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1880.
Dienstag den 19. October.
M124.
Oberhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Kriedberg.
Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstagz, Donnerstag und Samstag.
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Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conko bei uns haben), welchen der
ein Beleg kostet 9 Pf.
Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
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werden sollten.
Amtlicher Theil.
Betreffend: Aufenthaltsermittelung des Kaspar Philippi von Unter-Seibertenrod. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg
an die Großherzoglichen Bürgermeistereien, Großherzogliches Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogliche Gendarmerie des Kreises.
Berichten Sie, wenn Ihnen der dermalige Aufenthalt des Rubrikaten oder zu dessen Ermittelung geeignete Anhaltspunkte bekannt
Betreffend: Aufenthaltsermittelung des Johannes Schäfer von Heldenbergen.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg un die Großherzogl. Bürgermeistereien, Großherzogl. Polizeicommissariat Wickstadt und die Großherzogl. Gendarmerie des Kreises.
* 1 Wenn Ihnen der dermalige Aufenthalt des Rubrikaten oder zu dessen Ermittelung geeignete Anhaltspunkte bekannt werden sollten, 1 Sie alsbald berichten.
Friedberg den 10. October 1880.
Dr. Braden.
Friedberg den 12. October 1880.
Dr. Braden.
Deutsches Reich.
Darmstadt. Es wurden ernannt: der Hülfsgerichtsschreiber bei dem Landgerichte der Provinz Starkenburg Dr. Meisel zum Amtsan— walt in Darmstadt, der Hülfsgerichtsschreiber dei dem Landgerichte der Provinz Rheinhessen Hottwerth zum Hülfsgerichtsschreiber bei dem Jandgerichte der Provinz Starkenburg, der Amts— Anwalt Dr. Lahr in Worms zum Hülfsgerichts— schreiber bei dem Landgerichte der Provinz Rhein— hessen, der Gerichts-Accessist Dr. Schmidt aus Jungen zum Amtsanwalt bei den Amtsgerichten Oppenheim, Osthofen und Worms mit dem Sitze in Worms; der Amtsanwalt Gunther in
Fürth zum Amtsanwalt bei den Amtsgerichten Hernsheim, Lorsch, Wimpfen und Zwingenberg mit dem Sitze in Zwingenberg, der Hülfsgerichts— schreiber bei dem Landgericht der Provinz Starken— zurg Geilfuß zum Amtsanwalt bei den Amts— gerichten Beerfelden, Fürth, Hirschhorn und Wald⸗Michelbach mit dem Sitze in Fürth, der Herichts-Accessist Linß aus Griesheim zum Hülfs— gerichtsschreiber bei dem Landgerichte der Pro— vinz Starkenburg.
Darmstadt. Der Abgeordnete Kugler „at in der zweiten Kammer den Antrag einge— „racht, dieselbe wolle an die Regierung das Er—
nlchen richten, auf der Main-Neckar-Bahnstation
Sprendlingen ein Stationsgebäude errichten zu assen, welches den Anforderungen des Verkehrs
Berlin. Das Gesetzblatt publicirt eine
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Berordnung, durch welche der Landtag auf den 28. Oct. einberufen wird.
— Minister Eulenburg ist wegen Einführ— ing der Kreisordnung in den übrigen Provinzen
ach Friedrichsruhe gereist und hat dem„Tage—
latt“ zufolge die gegentheilige Meinung Bis— marck's überwunden und denselben von der Noth— wendigkeit der Reform in conservativem Interesse berzeugt.
Cöln, 15. Oct. Die Stadt ist außerordentlich Arachtvoll dis zum letzten Hause mit Festons, Laub und Tannengewinden, Wappenschildern, Emblemen und Flaggen in den Reichs- und Landesfarben geschmückt. Viele Straßen und mit Mastbäumen besetzt, die durch Guirlanden ver⸗ junden sind. Alle Schiffe auf dem Rheinstrom tragen sestlichen Schmuck. Durch die ganze Stadt wogt eine sestlich bewegte Menge Kopf an Kopf. Jeder Zug bringt zeue Menschenmassen. Der Kaiser und die Katserin mit Gefolge sind um 9 Uhr hier eingetroffen, am Bahnhofe bon den Spitzen der Behörden empfangen. Die Krieger eereine bildeten Spalier. Unter dem Jubel der zahllos
usammengeströmten Bevölkerung begaben sich die Maje⸗ bäten nach dem Regierungsgebäude und ließen hier den überaus glänzenden Festzug defiliren. Um 1012 Uhr fuhren die Majestäten nach der Trinitatiskirche.
