Ausgabe 
26.6.1880
 
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Betreffend: Die Schulversäumnißstrafen von 18771879.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürger materie des Kreises. 29. dieses Monats,

Sie wollen uns umgehend und spätesteus bis zum wie hoch sich die Geldbeträge der Schulstrafen in Jahre 1877, 1878 und 1879(getrennt aufgeführt),

Ihrer Gemeinde

angeben, einzelnen

für die XVIII. Wanderversammlung des Oberhessischen Bienenz

Program m

Friedberg, am 24. Juni 1880.

1 1 1 f 60f wenn nöthig, unter Benehmen mit Ihrem Rechner, berichtlich iber

für die Volksschule und Fortbildungsschule in jedem gc

belaufen und welche Verwendung diese Beträge gefunden haben. übrung Dr. Braden. 1

den Gol und ve nen H Am eier saletärs Neill

üchter-Vereins zu Vilbel, am 14. Juli 1880.

maßregeln, welche bei Anwendung derselben zu beobachten sind. Referent:

1. Am 13. Juli, Abends 810 Uhr, Vorberathung des Ausschusses mit dem

Local⸗Comité in der Simon'schen Wirthschaftzur Stadt Cassel. Herr Lehrer Alberti in Niederems.

11. Am 14. Juli, Vormittags 810 Uhr, Besichtigung der Ausstellung und Vor⸗ Iv. Wahl des nächstjährigen Versammlungs ortes. nahme T ee r N 7 n 12 Vor⸗ v. Statutenmäßige Ergänzungswahl des engeren Vorstandes. eigung neuer Getäthschaften und Erklärung ihrer Verwerthung u. s. w.. b 5 J 3

III. Die Herbendlungen 0 10 Uhr an beginnend: a) Einleitende Berichterstattung 185 i 8 10 Ne e 4 5. Wer findet des Vorsitzenden, b) Rechnungs ablage, e Wahl einer Commission für die eee cr ee4. ner mungen 15 8 Prämiirung, 4) Specielle Gegenstände der Discussion: 1) Neuorganisation des VII. Es findet auch für diesmal ein Honigmarkt statt, Wunder von 4 Uhr? ach⸗ Vereins auf Grund der in der Ausschußsitzung vom 30. März durchberathenen mittags an eröffnet wird und werden deshalb alle Vereinsmitglieder gebeten, Vorlage. 2) Was für Winke und Fingerzeige hat der ganz abnorme Winter denselben recht reichlich zu beschicken, besonders mit Scheibenhonig, geseimtem 1879/80 den Bienenzüchtern zu besserer Ueberwinterung ihrer Völker für die g in Gläsern und schön ausgebauten Glasglocken. i a Zukunft gegeben? Referent noch nicht gefunden, event. Pfarrer Deichert VIII. Nachmittags 2 Uhr gemeinschaftliches Mittagsmahl und am Abend gesellige zu Groß- Buseck. 3) Die Bedeutung der Hannemann'schen Weiselkäfige und Unterhaltung.

Der Vorstand.

Absperrgitter für Steigerung des Honigertrags,

nebst Angabe der Vorsichts⸗

Vilbel, am 19. Mai 1880.

Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Großherzog verließ Wien am 23. d. M., fuhr über München nach Bamberg, um dort das 5. baierische Infanterie⸗ Regiment, dessen Juhaber er ist, zu inspiciren und kehrt am 25. hierher zurück. Ueber die aus Prag gemeldete Nachricht seiner Ver- lobung mit der Princessin von Asturien verlautet hier nichts.

Nachdem der sechs Bogen starke Bericht der ersten Kammer über den Gesetzentwurf über die allgemeine Bauordnung nunmehr vollständig erschienen, ist das Plenum der Kammer auf Mittwoch den 30. d. M. zusammenberufen worden.

Darmstadt. Militär-Dienst-Nachrichten. Dr. Rapp, Ass.-Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. 1 Großh. Landw. ⸗Regts. Nr. 115, Dr. Stamm, Ass.⸗Arzt 2. Kl. der Res. vom 1. Bat. 2. Großh. Landw.⸗Regts. Nr. 116, zu Ass.-Aerzten 1. Kl. der Res. befördert.

Berlin. Die Großmächte befürtworten angelegentlichst das Zustandekommen der alba nesischen Autonomie. Die Pforte stimmt wahr scheinlich dem Projecte zu.

Berlin, 23. Juni. Abgeordnetenhaus. Fort setzung der Berathung der kirchenpolitischen Vorlage.

