Handel und Verkehr baben fast aufgehör et; die Bankgeschäfte sind geschlossen. Die
Abmaisches der russischen Truppen von Philippopel Zahl der Erkrankten zugenommen.
512 Mann zur Aufrechthaltung der Ordnung Einwohner verlassen massenhast die Stadt. In mebreren
nach Hermanli. Städien des Südens ist die Quarantäne wieder eingeführt.
Serbien. Belgrad. Der Minister des 2 Junern Milojkodie hat aus Gesundheits- und Ueber Schlangenbisse. Familien⸗Rücksichten seine Entlassung gegeden und Von allen Seiten, auch aus ferneten Gegenden um Verleihung eines Gesandtschastsposlens ersucht. in Preußen und Sachsen, meldet man diesen Sommer Ristic hat Milojkovic zum Gesandten in Paris von dem häusigen Vorkommen der Kreusotter(Vipera und General Belimarkovie zum Gesandten in berus), und wenn es wahr ist, daß Heidelbeerjahre Wien vorgeschlagen. besonders günstig für solche Bisse sind, so kann
Rumänien. Bukarest, 17. Juli. Der der Sommer dieses Jahres insofern auch günstige Fürst hat die Demission des Cabinets Bratiano] Gelegenbeit zum Bisse geben, als die reiche Heidel. angenommen. In der heutigen Kammersitzung er- beerernte viele Beerensucher in den Wald und in klärte der Vicepräsident der Kammer, daß bis zur die Nähe der Vipern führt. Wir theilen hier die Neubildung des Cabinets die Kammer vertagt bleibe. Hauptmittel gegen Vipernbiß mit, die bekannt sind Rosetti ist trotz der gestern erfolgten Wiederwahl und welche Medicinalrath Dr. Küchenmeister in 75 entschlossen, seine Demission aufrechtzuerhalten.„Dr. N.“ soeben veröffentlicht. Aeußere Mittel:
— 18. Juli. Der Fürst hatte heute die 1. Wenn es sich um einen verletzten Finger oder Oppositionsführer zu sich beschieden, um wegen Zehe handelt, so unterbinde man sofort gleich Bildung eines neuen Cabinets Rücksprache zu über der gebissenen(gehauenen) Stelle, zwischen nehmen. Da dieselben sich jedoch außer Stande dieser und dem Herzen, das verletzte Glied und erklärten, ein parlamentarisches Ministerium zu sauge hierauf außerdem die Wunde aus. Das bilden, so dürfte das neue Cabinet voraussichtlich Ausgesaugte spucke man aus. Im Allgemeinen aus einer Fusion des Ministeriums Bratiano mit glauben wir, daß das verschluckte Schlangengift Mitgliedern des Centrums und des Senates her- nicht schadet, wenn es beim Hinabschlucken nicht vorgehen, da bei solcher Fusion auf eine Zwei- in Berührung mit einer wunden Stelle des Mundes, drittelmehrheit für die Regierung in der Kammer des Rachens, des Schlundes und Magens kommt. zu rechnen wäre. Das Aussaugen kann Jeder selbst oder ein Anderer
Griechenland. Athen, 18. Juli. Die besorgen, aber es muß sofort geschehen. 2. Hat Kammer wählte den Regierungs- Candidaten Pa- die Piper ihre Zähne in eine Fläche des mensch⸗ pamichalopulos mit 71 gegen 68 Stimmen zum lichen Körpers eingehauen und dahin ihr Gift ge— Präsidenten. spritzt, so sauge man, oder lasse man die Wunde
Rußland. Petersburg. Durch kais. aus saugen. Gefährlich ist dies, wenn der Saugende Ukas vom 14. Juli wird General- Adjutant(der Gehauene oder sein Begleiter) Wunden im Ignatieff zum zeitweiligen General- Gouverneur der Munde oder an den Lippen dat. 3 Sobald die Stadt Nischni⸗ Nowgorod und des gleichnamigen Wunde ausgesaugt ist, brenne man sie aus, oder Gouvernements für die Dauer des großen Jahr- lasse sie ausbrennen mit einer glühend gemachten marktes ernannt, wobei Ignatieff dieselben Rechte Nadel oder mit concenttirter Lösung von kaustischem erhält, welche durch Ükas vom 17. April den Amonlak oder starkem Salmiakgeist. Da die Beeren⸗ anderer zeitweiligen General- Gouverneuren ver- sucher nicht leicht glühende Nadeln bei der Hand
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liehen wurden.
