Ausgabe 
18.11.1879
 
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einer Taxe unterliegen, und daß diese

pienstag den 18. November.

Oberhe

ssischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben. e

Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche

und zwar Dienstags,

Donnerstags und Samstags.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11

Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres⸗Conto bel uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die Verhandlungen über die Heeresergänzung, hier die Stempel- und Taxfresheit derselben.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzo lichen Bürgermeiste reien des Kreises.

Wr N Nachstehende Verfügung Großberzoglichen Ministeriums des Innern und der Justiz vom 4. laufenden Monats theilen wir Ihnen zur Kenntnißn ahme und genauesten Beachtung mit.

Das Großherzogliche Ministerium des Innern und der Justiz an die Großherzoglichen Kreisämter.

Es ist zu unserer Kenntniß gekommen, der in§. 89. 3. C. der Ersatzordnung gedachten untergebenen Polizeibehörden darauf hinzuweisen, lichen amtlichen Verrichtungen und Verhandlungen

werden müssen.

Betreffend: Das Feldgericht der 6. Periode 1879.

Zeugnisse Gebühren erboben werden oder Stempel daß nach§. 35 des Reichsmilitärgesetzes vom 2.

Friedberg den 15. November 1879,

Dr. Braden.

daß von einzelnen Polizeibehörden bei den rubricirten Verhandlungen, beziehungsweise für Ausstellung

adhibirt wird. Wir beauftragen Sie, die Ihnen Mai 1874 alle auf die Heeresergänzung bezüg⸗

mit Ausnahme der durch strafbare Handlung bedingten, weder einer Stempelgebühr, noch

v. Starck.

Bestimmungen auch auf die Verbandlungen über den freiwilligen Eintritt zum activen Dienste bezogen

v. Gag ern. Friedberg den 15. November 1879.

Der Großherzogliche Amtsanwalt zu Friedberg an sämmtliche Großherzogliche Bürgermeistereien der Amtsgerichtsbezirke Friedberg, Vilbel, Butzbach und Bad-Nauheim. Die Anzeigen der in der 6. Periode 1879 bis zum 19. November dieses Jahres einschließlich vorgekommenen Felofrevel sind nach Orts-

gemarkungen getrennt längstens bis zum 26, dieses Monats direct an mich einzusenden.

weise ich Sie auf die Verordnung vom 29. Aug

8. 2, 3, 6, 9 und 11 daselbst Regierungsblatt von 1879 Nr. 41. gerichte abzugeben habe, so muß ich eine genaueste Einhaltung der dort gegebenen Fristen und Einträge der Beschuldigten in die Register, welche nach§. 9 nach Ortschasten getrennt,

erfolgen haben, von Ihnen erwarten.

ust dieses Jahres, das Verfahren in Forst- und Da ich die Register

Wohnort

Bezüglich der Erfordernisse der Anzeigen ver⸗ Feldrügesachen betreffend, und besonder- die bis zum Schlusse dieses Monats an die Amts- Bestimmungen, hauptsächlich auch bezüglich der und Namen in alphabetischer Ordnung t. ꝛc. zu

Ich bemerke noch, daß die angezogene Verordnung in amtlicher Handausgabe zum Preise von 23 Pf. in den

Buchbandlungen zu haben ist, und daß es sich im Interesse des Dienstes und eines geordneten Geschäftsganges dringend empfiehlt, die Feldschützen

mit je einem Exemplar derselben zu versehen.

Lorenz.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 57 enthält die Verordnung über die Gerichtskosten und Gebühren. Berlin, 14. Nov. Abgeordnetenhaus. Der Gesetzentwurf, betreffend den Nachtragsctat pro

187980 wird der Budget-Commission überwiesen,

deßgleichen der Gesetzentwurf, betreffend die Deck ung der Ausgaben pro 1878/79. Die Uebersicht der Einnahmen und Ausgaben pro 1878/79 geht an die Rechnunge⸗ Cemmission. Es solgt die erste Berathung des Gesetzentwurse, betreffend die Auf bringung der Geweinde-Abgaben. Ter Entwurf wird an eine besondere Commission von 21 Mit- gliedern ver wiesen.

15. Nov. Die Budget- Commission des Abgeordnetenhauses genehmigte heute dae Extra- Ordinartum der land wirthschaftlichen Verwaltung, der Gestüt⸗ Verwaltung, der Staatsarchive, des Etats der indirecten Steuern, den Rest des Justiz⸗ etats ohne erhebliche Veränderung.

Die kriegerischen Verwickelungen, welche zwischen Ching und Japan immer drohender wer den, sollen die deutsche Admiralität zu dem Be- schlusse veranlaßt haben, das dortige deutsche Geschwarer duich zwei Kriegsschiffe, eine Korvette und ein Kanonenboot, zu verstärken.