Kaiser langte aus der Trinitatiskirche um 11¼ Uhr am DVestportale des Domes an, empfangen von der Dom— muverwaltung. Bei dem Eintritt in den Dom trat dem
Der
Kaiser der Domdechant Weihbischof Baudri entgegen in Begleitung von 5 Prälaten und begrüßte den Kaiser und die Kaiserin. Hierauf hielt der Dechant eine Anrede an das Kaiserpaar, in welcher er auf den Tag hinwies, den der Kalser zu dem Feste bestimmte, sowie auf Gottes Beistand zur Vollendung dieses ihm geweihten Tempels und mit Segenswünschen für den Kaiser und sein Haus schloß. Der Kaiser dankte und wies darauf hin, daß nunmehr ein Tempel vollendet sei, der dem höchsten Herrn geweiht sei; die ganze deutsche Nation feiere diesen hohen Festtag, und er danke für die ihm und seinem Hause dargebrachten Wünsche. Hierauf führten der Domdechant und die Prälaten den Kaiser durch das Schiff zum Altare im hohen Chor. Dort intonirte der Dechant das Tedeum, das von einem Knaben- und Sängerchor vorgetragen wurde. Während des Tedeums standen der Kaiser und die Kaiserin mit Gefolge an den Stufen des Altars. Nach dem Tedeum geleiteten der Dechant und die Prä— laten den Kaiser bis zur Thür des Südportals. Als der Kaiser heraustrat, wurde er von Tausenden von Stimmen jubelnd begrüßt. Die hier aufgestellte Kinder schaar begann den Gesang des Vollendungsliedes. Kaiser schritt durch die Reihen der Kinder und Spalier bildenden Werkleute unter immer stärkerem Jubel dem Kaiser-Pavillon zu. Tribünen und Dächer waren bis auf weiteste Entfernung dicht mit Menschen besetzt. Die Urkunde wurde durch den Dom-Baumeister verlesen, sodann erfolgte die Unterzeichnung derselben. Eine zweite für das Stadt-Archiv wurde ebenfalls vom Kaiser, den Prinzen des königlichen Hauses, den Fürsten und Ministern unterzeichnet. Hierauf hielt der Kaiser eine längere Anrede. Es folgten sodann die Reden des Oberpräsidenten der Rheinprovinz und des Vorsitzenden des Dombauvereins, die Hinaufschaffung der Urkunde auf die Thurmspitze, der Choral„Nun danket alle Gott“, schließlich das Hoch auf den Kaiser unter dem Donner der Kanonen, Glockengeläute und Intoniren der National hymne. Um 1 Uhr fand die Abfahrt der Majestäten nach dem Bahnhofe zur Rückkehr nach Schloß Brühl unter brausenden Hochrufen der Menge statt. Nachmit tags fanden öffentliche Festeoneerte auf dem Heumarkt, Neumarkt und alten Markte statt; am Abend prachtvolle Beleuchtung der Stadt mit eleetrischer Beleuchtung des Domes. Die Festrede des Oberpräsidenten enthielt fol genden Passus: Jetzt aber, nachdem das deutsche Reich in Kraft und Herrlichkeit unter dem mächtigen Seepter Ew. Majestät glorreich aufgerichtet ist, gelangt auch der deutsche Dom unter den Augen Ew. Majestät, des ersten deutschen Kaisers aus dem Hause Hohenzollern, zur Vollendung. Der güͤtige Gott, welcher Ew. Majestät, welcher uns allen gegeben hat, den heutigen unvergeß lichen Tag zu erleben, möge Ew. Majestät theures Leben zum Segen der Völker Deutschlands und Preußens noch lange Jahre erhalten! Das deutsche Reich aber festge— gründet wie der Bau des Domes möge bestehen bis an's Ende der Tage!— 16. Oet. Die Ankunft von Brühl des kaiserlichen Paares d heute kurz vor 11 Uhr mit dem König von Sachsen und den Prinzen und Prin— zessinnen des königlichen Hau Alle begaben sich sofort nach dem Kaiser⸗Par dem Domhof, wo
