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gern Veranlassung, Ihnen fur diese willkommene Sendung bestens zu danken.“
Nönfersfag den 5. Afal.
Oberhessischer A
zeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Etrscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag. 3
Die einspaltige Petitzeile wird bel Annoncen mit 11 P Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere
f. berechnet, bei größerem Tabellen— nicht Jahres-⸗Conto bei uns haben
oder Ziffersa mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. „ welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
Ausgewiesen aus dem Großherzogthum auf Grund des F. 3 Absatz 2 des Freizügigkeitsgesetzes: 8 i von Hainzell, Michael Blumenthal von Kirchbracht, Bettels bestraft: Friedrich Anthes von Bessungen,
David Dönges von Lieblos, Simon Buͤttner
ist unbekannt und zu ermitteln; gefaͤngniß einzuliefern.
Bernhard Mannheimer von Gräffenhausen ist im B
Amtlicher Theil. N
Philipp Arnoldi von Steinfurt.
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Johann Kaufmann von Homberg, Susanna Franz von Dürkheim.— Wegen
— Der Aufenthaltsort des Johannes Eifert von Holzmühl etretungsfalle festzunehmen und in das nächste Amtsgerichts—
Deutsches Reich.
Friedberg, 4. Mai. Se. königliche Hoheit der Großherzog stieg gestern früh 9 Uhr, von Alsfeld kommend, in Bad⸗Nauheim aus, begab sich zu Fuß nach der Stadt und besichtigte verschie— dene Einrichtungen, so unter Anderem eingehend die Gradirbäue, deren einen er bestieg. Er begab sich sodann zu Fuß hierher, nahm das Schloß und den Burgwall in Augenschein und reiste mit dem Zuge um ½ 1 Uhr weiter nach Darmstadt.
Darmstadt. Der Oberdomänencalcula—
tor II. Kl. Zuckmayer wurde zum Ministerial— protokollisten ernannt und der Steuerrath Trapp auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und demselben das Ritterkreuz J. Kl. des Verdienstordens Philipps des Großm. verliehen. — Post⸗Personalnachrichten. Zu Postsecre— tären sind ernannt: die Postverwalter Colin in Darmstadt und Schwebel in Gießen, die Post— assist. Schonebohm in Offenbach, Gutmann in Büdingen und Lange in Oppenheim, die Post— praktikanten Bohne und L. A. Meyer in Mainz; gestorben ist der Ober⸗Telegraphenassist. Terras in Mainz.
Berlin. Nach einer Pariser Mittheilung der„Nordd. Allg. Ztg.“ hätten die deutschen Delegirten zur Münzconferenz sich dahin aus— gesprochen, daß nach ihrer Meinung Deutsch— land die Silberausprägung nicht freigeben könne, namentlich insolange England dies nicht thue, wohl aber bereit sein werde, falls Frankreich und Amerika die Silberausprägung in Werth— verhältnissen von 1 zu 15 ½ freigäben, sich hin— sichtlich der Verfügung über seine Thalerbestände Beschränkungen aufzulegen event. auch in eigenem
des Jahresarbeitsverdienstes bezüglichen Antrag von Stumm; die Commission nahm den so amen dirten Paragraphen mit 16 gegen 10 Stimmen an und genehmigte mit großer Majorität die Paragraphen 2 und 8. Die Anträge Wöllmer's bezüglich Erweiterung der Haftpflicht und Aus dehnung des Gesetzes auf forst- und landwirth— schaftliche Arbeiten waren abgelehnt worden.
Leipzig, 1. Mai. Eine heute abgehaltene zahlreich besuchte Landesversammlung des Reichs— vereins erklärte es als die Aufgabe der liberalen Mittelpartei, festzuhalten an ihren bisherigen Grundsätzen, also nicht unselbstständig mit dem Reichskanzler Fürsten Bismarck zu gehen, noch weniger aber in prinzipieller Opposition gegen Bismarck zu stehen.
Karlsruhe, 29. April. Die Kaiserin ein, wurde auf dem Bahnhofe von den Mit— gliedern der großherzoglichen Familie begrüßt und reiste nach kurzem Aufenthalte nach Baden Baden weiter. Dieselbe ist heute Nachmittag dort eingetroffen und hat im Meßmer'schen Hause Wohnung genommen. Stuttgart. Der König und die Königin werden am 3. Mai von Cannes abreisen und über Ouchy, wo ein vierzehntägiger Aufenthalt genommen werden soll, hierher zurückkehren. Der König wird alsdann am 19. Mai die hie— sige Gewerbeausstellung eröffnen.
Ausland. Oesterreich-Ungarn. Wien, Das Abgeordnetenhaus trat heute in die Spezial— berathung des Budgets ein. Auch viele Abge— ordnete der Linken stimmten für das Eingehen in die Spezialdebatte. Die ersten sechs Kapitel, einschließlich des Dispositionsfonds, wurden un— verändert angenommen.
2. Mai.
Münzumlaufe Raum für größere Verwendung des Silbers zu schaffen.