Aegypten. Kairo. Hussein Pascha, der 3.
Sohn des Ex⸗Khedive ist nach Florenz abgereist, behufs Niederlassung seines Vaters in dieser Stadt.
Aus Stadt und Land.
H. Friedberg. Für die Lehrer des Kreises Friedberg dürfte es nicht uninteressant sein, zu erfahren, daß sich in letzter Zeit in hiesigem Kreise zwei Bezirks-Lebrer-Vereine gebildet haben, von denen der eine ein Glied des Landes— Lehrer ⸗ Vereins, der andere ein Glied des Landes-Turn⸗ Lehrervereins ist. Der erstere, Bezuksverein„Bad⸗Nauheim“, hält leine Versammlungen regelmäßig am 1. Mittwoch eines jeden Monals Nachmitlags um 3 Uhr bei Gast— wirth Klinkerfuß in Bad-⸗Nauheim. Er wird die Mit— glieder folgender Orte umfassen: Bauernheim, Fauerbach, Friedberg, Bad⸗Nauheim, Nieder-Mörlen, Ober-Mörlen, Ockfladt, Ober⸗Rosbach, Rödgen und Schwalheim. Der 2., das Turn⸗Lehrer⸗Kränzchen, das die sich dafür interessiren⸗ den Lehrer des ganzen Kreises umfassen wird, hält seine Versammlungen am letzten Samstag eines jeden Monats Nachmittags um 4 Uhr in der Brauerei von J. Burck dahier. Zweck des Kränzchens ist, das Schulturnen im Allgemeinen zu fördern, namentlich aber auch für Heran⸗ bildung lüchugec Turnlehrer Sorge zu tragen.
§. Worms. Am 9. und 10. Aug. d. J. findet in hiesiger Stadt der 10. Feuerwehrtag statl. Bereits werden mil Eifer die nölhigen Vorbereitungen getroffen, um die schon zahlreich angesagten Feuerwehren von Hessen und aus den benach⸗ barten Staaten würdig empfangen und ihnen in den Mauern der alten Reichsstadt brecht heitere Stunden bereiten zu können. Samstag den 9. August findet die Abgeordneten⸗ Versammlung im Casino⸗Saale statt. Sodann Abends 8½ Uhr großer Zapfenstreich, hierauf Concert in Wor reis Garten. Sonntag den 10. August, Morgenruf und Em⸗ pfang der Gäste. 12 Uhr: Uebung der hiesigen Freiwilligen Feuerwehr. Nachmittags 2 Uhr: Festessen, 3 Uhr: Umzug durch die Stadt, 4 Uhr: Concerie in Worreis Garten und im Europäischen Hof.
Allerlei. München, 19. Juli. Heute hat die feierliche Er⸗
öffnung der internationalen Kunstausstellung statigefunde n.
Luzern, 19. Juli. Einer Meldung des Baseler „Volksfreund“ zufoge ist heute der Goilthardibahnbau— Unternehmer Favre an einem Herzschlage im Goithardt— Tunnel gestorben.
Rom. Das Gericht verwarf Garibaldi's Klage auf Ehescheidung mit der Marquise Raimondi.
New Pork. Der Dampfer„State of Virginia“ ist auf der Fahrt von New⸗PYork nach Glasgow am 12. Juli unweit Sable Island be Nebel gescheitert. Drei Frauen und fünf Kinder sind umgekommen, die übrigen 74 Passa⸗ giere gerettet. Von Halifax wird Hülfe gebracht.
