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schen Action im Falle einer den Erwartungen Oesterreichs nicht entsprechenden weiteren Ent⸗ wicklung der Ereignisse auf der Balkanhalbinsel.
— Wie das„Tageblatt“ hört, wird wahr⸗ scheinlich für den 8. d. M. eine größere Anzahl mit Forckenbeck und Genossen einverstandener, namhafter liberaler Männer aus dem Lande zu einer vertraulichen Besprechung über die Mittel und Wege zusammenberufen werden, die durch die Erklärung vom 31. August eingeleitete Be⸗ wegung weiter zu fördern und zu organisiren. — In Bismarck's Absicht liegt es, dem Reichs— amt des Innern eine neue Spitze zu geben, da— gegen für das Präsidium des Bundesrathes eine besondere Persönlichkeit zu finden, die zugleich zum preußischen Minister ohne Portefeuille er— nannt werden würde. Diese Persönlichkeit sollte zugleich eine gewisse Superiorität über die ein— zelnen Reichs⸗Staats⸗Secretäre des Innern, der Finanzen ꝛc. einnehmen. Für diesen Posten war Bennigsen ausersehen und es wurden ihm noch Ende Juni während der kirchenpolitischen Debatten des Abgeordnetenhauses diesbezügliche Anträge gemacht. Bennigsen glaubte aber ablehnen zu müssen und zwar, wie es in seiner schriftlichen Motivirung heißt, wegen„Inopportunität der jetzigen Verhältnisse.“
— Das„Tgbl.“ meldet: Für Aufangs Oct. sind folgende Ernennungen in Aussicht genommen: Stephan, Minister für Handel und Verkehr, Tiedemann für das Reichsamt des Innern; ferner die Verschmelzung der Reichskanzlei mit Bismarcks Privatkanzlei; Herzog übernimmt das Präsidium des Bundes-Raths und trifft als preußischer Bevollmächtigter im Bundesrath ein und wird wahrscheinlich preußischer Minister ohne Portefeuille, worüber das Staatsministerium noch beräth.
— Die„Nordd. Allg. Ztg.“ berichtigt eine Anzahl von Zeitungsnachrichten, zunächst die Nachricht von beabsichtigten Unterhandlungen mit Rom, welche bald in Kissingen, bald in Gastein, bald in Wien und jetzt gar durch den Erzbischof Melchers von Koͤln geführt werden sollten. Seit dem Aufhören der Verhandlungen, welche der jüngsten Kirchenvorlage vorhergegangen seien, sei weder von der Curie noch von Preußen eine Anregung zu Unterhandlungen ausgegangen. Gewiß sei, daß Preußen keinen Augenblick die Absicht gehabt habe, solche Verhandlungen an— zuregen.— Die Behauptung von der Auflösung des Reichsamtes des Innern sei eine Erfindung wunderlicher Art und nicht die geringste Aus— sicht zu einer solchen Maßregel oder nur zur Umgestaltung der bisherigen Verfassung dieses Reichsamtes vorhanden. Unwahrheiten wie die bevorstehende Aufhebung der gesetzlich bestehenden Kornzölle und das Verbot der Kartoffelausfuhr entsprängen der Speculation der Aufkäufer wie tendenziöser Agitation.
— Die Londoner Zeitungsnachricht, daß die Deutsche Reichsbank Silberthaler anstatt ver— langten Goldes auszahlen wollte, entbehrt jeder thatsächlichen Unterlage. Sicherem Vernehmen nach wird die Bank wie bisher unbeschränkt Gold auszahlen. Größerem Goldabflusse gegenüber steht lediglich entsprechende Erhöhung des Zinsfußes.
Bremen, 4. Sept. Der österreichische Minister des Auswärtigen, v. Haymerle, der hier übernachtete, ist heute von hier nach Friedrichs— ruhe abgereist.
