Ausgabe 
10.6.1879
 
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Richter.

* 1879. Bienstag den 10. Juni.

M 67.

Oberhessischer Anzeiger.

Dird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und g.

Freitag Abend ausgegeben. Areisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

e einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.;

ein Beleg kostet 9 Pf.

nnoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen

Amtlicher Theil.

Betreffend: Die ständigen Beiträge der Gemeinden zum allgemeinen Schullehrerpensionsfonds.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen

Friedberg am 6. Juni 1879. Bürgermeistereien des Kreises.

Durch die Verlegung des Etatjahres auf die Zeit von Anfang April bis Ende März des folgenden Jahres ist die Verrechnung der Staats- ausgaben für das 1. Quartal 1879 in der Rechnung der Großherzoglichen Hauptstaatskasse für 1878 angeordnet worden und ergibt sich hieraus die

Nothwendigkeit, daß die oben genannten, zur Deckung der Ausgaben bestimmten Beiträge für das

1. Quartal 1879 mit 5 Mark für jede beitrags-

pflichtige Lebrerstelle für sich und für die Folge die Jahresbeiträge immer für die Zeit vom 1. April bis 31. März des folgenden Jahres erhoben

werden. Indem wir Ihnen hiervon in Folge hoher Verfügung Großherzoglichen Ministeriums

des Innern und der Justiz zu Nr. 3284 vom

3. Juni 1879 Nachricht geben, beauftragen und ermächtigen wir Sie hiermit, zur Verausgabung der betteffenden Beitrage für die Zeit vom 1. Januar 1879 bis Ende März 1880 in der Rechnung für 1879 Anweisung zu ertheilen und diese Verfügung oder eine Abschrist derselben Ihrem

Rechner als Beleg fär die 1879er Rechnung zuzustellen.

Bekanntmachung.

Dr. Braden.

Dem Stadtvorstand zu Ortenberg ist die Erlaubniß zur Vornahme einer Verloosung von Fohlen, Rindvieh, landwirthschastlichen und anderen Gegenständen in Verbindung mit dem diesjährigen sogenannten kalten Markt zu Ortenberg, sowie zum Vertrieb der Loose im ganzen Großherzogthum

ertheilt worden. Friedberg den 6. Juni 1879.

Dr. Braden.

Deutsches Reich. Darmstadt. Das Regierungsblatt,

16, enthält: I. und II. Uebersicht der für 1879 genehmigten Um⸗

dem TitelPolizei-Inspektor ernannt. Berlin, 7. Juni. Der Zustand

Nr. des

lagen in Gernsheim und in den Gemeinden des Kreises Kaisers bat bis jetzt stetige Fortschritte gemacht. Die Geschwulst der Kniescheibe hat von Tag zu

Lauterbach.. 8 N III. Bekanntmachung über die Erhebung einer Umlage 1 g in der isr. Gem. Pfaffen⸗Veerfurth für 1879. Tag abgenommen, das Innere der Kniescheibe ist IV. Abwesenheuectklärung. unbetheiligt. Heute wurde ein fixirender Verband 0 2 3 zut Annahme und zum Tragen angelegt. Der Kaiser hat die Lage auf der N ederünbernäel. Chbaiselongue mit dem Sitz im Lehnstuhl vertauscht VII. Deenstnachrichten. Die provis. Lehrer an den und schon einige Schritte versucht. Präparandenanstalien zu Lindenfels, Schrod, zu Wöllstein, Eine interessante Aufklärung über den Buxbaum, zu Lich, Wagner wurden zu Lehrern an diesen deutsch-ägyplischen Conflict bringt dasB. T.

