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Deutsches Reich.
Darmstadt. Der Großherzog wird zu An— fang der zweiten Hälfte des Monats Oktober aus England zurückerwartet. Es verlautet mit Bestimmtheit, er werde seine Rückreise hierher so einrichten, daß er an dem Kölner Dombau— fest Theil nehmen könne.
Darmstadt. Nach der„Essener Zeit— ung“ soll die Verlobung unseres Großherzogs mit der verwittweten Prinzessin Heinrich der Niederlande(der ältesten 25jährigen Tochter des Prinzen Friedrich Karl, Prinzessin Marie von Preußen) gewiß sein und das Brautpaar in nächster Zeit in einem Schlosse am Rhein eine Zusammenkunft haben. Bis jetzt ist das Gerücht von der Darmstädter Zeitung noch nicht dementirt worden.
Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage
Nr. 24, enthält:
I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.
II. Bekanntmachung über die Vorbereitung zum Dienste eines Polizeicommissärs.
III. Bekanntmachung über den Locomotivbetrieb auf dem Bahnhofe zu Gießen
IV. Bekanntmachung über die Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. zu Ober-Erlenbach für 1880.
V. Bekanntmachung über die Umlagen der israel. Rel.⸗Gem. zu Ober-Klingen für 1879.
VI. Ordensverleihungen.
VII. Ermächtigung zur Annahme und zum Tragen eines fremden Ordens.
VIII. Namensverändernng.
IX. Dienstnachrichten. Der auf die ev. Pfarrstelle zu Ettingshausen präs. Pfarrer Lahr von Willofs, der auf die ev. Pfarrstelle zu Sandbach-Neustadt präs. Pfarramtscand. Bernhard aus Gedern wurden bestätigt; dem Pfarrer Schwörer zu Zell die Pfarrstelle zu Osthofen übertragen; die Kreis-Bauaufseher-Asp. Nau von Biebes— heim und Freymann von Langd zu Straßenmeistern ernannt; dem Schullehrer Breidenbach zu Kirchheim eine Lehrerstelle zu Storndorf, dem Pedellen am Schullehrer— Seminar zu Friedberg, Conrad, die Stelle des Pedellen am Schullehrer-Seminar zu Alzey, dem Schulamtsasp. Blatz aus Ober-Mörlen eine Lehrerstelle zu Herrnsheim übertragen; der Bauaufseher Wenz zu Wörrstadt zum Hauptsteueramts-Diener in Darmstadt ernannt; dem Schullehrer Dietz zu Klein-Hausen eine Lehrerstelle zu Lampertheim, dem Schulamtsasp. Besand aus Stein— Bockenheim eine Lehrerstelle zu Groß-Winternheim über— tragen; der Lehrer Schrod zu Lindenfels zum Lehrer an dem Schullehrer-Seminar zu Bensheim ernannt; dem Schulamtsasp. Massing aus Astheim die Lehrerstelle zu Heimersheim übertragen.
X. Ausschließung von der Rechtsanwaltschaft. Rechts— anwalt Haas zu Mainz ist von der Rechtsanwaltschaft ausgeschlossen worden.
XI. Cbarakterertheilungen.
XII. Dienstentlassungen.
XIII. Ruhestandsversetzungen.
XIV. Concurrenzeröffnungen. Die ev. Pfarrstelle zu Nieder-Moos, Gehalt 2331 M.; das Präsentationsrecht steht den Freiherrn zu Eisenbach zu. Eine Lehrerstelle zu Fränkisch⸗Crumbach, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Bauschheim, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Lützel-Wiebelsbach, Gehalt 900 M.; dem Fuͤrsten zu Löwenstein-Wertheim Rosenberg und dem Grafen zu Erbach⸗Schönberg steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle an der kath. Schule zu Lützel-Wiebelsbach, Gehalt 900 M. Eine Lehrerstelle zu Monzernheim, Ge— halt 900 M. Die Lebrerstelle zu Olfen, Gehalt 900 M; das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach— Fürstenau zu. Die Lehrerstelle zu Ober-Hainbrunn, Gehalt 900 M.; das Präsentationsrecht steht dem Grafen zu Erbach-Fürstenau zu. Die Lehrerstelle zu Wimpfen im Thal, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Sonder— bach, Gehalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Ober-Kains— bach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Erbach steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Momart, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach— Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrer— stelle zu Güttersbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach-Füͤrstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Erlenbach, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach⸗Erbach steht das Präsentationsrecht zu. Die Lehrerstelle zu Stockbeim, Gehalt 900 M.; dem Grafen zu Erbach ⸗Fürstenau steht das Präsentationsrecht zu. Die Stelle eines Kreis-Assistenzarztes für den Kreis Mainz mit einem Gehalt von 600 M. und einem Impfbezirk.
