Ausgabe 
10.6.1880
 
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1880.

Vonnerstag den 10. Zuni.

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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

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Oberhessischer Anzeiger.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile, wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

. Es wird hiermit zu allgemeinen Kenntniß gebracht, daß wegen Umzugs des unterzeichneten Gerichts in das neu hergerichtete Amtsge krichtslocal in der Zeit von Montag 21. laufenden Monats bis zum J. Juli laufenden Jahres das Gericht geschlossen bleibt und daher Anträge,

eilende ausgenommen, innerhalb dieser Zeit nicht vorgebracht werden können.

Die öffentlich en Sitzungen erleiden keine Unterbrechung. Vom 1. Juli laufenden Jahres ab finden die Gerichtsverhandlungen und die öffentlichen Sitzungen in dem neuen Amtsgerichtslocal statt. Großherzogliches Amtsgericht Friedberg.

Friedberg, am 8. Juni 1880.

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»dt. Becker.

Sellheim.

ö Deutsches Reich.

Darmstadt. Der Amtsdiener Ganß in Wörrstadt wurde auf Nachsuchen, unter Aner kennung seiner Dienste, in den Ruhestand versetzt.

Das Regierungsblatt Nr. 19 enthält die Verordnung über den Ausatz, die Erhebung und die Beitreibung der Gerichtskosten.§ 1 des Gesetzes besagt, daß den Gerichtsschreibern die Erhebung folgender Gerichtskosten(Kosten

und Kostenvorschüsse, welche in die Staatskasse

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neuer Mitglieder zu gestatten und Zuflichkeit der den Genossenschaften

Erlaubniß fallen zu lassen.

fließen) zu übertragen sei: 1) alle Kosten, welche den Betrag von zwanzig Mark nicht übersteigen; 2) alle Schreibgebühren; 3) alle Kosten im Mahnverfahren; 4) diejenigen Kosten, von deren Zahlung die Fortsetzung eines Rechts 55 die Vornahme einer gerichtlichen Hand ung oder die Haft des Schuldners abhängt, oder die Ausreichung einer Schrift abhängig gemacht ist.

Berlin, 6. Juni. In politischen Kreisen wird dem Artikel derKöln. Ztg. im heutigen ersten Blatte betitelt:Fürst Bismarck's Urtheil über die Lage, worin ein Gespräch des Reichs kanzlers mit einem hochgestellten Diplomaten über die Kirchen-Vorlage wiedergegeben wird, große Bedeutung beigelegt.

7. Juni. Am Beginn der heutigen Sitzung der Kirchengesetz-Commission des Abgeordneten Haunses erklärte der Cultusminister der, Germania zufolge: seine Erklärungen in der Commission seien, abgesehen von denjenigen über Artikel 4, nicht absolut zu fassen. Da die Stellung der Commission sich nicht absehen lasse, noch weniger diejenige des Plenums, so müsse er vor der weiten Lesung sich bescheiden, die Commissions beschlüsse vorläufig ad referendum zu nehmen. Im Fortgange der Sitzung erklärte der Cultus- minister auf eine Anfrage Windthorst's, daß die Depesche Nina's vom 23. März, in welcher die Curie die in dem päpstlichen Briefe an den früheren Erzbischof von Köln gemachten Con⸗ essionen interpretirte, früher erlassen worden st, als die Curie den Staatsministerialbeschluß vom 17. März kannte. Schließlich wurden alle Amendements zu Artikel 9 der Vorlage mit zroßer Mojorität abgelehnt, ebenso Artikel 9 ser Regierungsvorlage selbst gegen die 5 St. der Conservativen. 8. Juni. Schmidt(Sagan) beantragt, der Vorlage einen zwölften Para⸗ graphen hinzuzufügen, welcher ausspricht, daß die Bestimmungen des Gesetzes mit Ausnahms des dritten Paragraphen am 1. Januar 1882 außer Wirksamkeit treten. Im Verlaufe der Sitzung erklärte der Cultusminister gegenüber den Anträgen v. Schorlemer-Alst und Bruel zu rem S 10, den Genossenschaften die Aufnahme die Wider⸗ ertheilten diese die

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Er könne

Staatsaufsicht aufhebenden Anträge beim besten Willen nicht annehmen.

Der Zusammentritt der Botschafter Conferenz ist nunmehr auf den 16. Juni festgesetzt.

Bezüglich des Eisenbahn-Unglücks bei Blumenberg bemerkt derReichs-Anzeiger ,: Weder ein Defect des rollenden Betriebsmaterials, noch ein fehlerhafter Zustand des Bahnkörpers sei die Veranlassung des Unfalls gewesen. Besonders Locomotive und Wagen scheinen im besten Zustande gewesen zu sein. Sämmtliche Oberbaumaterialien wurden bei der Revision ordnungsmäßig befunden. Bei der Construction des Oberbaues von Vollbahnen werde ein Unterschied bezüglich des Betriebes mit Schnell und mit Personenzügen in Preußen nicht gemacht. Die fahrplanmäßige Geschwinbigkeit des Zuges sei den günstigen Steigungs- und Krümmungs Verhältnissen der fraglichen Strecke durchaus angemessen gewesen. Die amtlichen Erhebungen über den Unfall dauern fort.

