Ausgabe 
28.8.1879
 
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Andrassp sprach die Hoffnung aus, daß die Oceu⸗ pation des Sanoschaks Novibazar ohne blutige Zwischensälle durchgeführt werde. Wenn dieselbe ohne eine Convention mit der Türkei erfolgt wäre, würde in der Türkei der Glaube entstanden sein, daß Oesterreichs Marschziel Salonichi sei. Die Occupation Novibazars bezwecke nur die Wahrung der Handelsinteressen Oesterreichs mit Salonichi, die Befestigung dec österreichischen Stellung in Bosnien und die Sicherung des Berliner Ver- trages. Graf Andrassy bestätigte, daß Graf Karolpi das Portefeuille des Aeußern abgelehnt hat, und erklärte, er werde bemübt sein, durch seine Vorschläge die Wahl des Kaisers auf den zuverläffigsten und säbigsten Mann zu lenken. Die innere Politik berührend hob Andrassy hervor, daß der Dualismus das Product der geschicht⸗ lichen Entwickelung sei und sprach die Ueberzeugung aus, daß sich auch in Oesterreich eine Partei bilden werde, welche den Muth besitze, sich als Regierunge-Partei zu bekennen. Baron Haymerle ist gestern hier eingetroffen und hatte eine längere Conferenz mit dem Grafen Andrassy,

DasArmee Verordnungsblatt meldet: Baron Jovanovics ist von seinem bisherigen Dienstposten als Stellvertreter des commandirenden Generals und Chefs der Landesregierung von Bosnien und der Herzegowina auf sein eigenes Ansuchen unter dem Vorbehalt anderweitiger Wie. derverwendung enthoben und Feldmarschalllieutenant Baron Dahlen an dessen Stelle ernannt.

Die General-Versammlung des Verbandes

gegangen, die alte Frage offen lassend: was fräher grauliches Ei, und die Schwarzamsel ein makt⸗ Kernbeißer und es auch meiner Weisheit nicht ein, entschiedene Grünfink haben die kuriosesten Eier, sie sind mit Partei in dieser delikaten Frage zu nehmen und eigenthümlichen Zeichen bedeckt, kabbalistischen Let⸗

gewesen, die Henne oder das Ei. Natürlich fällt grünes und gesprenkeltes Ei.

ich würde mich gern mit der Prüfung der Farbe, tern, dle vielleicht nur den Grünfinken und Kern⸗ Form und dem Geschmack der Eier bescheiden. beißern verständlich sind; man findet meistens die Die Farbe, Färbung und Zeichnung der Eier ist Zahl Fünf oder auch die Zahl Sieben auf der

beinahe so manigfaltig wie das Gefieder der Vögel Schale und daneben allerhand Schnörkel. Bei 1 10 hn

und ebenso mannigfaltig ist die Art der Lokalität, in] der Wachtel findet man die großen braunen Flecken,

welcher die Eier ausgebrütet werden. Während der während das Rebhuhn sich mit einem schlicht⸗gelb⸗ Adler auf dem hohen Eichenhorst sein verhältniß- lichen Ei begnügt. Eine ausgesprochene Aehnlichkeit

mäßig kleines Ei von grünlich unschöner Färbung haben die Eier der Raubvögel und hochnistenden 10 Ain

ausbrütet, legt es der Vogel Strauß mitten in die Arten, wie Raben, Krähen, Elstern, Geier. Die kahle Wüste, der Allmutter-Sonne das Brutge- Färbung ist durchweg unschön, eine häßliche Misch⸗ schäft überlassend und das Schwalbenpaar sorgtssung von Grün und Schwarz. Alle diese Vögel dafür, daß seine Eier in einem hübsch gemauerten haben eine verwandte Nahrungsweise: Fleisch, Aas, Hause untergebracht werden; die Webervögel Larven, durchweg animalische Substanzen. Viele flechten und weben sorgfältig ihre Nestgruppen Vögel, in der Freiheit mit einsach schwarzem oder und das Zaunköniglein baut ein rundes Haus schwarzgrauem Gefieder, haben grüne, grünliche mit einem Eingang, während die Elster in ge⸗ oder schwarzgrüne Eier; Amsel, Krähe, Adler, ja schickter, wenn auch nicht in geschmackvoller Weise selbst der schwärzliche flügellose Casuar der Tropen, ein Dach über ihrem Gehege anzubringen weiß. hat ein sehr schönes, einfarbiges grünes Ei. Der Ein kleiner Vogel, die Meise, kann acht, sogar lichter gefärbte Vogel Strauß hat ein weißes oder zehn, mitunter sogar zwölf hübsche große Eier hellgelbes Ei; die Krast der Färbung des Casuar⸗ legen und sämmtliche zur Reife bringen, während gefieders, wenn man den Flaum Gefieder nennen dem Kukuk das eine Ei schon zu viel ist, und er, kann, scheint sich in anderem Tone auf der Eier ein wahrer Rabenvater, dasselbe dem nächsten schale wiederzufinden. Es ist ziemlich derselbe Fall bestenFreund in das Haus tragen läßt. Viele mit der schönen Schwarzamsel, welche, wie bemerkt, Vögel legen die schönsten, denkbar buntesten Eier, ein grünes Ei legt. Nach derselben Theorie müßte während andere wieder, namentlich die uns ver- allerdings die Ente ein schwärzliches Gefieder trautesten, sich mit der denkbar schlichtesten Farbe, haben, denn sie legt auch ein grünliches Ei. der weißen, begnügen. Weßhalb legt die schwarze Uebrigens kommt im Gefieder des Enterichs die