Augsburg, 2. September. Der deutsche Kronprinz mit der Generalität, darunter General v. d. Tann, ist heute hier eingetroffen. Auf dem Perron des Bahnhofes waren die Spitzen der Civil⸗ und Militärbehörden aufgestellt. Der Kronprinz begrüßte mit herzlichem Haͤndedruck den Prinzen Ludwig von Bayern und unterhielt sich lange mit demselben und sodann mit dem Bürgermeister Fischer. Der Kronprinz fuhr hier— auf in einem königlichen Wagen an der Seite des Prinzen Ludwig unter lebhaften Hochrufen der dichtgedrängten Menschenmenge durch die festlich beflaggten Straßen nach seinem Absteigequartier, dem Hotel„Zu den drei Mohren“, gefolgt von
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Przemysl, 4. Sept. Der Kaiser von Oesterreich ist heute hier einge⸗ troffen und von der Bevölkerung enthusiastisch begrüßt worden. Auch auf der ganzen Fahrt von Krakau hierher wurde dem Kaiser von der Bevölkerung ohne Unterschied des Standes und der Confession ein begeisterter Empfang bereitet. Von hier begibt sich der Kaiser nach Besichtig— ung der Fortificationen über Mosciska, wo bereits die Militär-Attachés und viele fremde Officiere weilen, nach Schloß Krysowice. i
Frankreich. Paris. Ein officiöser Pariser Brief der„Politischen Corresp.“ constatirt das Bemühen des französischen Cabinets in der mon— tenegrinisch-albanesischen, wie in der griechisch— türkischen Differenz jede kriegerische Action zu vermeiden und beide Fragen nur als europäische Angelegenheiten zu betrachten.
Großbritannien. London, 2. Sept. Das Unterhaus verwarf mit 97 gegen 27 Stimmen den Antrag auf confessionelle Volkszählung und nahm sodann die Volkszählungsbill in dritter Lesung an. Lord Hartington antwortete Lawson, er könne seiner früheren Erklärung wenig hinzu— fügen, ohne gegen die Höflichkeit gegen die Türkei zu verstoßen, hoffe jedoch, daß Zwangsmaßregeln nicht erforderlich seien. Er wünsche nicht der türkischen Regierung eine Verlegenheit zu bereiten, sondern sie zu stärken und ihren Fortbestand durch Regelung der jetzt drohenden Schwierig— keiten möglich zu machen. Der Zweck der Flotten— demonstration ist, zu zeigen, daß die Mächte ihre Beschlüsse nicht bei Seite gesetzt sehen wollen. — 3. Sept. Lapwson fragt an ob die Regier— ung dem Parlamente Gelegenheit gebe, seine Ansicht über den bevorstehenden bewaffneten Zwang im Orient auszudrücken. Lowen wünscht die Versicherung, daß, wenn Englands Flotten— macht zu Gunsten Montenegros eintrete, die— selbe nicht gegen die Albanesen verwendet werde. Auch wird angefragt, ob die Regierung weitere Versicherungen betreffs Verbürgung des Restes des Türkenreichs geben kann. Curhill bean— tragt morgen ein Tadelsvotum gegen die in⸗ dische Executive, deren Mangel an Vorsicht die beispiellose Niederlage Burrows zuzuschreiben sei. — 4. Sept. Parnell beantragt, der Finanz bill den§. 8 der irischen Wähler-Registrirungs— bill, die das Oberhaus verworfen, anzuhängen. Der Staatssecretär für Irland, Forster, bekämpft den Antrag als eine zu extreme Maßregel und tadelt scharf das Verhalten des Oberhauses. Wenn das Oberhaus eine Verachtung des Unter— hauses in ähnlicher Weise wiederhole, dürfte die Zeit kommen, wo es nicht nur rathsam, sondern nothwendig sei, eine Veränderung in der Ver— fassung des Oberhauses zu erwägen.(Beifall der Kberalen.) Das Unterhaus vertrete das Volk; die Mitglieder des Oberhauses verdankten ihre Stellung einfach dem Zufalle der Geburt. Northcote protestirt energisch gegen solche Aeußer— ungen gegen das Oberhaus, die ihn mit dem
sie von einem Minister kämen. Das Unterhaus verwarf Parnell's Antrag mit 58 gegen 23 Stim— men. Gladstone erklärt, das europäische Concert als das werthvollste Instrument in den großen internationalen Fragen, so lange es auf uneigen— nützigen Principien beruhe. Wenn die Regier— ung noch zugebe, daß die Politik der Unab— hängigkeit des türkischen Reiches aufrecht erhalten werden solle, so sei sie doch grundsätzlich darauf bedacht, die Einführung von Reformen in den türkischen Provinzen herbeizuführen. Wenn aber die Pforte sich weigere, und in der richtigen Weise einzuführen, so müsse das türkische Reich selber für seine Integrität und Unabhängigkeit sorgen. mit Vorsicht und Discretion verfahren, so lange sie im Einvernehmen mit den anderen Mächten
füllung der eingegangenen Verpflichtungen zu
der Generalität und den Gemeinde-Behörden.
angenommen.
am Dienstag erfolgen.
höchsten Erstaunen und Bedauern erfüllten, da
— 3. Sept. Oberhaus. untersagen
Enfield verliest eine Depesche folgenden Inhalts: General Roberts hat Ayubs Khan's Streitkräfte
angegriffen und zerstreut und 27 Geschüͤtze genom⸗ men.— 4. Sept. Das Oberhaus nahm die Begraͤb⸗ nißbill, sowie die Bill, betr. die Arbeiterhaftpflicht, in der vom Unterhause amendirten Fassung an
— Nach einer hiesigen Meldung der„Polit. Corr.“ hat das Cabinet beschlossen, falls die
Pforte der Flottendemonstration nicht weiche,
mit oder ohne Alllirten die entschiedenste Halt⸗
ung anzunehmen und das Moͤglichste aufzubieten,.
um der Pforte zu zeigen, daß sie, wenn sie auch
Gesammteuropa mißachten zu dürfen glaube, dies
ungestraft einer Macht gegenüber nicht thun dürfe.