XV. Sterbefälle. Gestorben sind: Der Rendant Wagner zu Frankfurt; der Rechtsanwalt Müller zu Darmstadt; der Hauptzollamts-Assistent Erb zu Darm⸗ stadt; der Rendant Jäger zu Darmstadt; der Hüͤlfs⸗ gerichtsschreiber Rieß zu Darmstadt; der Rendant Bern— theisel zu Langen; der Schullehrer Feick zu Lampertheim; der Distrikts Einnehmer Heß zu Darmstadt; der Schul- lehrer Dickerscheid zu Erbes-Büdesheim; der Hofkeller— meister Ritsert zu Darmstadt; der Kreisarzt Dr. Weber zu Gernsheim; der Steuerrath Eckhard zu Darmstadt; der Pfarrer Kleberger zu Münzenberg; der Brücken⸗ wärter Fried zu Mainz; der Kreisdiener Sulzbacher zu Bensheim; der Schullehrer Helfrich zu Reinheim; der Oberst v. Diemar zu Bessungen.
— Der vierte Ausschuß zweiter Kammer hat über die verschiedenen Anträge wegen Anlage und bzw. staatlicher Subventionirung von Secundär⸗ bahnen Bericht erstattet. Der Antrag geht dahin: Die eingelaufenen Vorstellungen nebst Anlagen vorerst an Großh. Staatsministerium zum ge— eigneten Gebrauch bei der in Aussicht gestellten allgemeinen Prüfung der Frage gelangen zu lassen
— Der Gymnasiallehrer Prof Dr. Vogel zu Mainz wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt.
Berlin. Der Kaiser wird auch den Morgen des zweiten Tages dem Dombaufeste in Köln beiwohnen und den historischen Festzug von der Kaisertribüne auf dem Domhofe ansehen.
Berlin. Dem„Tageblatt“ zufolge verlautet, daß Bismarck die geplante Arbeiterversicherung durchaus unter Garantie und Aufsicht des Reiches stellen und jede Privatversicherung ausschließen will. Geheimarth Tiedemann ist zu legislator— ischer Vorarbeit ausersehen.— Die„Nat.-Ztg.“ veröffentlicht eine Zuschrift des Commerzienraths Baare, worin derselbe seine Stellung zur Frage der Haftpflicht und Arbeiterversicherung darlegt und den Vorwurf, er beabsichtige bei seinem Vorgehen die Großindustrie auf Kosten der Com— mune zu entlasten, widerlegt, im weiteren für sich und seine Freunde versichert, sie seien gern erbötig, zur Verbesserung der Lage der Arbeiter— welt so weit zu gehen, als die Grenzen der Er— werbsfähigkeit der deutschen Industrie nur irgend— wie gestatten.
— Wie man hört, denkt Bismarck bis zum
20. Oct. in Friedrichsruh zu bleiben und dann hierher zurückzukehren, um den Berathungen der deutschen Minister über die dem Bundesrath und Reichstage zu unterbreitenden Vorlagen bei— zuwohnen.
— Eine kaiserliche Verordnung aus Baden— Baden vom 29. September beruft den Bundes— rath zum 20. October ein.
Einer Mittheilung verschiedener Zeitungen gegenüber kann die„Nordd. Allg. Ztg.“ ver— sichern, daß der Erhöhung der Branntweinsteuer in dem Staatsministerium keine principiellen Bedenken entgegenstehen, an eine solche aber nur gedacht werden kann, wenn gleichzeitig die directen Steuern den indirecten soweit Platz ge— macht haben, daß die zwei- und dreifache Be— steuerung des Grundbesitzes wegfällt.
München. Der bayerische Gesandte beim Quirinal, Freiherr von Bibra, ist vorgestern plötzlich in Penugia gestorben.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Die Dele— gationen werden am 19. October nach Pest einberufen.
— Bezüglich der Zeitungsnachricht, wonach Kronprinz Rudolf in Berlin vornehmen Fremden gegenüber geäußert hätte, man finde in Wien die Entwickelung der Orientfrage weniger be— denklich, Rußland und Oesterreich könnten sich dergestalt vertragen, daß ersteres Constantinopel in Besitz nehme, wenn letzterem gestattet wurde, nach Salonichi zu gehen, ist die„Wiener Abend— post“ beauftragt, formell zu erklären, daß solche Aeußerung Niemandem gegenüber von dem Kron— prinzen gemacht wurde.