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der österreichischen Müller beschloß, den Vorstand Amsel ein sanftgrünes Ei? Weßhalb legt die zu beauftragen, in der Kürze Schritte bei dem Grasmücke ein bläuliches? Weßhalb legt endlich Ministerium und dem Reichsrath zu thun, damit das Huhn nur ein weißes Ei? Ja, wer diese Oesterreich einen Mehlzell von mindestens einem simple Frage beantworten könnte! Gulden pre Centner einführe. Z3uischen der Färbung der Vogeleier und dem Schweden. Stockholm, 24. Aug. Der Gefieder der bezüglichen Arten besteht jedenfalls russische Thronfolger ist heute auf dem königl. ein Zusammenhang, welcher bislang noch wenig DampfbootSköldmön, welches mit den höheren aufgeklärt, weil er noch selten behandelt wurde Hofbeamten an Bord nach Waxholm entgegenge- und wohl auch weil damit eines der räthselhastesten fahren war, hier eingetroffen. Der Thronfolger und schwierigsten Probleme der Farbenbildung in wurde unter Kanonensalut in der königl. Schaluype Betracht kommt. Bei einigen Arten läßt sich eine nach Skeppsbro geführt, wo die Spitzen der Be⸗ Aehnlichkeit zwischen der Färbung des Gesieders börden zu seinem Empfange anwesend und eine und der Färbung der Eier sofort erkennen; bei Ebren- Compagnie aufgestellt war. Die Musik anderen wird die Aehnlichkeit erst erklärbar oder spielte die russische Nationalhymne. Der König nachweisbar aus der Verwandtschaft der Farben mit militärischem Gefolge empfing den Großfürsten und bei anderen wieder verschwinden vollständig

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schönste schwarze Farbe vor und zugleich das schönste Grün, und schon diese Anhaltspunkte sind nicht von der Hand zu weisen.

Nehmen wir eine Menge Vögel, welche in oder bei unseren Häusern wohnen, und suchen wir nach der Erklärung der übereinstimmend weißen und weiß lichen Farben ihrer Eier, so können wir nicht anders als zunächst bei der Nahrungsweise stehen bleiben. Hühner, Tauben, Gänse, Enten weisen dieselbe Farbe auf, sind aber in ihrem Futter so verschieden wie möglich. Huhn und Ente sindAllesfresser, und das erstere hat ein weißes, die letztere ein grünliches Ei. Die Leute erklären vielfach die weiße Farbe von der Menge Kalk, welche Hühner und Tauben zu verschlingen pflegen. Aber die Mauerschwalbe, einer der delikatesten Insektenvertilger, hat gleich;

auf der Schloßgartentreppe in herzlichster Weise. alle Anhaltspunkte, die zu einer Erklärung führen falls schöne weiße Eier, und es ist nirgends von Spanien. Arcachon, 24. Aug. Gestern könnten. Je bunter der Vogel, um so bunter die ibrer Vorliebe für Kalk die Rede. Zuletzt müssen hatte der König von Spanien eine neue Zusammen- Eier, hat man hier und da sagen hören, indessen wir dennoch auch einen Einfluß des Wohnraums,

kunft mit der Erzherzogin Marie Christine.

gilt dies nur zum Theil von den Eiern und dem des Gemäuers, des Gesteins auf Gefieder und Ei

Rumänien. Bukarest, 25. Aug. Die Gefieder der farbenbunten Vogelwelt brastlianischer annehmen. Vielleicht würde dem Ornithologen

Meldung eines Wiener Blattes von einem Attentat und australischer Urwälder. In den alten Kultur- gegen den Minister Cogalniceanu ist unrichtig. ländern kann man wieder eine Menge der buntesten

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die Lehre von der Vererbung auch bier einiger

maßen zu Hilfe kommen wenn er nicht just auf

Dasselbe reducirt sich darauf, daß vor 5 Tagen Vögel nachweisen, welche ganz weiße oder matt diesem Gebiete wohl vollständig von handgreiflichen

eine aus Unvorsichtigkeit abgeschossene Kugel in gefärbte Eier haben, wie beispielsweise der Fasan

