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Etatsjahres 1879%0 an Einnahmen 5,987,592 Mk. in den Etat. Richter beantragt, diesen Titel soweit zu erhöhen, daß für dieses Jahr eine Verminderung der Matrikularbeiträge um 8 Mill. Mk. eintritt. Rickert lrltt dem Antrage Richter's bei, den v. Minnigerode und Unterstaatsseeretär Scholz bekämpfen, worauf derselbe gleichwohl angenommen wird. Der Rest des Etats wird nach den Anträgen der Kommission erledigt. — 16. März. Der Reichstag beschäftigte sich heute nur mit Prüfungen über den Fortbestand verschiedener Mandate.— Die Militärgesetzkommission nahm einen neuen
Paragraphen an, wonach im Falle eines außerordentlichen
Bedürfnisses der gesammte Bestand der beiden jüngsten Jahresklassen der Ersatzreserven erster Klasse einschließlich der Mannschaften, welche nach§. 3 nicht übungs⸗ pflichtig sind, zu einer höchstens achtwöchentlichen Uebung auf Grund einer besonderen kaiserlichen Verordnung ein⸗ berufen werden können. Die Soztalisten-Kommission lehnte die Anträge Reichensperger's ab, nach welchen das Reichsgericht an die Stelle der Beschwerde-Kommission trete und Wahlversammlungen gestattet sein sollen.
— Marquardsen brantragte in der Sozialisten- gesetz Kommission, die Gültigkeitsdauer des Gesetzes bis zum 30. Juni 1884 festzusetzen. Die in §. 28 Abf. 3 getroffene Bestimmung(Unter- sagung des Aufenthalts in Bezirken ꝛc) soll die Erklärung enthalten, daß dieselbe auf Reichstags mitglieder, welche sich am Sitze derselben während der Reichstagssession aufhalten, keine Anwendung findet.
Karlsrube, 15. März. Das Finanzgesetz wurde heute von der zweiten Kammer ohne Widerspruch angenommen. Die Kammer sprach dabei den Wunsch nach Vereinfachung des Ver— waltungsorganismus aus.
Straßburg, 16. März. Der Landes- ausschuß hat sich heute nach Aanahme des Forst⸗ strafgesetzes bis zum 6. April vertagt.
Ausland.
Oesterreich- Ungarn. Wien, 16 März. Der„N Fr. Pe.“ zufolge ist der österreichisch⸗ serbische Eisenbabn Vertrag gestern zu Stande gekommen. Die Eisenbabn wird von Belgrad über Semlin direkt nach Pest geführt. Die Bau— zeit ist auf 3 Jahre festgesetzt. Diese Frist beginnt am Tage nach Auswechslung der Ratificatio- nen. Ein bestimmter Ralisicationstermin ist nicht festgestellt. Saämmtliche serbische Linten werden gleichzeitig dem internationalen Verkehr übergeben
Pest, 14. März In der Sitzung der Direction der Theißbahn wurde der Verkaufs- vertrag mit der Regierung einstemmig genehmigt und die außerordentliche Generalversammlung auf den 20. April anberaumt. Laut dem Vertrage soll die Theißbabn mit dem 1. Januar 1881 in den Staats besitz übergeben: der Staat zahlt 14 Gulden 70 Kreuzer Zinsen pro Actie und löst bingen 10 Jahren mittelst balbjähriger Aus, loosung sämmtliche Actien zu 245 Gulden ein.
— 16 Marz. Unterb us. Der Finanzminister legte den Bericht über die Begebung von 15 Millio- nen Gulden Geldrente vor.
Frankreich Paris, 15 März. Senat. Zweite Lesung des Gesetzentwurfs über den böberen Unterricht. Die ersten sechs Artikel werden an genommen. Pellelan nimmt den Artikel 7 als Amendement Namens der Kommissions Minorität wieder auf. Artikel 7 wird abermals mit 140 gegen 132 Summen abgelebnt und sodann der Oesegentwurf als Ganzes mit 187 gegen 103 Summen genehmigt.