— 3. Sept.(Ofsiziell). General Roberts ist am 2. Sept. Morgens in Kandahar einge-
troffen. Der Feind ist sehr stark. Die von Roberts gemachten Recognoscirungen ergaben, daß der Feind sehr starke Positionen auf An— hohen besetzt hält und Vertheidigungswerke er— richtet. Sobald Roberts genügend informirt ist, wird er zum Angriff übergehen. Der Gesund— heitszustand der Truppen ist ein vorzüglicher. Roberts empfing ein Rechtfertigungsschreiben Ayub Khau's, worin derselbe anführt, er sei zum Kampfe gezwungen worden. Roberts antwortete mit der Forderung der Herausgabe der Ge— fangenen und bedingungsloser Unterwerfung. Ayub Khan befestigte sein Lager. Die Partei Musa Khan's nöthigt denselben, weiter zu kämpfen.
Italien. Palermo, 2. Sept. Die Panzer schiffe„Roma“ und„Palestro“, sowie der Avise „Colonna“ sind unter dem Commando des Contre— admirals Fincati nach dem Adriatischen Meere abgegangen.
Türkei. Constantinopel, 4. Sept. Der Sultan erließ eine Irade, welches die Botschafter den bez. Regierungen mittheilten. Dasselbe ge— nehmigt dal Cabinetsbeschluß betreffend die Ab- tretung des Districtes Dulcigno's an Montenegro, jedoch unter Aufrechthaltung des status quo rück⸗ sichtlich der von Albanesen oder Montenegrinern besetzten Positionen westlich des Sees von Skutari.
— 4. Sept. Es heißt, Riza Pascha habe die Verhandlungen mit der albanesischen Liga abgebrochen, sei entschlossen, den Kampf zu be⸗ ginnen, und habe bereits Truppenbewegungen gegen das albanesische Lager vorbereitet.
Rußland. Petersburg, 1. Sept.„Entgegen der früheren Festsetzung wurde am 16/29. Aug. die Abreise des Kaisers abermals verschoben und fand, wie officiell gemeldet wird, am 17/30. Aug. statt. Auch die Richtung der Reise soll im letzten Augen⸗
blick geändert worden sein; die Marschroute
wenigstens lautet über Moskau-Charkow. In Charkow bleibt der Kaiser zwei Stunden beim Manöver, geht dann für einige Stunden zur Truppenparade nach Tschugajew und von dort direct nach Livadia.— Vor einigen Tagen wurde hierselbst auf dem Newaquai in Wasziliostrow eine Persönlichkeit in Folge ihrer frappanten Aehnlichkeit mit der Photographie des bisher vergeblich gesuchten Tischlers, welcher an dem Verbrechen im Winterpalais betheiligt war, ver—⸗ haftet. Weitere gravirende Momente lassen die Annahme zu, daß der Arretirte diesmal wirklich der Attentäter sei. Man will nämlich wissen, daß der Tischlermeister Petrow, bei welchem jener Tischler früher gearbeitet, den Arretirteß bei der Confrontirung als seinen ehemaligen Gesellen bezeichnet habe. Vorgestern wurden im Winter-Palais zwei Individuen verhaftet, welche sich nicht legitimiren konnten. Gerücht⸗
weise heißt es übrigens, daß der am Newaquai die Reformen vollständig Arretirte der vermeintliche Rumäne sei, welcher bereits vor drei Wochen im Hotel Demuth ver⸗ haftet und damals über die Grenze geschafft Die Regierung werde wurde. Derselbe habe
e ibe sich damals durch Färbung des Haares und falschen Bart unkenntlich ge— macht. Letztere Version tritt jedoch, wie gesagt,
wirken könne, nur um von der Türkei die Er- nur gerüchtweise auf.
Amerika. Chili. Die Regierungen von
erlangen. Die Finanzbill wird in dritter Lesung Chili und Peru verhandeln über die Einstellung Der Schluß des Parlamentes soll der Feindseligkeiten.
Italien, Frankreich und England vermitteln.
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