Ausgabe 
26.8.1880
 
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hörung tröstet er sich dann mit einer anderen.

Diese letztere Eventualität kommt jedoch glück⸗

licherweise selten vor; denn in der Regel ist der Boden gegenseitiger Annäherung insoweit ge nügend sondirt, daß in beregter Hinsicht der Käufer solch' fatale Situation kaum zu gewärtigen hat. Die Pflicht der Zusammengehörigkeit über dauert in wenigen Fallen die Tage der Kirch weih, während deren Dauer der Bursche aus schließlich mit der um silberne Liebenswürdigkeiten gekürten Maid zu tanzen hat. Die letztere hat für dieses süße Opfer ihres Ritters als Aequi valent seine Naturalverpflegung an beiden Kirch weih-Abenden zu übernehmen. Bisweilen mag es auch geschehen, daß dieser Steigerungs-Akkord das Präludium eines späteren Ehestands-Con certes abgibt. Es ist zweifellos, daß der geschilderte Brauch häufig die persönliche Frei heit des Maͤdchens beschränkt, sowie anderseits auch öfter die daraus entspringenden Verpflicht ungen für die Burschen lästig und dadurch nicht selten eine Quelle vieler Unzuträglichkeiten wer den. Fragt man nun nach den Motiven, deuen diese, wenn auch originelle, so doch nicht mehr zeitgemäße Sitte ihr Dasein verdankt, so wird man dahin aufgeklärt, daß in früheren Zeiten die freie Wahl der Mädchen zum Tanze sehr haufig Veranlassung zu Exeessen mit blutigen Ausgängen wurde. Wir wollen uns jeglicher Reflexion über die mitgetheilte Volkssitte ent halten, da dieß hinsichts ihrer Beurtheilung mehr vor das Forum des Culturhistorikers ge hört; dem objektiven Beobachter drängt sich aber unabweisbar die Frage auf, ob sich noch An gesichts der besseren und milderen Sitten unserer Tage jener überflüssige, an die Zeit der brutalen Kraft erinnernde Brauch rechtfertigen läßt. Bei letzterem dürften außerdem einen Oberhessen Ge fühle beschleichen, die denjenigen des Pharisäers dem Zollner gegenüber nicht ganz unähnlich sein mögen.

Handel und Verkehr.

Friedberg, 23. Aug. Fruchtbericht. Weizen M. 20.50. Korn M. 18., Gerste M. 16., Hafer M. 15. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund.

Friedberg, 24. Aug. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 1.30 1.40, Eier per St. 6 Pf, 2 St 11 Pf

Grünberg, 21. Aug. Auf heutigem Wochenmarkt kostete der Centner Weizen M. 10.61, Korn M. 8 7 Gerste M. 7.22, Hafer M. 6.11, Samen M. 12.43.

Gießen, 24. August. Wochenmarkt. Butter per Pfd. M. 0.95 1.00, Eier 1 St. 6 Pf., 2 St. 11 Pf., Käse per Stück 4 9 Pf., Tauben das Paar 70100 Pf. Hühner per Stück M. 1.10 1.30, Hahnen per Stück

M. 0.651.10, Enten per Stück M. 1.301.70, Ochsen⸗ Obligationen. fleisch 68 Pf. per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 5056 Pf., Heimzahlung im Januar 1881.

Ziehung vom. Juli 1880. 1. 2. 5. 7. Emission.

Kalbfleisch 40 50 Pf., Hammelfleisch 65 70 Pf., Die Liste, die wir wegen Mangel an Platz nicht Nummer⸗

Schweinefleisch 66 68 Pf., Kartoffeln per 100 Kilo M. 5., Zwiebeln per Ctr. M. 88.50.

Frankfurt, 23. Aug. Viehmarkt. Angetrieben waren 400 Ochsen, 320 Kühe, 280 Kälber und 300 Hämmel. Die Preise stellten sich pro 100 Pfund Fleischgewicht: Ochsen 1. Qual. M. 68.69., 2. Qual. M. 64.66., Kühe 1. Qual. M. 54. 58., 2. Qual. M. 45. 50., Kälber je nach Qual. M. 45. 54., Hämmel 1. Qual. M. 58.60., 2. Qual. M. 40. 50.