Hamburg. Wie man hört, ist das Memo randum des Senats von Hamburg gegen den Antrag Preußens wegen Einverleibung der unteren Elbe nunmehr an das Präsidium des Bundesrathes gelangt und es steht zu erwarten, daß dasselbe dem Bundesrath in kürzester Frist vorgelegt wird.

Munchen, 8. Juni. Der baierische Ge sandte in Berlin, v. Rudhart, ist gestern hier eingetroffen, sofort nach Schloß Berg beschieden und Abends vom König in Audienz empfangen worden. Rudhart begibt sich mit seiner Frau nächster Tage nach Italien.

Ausland.

Osterreich-Ungarn. Pest, 6. Juni. Der Finanz-Ausschuß des Abgeordnetenhauses hat den Gesetzentwurf über die Steuer- und Stempelfreiheit der hauptstädtischen Anleihe und die Zucker⸗Steuer⸗Vorlage angenommen. Der Commucationsausschuß nahm den Gesetzentwurf, betreffend den Ankauf der Bahnlinie Agram Karlstadt, sowie den diesbezüglichen Vertrag mit der Südbahn an, ferner den Gesetzentwurf über den Ausbau der Bahnlinie Sissek-Novi, nachdem Ministerpräsident Tisza dieselbe befür⸗ wortet hatte. 3 8. Juni. Der Wehrausschuß beschloß die Berathung des Gesetzentwurfes über die Revision des Wehrgesetzes bis zur Herbstsession zu vertagen. Minister Szende hatte die Berath⸗ ung im Laufe der Session für wünschenswerth erklärt.

Belgien. Brüssel, 8. Juni. Der belgische Vertreter im Vatikan ist abberufen. Die Wahlnachrichten sind bis zur Stunde sehr günstig

2 8.

Washburne 30,

für die Liberalen.

Frankreich. Paris. DerTimes zu

folge ist Challemel-Lacour zum französischen Botschafter in London bereits ernannt. Großbritannien. London, 7. Juni. Unterhaus. Die Regierung kündigt an, sie werde die Abschaffung der Prügel-Strafe bei Armee und Marine in nächster Session beau tragen. Bei der Special-Debatte erklärt Admiralitäts-Seeretär Lefevre: die Regierung habe den Beginn des Baues zweier neuen Panzer schiffe vertagt und beeile statt dessen die Fertig stellung von zwei bereits im Bau begriffenen, desAjax undAgamemnon, welche nunmehr

Ende Dezember 1881 resp. I. März 1882 fertig sein sollen. Rumänien. Bukarest. Das Amtsblatt

publicirt eine neue Vorschrift über die Beding ungen, unter welchen Ausländern der Aufenthalt in Rumänien gestattet wird. Diese Vorschrift hebt alle Bestimmungen des Reglements vom 26. Februar 1880 auf, welche als vexatorisch angesehen werden könnten. In Rumänien reisende und wohnende Fremde müͤssen eine Aufenthalts Karte haben. Befreit hiervon sind Reisende, welche nicht über 30 Tage im Lande sich auf halten. Fremden, welche im Lande immobile, industrielle oder commercielle Etablissements be sitzen oder seit 5 Jahren im Lande ein Gewerbe ausüben, wird die Aufenthaltskarte unentgeltlich gegen Vorzeigung ihres Passes ausgefolgt.

Rußland. Petersburg, 7. Juni. Heute erfolgte die feierliche Ueberführung der Leiche der Kaiserin nach der Peter-Pauls-Kathedrale. Der Trauerzug bewegte sich der Newa entlang. Der Kaiser folgte unmittelbar hinter dem Leichen wagen zu Pferde. Ihm schlossen sich sämmtliche Mitglieder der kaiserlichen Familie, sowie die höchsten Hof- und Staats-Wuͤrdenträger an. An den Eingängen zum Platz vor dem Palais waren trotz heftigen Regens bereits am Morgen große Menschenmengen versammelt. Mittags hellte sich das Wetter auf.

Amerika. Chicago, 7. Juni. Bei der Ab⸗ stimmung der Convention zur Ernennung eines Präsidentschafts-Candidaten wurden 756 Stim men abgegeben; die erforderliche Majorität war somit 379. Grant erhielt 304, Blaine 284, Sherman 93, Edmunds 34, Windom 10, eine Stimme unbeschrieben. 8. Juni. Die Convention setzte die Abstimmung fort. Die 29. Abstimmung ergab für Grant 307, für Blaine 279, für Sherman 91, für Ed munds 31, für Washburn 35, für Windom 10 und für Garfield 2 Stimmen. Die Versamm⸗ lung wurde sodann vertagt.

Aus Stadt und Land. Friedberg. In unserer Stadt wird allge⸗ mein ein Uebelstand besprochen, der durch die Art der Beerdigung auf unserem Fried hofe entsteht. Dadurch, daß die Särge dicht nebeneinander gestellt werden muͤssen,

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