Ausgabe 
12.8.1879
 
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1879. Dienstag den 12. August. M 94.

Oberhessischer Anzeiger.

2 0 1 a 7 r N Kreisblatt für den Kreis Friedberg. 1 een ede ah e

* Wud hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Aer. ick Fun, Freitag Abend ausgegeben. * n ben 3 Tre einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei grö ö it 22 Pf.; ei l. U größerem Tabellen- oder Zlffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

in den. A 1 0* 3* 2 4*

Wen An die Bewohner des Kreises Friedberg.

1 Dem in Abdruck nachstehenden Aufrufe des Central-Comité's für das Großherzogthum Hessen zur Gründung einer Alice-Stiftung entsprechend,

1 3 a s tdbert begonnen und zu diesem Behufe Sammel' Listen K. Friedrich Einzeichnung von einmaligen od er jährlichen Beiträgen in den einzelnen Gemeinden des Kreises in Umlauf gesetzt werden. 0. Das für den Kreis Friedberg gebildete Bezirks- Comité, welchem außer den Unterzeichnern des nachstehenden Aufrufes die sämmtlichen Herren Walzen fnürgermeister und Ortsgeistlichen des Kreises Friedberg beigetreten sind, wendet sich daher an die Bewohner des Kreises Friedberg mit der Bitte, 9

ich Kräften zur Erreichung des angestrebten wohlthätigen Zwecks mitzuwirken und dadurch zugleich das Andenken an die leider zu frühe dahin

schiedene Fürstin und Landesmutter zu ehren.

een nunmehr auch in dem Kreise Frildberg die Sammlungen von Beiträgen für die Alice Stistung

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rler I. S 3 a a 4; Das Bezirks-Comité zur Gründung einer Alice Stiftung für den Kreis Friedberg.

a In dessen Namen: Der Vorsitzende Dr. Braden.

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N Aufruf

Ver Schlot r Gründung einer Alice-Stiftung zur Unterstützung der sämmtlichen von Ihrer Königlichen Hoheit der höchstseligen Großherzogin ö

0 Alice von Hessen gegründeten gemeinnützigen Anstalten und Vereinen. ö

den und 4 Ein unermeßlicher Verlust hat unser Land betroffen: Die Großherzogin Alice, sast zwei Jahrzehnte lang die unermüdliche, thatkräftige und ö tngebende Freundin aller Bestrebungen zur Linderung der Armuth und Noth, zur Hülfe in Krankbeit und Krankheitsgefahr, zur Hebung der Er-

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terbssähigkeit und des Wohlstandts der Bevölkerung ist nicht mehr. Jeder der Nachrufe, die dem Gedächtniß der Hohen Vollendeten galten, schloß ö 1 t einem Gelübde, daß Ihre Werke unter uns fortleben sollen, ja, daß es eine heilige Verpflichtung des Landes sei, welches Sie die Seine nennen 6 turfte, für die Erhaltung der sämmtlichen von Ihr gegründeten gemeinnützigen Stiftungen und Vereine einzutreten. Kein würdigerts Denkmal, keins,

Fürsorge für die Fortdauer und Fortentwicklung

died us mehr im Sinn und Geist der Verklärten gedacht wäre, können wir Ihr errichten, als mit der

0 Ka* der Anslalten, die Ihr schöpferischer Geist unserem Lande geschenkt hat. Wird es auch niemals gelingen, die unberechenbar große Förderung zu er- 0 nere sczen, welche in der persönlichen Theilnabme der Hohen Frau an den Berathungen und Entschließungen Ibrer Vereine lag, so steht es doch in unserer. 5 Wacht, die so lebenssähigen Institute wenigstens finanziell zu sichern und der von der Hohen Verstorbenen beabsichtigten Entwickelung zuzuführen. 1 8 2. Sir nennen hierunter den Alice⸗Frauen⸗Verein für Krankenpflege mit der Heilanstalt in der Mauerstraße zu Darmstadt, dabei eine Abtheilung für 1 Baisenpflege, den Alice⸗Verein für Frauenbildung und Erwerb mit der Bildungs⸗Anstalt für Handarbeitslehrerinnen in Hessen und der Industrie⸗ ö dem Wohle des ganzen Landes

