Ausgabe 
2.10.1880
 
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Samstag den 2. October.

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n. . Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Areisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal wöchentlich und zwar Dienstag, Donnerstag und Samstag.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

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Amtlicher Theil.

Polizeireglement für die Kreisstadt Friedberg. Nach Vernehmung des Gemeinderaths und der Localpolizeibehörde von Friedberg und mit Genehmigung Großherzoglichen Ministeriums

des Innern und der Justiz vom 25. September 1880 zu Nr. M. J. 20401 wird bestimmt: f §. 1. Die Badgasse darf von ihrer Einmündung in die Kaiserstraße bis zu der ersten Quergasse an der von Helmolt'schen Hofraithe mit Erndte und breit geladenen Wagen nicht befahren werden F 2. Uebertretungen des§. 1 werden nach Maßgabe des§. 366 pos. 10 des Strafgesetzbuchs bestraft. Friedberg den 30. September 1880.

Großherzogliches Kreisamt Friedberg. Dr. Braden.

An die Großherzoglichen Bürgermeistereien in den Großherzoglichen Districts-Einnehmereien Friedberg und Nieder-Wöllstadt. Wir ersuchen Sie in Ihren Gemeinden durch die Schelle bekannt machen zu lassen, daß die Berichtigung der Forst- und Feldstrafen für die 4. Periode 1880 vom 1. bis 25. October dieses Jahres an den Zahltagen Dienstags und Donnerstags ohne Mahnung anher geschehen kann. Großherzogliche Distrietseinnehmereien Friedberg und Nieder-Woͤllstadt.

Friedberg am 30. September 1880.

Weigel.

Nieß.

Deutsches Reich. Darmstadt. Militärdienst- Nachrichten.

Oberst v. Strantz vom 2. Gr. Drag.⸗Rgt. Nr. 24

wurde als Comm. der 13. Cavallerie-Brigade nach Münster versetzt; Major v. Dresky, fruͤher im 1. Gr. Drag.⸗Rgt. Nr. 23, zum Comm. des 2. Gr. Drag.⸗Rgt. Nr. 24 ernannt.

Berlin. Kaiser Wilhelm geht zum Kölner Dombaufest mit der Kaiserin, dem Kronprinzen, der Kronprinzessin und allen Prinzen seines Hauses sund hat auch alle deutschen Fürsten eingeladen. Zuverlässiger Mittheilung desDresd. Jour. zufolge begibt sich der König von Sachsen denn much am 14. Oct. nach Köln. Der Kaiser wünscht, daß das Fest als ein Nationalfest angesehen werde, da Fürsten und Bürger, Katholiken und Protestanten zum Baue beigetragen haben.

DieAgence Havas erfährt, alle Ge wüchte über Zusammentritt einer neuen Conferenz oder Vornahme einer Flottendemonstration am Bosporus seien bisher gänzlich unbegründet.

Kiel, 29. Sept. Die NachtHohenzollern mit dem Kronprinzenpaar und den Prinzen Wilhelm und Heinrich lief um 4 Uhr Nach mittags bei prachtvollem Wetter ein; nachdem die KorvettePrinz Adalbert eingetroffen, be gaben sich die prinzlichen Herrschaften an Bord desPrinzen Adalbert, wohin auch der Admirali tätschef sowie die anwesenden Admiräle und Gene wäle sich begaben. Der Admiralitätschef brachte Abends 8 Uhr fand an Bord desPrinz Adalbert ein Diner statt. Die kronprinzlichen Herrschaften übernachten in Kiel und kehren morgen nach Berlin zurück. Maclean wurde zum Admiral, Seckendorff zum Torvettenkapitän ernannt. l

Straßburg, 28. Sept. Wie dieElsaß Jothringische Zeitung meldet, tritt der Statt Halter, Feldmarschall Freiherr v. Manteuffel, morgen die Rückreise von Gastein an und trifft um Freitag hier ein.

Ausland. 1

Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 28. Sept Unterhaus. Tisza beantwortete die Interpella ion Miklos wegen antisemitischer Bewegung und erklärt, die Regierung identificire sich vurchaus nicht mit von Istoczy inaugurirten

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Bewegung, bisher sind der Regierung zur gegen das Verhalten Riza Pascha's in Duleigno Falls nach bei der Pforte Protest eingelegt. Der Sultan eines Vereins Jaarin bestünde, zwischen verschiedenen Classen der Nationalitäten und Confessionen Zwistigkeiten

Statuten eines antisemietischen Vereins Henehmigung vorgelegt worden.

iner Statutenfassung der Zweck

bervorzurufen oder mit den Landesgesetzen und diesem Ersuchen bisher nicht entsprochen. 30. Sept.

er Verfassung im Widerspruch stünde, würde

die Regierung die Genehmigung versagen, so lange eine Bewegung auf theoretischem Gebiet bleibe, reiche die Presse selbst als Gegenwaffe eventuell das Preßgesetz aus, sobald aber die gesetzlichen Schranken verletzt, werde die Regierung von ihrem gesetzlichen Rechte solche Agitationen zu verhindern Gebrauch machen. Die Antwort wurde zur Kenntniß genommen. 30. Sept. Im Unterhause interpellirte Abadarasz den Ministerpräsidenten, ob die ungarische Regierung geneigt sei, ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß seitens der Großmächte keine Gewalt gegen die Albanesen zu Gunsten Montenegro's ange wendet werde, und ob dieselbe, was auch das Resultat ihres Strebens sein möge, das ungarische Abgeordnetenhaus versichern wolle, daß bei der Anwendung von Gewalt gegen die Albanesen die ungarische Kriegsmacht nicht mitwirken werde.