Frankfurt, 23. Aug. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 41., Nr. 2 M. 39., Nr. 3 M. 33., Nr. 4 M. 29., Nr. 5 M. 23., Roggenmehl/(Berl. Marke) M. 28.5029., do. 1.(Berl. Marke) M. 27. 27.50, do. 2.(Berl. Marke) M. 22.50, Weizen, effeetiv hiesiger, ab Bahnhof hier M. 22., ab unserer Umgegend M. 21.50 75., do. fremder, je nach Qual. M. 00., Roggen je nach Qual. M. 20. 20.25, Gerste M. 17.75-18.50, Hafer M 13.50 bis 15.75, Kohlsamen M. 27.2550, Erbsen M. 19.27., Wicken M. 16. 18., Linsen M. 20. 40., Bohnen, weiße, M. 23.25., Rüböl, detail M. 63. Die Preise ver⸗ stehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo.

D. Frankfurt a. M., 24. Aug. Die Publikation der Semestralbilanz der österr. Eredit-Anstalt drängte fast jedes andere Interesse in den Hintergrund. Bereits bei Eröffnung der Börse bekannt, entwickelte sich, da die Aufnahme des Rechnungs-Abschlusses eine sehr günstige

war, eine steigende Bewegung in Creditactien, die den-

selben eine Avanee von ca. 8 fl. brachte. Das Ergeb niß(2,920,000 fl. Reingewinn) überraschte um so mehr, als man sich auf einen so ziemlich in allen Positionen

hinter dem Vorjahre zurückbletbenden Ausweis gefaßt ge-

macht hatte. In Betracht des Umstands, daß die Haupt gewinne aus den Consortialgeschäften erst dem zweiten Halbjahr zu Gute kommen werden, waren die einzelnen

gespanntesten Erwartungen von Optimisten zu befriedigen. Creditaetien, gestern Abend 2393/8, bewegten sich zwischen 2425/ 2478/8 und 246⅝, Staatsbahnagetien, gestern Abend 243, variirten à 243½ 243¾% und 2435/8. Lombarden geschäftslos. Oesterr. Bahnen stellten sich meist etwas höher. Galizier ½ fl. besser. Die noch als relativ niedrig erachteten Böhmische West belebt und hoher. Deutsche Bahnen fest. Oesterr. Prioritäten wenig verändert. Ausländische Fonds fest. 4% Stockholmer Stadtanleihe à 94 gefragt. Banken ziemlich belebt, namentlich Disconto-Commandit und Darmstädter. Deutsche Fonds ruhig. Von Wechseln London höher, Paris fest. Privatdisconto 2¼2%.

Verloosungen.

Homburger Eisenbahn. Ziehung v. 31. Juli 1880. Heimzahlung am 1. Juli und 2. Januar 1881. An⸗ lehen von fl. 1,050,000. Lit. A. Nr. 10 22 52 57 84 120 58 408 30 à fl. 1000. Lit. B. Nr. 2 4 44 50 74 170 228 339 94 406 520 82 99 670 768 96 a fl. 500. Lit. C. Nr. 20 63 137 60 223 91 307 465 74 546 71 618 23 70 725 98 838 46 50 74 903 42 80 1070 162 208 42 71 423 27 71 86 à fl. 100. Anlehen von fl. 130,000. Nr. 48 103 6 96 256 à fl. 500. Anlehen von M. 300,000. Nr. 12 135 74 214 60 70 98 331 411 531 à fl. 500.

Köln⸗Mindener Eisenbahn-Prioritäts⸗

sehen werden.

weise bringen können, kann auf unserem Bureau einge⸗ Die Redaetion.

Literarisches. Daheim. Nr. 47 enthält: Die Erbin wider Willen. (Forts.) Verlorenes Glück. Gedicht von St. Waetzoldt. Mit Illustr. Zum siebenhundertjährigen Jubiläum der

Wittelsbacher. Von K. Stieler. Ein schweizerisches Nationalfest. Von K. Menzel. Eine lustige Vogelge schichte. Aus dem Notizbuche eines Daheimfreundes.

