Ausgabe 
10.5.1879
 
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0 Demnächst findet eine Lagerübung. bestehen lassen bis 1869. Niemand habe das für Der Kaiser verließ am Donnerstag Abend gesammten bulgarischen Miliz statt. In Folge ziel einen Kornzoll angesehen. Wirkliche Schutzzölle Wiesbaden und traf Freitag früh hier ein. von Excessen bulgarischer Banden gegen türkische 4. auf Getreide, wirklich große Kornzölle einzuführen., Sr. Majestät SchiffPrinz Adalbert mit Bewohner des Districtes Tirnowa sind türkische 1 0 würde er aber für sehr bedenklich halten. Das sei dem Prinzen Heinrich an Bord, ist am 19. April] Agenten eingetroffen, um die Auswanderung der 1 aber auch gar nicht vorgeschlagen. Wolle man in Honolulu glücklich eingetroffen.(türkischen Bevölkerung nach Klein- Asien zu ver⸗ der Land wirthschaft wirklich belfen, so könne man Der Bundesrath beschloß bei Einziehung anlassen. das, ohne andere Interessen zu schädigen, auf von je 10 Millionen Reichskassenscheinen zu 585 Rußland. Petersburg. DieAgence anderen Gebieten thun, zunächst durch eine gute und zu 20 Mark eine Vermehrung der 50 Mark- Russe meldet: Das von Obrutscheff dem Sultan landwirtbschaftliche Statistik, an der es jetzt noch scheine um 20 Millionen Mark. Der Gesammt- überreichte Schreiben des Kaisers Alexander und mangele. Dadurch werde man einen richtigeren betrag des Papiergeldes bleibt also unverändert.[die Proclamatjon an die Rumelier ist in Con⸗

Auch nach Abschaffung der Kornzölle babe man schiedenen Theilen der Monarchie sollten die Zabl Battenberg die Erwählung zum Fürsten zu noti⸗ eine Abgabe von 20 Pf. pro Centner in England von 10 bis 12 aus jeder Provinz nicht übersteigen. fietren.

Besteuerungsmodus für die Landwirthschaft finden. Damit sei derselben dauernd geholfen. Redner

spricht sich ferner für eine Aenderung des directen

Steuersystems an der Hand der Vermehrung der

indirecten Steuern aus. Er theile nicht den

Standpunkt des Reichskanzlers, wonach die directen

Ferner bewilligte der Bundesrath 200,000 Mark für die Ausstellung in Sydney.

Der Abg. Hasselmann ist aus der social⸗ demokratischen Partei ausgeschieden.

L Bezüglich Einberufung eines deutschen Städtetages zur Berathung der Korn- und Vieh-

stantinopel sehr günstig aufgenommen worden, Der Sultan habe in Folge dessen Obrutscheff be⸗ auftragt, der Commission in Philippopel anzu- zeigen, er beabsichtige, von den ihm durch den Berliner Vertrag jetzt zustehenden Rechten keinen Gebrauch zu machen. Deutschland, Oesterreich,

Steuern fast ganz abgeschafft werden sollten. Wenn zölle fand eine Vorberathung zwischen den Depu- Frankreich und England stimmten der Wahl des der Reichstag die Steuer Reform vornehme und tirten des hiesigen Magistrats und derjenigen Prinzen v. Battenberg zum Fürsten Bulgariens zu. neue große Summen bewillige, dürfe er dabei sein Städte, welche die Einberufung des Städtetags 8 Einnahme- Bewilligungsrecht nicht beeinträchtigen beantragt haben, statt. Aus Stadt und Land. ö lassen. Garantien für das verfassungsmäßige Recht München. Die k. bayerische und die großh. Friedberg. Die Mitgliederzabl der Vichversicherungs des Hauses müßten nothwendig gefunden werden. bessische Regierung sind übereingekommen, die gesellschast für Hessen beträgt zur Zeit 874, die Zahl der Es sei die Vorbedingung, unter welcher die Mehr- zwischen dem Königreiche Bayern und dem Groß- verficherten Pferde 1078 Stück, das versicherte Rindvieh beit des Hauses die heutige Vorlage nur votiren berzogthum Hessen bestehende Uebereinkunft do ic,. neee 1127% 4 könne. Eine besondere Commission könne die 6. April und 30. Juli 1822 wegen Verhütung mit. Kopual von 1.061.926 M. 1. Versicherung Frage der constitutionellen Garantien berathen. und Bestrafung der Forstfrevel, sowie die in fanden. In der 820 9587 Zeit kamen im 78* N ii 9 f se 0 Thiere mi 920 M. 185 nischädi g