— Der Kronprinz richtete an Professor Baumgarten als Dank für die Zusendung einer Broschüre wider Hofprediger Stöcker„eine christ— liche Stimme über die Judenfrage“ folgendes Schreiben:„Ich habe mit besonderem Interesse die kleine Schrift empfangen, welche Sie die Güte hatten, mir zu überreichen und nehme
— Die Commission für das Gerichtskosten— gesetz genehmigte die Herabsetzung der Gebühren in amtsgerichtlichen und schöffengerichtlichen An— gelegenheiten, sowie den Wegfall der Beglau— bigungsgebühren.— Die Commission für das
1 au, wonach die Versicherung entweder bei der
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ferner den Antrag Ackermann, der anstatt der
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Unfallversicherungsgesetz nahm zu Paragraph 1 einen Antrag von v. Hertling und Moufang
von den Einzelstaaten oder fuͤr deren Rechnung verwalteten Versicherungsanstalt zu geschehen hat;
Reichsversicherung gleichfalls Versicherung durch
Einzelstaaten will; endlich einen auf Berechnung
Pest, 2. Mai. Im Unterhause brachte die Regierung eine Vorlage ein, betreffend die Pest— Semliner Eisenbahn und die Flügelbahnen der— selben.— Das Oberhaus genehmigte unverän— dert den Gesetzentwurf über die Convertirung der Goldrente. 8
Frankreich. Paris, 2. Mai. Die fran— zösischen Truppen besetzten Biserta ohne Wider— stand, die tunesischen Truppen hatten Biserta geräumt. Ein französischer Avisodampfer ging nach Gabes ab, um die Einfuhr von Pulver und Waffen fur die Khrumirs zu verhindern. Die bei Biserta ausgeschifften Truppen werden sich mit den Operationen der Colonne des Generals Logerots combiniren, wodurch das Gebiet der Khrumirs vollständig cernirt ist. Das angeblich auf dem Rückmarsche nach Tunis be— griffene Corps Ali Bey's hat entgegen dem Ver sprechen des Letzteren eine andere Marschroute eingeschlagen und ist in Belja eingetroffen. Mehrere italienische Bahnbeamte und Arbeiter sollen in den Reihen der Khrumirs als Mit kämpfer gesehen worden sein. Es bestätigt sich
gischen Instituts beschlossen haben, die Fahne des heiligen Kriegs gegen die Ungläubigen auf— zupflanzen. Die Polizei des Bey's eutdeckte ein Complot, nahm Verhaftungen und Haussuch— ungen vor, wobei große Mengen Pulver und Kugeln gefunden wurden. Der Zufluß von Arabern aus dem Innern des Landes nach Tunis dauert fort.
Großbritannien. London, 3. Mai. Unterhaus. Fortsetzung der zweiten Lesung der irischen Landbill. Lord Elcho beantragt die Ver— werfung der Bill, weil dieselbe ökonomisch un— gesund, ungerecht und unpolitisch sei. Die Dis— cussion wurde schließlich vertagt.— General— staatsprocurator Sir Henry James führt aus, die Bill über den Parlamentseid bezwecke, jedem Mitgliede der beiden Kammern freizustellen, ob
Augusta traf mit Extrazug gegen Mittag hier ses fur die Eidesleistung eine Erklärung an Eides—
statt abgeben wolle. Die Debatte über diese Bill wird ebenfalls vertagt.
Dublin, 2. Mai. Eine Proclamation des Vicekönigs erklart Dublin als im Zustande der Ruhestörungen befindlich; die Maßregel scheint durch allwöchentliche Zusammenkünfte der Häupter der Agrarliga in Dublin hervorgerufen zu sein. Die Proclamation verfügte die Suspension der Habeas⸗Corpus-Acte in Dublin.
— Das Unterhausmitglied Dillon wurde am Montag in Partalnigton verhaftet und wird hierher in Gewahrsam gebracht werden. Italien. Rom, 3. Mai. Der Finanz⸗ minister brachte heute in der Deputirtenkammer eine Regierungsvorlage, betreffend die Aufhebung des Ausfuhrzolles auf Thiere, frisches Fleisch, Geflügel und Käse ein.
Türkei. Constantinopel, 3. Mai. Die Pforte hat den Botschaftern notificirt, daß sie die von den Mächten vorgeschlagene, von Griechen— land inzwischen acceptirte Grenzlinie ebenfalls angenommen habe.
Rußland. Petersburg. Der Zustand der Kaiserin soll, wie man aus guter Quelle ver— nimmt, in Folge der bestandigen Angst, die ihr die Drohungen der Nihilisten verursachen, sich verschlimmert haben. Die nervoͤse Ueberreizung, an der sie leidet, habe, so verlautet, in den letzten Tagen einen beängstigenden Charakter angenommen. Der Kaiser weilt nur ihretwegen in Gatschina und kam auch deßhalb zu den Osterfeierlichkeiten nicht nach Petersburg, was sehr bemerkt wurde, da zum ersten Male ein russischer Zar dabei fehlte. In Gatschina ist der Kaiser von einer Kosakengarde umgeben. — Im Kasan'schen Stadttheil wurden in der Osternacht auf drei Stellen socialistische Procla— mationen angeschlagen; die Polizei entfernte sie, konnte aber trotz aller Aufmerksamkeit die Thaͤter nicht entdecken.
— 1. Mai. Nach amtlicher Mittheilung fand am 27. April in Elisabethgrad ein Zu— sammenstoß zwischen Christen und Juden statt, wobei einige Judenhäuser und mehrere, Juden
serner, daß die Häupter des arabischen theolo—
angehörende Schanklokale geplündert wurden.
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