— 16. Mäcz Deputicten- Kammer. Der Präsident Gambetia theilt den von den Präsidenten
der Gruppen den Linken unterzeichneten Antrag au Stellung einer Interpellauon mit. Es wird die sosortige Discussion beschlossen. Dedés,
Präsident der Linken, sagt:« Wir glaaben dem Gesudle des Landes zu entsprechen, wenn wir die Regierung fragen, welche Eutschlüsse sie in Bezug auf die nicht autoristeten Cougtegationen zu fassen gedenkt. Ich ersuche die Regierung, ihre gestrige Etäcung zu wirderbolen und zwar klar und bestimmt, geeignet, das Land zu beruhigen. Conseils⸗ prästdeut Fecpeenet eiklärt, wie gestern im Senat, daß eie Regierung die bezuglich der Congregatto nen bestehenden Gesetze unteg ibrer Ver antwortlichkeit zur A wendung bringen werde und sich der dadon betührten mannichsachen J teressen wohl bewußt sei. Die Regierung will ibre völlige Actions— freiheit gewahrt» sehenz sie Nist 4stets bereit,
Die von Devss vorgeschlagene Tagesordnung sagt: Die Kammer vertraut der Regierung; ste rechnet auf deren Festigkeit in Anwendung der Gesetze über die nicht autorisirten Congregationen und geht zur Tagesordnung über. Die von der Rechten bean; tragte Tagesordnung wurde mit 372 gegen 98 Stimmen abgelehnt; die motivirte Tagesordnung von Devss mit 338 gegen 147 Stimmen ange- nommen.
Großbritannien. London. Unterhaus. Northcote erklärt, die Vertagung des Parlaments erfolge am 24. Mätz; sofort darauf erscheine die königliche Verordnung über die Auflösung desselben.
— 15. März Oberhaus. Beaconsfield er- klärt auf eine Anfrage Dranmore's: da die Anti- pachtdemonstrationen in Irland abgenommen, so sei es nicht nothwendig, beim Parlament neue Vollmachten, betreffend die Verwaltung Iclands, nachzusuchen. Die Ausnahmsgesetze für Itland erlöschen demnächst. Je nach den Verhältnissen werde die Regierung von dem neuen Parlamente entweder deren Aufhebung, oder Erneuerung der Vollmachten erbitten.
— 15. März. Ein Telegramm des„Daily Chronicle“ aus Jillalabad meldet: Charkur ist wieder vom Feinde besetzt und geplündert worden. Unsere Alliirten wenden sich gegen uns. Die Stämme versammeln sich in großer Zahl. Ein neuer Feldzug scheint unvermeidlich.
Italien. Rom, 15. März. Deputirten⸗ kammer. Crispi entwickelt seine Interpellation über die innere und auswärtige Politik, die seiner Ansicht nach in Verbindung ständen. Bezüglich der inneren bemerkt er, daß keine der versprochenen Reformen ausgeführt wurde. Bezüglich der aus- wärtigen Politik weist Redner die von Visconti Venosta der Linken gegenüber erhobenen Vorwürfe zurück Die Kundgebungen der Isredenta datiren von längerer Zeit; die Rechte schwieg aber bis 1876. Den gegenwärtigen Lärm darüber ver- danken wir den Gegnern der Linken und den italienischen Vertretern im Auslande, welche hätten constatiren sollen, daß die Agitation der Itredenta eine belanglose Sache ist. Jialien müsse den Berliner Vertrag getreulich ausführen. Redner bespricht die Fragen bezüglich der orientalischen Staaten und Aegyptens und bedauert die Haltung Italiens bei letzterer. Del Giudice beantragt folgende Tagesordnung: Die Kammer splicht die Zuversicht aus, die Regierung werde die guten Beziebungen mit den befreundeten Mächten auf⸗ rechterhalten und in der tückisch- griechischen Gtenzfrage das Festhalten an den Berliner Con- greßbeschlüssen anstreben.