New⸗Yock, 19. Juli. In Memphis ist abermals ein Todesfall am gelben Fieber vorgekommen und hat die
baben, so sollten sie ein chemisches, flüssiges oder festes, Actzmittel in einem Fläschchen bei sich führen. Dazu eignet sich aber am besten die concentrirte Lösung von kaustischem Ammoniak; doch könnte man auch feste Aetzmittel, wie ein Stückchen kausti⸗ sches Kali(Lapus divinus) oder Wiener oder Filbos'sche Aetzpaste oder eine Chlorkalklösung zum Auflegen auf die Wunde mit sich füdren. Man würde gut thun, wenn man die Wundränder dabei möglichst auseinanderzöge, ehe man ätzte. Je ein Schröpfkopf und je ein Fläschchen Ammoniak und Chlorkalk genügt für eine ganze Gesellschaft. Das Uebrige wäre Sache des Arztes, den man sofort aufsuchen muß; böchstens könnte man das gebissene Glied sofort in ein Tuch, das man in das Wasser einer kalten Quelle oder eines klaren Waldbaches getaucht und mit Chlorkalklösung be seuchtet hat, umwickeln, beim Heimgang aus dem Walde bis zum Arzte.— Ein Hauptmittel aber, was Beerensuchern zu empfehlen wäre, ist die Vor, sicht. Die Lehrer sollten die Kinder dahin auf klären, daß sie nie barfuß in die Wälder gehen. Die Viper liegt geringelt da, ehe sie haut; im Moment des Hauens schnellt sie empor und streckt sich, bis auf etwa 5—6 Zoll Weite oder Höhe bauend, aus. Hat der Beerensucher ein Paar feste Stiefel, die er mit einem Bindfaden am Schaftende zusammengebunden hat, oder ein Paar hohe Leder- Stiefelettenschuhe an, die seinen Fuß bis 2 Zoll über die Knöchel des Fußes decken, so kann ihm die Viper nichts an den Füßen anhaben. Sie haut und spritzt ibr Gift in's Leder. Und eine wüthende Viper haut 4—5 Mal an dieselbe Stelle. Die nackten Füße werden am meisten von der Viper getroffen. Die letzte Schutzmaßregel ist die der gründlichen Vertilgung der Kreuzotter. Man schone und hege die Feinde der Viper, vor allem den Igel, dann den Storch und endlich den Eichelhäher. Verloosung.
Ba dische fl. 35⸗Loose von 1845. Ziehung vom 30. Juni 1879. Heimzahlung am 1 Oetober 1879. Nr. 42222 52604 53905 61404 82866 101330 155855 187934 266778 267786 à M. 1714 29. Nr. 42201—3 79 11 13 15 19 21 24 29 30 35 36 39 43 50 51953 60 63 67 73 75 78 80 84 85 87 90-92 94 95 52601—3 6—9 11 13 16 19 21—23 26 27 29 33 35 36 38 41—43 47 53901—4 6 8 10 17-19 23 27—29 33—35 37 39 40 44 47 61402 6 9 10 16 18 21 24 25 28 29
[Stück M 1., junge Hahnen per Stück 80 Pf., Enten
32 33 37 39— 41 43 45 47— 50 64451 58 60 62 63 68 70 72—78 81 83 86 88 9194—99 64702 3 11-16 17 18 20 22 24 26 27 31 32 34— 39 41 42 44 4 65052—54 57 59 62 63 65 67 73—79 82 87 91 9 97-100 71252 54 57 61 63—66 71 72 74—78 80 82 84—86 89 90 92 93 98 300 72852— 54 56 58 59 61 62 66 67 70 71 77 78 83 84 86 88 93 95—98 771525 5660 62 66 68 69 71 74 75 77 78 82 83 85 87 8 91-95 97200 82852 54 55 57—59 62 63 65 68 690 7275 7880 83 87 88 90 94 95 97-99 98004 6 9—11 14 16 17 19 20 23 24 27 28 34 36 37 39 41 46 47 101301 2 4 7 8 11 14 16 19 20 23 24 27 28 34 36 37 39 41 46 4749 104851 5355 58 60 66 69 71 72 74 76—79 82 83 87 89 92 97 98 113102 bis 8 10 12—14 19 20 22 24 25 27 30 32 36 38 39 44 47 48 50 155854 56 59 60 62 64 70 72— 75 7 80 81 83 85 86 88 91—96 99 900 180353 56 57 59