Am Familientische: Die Römerwerke Triers. Mit Illustr. Rechtsrath. Mit einer illustrirten Beilage.

Zum 2. September!

Die zehnjährige Wiederkehr der großen Entscheidungs tage von 1870 legt uns besonders nahe, jener Zeit, der großen nationalen Güter, die sie uns brachte und der Männer, mit deren Leben und Gesundheit diese Erfolge erkauft wurden, dankend zu gedenken. Und so kommen wir zum bevorstehenden Nationalfest vom 2. September wieder mit der Bitte um Gaben für die Invaliden und die Hinterbliebenen gefallener Soldaten jenes Krieges. Wir bitten, überall, wo man an jenem Tag, in Gottes⸗ häusern oder bei sonstigen Vereinigungen, dieses Fest feiert und sich dessen erinnert, was vor zehn Jahren geschah, auch jener Opfer des Krieges dankend zu ge denken und durch Gaben je nach Vermögen dazu beizu tragen, daß ihr Loos auch weiterhin verbessert werde. Wir bitten insbesondere, wie früher, die evangelischen Pfarrämter und Kirchenvorstände, gemäß der ihnen von Großherzoglichem Ober-Consistorium ertheilten Er laubniß, bei den Festgottesdiensten des 2. September Collecten für jenen Zweck zu erheben. Unsere Zweig⸗

vereine ersuchen wir, wie seither möglichst für Verbreit⸗ Ziffern des Aus weises wohl geeignet, selbst die hoch-

ung dieser Ansprache und Durchführung unserer Idee zu wirken, insbesondere an geeigneten Orten Sammel- büchsen aufzustellen. Alle, welche uns demnächst die Er⸗ trägnisse von Sammlungen zu übermitteln haben, bitten wir, dieselben durch Posteinzahlung an unseren Schatz⸗ meister, Herrn Hauptstaatskasse-Director Michell dahier, einzusenden. Darmstadt am 10. August 1880.

Der Vorstand des Hülfsvereins im Großherzogthum Hessen für die Krankenpflege und Unterstützung der Sol⸗ daten im Felde, als Landesverein der Kaiser⸗Wilhelms⸗

Stiftung für deutsche Invaliden. A. Weber, Ministerialrath, A. Buchner, Rechtsanwalt, Vorsitzender. Schriftführer.

Volksbad. Wasserwärme am 25. Aug. Morgens: 180 Reaumur. Walter.

Geld⸗Cours. Frankfurt am 24. August 1880. 20⸗Frankenstücke M. 16

do. C'?; 8 Englische Sovereigns. 20 3842 Russische Imperiales. 16 7176 Ducaten. 1 9 5863

al mareo 9 5863 Dollars in Gold 42023

Bekanntmachung.

2793 Das Coneursverfahren über das Vermögen des Georg Krauch von Friedberg ist durch Beschluß vom Heutigen eingestellt worden.

Friedberg am 22. August 1880.

Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.

Zur Beglaubigung:

Hohenstein, Hülfsgerichtsschreiber.

** Grummetgras-Versteigerung. Freitag den 27. August, Nachmittags 1 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde und Pfarrei gehörige Grummet⸗ gras auf hiesiger Rathsstube meistbietend werden. Nieder-Rosbach am 23. August 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Rosbach.

Groh 8 S 2 8 Aufforderung. Diejenigen Steigerer, welche am 12. März, 4. Mai und 11. Juni l. J. in dem Gräflichen Revier Bainhards Holz ersteigert und bis jetzt noch nicht abgefahren haben, werden hierdurch aufgefordert, dasselbe innerhalb vier⸗ zehn Tagen abzufahren, widrigenfalls nach den Ver⸗ steigerungsbedingungen 11 und 12 verfahren wird. Wickstadt den 21. August 1889. 2. Gräfliche Oberförsterei Assenheim. Schallas.