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Nachweisen verlassen wäre. Er ist genöthigt, sich

der Villa Cogalniceanus eine Fensterscheibe des und der Pfau. Ein Zusammenhang zwischen der an die vorhandenen Thatsachen und Erscheinungen Speisesaales zertrümmerte, in welchem Niemand Nahrung und der Färbung des Gefieders dürfte zu halten. Wenn aber schon die Gestalt des

anwesend war. Griechenland. Athen, 25. Aug. Nach- mehr das Licht, die bunte Umgebung einwirken richten aus Kreta zufolge erklärte sich die dortige und in allen Fällen die beiden Momente zusammen⸗ christliche Bevölkerung gegen die Entscheidungen genommen. Auffallend ist es, daß wir eine ganze der Pforte in der Amnestiefrage und überreichte Reihe von Vögeln haben, welche mit dem Menschen dem Gouverneur eine darauf bezügliche Adresse. in mehr oder minder enger Berührung leben und Von verschiedenen Punkten Kretas werden An- die sämmtlich einfarbige, schlichtweiße oder gar sammlungen Bewaffneter signalisirt. mattgrüne Eier haben. Das Haushuhn, dessen

Aus Stadt und Land. Gefieder an Buntheit Nichts zu wünschen übrig ee dee nen en n ere läßt, legt nur weiße Eier, die Ente desgleichen * 4 8 1 7* 7 N

Thore wurden uns heute neue Birnblüthen von einem weiße und mattgrüne Eier, die Gans weiße, der Baum, der zugleich reise Frucht hat, gebracht, in die se m Sperling weiße mit schmutziggrauen Flecken, die Jahre, bei der schlechten Wüterung, gewiß eine Seltenheit. Mauerschwalbe und Eule weiße, die Taube weiße 2 und der stolze Pfau, dessen Heimath in den Ur- Allerlei. äld g 55 es 0 795 1 kommt der

ankfurt, 22. Aug. Lehrer Heinrich Ritt t 4 1 0 5 l e ee S in Oberrad, der sich als Lehrer eee weißen Farbe sehr nahe. Ein Einfluß der mensch⸗ lichkelisvergehen an Kindern zu Schulden kommen ließ, lichen Kultur auf die Färbung scheint vorhanden wurde von den Assisen zu Frankfurt zu 10 Jahren Zucht- zu sein, aber eine Erklärung der Sache ist schwer.

haus und 10 Jahren Ehroerlust verurtheilt. f i i i Rödelheim, 23. Aug. Heute fiel hier ein bejahrter Eine ganz andere Erscheinung bietet die Welt Mann in die auf seinem Hofe befindliche Juchengrube] der heimischen Singvögel. Hier zeigt sich mit der und ertrank. Buntheit des Gefieders auch eine größere Buntheit der Eier, und sehr häufig findet man die Farben

oder Farbentöne des Gefieders auf den Eiern

Die Färbung des Eies.

Vom Vogel und vom Gesieder desselben im wieder. Das Ei des prächtig gezeichneten Buch Haushalt der Natur ist allezeit mehr die Rede sfinken hat augenscheinlich einige Aehnlichkeit in der gewesen, als vom bescheidenen Ei und selbst der Farbe; es hat einen Grundton mit dem Kleid des schärsste Forscher ist gern dem Ei aus dem Wege Vogels gemein; die graue Lerche hat ein einfach

in keinem Falle wegzuleugnen sein, doch mag noch Vogels nachweisbar mit der Form des Eies in

Zusammenhang steht, dann ist ein Zusammen⸗ hang zwischen Farbe des Gefieders und des Eies gewiß nicht undenkbar. Einige Vogelarten, welche von rundlichen Formen sind, weisen mehr oder minder rundliche Eier auf, von der Wachtel und dem Rebhuhn und dem Perlhuhn bis zum Vogel Strauß; dagegen hat der schlankste Vogel, der Thurmsegler, das länglichste Ei. Je runder die Gestalt, um so runder das Ei; je schlanker die Gestalt, desto schlanker das Ei. Der Vogel Strauß und der Casuar haben im Verhältniß zu ihrer Größe sehr kleine Eier; dagegen haben einige wilde Hühnerarten ganz unverhältnißmäßig dicke Eier, und dasselbe ist der Fall beim Zaunkönig und bei einigen Meisenarten. Ueberall scheint die Natur die größten Willkürlichkeiten zu lieben, und det Mensch ist zuletzt nur froh, wenn er die Thatsachen konstatiren kann; in den seltensten Fällen gelangt er zu einer durchaus befriedigenden Erklärung. Diekugeligen Eier werden zu den Abnormitäten gerechnet; doch gibt es Hühnerarten, die sich absolul zu keiner anderen Form verstehen wollen.

Wenn man ein Perlhuhnei betrachtet, dann muß

man unwillkürlich an das merkwürdige Gefeder

des Vogels denken. Es ist eine direkte Aehnlich ke it nicht vorhanden; aber die ungemein schöne,

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