Pest, 2. Oct. Unterhaus. Der Minister— präsident Tisza erklärte in Beantwortung der Interpellation Madarasz' über die Flottendemon— stration, die der Türkei fortgesetzt bewilligten neuen Aufschübe bewiesen klar die friedlichen Absichten aller Mächte. Das auswärtige Amt bestrebe sich unausgesetzt, das europäische Concert im Juteresse der Erhaltung des Friedens zu sichern und werde hierin von der ungarischen Regierung' auf das Kräftigste unterstützt. Was noch geschehen werde, sei nicht im Voraus zu bestimmen, eine Landung von Truppen aber laut Instruction an den Commandanten außer dem Bereich der Möglichkeiten. Das Verlangen Madarasz', die Regierung solle garantiren, daß
pendance“ meldet: In Huyle bei Brügge haben
Ruhestörungen stattgefunden. Die Regierung
hatte einen Specialcommissarius abgeordnet, um
das Schulgesetz auszuführen. Die Dorfbewohner rotteten sich zusammen, um den Commissär zu vertreiben, welcher nun genöthigt war, militärische
Hilfe zu requiriren. Die Gendarmen gaben Feuer;
eine Person wurde getödtet, eine Person schwer verwundet.
Frankreich. Paris, 1. Oct. Hav.“ begleitet vom„Rappel“ gebrachte Gerüchte über das französische Geschwader im adriatischen Meere als unrichtig und erklärt zugleich, die Regierung sei fest entschlossen, sich nicht vom europäischen Concerte zu trennen, wenn schon sie die bisher gezeigte reservirte Haltung beibe— halte. Die neue Instruction des franzssischen Admirals in Ragusa geht denn auch, wie ge— meldet, dahin, im Einvernehmen mit den Mächten zu bleiben.
— 2. Oct. Die für Sonntag beabsichtigte, von Rochefort betriebene Kundgebung gegen die Flottendemonstration erhielt nicht die Genehmig— ung der Behörde. Das Verbot soll erfolgt sein, weil die Veranstalter derselben den gesetzlichen Erfordernissen für Abhaltung einer öffentlichen Versammlung nicht entsprachen.
— Hier machen sich zwei sich widerstrebende Strömungen der Orientpolitik bemerkbar. Gam— betta und seine Genossen drängen stürmisch zur Action, während Grevy und Barthélemy St. Hilaire, der öffentlichen Meinung Rechnung tragend, in absoluter Neutralität verharren wollen. Lord Lyons, gestern Abend von London zurück— gekehrt, wurde sofort vom Minister des Aus— wärtigen empfangen.
Großbritannien. London, 1. October. Nach dem gestrigen Cabinetsrathe hatten die Botschafter Frankreichs, Deutschlands, Rußlands und Italiens sowie der türkische Geschäftsträger eine Unterredung mit Granville im Auswärtigen Amte.„Daily News“ zufolge billigte der Ca— binetsrath die Action der Bosschafter in Con— stantinopel und deren Festhalten au der Collectiv— Note vollständig. Die Regierung sei durchaus nicht gewillt, ihre Entschließung zu ändern. Man könne annehmen, alle Minister seien darüber einig, daß neuer Aufschub oder fortgesetzte Hals— starrigkeit seitens der Pforte vielleicht eine Action in den Dardanellen nothwendig machen würde. Auf Montag ist abermals der Cabinetsrath ein— berufen; Hartington hat deßhalb seine Abreise nach Balmoral verschoben. Admiral Seymour zeigte dem Ministerium telegraphisch an, das Geruͤcht von der Niederbrennung Duleigno's sei unbegründet.
— 1. Oct. Der dentsche Botschafter Graf Münster besuchte heute Gladstone und Granville.
— 2. Oct. Eine Schachtel mit einer be— trächtlichen Menge Schießbaumwolle und Zünd— hütchen, sowie ein Kautschukschlauch wurden am Donnerstag Abend in einer Vorstadt Londons, in Brook Green, gefunden. Die Polizei stellt Erhebungen an. Man legt der Affaire keine große Bedeutung bei.
— Die britische Regierung faßt ein even⸗ tuelles Aufgeben der Flottendemonstration nur für den einzigen Fall in's Auge, daß die Pforte die Uebergabe Dulcignos unter den von den Mächten gebilligten Modalitäten direct bewerk— stelligt; eventuelle dilatorische Vorschläge der Pforte wird die britische Regierung zurückweisen. — Die vereinigte Flotte erhielt Befehl, sich bereit zu halten, um am 4. Oct. nach Teodo auszulaufen.
Dublin. Der Vicekönig hat eine Belohnung von 1000 Pfund Sterling für Ergreifung des Mörders des Lord Mounthmorris ausgesetzt
und allen Mitschuldigen volle Amnestie zugesagt,
die ungarische Wehrkaft nicht in Action trete, welche Mittheilungen machen würden, die zur sei verfassungsmäßig unzulässig. Wenn die Wehr-J[Verurtheilung des Mörders führen könnten.
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