Rumänien. Bukarest.„Romanul“ erfährt hinsichtlich des Entwurfes zur Armee— Ocganisation, daß die Dorobanzen Regimenter von 16 auf 30 und die Kalaraschi Regimenter von 8 auf 12 gebracht werden sollen. Die Docobanzen und Kalaraschi bilden die Territorial- Armee. Diese Erhöhung werde geringe Kosten verursachen, die sich übrigens durch anderweitige Ersparungen im Kriegsbudget scompensicen würden. — Das amtliche Blatt veröffentlicht ein De— kret, wonach alle Fremden, welche Rumänien be— sreisen oder sich länger als 30 Tage aufhalten, bei der Polizei um eine Aufenthaltskarte sich melden müssen, die gegen den Paß umgetauscht wird, welcher bei der Polizei verbleibt. 30 Tage nach Vel öffentlichung dieses Dekrets wird jeder
Fremde ohne Aufenthaltskarte aus ausweislos betrachtet. Rußland. Petersburg, 15. März.
Der usssche Botschafter Ocloff ist, der„Agente Hivis“ zufolge, bierher zuruck berufen mit der An weisung, den Botschaftstath v. Kapnist als Geschaftsträger fungiren zu lassen
— Der„Golos“ meldet aus Warschau: Die Polizei entdeckte am 11. ds. eine Soztalisten- versammlung, wobei 10 Personen verhaftet wurden, 2 Jigenieur Technologen, 1 Student der Midiein und 13 Handwerker — Es heißt, General Suroff solle von dem
Posten des Stadthauptmanns don Petersburg ab- berufen und General Batiano, bisheriger Com-
8 f 1 enffohen. von ihren Handlungen Rechenschaft abzulegen. manbeur des Moskauer Garde- Hrenadier-Regi- Würfellust.
ments, werde zum Oberpolizeimeister von Petersburg
ernannt werden. Der Gehülfe des Obertomman⸗ direnden der Gardetruppen und des Petersburger
Militärbezirks, General Gurko, ist dieses Postens
enthoben worden; zu seinem Nachfolger wurde Generaladjutant Kostanda ernannt.
— die„Petersburger Ztg.“ bringt einen be- merkenswerthen Leitactikel: Wenn Preußen, das selbst mit Socialisten im Kampf liegt, im Herbst vorigen Jahres drei überwiesene Theilnehmer an unseren nihilistischen Umtrieben lediglich zu einer kurzen Arreststrase verurtbeilt hat, so war nicht wohl möglich von England, Frankreich oder der Schweiz Großes zu erwarten.
Aus Stadt und Land.
S. Friedberg, 16. März. In der gestern statige⸗ babten öffentlichen Sitzung des Gemeinderaihs wurde, nachdem seitens des Ocisvorstandes von Ockstadt die Be⸗ reitwilligkeit ausgesprochen war, die Cyaussirung des Mitielwegs ein Stück in Ockdädter Gemukung sortzu⸗ setzen, beschlossen, die Lieserung der Steine behufs dieser Herstellung dem Accordanlen Jeckel zuzuschlagen. Einem Gesuch der Besitzer des Volksbades, welche die Verlegung dieser Anstalt beabsichtigen, um Benutzung flädtischen Ge⸗ ländes an beiden Seilen der Usg, warde entprochen. Be⸗ züglich der Herstellung des Beunnens nächst dem F auer⸗ bacher Thor soll durch den Siadzbaumeister ein Vo ran⸗ schlag vorgelegt werden. Auf ein Gesuch um Herstellung der Mauer an dem Vicinalweg nach der Hisselhecke nächst der Stadt, soll vor definitiver Beschlußsassung Ermistelung über die bezüglichen Eigenthumsoechälinisse stanfinden. Auf eine Eingabe, betreffend Enwässerung der Gärten im Burgseld, wurde beschlossen, auf Grund der schon im Mal vorigen Jahres mit Wiesenbaumeister Geb eingeleiteten Verhandlungen, mit demselben sofort weiter über Ausführ⸗ ung der Arbeit in Benehmen zu treten. Die auf dem nördlichen Theile des Exercierplatzes gelegene alte Schanze soll auf ein Gesuch verschiedener Schaafbesitzer, nachdem seitens des Bezikscommandos die Erlaubniß dazu eribeilt