15. Nov. Der französische Botschafter Graf Si, Vollier ist von seinem Besuche in Varzin gestern hierher zurückgekehrt.

16. Nov. Der Großfürst Thronfolger von Rußland nebst Gemahlin ist heute hier ein- getroffen, auf dem Bahnhofe vom Botschafter von Dubril, dem Stadtcommandanten und Polizei Präsidenten empfangen worden und nach dem Ru ssiscen Botschastshotel gefahren. Der Groß- furt hatte jeten offictelen Empfang sich verbeten, TieNerdd. Allg. Ztg. schreibt: Das Verbot dee Befahrens der preußischen Strom free dee Numen tuch nussische Tan pfer behufs Trone porte von Possagieren und Gütern sei die

Folge der von den Localbehörden von Kowno kotz der ihm aus Petersburg gewordenen Er mächtigung gegen die Fahrten des preußischen DampfersFalke erbobenen Schwierigkeiten, sei auf Anordnung des Staatsministers im Einver ständnisse mit dem Auswärtigen Amte erfolgt und beziehe fich dem Zwecke nach nur auf Fahrten behufs Transports von Gütern und Passagieren. Dagegen sei den russischen Dampfern unverwehrt,

winterns in Tilsit nach und von dem Tilsiter Hafen ohne Transport von Gütern oder Passa gieren zu fahren.

Dem Vernehmen nach richtete der hiesige Universitäts Senat bezüglich des Beschlusses der Generalspnode über die Besetzung der theologischen Professuren an den Universitäten die Bitte an den Cultus minister, vor seiner Entscheidung über den

zum Zwecke von Reparaturen oder des Ueber-

Ausland.

Oe sterreich⸗Ungarn. Wien, 14. Nov. Der russische Thronfolger nebst Gemahlin, sowie der König und die Königin von Dänemark sind gestern bier eingetroffen. Der Kaiser, der russische Botschafter, der dänische Gesandte und die Spitzen der Behörden waren zum Empfange am Bahnhof erschienen. Der Kaiser begrüßte mit Handkuß die Königin von Dänemark und die Großfürstin, wechselte einen Händedruck mit dem König von Dänemark und umarmte und küßte den Groß fürsten mehrmals. In der Hofburg wurden die hohen Gäste von der Kaiserin bewillkommnet. Bei dem Empfang am Bahnhof fiel es auf, daß der Großfürst nicht die Uniform seines öster reichischen Regiments, sondern die eines russischen General-Adjutanten trug. Die Erzherzöge waren nicht am Bahnhöfe. Sowohl das Publikum am

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Antrag den Senaten aller Landes- Universitäten Perron, als auch dasjenige auf der Straße ver- Gelegenheit zur Aeußerung zu geben. hielt sich eisig kalt. Kein einziger Hochruf wurde

München. Der Abgeordnete Schels hat einen laut. Zu Ehren der Gäste fand gestern Diner Antrag auf Einführung der Klassenlotterie in statt, zu welchem auch der Herzog von Cumber Baiern eingereicht. Aus der Motivirung heben land, die russische Botschaft und der dänische Ge (wir folgende Hauptgesichtepunkte hervor. Der sandte geladen waren. Abende wohnten die hohen Antragsteller glaubt im Interesse der misera con- Herrschaften der Vorstellung im Hofburgtheater

tribuens plebs zu handeln; der Vorwurf, das Institut der Staatslotterie sei unmoralisch, sei auf einer unmotivirten Prüderie basirt. Wenn der Minister den eventuellen Ertrag einer Klassenlot terie in Baiern auf 400,000 M. veranschlage, so sei diese Berechnungsweise irrig; wenn Sachsen 3,040,000 M. mit seiner Klassenlotterie heraus schlage, dürfe man wohl in Baiern auf einen Gewinn von 4,000,000 M. rechnen. Das jetzt noch vorbandene Defieit von 6,000,000 M. hoffe er, lasse sich bis auf 4,000,000 M. berabdrücken, zu deren Deckung statt der projektirten Erhöhung der direkten Steuern das Erträgniß der Lotterie zu verwenden sei. Eine Vermehrung der Ein nahmen Batierns(aus Eisen bahnen und Staats forsten) sei nicht zu hoffen, dagegen eine Vermehr ung der Ausgaben unabweislich.

bei. 15. Nov. Der russische Thronfolger mit Gemahlin ist heute nach Berlin abgereist. Auf Wunsch des Großfürsten unterblieb ein officieller Abschied.

15. Nov. Die feierliche Renunciation der Erzherzogin Christine fand heute in Anwesenheit des Kaisers, der Erzherzoge, der Minister, der Präsidenten der österreich- ungarischen Parlamente, des diplomatischen Corps und des Gesandten Spaniens als außerordentlichen Vertreters des Königs Alfonso und des Kardinals Kutschker statt.

14. Nov. Abgeordnetenhaus. In Be antwortung einer Interpellation wegen Beiziehung von Fachmännern zur Vorbereitung der Grund lagen für den Handelsvertrag mit Deutschland erklärt der Handelsminister: Gegenwärtig erscheine die Beiziehung solcher Fachmänner erwünscht; er

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