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Handel und Verkehr. Frledberg, 19. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. 80—90 Pf., Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 11 Pf. Gießen, 19. Juli. Auf dem heutigen Wochenmarkte kostete Butter per Pfd. 80— 82 Pf., Eier per Stück 5 Pf., Käse per Stück 4— 8 Pf., Tauben das Paar 80 Pf., Hühner per Stück M. 1.20, alte Hahnen per
per Stück M. 1 60, Kartoffeln, alte, per 100 Kilo M. 9½—10., neue Kartoffeln M. 15—16 per 100 Kilo, Zwiebeln per Centner M. 64. Ochsenfleisch 70 Pf per Pfund, Kub- und Rindfleisch 56— 60 Pf.. Hammel fleisch 60—70 Pf., Schweinefleisch 56-60 Pf., Kalb⸗ fleisch 46—50 Pf., Kirschen per Pfd. 12 Pf.
Gießen. Auf dem am 15. u. 16. d. M. abg haltenen⸗ Markte waren aufgetrieben 1614 Stück Rindvieh und 500 Stück Schweine; die Preise blieben unverändert und war schönes gutes Vieh da. Auf dem mit dem letzteren Tage verbundenen Krämermarkte(Kirschenmarkt) wurden weit über 300 Centner Kirschen verkauft, das Pfund 10— 18 Pf.; der Platz für Kirschen war zu klein und mußten in Folge dessen die öffentlichen Plätze in der Stadt noch zum Aufstellen verwendet werden. Nächster Vieh⸗ markt Dienstag den 29. d. Mts.
Frankfurt, 19. Juli.(Marktbericht.) Der heutige Heu- und Strohmarkt war gut befahren. Heu kostete je nach Qual. der Cent. M. 2— 3.50, Stroh M. 2— 2.60. Butter im Centner 1. Qual. 90 Pf., 2. Qual, 75 bis 80 Pf., im Detall 1. Qual. M. 1.10 2 Qual. M., I. Eier das Hundert deutsche M. 4, italienische M. 5.50, Gemüse. Weißkraut 15—20 das Stück, Rothkraut 30 Pf, Blumenkohl 50— 60 Pf., Zwiebel das Bündel 5 Pf., Gelb Rüben das Bündel 6—8 Pf., Kohlrabi das Stück 6 Pf., Erdbeeren das Liter 30 Pf., Bohnen das Pfund 30—50 Pf, Kirschen das Pfund 12—20 Pf., Kartoffeln das Pfund 5— 10 Pf, Ochsenfleisch das Pfund 65 70 Pf., Kuhfleisch 58—60 Pf., Rind- und Farrenfleisch 5055 Pf., Kalbfleisch 48— 55 Pf., Hammelfleisch 48— 65 Pf., Schweinefleisch 65 70 Pf., Hahnen M. 1.60—70 bis 2 M., Tauben 48—50 Pf., Enten 3—4 M., Gänse 3 bis 5 M., ganze Erbsen per 100 Kilo M. 18—23, ge⸗ schälte Erbsen M. 23—29., Bohnen M. 20— 24. Linsen M. 23-36, neue Kartoffeln M. 10.
Marburg, 19. Juli. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfo. 70— 80 Pf., Eier 4—5 Stück 20 Pf., Käse per Stück 8— 10 Pf., Zwiebeln 6— 7 Stück 10 Pf., Tauben das Paar 60— 70 Pf., Häbnchen das Stück 1 M. 20— 50 Pf., Hühner das Stück 80— 100 Pf. Salat 5—6 Köpfe 10 Pf., Kirschen per Pfd. 15—20 Pf., Kartoffeln 2 Liter 25-30 Pf.
Briefkasten.
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Die Redaction.
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