2798

X N 8 Grummetgras-Versteigerung. 2810 Montag den 30. d. Mts., Vormittags 9 Uhr, soll das der hiesigen Gemeinde gehörige Grummetgras von eirea 60 Morgen auf dem Rathhaus dahier meist⸗ bietend versteigert werden. Staden am 24. August 1880. 3 Großherzogliche Bürgermeisterei Staden. Dau ch

versteigert

Grummetgras-Versteigerung.

Samstag den 28. d. Mts., Nachmittags 1 Uhr, soll das Gras von 50 Morgen gemeinheitlichen Wiesen auf

8 dahier in ei Abthei 5 1 N ö nstriche N dem Rathhaus dahier in einzelnen Abtheilungen öffent zu Bil bel erforderlichen Weißbinderarbeiten, veranschlagt

lich versteigert werden. Dortelweil am 23. August 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Dortelweil. Mohr.

Grummetgras-Versteigerung. Freitag den 27. August d. J., Vormittags 8 Uhr soll das der hiesigen Gemeinde zustehende

2794

2801 anfangend,

7 Submission. 2773 Die zur Herstellung des äußeren Wandverputzes und verschiedener Oelfarben-Anstriche am Amtsgerichtsgebäude

zu 419.90 Mark, sollen auf dem Submissionswege ver⸗

geben werden.

Voranschlag und Submisstonsbedingungen

sind von heute an Vormittags von 8 bis 12 Uhr auf dem Amtslocal unterfertigter Stelle offen gelegt und

sind hierauf Bezug habende Offerten unter Angabe der Procenten mit entsprechender Aufschrift versehen und

frankirt bis längstens den 27. d., Vormittags 11 Uhr,

Grummetgras an den Meistbietenden versteigert werden.

Der Anfang ist an der Nauheimer Grenze. Nieder-Mörlen den 24. August 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder-Mörlen. bs.

2 3 * Faselochs-Versteigerung. 2807 Freitag den 27. August, Nachmittags 1 Uhr, soll auf dem Büreau des Unterzeichneten ein gemeinheitlicher zum Schlachten geeigneter Faselochs meistbietend ver⸗ steigert werden. 8 Boden rod den 24. August 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Bodenrod. Werner.

3* Grummetgras-Versteigerung. Freitag den 27. d. Mts., Vormittags 10 Uhr, wird das der hiesigen Gemeinde zustehende Grummetgras, eirea 200 Morgen, in der Wirthschaft der H. Ph. Dauernheim Wittwe meistbietend versteigert. Nieder⸗Florstadt den 21. August 1880. Großherzogliche Bürgermeisterei Nieder⸗Florstadt. Alles.

Stiümpfe, Strumpflängen& Socken

210 für Erwachsene und Kinder billigst bei K. Friedrich.

dahier einzureichen. Friedberg den 20. August 1880. Großherzogliches Kreisbauamt Friedberg. Re u

1 9 Versteigerung. Montag den 30. August d. J., Vormittags 8 Uhr, läßt Unterzeichneter in seiner Wohnung nachverzeichnete Gegenstände, als 1 Pferd(zugfest) nebst Geschirr, 1 Sattel mit Zu⸗ behör, 1 großen und 1 kleinen Wagen, 1 Schlitten, ca. 60 Centner vorjähriges Heu(1. Qual.), 1 Dick⸗ wurzmühle, 1 Häckselschneidbank, Pflüge, eine Partie Fichtenstangen, zu Leiterbäumen ꝛc. geeignet, ver⸗ schiedene Leitern, 1 Kleiderschrank und sonstiges Hausgeräthe ꝛc. ꝛc. gegen Baarzahlung öffentlich meistbietend versteigern. Bingenheim am 22. August 1880. von Grol man, Gr. Oberförster. 2766 Mehrere neue und gebrauchte Breaks 766 Mehrere neue und gebrauchte 7 sowie eine wenig 6 e brauchte Nalesche sind billig zu verkaufen bei(266/ VIII.)

Wagenbauer Pauser, Offenbach am Main, Biebrerstraße 17.

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