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Deutsches Reich.
Berlin, 3. Febr. Das Abgeordnetenhaus genehmigte in dritter Lesung nach fünfstündiger, aber im Ganzen unerheblicher Debatte den Rest des Etats unverändert und nahm ebenso das Etatsgesetz an.
Düsseldorf, 3. Febr. Der„Duüss. Anz.“ meldet: Gestern Morgen um 6 Uhr wurde der Sohn des Erbprinzen von Hohenzollern, der Thronfolger von Rumänien, von drei Maͤnnern aus dem Garten des Schlosses Jägerhof ge— waltsam entführt, in einen bereit stehenden Wagen gebracht und bei Volmerswerth über den Rhein gesetzt. Bei Stürzelburg gelang es dem Prinzen, welchem unterwegs das Haar abgeschnitten und die Kleider ausgezogen worden, frei zu kommen. Derselbe kehrte Nachmittags nach Hause zurück. Die Thater sind bis jetzt unbekannt.— Von anderer Seite meldet man: Wie von authentischer Seite mitgeheilt wird, sind die Meldungen hiesiger Blätter von einem gegen einen Sohn des Erb— prinzen von Hohenzollern hier verübten Ver— brechen gänzlich unbegründet.
Ausland.
Großbritannien. London, 3. Febr. Unterhaus. Da die am Montag Abend be— gonnenen Debatten bis 9½ Uhr heute Vor— mittag fortdauerten, so erklaͤrte der Sprecher, er könne die Fortsetzung der Berathung nicht gestatten. Nach einer sehr heftigen Scene ge— nehmigte das Haus mit 164 gegen 19 Stimmen
die Einbringung des Forster'schen Entwurfs,
welcher die erste Lesung passirte. Die Home— rulers verließen in großer Zahl das Haus. Die zweite Lesung ist auf heute Mittag ver—
lassung an und ist die Ruhe jetzt wiederhergestellt.
dem amerikan., dem deutschen und dem engl. Consul
tagt. Ein gestern abgehaltener Ministerrath be— schloß, am Schlusse der gegenwartigen Debatte über die Zwangsbill Schritte zu thun, um der Verschleppungs-Action der irischen Parlaments— Mitglieder ein Ende zu setzen. In der heutigen Nachmittagssitzung waren die Tribünen überfüllt. Sullivan, irisches Mitglied des Hauses, bean— tragt Vertagung des Hauses, um den Sprecher in den Stand zu setzen, nach Präcedenzfällen zur Rechtfertigung seines Verhalteus zu suchen. Die Discussion ist höchst animirt. Die Debatte über den Sullivan'schen Antrag wurde den ganzen Nachmittag hindurch fortgesetzt. Hierauf wurde der Antrag mit 278 gegen 44 Stimmen ver— worfen und sodann die Sitzung vertagt.
Türkei. Constantinopel. Es heißt, die Machte beabsichtigten, den Vorschlag der Pforte vom 14. Januar anzunehmen, vorausgesetzt, daß die Pforte sich verbindlich mache, die in ihrer Note vom 3. October enthaltenen Gebietsconces— sionen erheblich zu erweitern.
Rußland. Petersburg, 3. Febr. In militär— ischen Kreisen verlautet, Skobeleff habe Askhabade besetzt und die Cavallerie nach Annau dirigirt.
Aegypten. Kairo, 2. Febr. Mehrere Regi— menter, mit dem Vorgehen des Kriegsministers unzufrieden, meuterten. Der Kriegsminister wollte die öffentliche Ordnung nicht gefährden und gab seine Entlassung. Der Khedive nahm die Ent—
Amerika. Newyork, 1. Febr. Ein in San Francisco von den Samoa-Inseln angekommenes Schiff bestaͤtigt den Tod des Königs Malietoa und meldet, daß sich das Land mit Ausnahme der von
verwalteten Gebietstheile in voller Anarchie befinde.
Aus Stadt und Land.
a. Assenheim, 2. Febr. In der heute stattgefundenen Jagd in dem Gräfl. Jagdrevier„Bainhards“ wurden untern anderem Wild durch hlesige Jäger 6 Hirsche erlegt.
Allerlei.
New⸗Nork, 2. Febr. Ein großer Theil der Unkon ist von heftigen Schneestürmen und starker Kälte heimgesucht. Die Schiffahrt im hiesigen Hafen ist durch das Els gehindert. Einige Eisenbahnen im Westen sind in Folge starken Schnee⸗ falls außer Betrieb. In Californien dauern die starken Regengüsse fort. Wenn die Wasser nicht rasch verlaufen, ist die Ernte voraussichtlich schwer geschädigt.
San⸗Franeisco, 3. Febr. In Folge unablässiger Regengüsse ist die Ueberschwemmung in den Thälern des Sacramento und des San-Joachim in Zunahme begrlffen.