Zu Artikel 9 liegen zahlreiche Amendements vor. d. Stablewski befürwortet den Windthorst'schen Antrag, wonach das Spenden der Sacramente und

Messelesen den Strafbestimmungen des Gesetzes nicht unterliegen soll, und erinnert an die der Provinz Posen ertheilten königlichen Patente betreffend die katholische Kirche. v. Hammerstein hält es fur richtiger und der Staatswuͤrde entsprechender, hier die rein geistlichen Amtshandlungen der Staatsgewalt vollständig zu ent⸗ ziehen. Er bittet um Annahme des Bandemer'schen Antrages und im Falle der Ablehnung desselben um Annahme seines Eventual-Antrages. Windthor st erklärt: Sein Antrag enthalte nichts weiter, als was in jedem eivilisirten Staate gewährt werden müsse. Es handele sich hier faktisch um ein Dogma, nicht um eine außere Angelegenheit der Kirche. Die Staatsregierung habe außerdem Mittel genug in den Maigesetzen, um zu erreichen, was sie bezwecke. Die Vorlage gebe nirgends die geringste Sicherheit dafür, daß eine organische Revi⸗ sion der kirchenpolitischen Gesetze beabsichtigt sei, welche einzig und allein eine Abschaffung der schweren Uebel stände bewirken könne. Redner empfiehlt seinen Antrag, der allein geeignet sei, die Religionsübung zu gestatten. Der Cultusminister entgegnet zunächst Stablewski, daß in Posen die Kirche genau unter denselben Gesetzen wie im übrigen Lande stehe. Artikel 9 sei bestimmt, die kriminalrechtlichen Folgen der Vergehen gegen die Mai⸗ geseze und die Zahl derselben zu vermindern. Keines wegs hätte der Gedanke bestanden, die Machtbefugnisse der Regierung zu erweitern. Von den Abänderungs anträgen sei der v. Bandemer'sche der aceeptabelste. Der Antrag Windthorst sei Thor zur Umgehung und Beseitigung der Maigesetze. Daß die Anzeigepflicht nichts Ungeheuerliches, beweise die Thatsache, daß sie die Furie in Concordaten ohne Weiteres zugestebe und doch damit die Anstellung der Geistlichen nicht dem Staate übergebe. Im Rheinlande war in den vierziger Jahren die Anzeige in Uebung. Auch Melchers habe ohne Wiederspruch sich bereit erklärt, der Regierung von

das

Bischof

jeder Anstellung Mittheilung zu machen. Der Minister empfiehlt nochmals den Antrag v. Bandemer, falls die Regierungsvorlage nicht beliebt werde. Artikel 9 wird

in der von Bandemer beantragten Fassung angenommen mit Einfügung eines von Kropatscheck eingebrachten Unter- Antrages, wonach Amtshandlungen gesetzmäßig angestellter Geistlichen auch in solchen Pfarreien, deren Inhaber an Ausübung des Amtes verhindert sind, straf⸗ los sein sollen. Der Antrag Bruel auf Einschiebung

*

Schorlemer verbessert werde; letzterer sei der empfehlens⸗ wertheste. Stöcker befürwortet die unveränderte Annahme der Regierungsvorlage, weil die Anträge des Centrums

ung der Thätigkeit der katholischen Orden; er bitte um

eines Artikels ha wird abgelehnt. 24. Juni. Für genommen, um nicht bei Ausführung der März b

Artikel 10 ist 1 Redner angemeldet, gegen diesen Artikel Decrete mitwirken zu müssen 6 Redner. Reichensperger(Köln) erklärt, der Artikel sei für das Centrum nur aceeptabel, wenn der⸗ Norwegen. Christiania, 23. Juni. Das Shor⸗

selbe durch Annahme einer der Anträge Bruel oder thing wurde heute ohne Thronrede geschlossen. Großbritannien.

v. Manners: 24 von den 64 Artikeln des Berliner Vertrages sind ganz oder theilweise unausgeführt. Unser Wunsch ist, alle Bedin gungen vollkommen erfüllt zu sehen. Es besteht ein Unterschied zwischen den von der Action der Türkei nicht abhängenden Bedingungen und denen, welche die Türkei hauptsächlich betreffen, weil diese sich auf Frieden und Sicherheit gewisser Destricte und Besitz von Bürgschaften für Leben und Eigenthum beziehen. Die Regier⸗ ung wird, wenn sich dazu Gelegenheit bietet, nicht verfehlen, Schritte für Ausführung des gesammten Vertrages zu thun.

23. Juni. Unterhaus. Der Abgeordnete Bradlaugh hatte den üblichen Eid verweigert, weil er Atheist sei. Nach langen Verhand-

zur Zeit inopportun seien. v. Heereman erklärt: die confessionelle Parität erfordere unbedingt die Erweiter⸗

Annahme des Antrages v. Schorlemer. Der Cultus minister legt dar, die Regierung befinde sich hier dem Centrum gegenüber darum im Nachtheile, weil letzteres an die edelsten Gefühle appelliren könne, während die Regierung sich auf die Darlegung der Staatsnothwendig keit beschränken müsse; da habe nun der Staat den Orden alle erziehliche Thätigkeit entziehen müssen und ihnen nur die Krankenpflege uͤberlassen dürfen. Art. 10 wird in der Fassung der Regierungsvorlage angenommen. Art. 11 wird abgelehnt. Art. 12 Bestimmung der Geltungszeit des Gesetzes, mit Ausnahme der Art. 3, 9 und 10, bis 1. Januar 1882, womit sich der Cultus minister einverstanden erkärt, wird angenommen.