Angalten ernannt; dem Rektor Kaulenhorn zu Freuden 5 a 05 berg wurde die erste Lehrerstelle an der erweiterlen Volke aus authentischer Quelle. Danach wäre das

schule zu Grünberg, dem J. K.

dem Schullehrer Ploch zu Weickartshain die Lehrerstelle zu gegen Frapkreich zurückzuführen Vielmehr befindet Reibertenrod, dem Schulamtsasp. Dornes aus Nieder- 8 8 8 zurückzuführen.* f

Flörsheim die Lehrerstelle zu Lehnbeim übertragen; dem sich das sranzösische auswärtige Ministerium dabei Drutsche Lieferanten und

N. Hauck aus Schaasheim wulde das Palent als Ges, in peinlichster Lage.

meter 2. Klasse für den Kr. Dieburg ertheilt; der auf Händler hatten nämlich ausgeklagte Forderungen

die Lehrerstelle zu Höllerbach präs, Schulamisasp. Treusch gegen den Khedive in Händen, welcher sich tretz n deutscher Vorstellungen weigerte, zu zahlen. IX. Duuftentlassung. 5 erfuhr die deutsche Regierung, daß der Khedive X. Cbaraktereriheilungen. französischen Lieferanten gegenüber, welche gleiche 8 n et Ae aer Ferderungen batten, in aller Heimlichkeit seinen zurde Nachsuchen ur Anerke 1 a

A 1 ee zu Ortenberg. Zablungsverpflichtungen nachkam, um mit dem und dr Schullehrer Ahn auf Nachsuchen in den Rube französischen Cabinct die Beziehungen zu verbessern. stand versetz!. Als Bismarck von dieser Ungleichheit in der Be handlung deutscher und französischer Gläubiger

XII. Concurtenzeröffnungen. Erledigt ist: Die fran sch⸗ 1 Neu⸗Isen b 2 f 75 f 2 zösisc resorm. Plartfale zu Neu-Isenburg, Webal 1181 M., eisuhr, wurde er ungemüthlich und befahl, einen

das Präsenlationsrecht steht der ev. Kirchengemeinde zu. Eine mit 6. ev. Lehret zu bes. Lehrerstelle zu Egelsbach, Gehalt 1000- 1500 M. Eine mite. kalb. Lehrer zu bis. Lehrer stelle zu Ober⸗Roden, Gebolt 10001200 M. Die Stelle eines Steigers 1. Klasse auf der Braunkohlen⸗ grube Ludwigs hoffnung bei Melbach, Gehalt 1200 M; Bewerber, welche im Besitze der erforderlichen markschelden 8 rischen Kenutnisse sein müssen, haben ihre Anmeldung respectirt werden. binnen 3 Wochen einzureichen. Eine mit e ev. Lebrer Vertreter im Auslande, wenn die andern Mächte zu bes. Lebrerftelle zu Dauernbeim, Gehalt 900 M. Die sich dem Protest nicht anschlössen, würde Deutsch.

iu e. ev. Lehrer zu bes. Lehrerstelle zu Stangenrod, Ge f 9 0 5 900 N. Eme mit e. ev. Lehrer zu bes. Lehrersielle land sich auf eigene Hand eventuell durch Re

zu Alten Buseck, Gehalt 900 M. Die mit 4, kalt. Lebter pressalien Genugthuung vom Khedive verschaffen.

zu bes. Lebrerselle zu Porudiel, Gchall 900 M. Die Trotzdem blieb der Khedive renitent. Bis am

mit e. ev. Lehrer zu 175 e 1 e e 4. d. hatte er nicht einmal die deutsche Note be- 9 0 1 2

hall 900 M., das Präsentalsonsrecht sieh Die deutsche Regierung hatte mitt

von Errach Erbach zu. i antwortet. 1 Gestorben sind: Der Justizrath lerweile die Pforte resp. den Sultan aufgefordert, der ev. Pfarrer Schenk zu Nieder- den renitenten Khedive zur Erfüllung seiner

XIII. Set bqäue. Hoffmann zu Mainz; f 4 Saulheim; der. Osendag gte, Pflichten anzuhalten. In diplomatischen Kreisen Schullehrer Schlechtweg zu Pfeddershelm; 0 llitär 7 f e f d penslonäk Demmer zu Spfrendlingen; det Negtraler machen die deutschen Schritte das gespannteste Hiegen zu Larmstab iz der ev. Pfarter Fuchs zu Appenheim Aufsehen.