Landwirthschaftliches.
Die in hiesigen Kreisen wohlbekannte Frankfurter Firma Moritz Weil jun. erhielt Reichspatent auf Dresch⸗ maschinen, welches von großem Werthe sein soll und der Verbreitung von Dreschmaschinen ferner großen Vorschub leisten wird. Die neueste Reichspatent-Häkselmaschine findet bei unseren tüchtigsten und praktischen Oekonomen ungetheilten Beifall und hat bereits vielfach Eingang gefunden.
Rirchliche Anzeigen für Friedberg. Evangelische Gemeinde.
5. Sonntag nach Epiphanias. Pfarramtswoche: Herr Pfarrer Diegel. Soyttesdienst in der Stadtkirche:
Nachmittags 1½ Uhr: Herr Candidat Köhler.
Gottesdienst in der Burgkirche: Vormittags 9½ Uhr: Herr Pfarrer Diegel. Abends 5 Uhr: Herr Pfarrer Baur.
Ratholische Gemeinde. Samstag 4 Uhr: Beicht. Sonntag 10 Uhr: Hochamt mit Predigt. 2 Uhr: Andacht.
H 5„Verstei 57 Güter-Versteigerung. 455 Mittwoch den 9. Februar, Vormittags 10 Uhr, sollen auf hiesigem Ratbhause auf Antrag des Herrn Albert Foucar die demselben zustehenden Güterstücke, in Friedberger und Fauerbacher Gemarkung, eirea 30 Morgen, öffentlich meistbietend versteigert werden. Die Bezahlung des Kaufschillings erfolgt in 8 Ter— minen. Die betreffenden Feldschützen sind angewiesen, Lust— tragenden die Güterstücke zu zeigen. Friedberg den 5. Februar 1881. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seriba.
Immobiliar-Versteigerung. 453 Freitag den 11. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, soll in hiesigem Rathhause der den Heinrich Volp Erben gehörende Bauplatz mit gewölbtem Keller, sowie ein an der St. Georgs⸗Kapelle liegendes Grundstück auf freiwilligen Antrag nochmals an den Meistbietenden versteigert werden.
Friedberg den 4. Februar 1881. Großherzogliches Ortsgericht Friedberg. Seri b a.
Immobiliar⸗Verst igerung.
456 Freitag den 18. d. Mts., Vormittags 11½½ Uhr, sollen in hiesigem Rathhaus die nachbeschriebenen Im— mobilien, zu dem Nachlaß des Lehrers August Kuntze gehörend, öffentlich an den Meistbietenden versteigert werden.
N Gemarkung Friedberg: Flur II. Nr. 630.
Hofraithe in der S Flux II. Nr. 429. Grabgarten daselbst. Friedberg den 2. Februar 1881.
nen„Großherzogliches Ortsgericht Friedberg.
Seriba.
adt.
Bekanntmachung.
454 Mittwoch den 16. Februar, Vormittags 9 Uhr, läßt Herr Albert Foucar in seiner Behausung, wegen Aufgabe seiner Oeconomie, folgende Gegenstände öffent— lich meistbietend versteigern:
Pferde, 9, Kühf, Z. vollständige Wagen, Pflüge,
Eggen und soͤnstige Okonomtegeräthschaften. Nachmittags 2: Uh kummk“eine Pabthie gut geerndtetes
Agdlerheu, Stroh Dichwurz ec zum Ausgebot.
fmerkd wir, daß. bei, Beträgen über 50 Mark Credit his zum, 1 Nopember d. J. gegeben wird.
Fe ebberg den A. Februar 188 f.% 1
8 Der Groß herzogliche Beige vedete S ten n ha ußg r.
„„Eine alte Violine,
von, Johan Gottfried Reichel, gebaut, von Hao
Stefner in Absenn, hat presswürdig zu, verkauffn Bad⸗NAUHCLH IM.. Mebnib Lib
Holzversteigerung.
Nächsten Mittwoch den 9. d. Mts., von Vormit⸗ tags 9 Uhr ab, werden in hiesigem Stadtwalde, Distrikt Sumpf, 54 Eichenstämme von 28—63 Centimeter Durch— messer und 3 14 Meter Länge, zusammen 7521 Fest⸗ meter enthaltend, und
Donnerstag den 10. d. M., von Morgens 9 Uhr ab:
34 Raummeter Eichen-Scheiterholz,
14 5„ Knuüppelholz,
30,7 N Stockholz und 1455 Wellen Eichen-Reisig
öffentlich meistbietend versteigert. Gegen Buͤrgscheine wird Zahlungsfrist tember d. J. gestattet. Bad-Nauheim den 1. Februar 1881. Großherzogliche Bürgermeisterei Bad-Nauheim. 434 Schutt.
7 5 4 5 Holzversteigerung.