wurde, geebnet werden und wurde diese Arbeit dem fädt schen Schäfer gegen eine Vergülung von 8 Mak übertragen. Eine auf dem Rathhaus entwendete Summe von 15 Mark 60 Pf. Einggartieruugsgelder soll, nachdem die desfallst ge gerichtliche Untersuchung eingestellt worden ist, aus der Stadikass' ersetzt werden. Da der seitherige Brandmeister und der Oberspritzenmeister ihr Amt niederzulegen wünschen, ecbol sich der Commandeur der freiwilligen Feuerwehr, Gemeinderath G. Hieronimus, die obere Leitung des gesammien flädlischen Feuerlöschwesens zu übernehmen, welches Anerbieten die Zustimmung des Gemeinderathes fand. Als Oberspritzenmeister für die Aussubrspritze wur de Gemeinderaih Waas und als dessen Stellvericeter Ge⸗ meinderath Koob gewählt. Auf ein seitens des Stadt⸗ vorst indes an die Beiriebsinspektion der Main-Weserbahn gerichtete Bitte, einen eisernen Steg über die Usa an den Pfeilern des Viaducts anlegen zu dürfen, ist eine zusagende Antwort eingelaufen und wurde der Stadtbaumeister be⸗ aufttagt, die von genannter Stelle verlangien näheren Angaben an dieselbe gelangen zu lassen.
S. Friedberg. Die in Nr. 33 des Oberhessischen Anzeigers aue Laubach mitgetbeilte Nachricht bezüglich der plojeclirien Secundärbahn Mücke Friedberg, daß„der Friedberger Gemeindecalh unbegceiflicher Weise jeden Zu, schuß zu den Vermessungsarbeiten abgelehnt habe“, bedarf einer Berichngung. Auf eine Anforderung des Comiis's, wonach biesige Stadt zu den betreffenden Vermessungekosten von 5000 Mark einen Beitrag von 1307 M. 13 Pf. übernehmen sollte, beschloß der Gemeinderatb, an das Comus die Mülheilung gelangen zu lassen, daß die pro⸗
jecurte Strecke Mücke dungen für unsere Stadt kein
Inietesse habe und deßhalb ein Beitrag zur Vermessung derselben nicht bewilligt worden sei. Wenn dagegen für die Vermessung der Sirecke Hungen⸗Friedberg eine beson⸗ dete Berechnung flauftnden könne, so solle hierfür ein ver⸗ häunißmäßiger Beitrag in Aussicht genommen werden, untet det Bedingung, daß die projectirte Bahn hier ein⸗ mündet und unter dem Vorbehalt, daß im anderen Fall die Rückerstattung des geleisteten Beittags erfolgt.
r. Friedberg. In der von dem Crentral⸗Ausschusse für das fünfte allgemeine deutsche Turnsest an die Turn⸗ Vereine ergangenen Einladung heißt es u. A.:„Der Jugend Kraft verbürgt der Völker Zukunft. Ein weichlich Vo k fällt ab von Geist und Sitte. Zum Gedeih'n von Leib und Seele, sich selber und dem Volk zur Ehr', dem Vaterland zur Wehr, übt unsere Jugend ihre Kraft. Turner! die Fesistadt Frankfurt a. M. läßt ihren Ruf an Euch ergehen. An Euch ist's wiederum zu zeigen, daß Euch der techte Geist deseelt. Vom Belt dis zu den Alpen seid uns willkommen Alle! Wir bieten Euch ein gastlich Dach, ein deuisches Herz. Auf alter echter deutscher Stäue, wo kein böherer Ruhm gilt, als zum Vaterland zu stehen in Freud und Leid, werdet Ihr Euch heim isch füylen. Gut Heil zum deulschen Turner sest!“ In einer seiner letzten Versammlungen beschloß der Friedberger Turnverein, daß jedes Mitglied des Vereins, welches als acliver Turner dem Turnseste in Frankfurt beiwohnen will, verpflichte! ist, regelmäßig und pünktlich den Turn⸗ platz zu besuchen und in Riegen mitzulurnen. Leider ist das Häuflein der activen Turner in unserer Stad! ein sehr kleines; der rechte turnerische Geist ist unseter Jugend Sie unterhält sich beim Kartenspiel und
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