DieNational-Ztg. meldet aus Wien: Aus guter Quelle erfährt man, daß die Even⸗

tualität einer Execution der Conferenzbeschlüsse 2 8. L. f and lungen beschloß das Haus, daß er seinen Sitz

nicht nur Oesterreich, sondern auch Rußland 0 N einnehmen solle ohne Eid und ohne Versprechen

auf türkenfreundlicher Seite sehen würde, dessen mei. Mißtrauen gegen das Vorgehen der Westmächte an Eidesstatt. Heute nun stellt sich sich Brad⸗ laugh zur Eidesleistung ein. Der Sprecher

immer intensiver wird. Dasselbe ist auch dadurch N theilt den bez. Beschluß des Hauses mit und

nicht beseitigt worden, daß die Conferenz von lu 5 N der Erwägung, in welcher Weise ihre Beschlüsse fordert Bradlaugh auf, sich zurückzuziehen. Brad⸗ laugh zieht sich zurück. Hierauf wird der An

auszuführen wären, vorläufig Abstand nimmt. f 2

Der Verdacht wird hierdurch nur bestätigt, daß trag gestellt und genehmigt, daß Bradlaugh

die Westmächte das neue europäische Recht auf vor der Barre eine Ansprache an das Haus halte. Derselbe greift nunmehr den Beschluß

eigene Gefahr hin in Thatsachen überzuführen 8 2850 f geneigt sein könnten. Die Pforte handelt nicht des Hauses als illegale Beeinträchtigung seiner ohne großmächtlichen Rath, indem sie mit großem Rechte an. Das Haus beharrt indeß auf seinem Eifer die Dardanellen-Befestigungen ausbessern gestrigem Beschlusse. Als Bradlaugh zurück läßt, womit jedenfalls schon der Plan einer kehrt und den Eid leisten will, versagt ihm der Flottendemonstration erschwert wird. Dieselbe Sprecher den Zutritt. Bradlaugh verweigert würde in jedem Falle einseitig von den West zweimal den Gehorsam, worauf auf Antrag mächten ausgehen und man hat Grund zu Northcote's mit 326 gegen 38 Stimmen be zweifeln, daß selbst Italien sich an derselben schlossen wird, daß der Sprecher den Beschluß betheiligen würde. des Hauses erzwinge. Bradlaugh wird hier Wie dieVoss. Ztg. erfährt, hat der nach vom Huissier gewaltsam entfernt, kehrt Reichskanzler Vertrauensmänner aus den conser- aber zurück und verweigert wiederholt den Ge⸗ vativen Fractionen und der nationalliberalen horsam. Northcote beantragt jetzt, daß jener. Fraction zu sich entboten, um zwischen der wegen Ungehorsams in Gewahrsam des Huissiers zweiten und dritten Lesung zu einer Vereinbar- gegeben werde. Gladstone, obwohl er den ung über die Kirchenvorlage zu kommen. gestrigen Beschluß bekämpft hat, unterstützt den Kassel, 23. Juni. In dem Agnatenproceß Antrag, der nach zweistündiger Debatte mit wurde der Kläger wegen Incompetenz des Civil- 274 gegen 7 Stimmen angenommen wird. richters, weil der Fideicommis ein untrennbares Bradlaugh wird in Gewahrsam genommen. Pertinenzstück der Landesherrschaft sei, heute Türkei. Skutari. 24. Juni. Die albane⸗ völlig abgewiesen. 8 sische Liga telegraphirte an die Berliner Con ferenz: Die Albanesen werden niemals der Zer splitterung ihres Landes zustimmen, noch einem Tausche, welcher sie unter fremde Herrschaft bringen würde. Die Albanesen verlangen die Ausführung des Berliner Vertrages und er neuern die Bitte, daß die Conferenzbevollbe mächtigten die Forderung der Albanesen, ihre alten Rechte intact aufrecht zu erhalten, ernst⸗ lich erwaͤgen und fordern schließlich die Aner⸗ kennung, daß sie Alles versuchten, um Blutver⸗ gießen zu verhindern und zur Entwickelung der Civilisation beizutragen.

Ausland.

Oesterreich-Ungarn. Wien. DiePol. Corr. constatirt gegenüber derSemaine finan cidre, daß das oͤsterreichische Deficit pro 1880 durch den Erlös des Verkaufs der Goldrente bis auf 1¼9 Million gedeckt sei; mit Rücksicht auf das günstige Ernte-Ergebniß und die abge änderte Rübenzuckersteuer dürfte auch dieser geringe Betrag gedeckt erscheinen.

Frankreich. Versailles. Die gesammte hiesige Staatsanwaltschaft hat ihre Eutlassung

London, 22. Juni. Unterhaus. Gladstone erklärt auf eine Anfrage

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