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dazu Angeschuldigten P. Schieferstein von Hochelheim, K. Weber von Dudenhofen und J. Amend von Münch⸗ holzhausen für„Nichtschuldig“ erklärt und demgemäß frei⸗ gesprochen. In der heutigen Sitzung stand Gr. Coule von Ruhlkirchen wegen Körperverletzung mit tödtlichem Erfolg vor den Geschworenen. Derselbe wurde zu 1½ Jahr Gefängniß verurtheilt.
Herbstein. In der Nacht vom 27. zum 28. Sept. wurden unsere Einwohner durch den Feuerruf aus dem Schlaf erweckt. Es brannten 3 Häuser mit Stallungen total ab.
Offenbach. Die Nachricht von der Entdeckung des Urhebers des Mordes im Heusenstammer Walde ist eine irrige, der Thäter ist leider noch nicht ergriffen. 4
Offenbach, 29. Sept. Kaum hat sich die Auf⸗ regung wegen des Mordes im Heusenstammer Walde, dessen Urheber leider noch nicht ergriffen ist, etwas gelegt, als die Nachricht von einem Todschlag in dem benach⸗ barten Kleinkrotzenburg eintrifft. Ein dortiger Taglöhner verwundete seine Haus wirthin lebensgefährlich durch einen Beilhieb, so daß der Tod bald nach der That erfolgte.
Caste l. Auch wir haben unsere„Vitrioleusen“. Am Sonntag Abend gegen 10 Uhr wollte sich der Packetpost⸗ träger B. von Castel von dem dortigen Postamte nach dem Bahngebäude der Nassauischen Staatsbahn begeben; B. wollte nämlich die eingelaufenen Poststücke zur Weiter⸗ beförderung zur Bahn bringen. Als der Postbote in die Nähe des Hauses des Colonialwaarenhändlers N. in der Mainzerstraße kam, wurde ihm von der Tochter des N. ein mit Vitriol gefülltes Glas ins Gesicht und auf die Kleider gegossen. Der Verwundete schrie vor Schmerz laut auf und war auf einige Zeit wie von Sinnen, bis sich einige Passanten seiner annahmen. Der Postbote hat verschiedene Verletzungen im Gesicht, eben— so sind seine Kleidungsstücke und Postgegenstände von dem Vitriol fast total verbrannt. Die Staatsbehörde hat bereits wegen Körperverletzung Anklage erhoben, auch verlangt die Postbehörde wegen der ihr zugefügten Be— schädigungen Schadenersatz. Bezüglich der Motive, die das Mädchen veranlaßt haben, so schändlich zu handeln, verlautet, daß dasselbe ein Verhältniß unterhalten, von
welchem der Vostbote gewußt habe. Der Beamte habe nun von seinem Wissen öfters Gebrauch gemacht und darüber sei das Mädchen so erbost gewesen, daß es sich zu dem Verbrechen habe hinreißen lassen. Mainz, 28. Sept. Der Mörder Peter Schmitt aus Worms wurde heute Vormittag um 10 Uhr unter starker Bedeckung hier eingebracht und in dem Arresthaus internirt. Oppenheim, N. Sept. Die seit gestern eröffnete Ausstellung von Zeichnungen und Lehrlings arbeiten er- freute sich gleich am ersten Tage eines recht zahlreichen Besuches. Das Urtheil ist ein überaus günstiges. Darmstadt, 29. Sept. Gestern verstarb dahier der Großh. Minister i. P., wirklicher Geheimerath und lebenslängliches Mitglied der ersten Kammer der Stände Dr. R. Freiherr von Dalwigk zu Lichtenfels. Worms. Auch der zweite Polizeidiener ist an den am letzten Sonntag auf dem Tanzboden erhaltenen Messerstichen verstorben.
Allerlei.
Heidelberg, 29. Sept. Gestern Abend hat sich hier der Sohn des berühmten Naturforschers Karl Vogt erschossen. Derselbe war in der Winterschen Buchhand⸗ lung hierselbst beschäftigt; die Motive der unseligen That sind unbekannt.
Oberammergau, 26. Sept. Zur heutigen vom Wetter begünstigten 39. und letzten Aufführung des Passionsspieles ist der Besuch, wenn auch immerhin noch ziemlich zahlreich, doch ein weit geringerer als erwartet worden war und wohnten der Aufführung 3500 Per— sonen an.
New⸗Pork. Die letzten Wochen haben außcrordent⸗ lich heftige Stürme an den südlichen Küsten der Ver- einigten Staaten und in Westindien gebracht. Besonders furchtbar war ein Cyklon, der in den ersten September— tagen die Küste von Florida buchstäblich mit Trümmern zu Grunde gegangener Schiffe und einer erschreckenden Anzahl Leichen bedeckte. Der von New-Vork nach Havannah und Mexiko bestimmte Dampfer von der Alexander-Linie „Vera Kruz“ allein stellt zu diesem Heer der in den
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50 Personen. Es war am 25. August, daß das neue, starke und schöne Schiff mit 51 Köpfen und 30 Passagieren in beiterstem Wetter den Hafen von New⸗Nork verließ. Fünf Tage darnach trieben die Trümmer des von dem furchtbaren Wirbelsturm erst eingedrückten und dann auseinandergerissenen Fahrzeugs auf dem Ocean an das nahe Gestade der floridanischen Halbinsel. Von den 81 Menschenleben aber hatten die empörten Elemente über 60 in die Tiefe gerissen, während die 25 bis 20, welche nackt und zerschlagen an die Küste geworfen waren, im Augenblick ihrer Rettung kaum noch wirkliche Menschenleben genannt werden konnten.
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