Der
die hier wohnenden Fürst bereits versammelt waren. Wenige Minuten s istorische Festzug
an dem Kaiser⸗Pavillon vo als tausend Personen un bestehend, machte einen p waren glänzend. S dem vollendeten Dome von geben von mit Siegeskränzen auch Bayern, Sachsen und und die Kaiserin sind sod der Geschütze und den bege
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Der Kaiser
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massen nach Brühl zurückgekehrt, von wo um 3 Uhr die Rückfahrt nach Baden-Baden erfolgt. Um 4 Uhr Nach⸗ mittags begann das große Festbankett in dem Guͤrzenich,
welchem der Kronprinz, die Prinzen Friedrich Karl,
Albrecht, Wilhelm und Heinrich sowie die hier anwesenden Fürstlichkeiten, Minister und Generale beiwohnten. Auf dem Bankett brachte der Oberbürgermeister Becker den Toast auf den Kaiser aus, der Kronprinz erwiederte den— selben. Der Toast wurde mit stürmischer Begeisterung aufgenommen. Die Aufhebung des Banketts erfolgte halb 8 Uhr.
Stuttgart. Missions-Inspector Fabri, Verfasser der bekannten Broschüre über Colonial— politik, ist nach Berlin berufen behufs gutacht— licher Vernehmung über Colonialwesen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien, 15. Oct. Die„Ag. Hav.“ meldet aus Ragusa, die alba— nesische Liga habe die Forderung Riza Pascha's, sich in die friedliche Uebergabe von Dulcigno zu fügen, abgelehnt und sei entschlossen, Dul— cigno zu vertheidigen. Riza, welcher als Com— missär seiner Regierung bestimmte Instructionen erhalten habe, Dulcigno unverzüglich zu über— geben, ziehe in Folge dessen Truppen zusammen, um den Widerstand der Albanesen zu beseitigen. Der„Pol. Corr.“ zufolge ist jedoch in hiesigen maßgebenden Kreisen von einem Widerstande der Albanesen Nichts bekannt.
Die„N. fr. Pr.“ erfährt, daß das Kriegs⸗Budget pro 1881 im Ordinarium auf 91½ Mill. Gulden, im Extraordinarium auf 6¼0 Million Gulden sich beziffert. Der Occu— pationscredit beträgt 6⅝9 Mill. Gulden und ist demnach 10 Mill. Gulden niedriger als im Jahr 1880. Das gesammte Mehrerforderniß der Kriegsverwaltung beziffert sich auf 4½ Mill. Gulden.
— Die„Pol. Corr.“ meldet: Der Mord des österreichischen Dragomans und der Gemahlin desselben am 12. Oct. zu Prizrend veranlaßte die österreichische Regierung, den dortigen Con— sul Waldgart, den einzigen Consular-Functionär, welcher noch in Prizrend verblieben war, aus Sicherheitsgründen anzuweisen, gleichfalls Priz— rend zu verlassen. Einer weiteren Meldung der „Pol. Corr.“ aus Constantinopel zufolge ist der Mord anläßlich eines Diebstahls erfolgt. Die Pforte hat auf telegraphischem Wege die ener— gische Verfolgung des Mörders angeordnet.
Frankreich. Paris, 17. Oct. Glaubwürdig verlautet, die französische Regierung werde mit der Demission des Generals Eissey, des im Pro— zeß Woestyne und Rung so schwer compromit— tirten ehemaligen Kriegsministers sich nicht be— gnügen, sondern eine Untersuchung wegen Amts— führung desselben als Kriegsminister einleiten. Das Amtsblatt publicirt bereits die Ernennung