Frankreich. Paris, 29. Sept. Die französische Regierung erneuerte, demTagebl. zufolge, in dem gestrigen Ministerrath den Beschluß, vor Dulcigno in absoluter Reserve zu verharren. Contreadmiral Lafont erhielt Ordre, weder an einem Bombardement noch an einer Landung theilzunehmen. Art. 9 der fran zösischen Verfassung von 1875 verhindert dem! Präsidenten, ohne Zustimmung der Kammern Kriegsmaßregeln zu ergreifen. Nach demNeuen Wiener Tagblatt erhielt der deutsche Consul in Skutari Befehl, die Stadt nicht zu verlassen.

Großbritannien. London. DiePall. Mall. Gazette meldet: Der Kohlenvorrath, welcher bereits in die PachtLivadia verladen war, wurde wieder ausgeschifft. Taucher unter suchen den Kiel derLivadia. Die in London sich aufhaltenden Nihilisten sollen die Existenz einer Verschwöͤrung zugestanden und ihre Be kannten in England benachrichtig haben, daß es gefährlich sei, an Bord derLivadia zu fahren.

29. Sept. Der Staatssecretär des Aus wärtigen, Granville, welcher bei der Königin in Balmoral war und dort eine Woche bleiben sollte, ist nach London abgereist, wohin er wegen dringender Staatsgeschäfte berufen wurde. Es findet eine wichtige Gesammtsitzung des Ministe riums in der orientalischen Angelegenheit statt.

Türkei. Constantinopel, 29. Sept. Die Botschafter der Großmächte haben am 26. Sept.

ersuchte darauf die Botschafter um Bewilligung einer kurzen Frist und gleichzeitig um Zurück⸗ nahme des Protestes. Soweit bekannt, wurde

Die Botschafter der Groß

0 mächte unterzeichneten gestern ein Protokoll, wo nach ihre Regierungen zum Beweise der voll ständigen Uneigennützigkeit, mit welcher sie die Ausführung des Berliner Vertrages verfolgen, sich verpflichten, bei keinem Arrangement, welches als Consequenz ihrer behufs Ausführung des Berliner Vertrages bezuglich der montenegrin ischen und der griechischen Frage vereinbarten Action eintreten könnte, irgendwelche Gebiets vergrößerung, irgendwelchen ausschließlichen Ein fluß oder irgendwelchen commerciellen Vortheil anzustreben, der nicht gleichmäßig auch den anderen Nationen zu Gute käme.Italie will wissen, in der Situation betreffs Dulcigno's wäre eine wichtige Veränderung eingetreten. Die Pforte verlangte eine am Montag ablaufende Frist und versprach eine befriedigende Lösung vorzuschlagen.

Serbien. Belgrad, 28. Sept. Der Fürst von Bulgarien trifft am 5. Oct. hier ein.

Montenegro. Cettinje, 28. September. Von guter Seite wird bestätigt, daß Riza nach Cettinje erklären ließ, er werde den Versuch, gegen Duleigno vorzugehen, als casus belli be trachten. Dadurch ist die Lage vollständig ver ändert. Der Vormarsch der Montenegriner so wie die Flotten-Abfahrt bleiben vorläufig vertagt. Die Mächte eröffneten neue Verhandlungen, weil nunmehr nicht blos die Albanesen-Liga, sondern die Pforte selber in die Action tritt.

30. Sept. Einer Meldung derTimes aus Ragusa von gestern zufolge wäre Duleigno auf Befehl der albanesischen Liga niedergebrannt worden. Die Meldung ist jedoch unbegründet. Duleigno steht unverändert, mehrere hundert Albanesen verließen die Stadt gestern. Die Ge rüchte, daß einzelne Mächte die Schiffe ab berufen wollen, werden gutseitig dementirt. Die Verhandlungen zwischen den Mächten stocken momentan. Die Fortführung derselben ist von dem Ergebniß des heutigen englischen Minister⸗ rathes abhängig

Aus Stadt und Land.

S. Friedberg, 1. Oct. Bei der gestern stattge⸗ habten Gemeinderathswahl haben von 729 in die Liste eingetragnen Wahlberechtigten 292 abgestimmt. Gewählt wurden auf neun Jahre G. Hieronymus mit 273 St., E. Hirsch mit 237, J. Koob mit 196 und L. Waas mit 179 St.; auf sechs Jahre G. Falck mit 191 St.; und auf drei Jahre E. Philippi mit 185 und J. Pfeffer mit 144 Stimmen. Die zunächst Höchstbestimmten waren E. Häberle mit 124 und W. Curtman mit 105 Stimmen.

Friedberg. Wie alljährlich, so kommt es auch diesen Herbst vor, daß einzelne Bäume in besonders günstigen Lagen zum zweitenmale blühen und wird uns diese Thatsache von verschiedenen Seiten gemeldet, so aus Rendel, Ober⸗Wöllstadt, Friedberg ꝛc. ꝛc.

Gießen, 29. Sept. Schwurgericht. In der gestrigen Sitzung wurden die des Meineids resp. der Verleitung