 80, im Detail 1. Qualität M. 1.15, 2. Qualität M. 1.00, Kopfsalat 35 Pf., Spinat 3040 Pf., Erbsen 12 bis 20 Pf., Bohnen 100 Stück M. 1.20, per Pfd. 40 bis 50 Pf., Carotten 1012 Pf., Kartoffeln das Pfd. 12 bis 15 Pf., Kohlrabi 1012 Pf., Wirsing 1012 Pf., Blumenkohl 5090 Pf., Weißkraut 1825 Pf., Ochsen⸗ fleisch das Pfd. 6070 Pf., Kuh-, Rind- und Farren⸗ fleisch 40-55 Pf., Hammelfleisch 40 65 Pf., Kalb⸗ fleisch 35 55 Pf., Schweinefleisch 60 70 Pf., Hahn M. 1.802., Huhn M. 1.702., Ente M. 2.503., junge Gans M. 4.8, Taube 50-60 Pf., Reh das Pfund 80 Pf.

Mainz, 1. Juli. Marktpreise. Kartoffeln 100 Kilo M. 6.6.50, Heu per Ctr. M. 4.50 4.75, Stroh per Ctr. M. 3.60 3.90, Butter ¼ Kilo 8085 Pf., Butter in Parthien 68 70 Pf., Eier ½ Hundert M. 1.10 1.15, Handkäse 58 Pf., Blumenkohl 3545 Pf., Zwiebel / Kilo 12 15 Pf., 1 Gans M. 4.5., 1 Ente M. 2. 2.50, 1 Hahn M. 1.30 1.50, 1 Huhn M. 1.301.50, 1 junge Taube 35 45 Pf. Fruchtmarkt. Waizen hiesiger M. 23.25 24., fremder M. 22.00 23.00, amerikan. rother Winterwaizen M. 23.6024., Roggen, hies. und franz. M. 21.75 21.85, Gerste, pfälzer, M. 19 19.50, franken M. 00. 00.00, Hafer M. 15.75 16.50, Reps M. 27.50 28.50, Rüböl eff. ohne Faß M. 29.50, per Oetober mit Faß M. 29.6070., Mohnöl M. 52.56., Leinsl M. 50. Viehmarkt. Ochsen 1. Qual. M. 64. 00., 2. Oual. M. 56. 60., Kühe 1. Qual. M. 56.00., 2. Qual. M. 45.50., Kälber das Pfd. 55 bis 60 Pf., Schweine das Pfd. 5460 Pf.

Volksbad. Wasserwärme am 3. Juli: 170 Reaumur. Walter.

Pfennig⸗Sparkasse.

Oeffentliche Aufforderung.

396 Die Wittwe des Konrad Leichner von Nieder

1 Völlstadt und die Erben ihres verlebten Ehemannes 5

laben folgende in der Gemarkung Nieder-Wöllstadt ge⸗

gene Immobilien:

Fl. I. Nr. 86,7,

I. 100, 5% 101, I. 102, 5 I. 103, Hofraithe, I. 104,8, 1% 10,8, I. 106,8, . 07,8,

4 en Jacob Becker II. und Jacob Becker III. Eheleute fär 19,500 Mark verkauft.

Da der Mitverkäufer Philipp Stüber von Wölfersheim mit unbekanntem Aufenthalt ebwesend ist, so wird derselbe hiermit aufgefordert, so tewiß binnen 3 Monaten sich wegen des Verkaufs zu erklären und entweder den selben anzufechten oder zu genehmigen, gegenfalls ledig [ch nach den Anträgen des für ihn bestellten Curators 22 Heyer J. von Wölfersheim verfahren werden v lrd. Friedberg am 1. Juli 1881. Großherzogliches Amtsgericht Frledberg. Sellheim.

Becker. Gerichtsschrelber.

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0

Aufforderung.

2359 Ansprüche an nachbemerkte Parzellen, welche die Philipp Groß II. Erben in Ober-Mörlen vertheilt haben und worüber keine Eigenthumsurkunden vorliegen:

1) Flur I. Nr. 1389. 3251. 3617. II. Nr. 728. IV. Nr. 130. 180. VII. Nr. 67. VIII. Nr. 888(alt 114½) X. Nr. 322. 797. XIII. Nr. 202. 443. XXVI. Nr. 1013. XXVII. Nr. 461. XXVIII. Nr. 580. 953. 1084. XXIX. Nr. 344. XXX. Nr. 459, im Grundbuch auf dem Namen Philipp Groß II. von Ober-Mörlen,

2) Flur XXIV. Rr. 607, im Grunbuch auf den Namen des Georg Philipp Groß von Ober-Mörlen,

sind binnen 3 Monaten so gewiß dahier geltend zu

machen, als sonst die Looszettel bestätigt und Eintrag in

das Mutationsverzeichniß wird verfügt werden.

Bad-Nauheim am 27. Juni 1881. Großherzogliches Amtsgericht Bad-Nauheim. Allwohn. Schütz,

Gerichtsschreiber. Arbeits-Versteigerung. 2405 Mittwoch den 6. d. Mts., Vormittags 10 soll im Rathhaus zu Rodheim: M.

Uhr, Pf.

Maurerarbeit, veranschlagt zu 27 Zimmerarbeit 13 25 Schreinerarbeit, 13 10 Weißbinderarbeit 69 60 Gußlieferung 80 80 Rahmsteinlieferung 84

öffentlich in Aecord gegeben werden. Bad⸗Nauheim den 1. Juli 1881. Brückel,

Bezirksbauaufseher.

Sammelstellen. Einlagen. Betrag. M. Pf. Uebertrag vom 25. Juni 6008 285090 1. C. Binder nagel 39 22 85 2. W. Bernbeck 167 76 30 3. Ph. Billau 123 58 55 4. Th. Kranz 5 97 49 3 5. H. Flaschenträger. 92 49 40 6526[3107 3 NB. Uebertrag Einleger 711. Neue Einleger 9. Gesammt⸗Einleger 720. Friedberg den 2. Juli 1881. Haupt⸗Sammelstelle: Vorschuß- und Credit-Verein, e. G. 122 Submission. 2398 Folgende zum Wiederaufbau der abgebrannten

Scheuer des Herrn Friedrich Weith zu Nieder-Wöllstadt erfordlichen Arbeiten und Lieferungen, veranschlagt N

Maurerarbeit 809 M. 60 Pf., Steinhauerarbeit 300 Zimmerarbeit Darn 8 Dachdeckerarbeit 1225 Weißbinderarbeit 143 50

Lieferung von 50,000 Stück festgebrannten Russensteinen

pro 1000 Stück à 23 M., Lieferung von 200 Centner hydraulischem Kalk, pro

Centner 1 M. 20 Pf., Lieferung von 42 Kubikmeter scharfem Mauersand, pro

Kubikmeter 3 M., sollen auf dem Submissionswege vergeben werden. Vor anschlag, Plan und Bedingungen liegen in der Wohnung des Herrn Friedrich Weith zu Nleder-Wöͤllstadt zur Einsicht offen, woselbst auch die Offerten mit Angeboten nach Procenten der Voranschlagssummen verschlossen und frankirt und mit der AufschriftSubmission auf die Lieferung von bis längstens Freitag den 8. Jull, Nachmittags 2 Uhr, einzureichen sind.

Friedberg den 2. Juli 1881.

In Auftrag:

2000 Mark

werden auf erste Hypothek zu leihen gesucht. Offerten unter M. S. an die Exped. d. Anz. 5 2395

Ein junges kräftiges Mädchen

sucht Stelle bei Kindern. Näheres b. d. Exp. d. Anz. 2399