461 Mittwoch den 9. d. Mts., Morgens 9 Uhr an⸗ fangend, sollen im Butzbacher Stadtwald, Distrikt Pfingst— weide und Dillenburg, nachverzeichnete Holzsortimente öffentlich versteigert werden, als:
25 Raummeter Buchen-Scheiter,
94* Eichen-, Nadel- und Erlen-Knüppel,
2500 Stück Buchen-, Nadel-, Eichen- und Erlen—
Wellen-Reisig, Raummeter Buchen-, Eichen
bis 1. Sep⸗
116 sodann: 56
10
165
und Erlen Stöcke;
Eichen⸗-Stämme, 10,05 Kubikmeter Inhalt, Nadel- und Erlen⸗Stämme, 2,04 Kubikm. Inhalt, Stück Eichen- und Nadel-Derbstangen, 8,81 Kubik meter Inhalt.
Die Zusammenkunft ist auf der Espaer Straße am Kisselberg.
Gegen vorschriftsmäßige Bürgschaft wird Zahlungs— frist bis Martinitag d. J. gestattet.
Butzbach am 2. Februar 1881. Großherzogliche Buͤrgermeisterei Butzbach.
Küchel.
Holzversteigerung. 352 In dem Freiherrlich von Franckenstein'schen Wald⸗
distrikt„Eichelgarten“ werden versteigert: 1) Montag den 7. Februar l. J.:
8 Raummeter Buchen-Knüppel, 115 5 Eichen⸗ 4 30 5 Erlen Aspen⸗Knüppel, 36 5 Birken⸗Eichen⸗Stöcke, 6070 Stück Eichen-Wellen,
280 Eichen-Stämme von 13— 34 em Durchmesser, 3-13 m Länge mit 90 ebm Inhalt, Buchen⸗Birken⸗-Stämme von 14—24 em Durch⸗ messer, 20 Erlen-Stämme von 14— 24 cm Durchmesser, 24 Eichen Buchen⸗Derbstangen. Das Brennholz kommt von Morgens 10 Uhr, das Stammholz von Mittags 12 Uhr an zum Ausgebot. 2) Dienstag den 8. Februar l. J.: 463 Eichen-Stämme von 13— 33 em Durchmesser, 4—13 m Länge mit 130 cbm Inhalt, 20 Buchen⸗Birken-Stämme von 14—22 em Durch⸗ messer, 35 Eichen-Derbstangen. Zusammenkunft Morgens 10 Uhr im Distrikt Eichel⸗ garten. Saͤmmtliches Stamm- und Stangenholz ist insbeson⸗ dere zu Wagnerholz geeignet. Ockstadt den 26. Januar 1881. Der Freih. v. Franckenstein'sche Oberförster Rumpf.
0 b 7 d 8 7„ Gebäude Verkauf. Am Montag den 14. Februar d. I., des Vormittags 9⅛ ẽUhr, sollen auf der Friedrichshütte bei Laubach nachstehende Gebäude öffentlich an die Meistbietenden unter den alsdann bekannt zu gebenden Bedingungen auf den Abbruch versteigert werden, als: 2 Kohlenschuppen von 14,50 Meter Länge, 9,25 Meter Breite und 4 Meter Höhe in Holz, 1 desgleichen von 24,50 Meter Länge, 14,05 Meter Breite und 4,50 Meter Höhe in Holz, 1 einstöckiges Wohnhaus von 14,50 Weter Länge 6,00 Meter Breite.
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Kapital Aufnahme.
Die hiesige Gemeinde nimmt Kapitalien gegen 4% Zinsen zum Theil jetzt, zum Theil später auf. Die hierauf reflektirenden Kapitalisten können sich bei der Bürgermeisterei Gambach melden.
Gambach am 2. Februar 1881.
Großherzogliche Bürgermeisterei Gambach—
145 La u x.
zweiseitiges Dach, sind mit sich vortrefflich zu Scheunen.
Dach.
369
Die Kohlenschuppen sind gut von Holz, haben ein Ziegeln gedeckt und eignen
Das Wohnhaus hat Mansardenstock und vierseitiges
Laubach am 25. Januar 1881.
Gräfliche Rentkammer. Weber.
Bekanntmachung.
Bekanntmachung.
In der Wohnung des verstorbenen Bäckermeisters 432 Bee hiesiger Darlehenskasse werden Kapitalien Eh fistian Aletter werden Mittwoch den 9. 1 b% Vormittags 11 Uhr, 2 Arbeitspferde verkauft. Februar 1881.
Die Erben.
Bad⸗Nauheim am 2.
462
zu 40% Zinsen jederzeit, sowie Einlagen in die Spar— kasse von 10 Mark an angenommen.
Gambach am 2. Februar 1881. Schneider, Rechner.
159 N fangend Looshe und w
180
steigert 1
35 0
407 5
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