Ausgabe 
22.2.1879
 
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Zweite Geilage. be rhessischer 2 me iger.

fin . 5 . Erwiederung.

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Der Friedberger Consumverein und der Verband

ft die Ueberschrift einesEingesandt in Nr. 4 dieses Blattes, welches wohl zunächst bezweckte, den auf denz Austritt des obigen

LVereins aus dem Verbande der hessischen landwirthschaftlichen Consumvereine gerichteten Antrag des Vereinsvorstandes öffentlich zu * 2 f 2 f 2 1 2* a 1 4 2 3* 9 evLechtfertigen. Er wurde von mir auf Wunsch angesehener Mitglieder des Vereins und mit Rücksicht darauf, daß der Verwaltungs-

riedbe rath diesen Antrag bereits abgelehnt hat, seither unbeantwortet gelassen.

Crpinm Da das Verhältniß des Friedberger Vereins dem der Herr Einsender auffallender Weise den Charakter einesland i wirthschaftlichen nicht mehr beilegt zum Verbande indessen als besonderer Berathungsgegenstand auf die Tagesordnung der am un en 23. d. M. stattfindenden Generalversammlung gesetzt worden ist, halte ich mich verpflichtet, zur Verhütung falscher Unterstellungen

Die hervorragendsten Irrthümer desEingesandt sachlich zu berichtigen, indem ich jede Polemik vermeide und mir eine gründliche

Klarstellung des obigen Verhältnisses an anderer geeigneter Stelle vorbehalte.

in

( Demgemäß will ich dem Herrn Verfasser desEingesandt in Kürze erwiedern:

e 1 1. Es ist unrichtig, daß die Kosten des Verbandes sich im Jahre 1878 auf 11000 Mark beliefen. Die Gesammtunkosten

1 betrugen in Wirklichkeit 3900 Mark und konnten auf diesen verhältnißmäßig ganz außerordentlich niedrigen Satz nur

Strube 5* 3 5 8

Gerit dadurch redueirt werden, daß mit Ausnahme der gering salarirten Stelle des ständigen Secretärs Gugleich Redacteur

1 und Cassier) alle Verbandsämter unentgeltlich verwaltet werden; hierzu kommen 1800 Mark Kosten der Herstellung und dite 0 9 N 5 1 9

D Verabfolgung des monatlich erscheinenden Verbandsblattes, desFortschritt, welches gegen einen, die wirklichen Kosten

nur zu zwei Dritttheil deckenden, nach der Mitgliederzahl mit 30 Pfg. pro Kopf von den Vereinskassen zu zahlenden

IL jährlichen Abonnementspreis den sämmtlichen 4351 Mitgliedern der 67 Verbandsvereine ohne weiteren Entgelt zu⸗ 1 5 1 l 8 N. gestellt wird. 8 Dem Herrn Verfasser ist das Unglück zugestoßen, daß er eine von mir auf der letzten Delegirtenversammlung zu b. 28 3 N 3 T 5 5 i g r 3 Laaben Darmstadt bei den statistischen Mittheilungen über die Geschäftsresultate der Vereine genannte, die Gesammtunkosten f i 0 9 ö 8 N 1 der 67 Vereine darstellende, Ziffer(11751 Mark) mit den Verbandsunkosten verwechselt hat. * 1 5 8 3*. N f 2 5 2 N 0 8 3 3 2 l 2. Es ist unrichtig, daß den Friedberger Verein neben seiner seitherigen einzigen Zahlung von 30 Pfg. pro Mitglied als dan 3 2 8 a 8 3 1 8 2* 2. 3 2 50 Abonnementspreis für denFortschritt in Folge eines kürzlich gefaßten Delegirtenbeschlusses für den Fall seiner Nicht⸗

betheiligung am Waarenankauf eine Leistung von über 1000 Mark oder auch nur annähernd in dieser Hoͤhe treffen würde und überhaupt treffen könnte.

Der Delegirtentag hat allerdings im allseitigen Interesse den sehr berechtigten Beschluß gefaßt, daß Verbandsvereine, welche im Laufe des Jahres keine Waaren durch Vermittelung des Verbandes bezogen haben, neben dem Abonnement des Verbandsblatt, einen weiteren Beitrag zu den auch zu ihrem Vortheile entstehenden unter der oben erwähnten Ge⸗ enen, sich etwa auf 2100 Mark die übrigen 1800 Mark sind specielle Kosten

sammtsumme von 3900 Mark einbegriff des Waarenankaufs belaufenden allgemeinen Kosten leisten sollen.

Ein dießbezüglicher ganz mäßiger, im Verbandsausschuß unter Zustimmung der beiden Wetterauer Mitglieder bereits festgestellter, ebenfalls der Mitgliederzahl entsprechender Beitrag würde höchstens die Hohe der

jenigen Ausgaben erreichen, welche dem Verbande durch die Vergütung der Reisekosten der erwähnten beiden Ausschußmitglieder und zweier weiterer, verschiedenen Verbands-Commissionen angehoriger Genossen des Friedberger Vereins für die Be⸗

1 3 8 g 1* 1 8 R 8 8 theiligung an den betreffenden Sitzungen erwächst. Der Friedberger Verein würde es unter seiner Würde halten, seine ebenso⸗

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eigenen Angehörigen auf Kosten der übrigen Consumvereine an diesen Berathungen theilnehmen zu lassen und wenig ist es sicherlich der Wille seiner Mitglieder, den Theil der nicht durch den 30 Pfennigbeitrag gedeckten Kosten