1 chule für erwachsene Mädchen aue allen Ständen, die Alice⸗Anstalt für Idioten u. a. alle diese Austalten dienen mid wurden von der verewigten Fürstin mit gleicher Liebe gepflegt und gefördert. Mögen sich darum Alle, denen an einem würdigen Gedächtniß der Ir lum öchstseligen Großherzogin Alice im Hessenlande gelegen ist, die Hände reichen zur Begrüdung einer Alice⸗Stiftung, welche die Aufgabe haben 1 8 33 vird: sämmtliche von der Hbchstseligen Großherzogin in's Leben gerufenen und geleiteten gemeinnützigen Anstalten Auuscbe Ln nach Kräften und nach Maßgabe ihres Bedürfnisses pekuniär zu unterstützen. Bereits ist in englischen Blättern ein Aufruf e Ua schienen, der die englische Nation zu Beisteuern zum gleichen Zwecke auffordert und wir dürfen bei unseren Landsleuten sicherlich auf einen ähnlich n fünstigen Erfolg hoffen, wie er dort außer Zweifel ist. Auch an anderen Orten Deutschlands, wo man das hochherzige Walten der Vollendeten ge- 1 mo- Unnt, rechnen wir auf ein dankbar willkommen geheißenes Gehör für unsere Bitte. Demnach fordern die Unterzeichneten alle ihre Landsleute, ins- G f* sondere auch die Herren Bürgermeister, Orts- und Gemeindevorstände, Geistlichen, Leiter und Mitglieder gemeinnützger Vereine, nicht zum Geringsten die 8 sauenwelt dazu auf, sich den Sammlungen für die Alice-Stiftung zu unterziehen und zu diesem Zwecke im ganzen Lande Comité's zu bilden, K 10 ie mit dem unterzeichneten provisorischen Comité in Verbindung treten und demnächst durch ihre Delegirten an der Festsetzung der Statuten und 9 pabrik lufinitiven Begründung der Stiftung sich betheiligen. Im Augenblick handelt es sich um sofortige Inangriffnahme der Sammlung an einmaligen ö(Capital-) oder jährlichen Beiträgen. Alle Beiträge fließen in den Gesammtfonds der Alice Stistung, doch steht es den Gebern frei, bei der zeichnung ihren Beitrag einer einzelnen der Alice- Anstalten zuzuwenden. Auch die kleinste Gabe wird dankbar willkommen geheißen. Die passendste 1 Weise, um die Sammlungen in's Werk zu setzen, muß je nach den Ortsverhältnissen gefunden werden und hoffen wir von der Freigebigkeit Aller, 9

0 N Sichel enen das Gedächtniß der Höchstseligen Großherzogin am Herzen liegt, einen reichen Erfolg. Comité's, die sich zu diesem Zwecke bilden, wollen sich ae en, um so die definitive Organisation vorzubereiten.

sütigst mit dem erstunterzeichneten Vorsitzenden des provisorischen Comité's in's Benehmen setz Dr. Goldmann, Oberconsistorial-Präsident.

24 4 Darmstadt im Januar 1879. 7(Folgen die Unterschriften.)

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1

Kreis Friedberg. Friedberg: Dr. Braden, Kreisrath. Allwohn, Landrichter. Curtman, Hofgerichts Advokat. Jöckel, Hofgerichts Advokat. Köhler, Proftssor. Schäfer, Seminar- Director. Schwabe, Director. Seriba, Landtagsabgeordneter. Assenbeim: Maximilian, Graf zu Solms Rödelheim. Dr. Geyger, Kammer- Dirtetor. Burggräfenrode: Kalbhenn, Decan. Butzbach: Gilmer, Landrichter. Küchel, ö l Bürgermeister. Vogt, Beigeordneter. Engelbach, Pfarrer. Dorheim: Breidenbach, Gutsbesiger. Heldenbergen: Brentano, Decan. 0 1. Ilbenstadt: Haag, Pfarrer.. Melbach: Hahn, Bürgermeister. Friedr. Keil, Guts besitzer. Münster: Luft, Pfarrer. Münzen ö U N derg: Jäger, Bürgermeister. Bad- Nauheim: Dr. Bode, Geh. Medicinalrath. Major v. Rote mann, Bade Commissär. Schuchard, Land- 1 a richter. Schutt, Bürgermeister. Nieder- Wöllstadt: Weith, Landtagsabgeordneter. Ossenheim: Buchhold, Decan. Reichels⸗ eee, beim: Schmid, Bürgermeister. Södel: Reitz, Bürgermeister. Loos, Lehrer. Stammheim: Rullmann, Gutspachter. Vilbel: 1 . 3 Jäger, Landrichter. Birkenholz, Fabrikant. 0 5 a ö 1 1 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 1 wap 0 Philipp Filsinger II. von Vilbel wurde als Polizeidiener für die Gemeinde ernannt und verpflichtet. g 1 55 2 90 g eee, Bekanntmachung. 1 Binden, 1 0 Wegen der Gerichtsferien fallen die Amtstage in der Zeit vom 15. August bis 30. September aus und werden während dieser Zeit nur f siertensachen verhandelt. N ä N 10 1 Friedberg den 4. August 1879. Grogßerzogliches Landgericht Friedberg. ele Allwohn. zurtis gb Bekanntmachung. 2 Während der Gerichtsferlen vom 15. August bis 30. September werben hut Feriensachen angenommen und verhandelt. Groß herzogliches Landgericht Altenstadt.

Altenstadt 7. August 1879, May.