Darmstadt. Das Reglerungeblatt Nr. 19 Der Sonder-Ausschuß des Bundesrathes enthält das Gesetz über die Rechtsverhältnisse der beantragt bei Letzterem die Zustimmung zu dem Gesetzentwurf über das Gütertariswesen der deutschen

deutsche Reich als Mitunterzeichner jener Con- vention über die neue ägyptische Gerichtsordnung darüber zu wachen habe, daß die Erkenntnisse dieser gemischten Tribunale auch vom Khedive

Der Gerichtsaccessist Dr. Dietz aus Gießen Beilage wurde zum Polizeitommissär in Darmstadt mit Bestimmung des Tarifsystems und der Normal- Eindeitssätze

Oriwein aus Stockhausen Vorgehen Deutschlands gegen den Khedive nicht, die Stelle des Pebellen an dem Eymnasium zu Lüdingen, wie allgemein angenommen, auf einfache Courtoisie

Da

schneidigen Protest in Caito zu erheben, daß das

Eisenbahnen, welcher 30 Paragraphen umfaßt. Der Entwurf behält dem Reiche die gleichmäßige

für alle deutschen Bahnen vor. Abweichungen bedürfen der vorherigen Genebmig ung des Reiches. Gegen die Benachtheiligung der deutschen Production durch Begünstigung aus- ländischer Erzeugnisse ist ein besonderer Schutz vorgesehen und Verstöße gegen die gleichmäßige Tarifanwendung mit einer hohen Geldstrase be droht. Das Gesetz stellt ferner die Grundsätze über die Verkehrsleitungs Bestimmungen zur Be schränkung der Concurrenz unter den Bahn Ver- waltungen auf. Die Beförderungspreise für den Gütertransport werden aus dem Entfernungs- und Streckensatz und aus der Abfertigungsgebühr gebildet.

6. Juni. In der heutigen Sitzung des Bundesrathes wurde der bayerische Antrag zum Gesetz über die Verfassung und Verwaltung Elsaß Lothringens, daß kein regierender deutscher Fürst Statthalter Elsaß Lothringens werden dürfe, mit Mehrheit angenommen. In den Text des Gesetz⸗ entwurfs, welcher bekanntlich schon dem Reichs- tage vorliegt, kommt obige Bestimmung nicht, dieselbe wird vielmehr in das Sitzungs protokoll des Bundesraths aufgenommen.

T dieN. A. Ztg. bringt solgende Mit-

779 theilung aus Wien: Hiesige und auswärtige Blätter verbreiten das Gerücht, die österreichisch ungarische Regierung habe die Initiative zu irgend welchen gemeinsamen Schritten der Nach barstaaten gegen die handelspolitischen Entschließ- ungen des deutschen Reichs ergriffen. Holland hatte bereits dem von hier ausgegangenen Antrag

Ebenso erklärte der deutsche zur Abhaltung einer Zoll- Conserenz zugestimmt.

Alle diese und ähnliche Ausstreuungen entbehren, wie auf Grund authentischer Informatton ver sichert werden kann, jeglicher Begründung.

7. Juni. Die Tarif-Commission nahm den Antrag v. Wedell-Malchow, die Regierungs- Commissarien möchten der Commisston über die muthmaßfliche Vermehrung der Zolleinnahmen gegen früher durch die Annahme des Zolltariss Berechnung machen, mit einigen Modificationen an, und ge nebmigte ferner den Antrag Windthorst's, vor der definitiven Annahme von Zöllen und Steuern sei dringend geboten, daß die Finauzminister über die Finanzlage der Einzelstaaten genaue Angaben machten. Sodann wurde die Berathung der Baum- wollzölle fortgesetzt.