3 8 77 Vorlage werde er bewilligen, Betreff der denen dieser Uebereinkunft aaf an dae 7 12 5 11 911 2 enn allzuscharfes daraus beseitigt werde. Die Feld-, Jagd- und Fischerei- Frevel abgeschlossene Rindvieh mi 3566 M. 62 P Biersteuersrage könne lieber noch verschoben werden. Vereiubarung vom 15. August und 16. Sep- Dar msta dt. Aus der Jubiläums Stipendien Si Dieselbe dürfe nur gelöst werden in Verbindung tember 1851 aufzuheben. lung zu Ebren der 25jäprigen Regierung des Großherzogs mit der Branntweinsteuer- Frage. Im Uebrigen Ludwig III., welche bezweckt, aus den Kapitalzinsen drei

a 5 a 3 1 ̃; 5 jungen Leuten, aus jeder Provinz einem, eine Subvention

5 5 für 5. Eigen der. g Ausland. zu den Kosten ibrer Ausbildung auf einer böheren Bildungs-

orlagen, da er eine Vertagung für gefährlich Schweiz. Bern, Der Unternehmer der anstalt zu geben, sind peo 1879 drei Supendien von je 5 p 1

balte. Er bag 1 1 8 7 0 1 des Gotthard-Tunnel-Arbeiten, Favre, hat demBund 580 85 10 0 dae Leute 9 9 Hauses ein günstiger Boden für die zolkswohl⸗ zuf 951 15 ibre Bewerbungen durch ihre beit. Bürgermeisterei an die 8 schaffe g e b Beif 5 zufolge dune Einsprache. 155 Verpfändung Sürgermeisterei ihrer Provinz dis zum 25. d. M. ge z fahrt geschaffen werde.(Lebhafter Beifall.) der Bahn zurückgezogen und die Arbeiten wieder langen zu lassen. 90 8. Mai. Lasker untersucht die Entwickelung aufgenommen. Der Richtungsstollen wird bis Oppenheim. Der Fürst Joh. Adolph zu Schwarzen⸗ unserer neuesten Zollpolitik, constatirt, daß die Ende des Jahres vollendet, worauf Favre bis berg in Wien bat als Ausdruck der Freude über die gölt⸗ Eisenzölle gerade zu Gunsten der Landwirtbschaft zur Eröffnung der Zufahrtslinien den Betrieb liche Fügung, welche das durch Mörderhand bedrohle. unter Zustimmung der jetzigen schuzsöünerischen isch Pine 3 lo durch h 5 Leben des deulschen Kaisers beschirmie, zur Wiederher⸗ 2 W 8* g zwischen Goschenen un irolo durch comprimirte fiellung der Katharinenkirche zu Oppenheim am Rhein Gruppen seiner Zeit ermäßigt worden seten; Redner Luft einzuführen beabsichtigt. Mit der Aus

5 einen Beitrag von 100 Mark gespendie. kritisirt das Verfahren der Eisenenquete Commission, bezweifelt die Nothwendigkeit der Eisenzölle und beleuchtet die Motive, von denen die verschiedenen Theile der induftriell agrarischen Coalition geleitet wurden. Er untersucht ferner das Dezember Programm des Reichskanzlers und seine Ausführ- ung, welche theils hinter dem Programm zurück. geblieben sei, theils es weit überholt habe. Auch er(Lasker) müsse dem Tarise den Vocwurf machen, daß er mit mangelnder Sachkunde abgefaßt sei. Redner erörtert die Getreidezölle und verweist auf den Briefwechsel zwischen dem Reichskanzler und dem Fihrn. v. Thüngen, begreift nicht, wie v. Bennigsen die Biersteuer verwerfen und sich doch für die Getreidezölle erklären könnte. Er kommt auf die Rede des Reichskanzlers zurück und versucht nachzuweisen, daß dessen Darlegung über die Steuerverhältnisse der Landwirthschaft über⸗ trieben seien. Lasker erörtert ferner das vom Reichskanzler entwickelte Programm der Steuer- reform und erklärt sich entschieden gegen indirecte Steuern auf unentbehrliche Lebensmittel zu Gunsten der Entlastung der Besitzenden. Ec werde die zur Ersetzung der Matricularbeiträge erforderlichen Summen bewilligen, aber er erkläre sich gegen jede Ueberschuß Wirthschaft. Redner ist für eine maßvolle Tabakbesteuerung. Betreffs des Tarifs hoffe er wenigflens die neuen Finanzjölle gesirichen zu sehen. Auch er mache alle Bewilligungen von constitutionellen Garantien abhängig, aber er fordere ein wirkliches ceales Einnahmebewilligungs- recht, nicht ein nur scheinbares.

6. Mai. Den gestrigen Ministerrath be⸗ schäftigte die Reichstagsangelegenheit. Amnestie⸗ Gerüchte erscheinen soweit begründet, als die goldene Hochzeit des Kaiserpaars den Kaiser zu gewissen Begnadigungen veranlassen dürfte.

Bezüglich der goldenen Hochzeits- Feier Ihrer Majestäten meldet dieProv. Corresp.: Die Festlichkeiten blieben auf zwei Tage beschränkt. Die Feier solle nach ausdrücklicher allerhöchster Bestimmung wesentlich den Charakter des Familien- Festes tragen. Die Deputationen aus den ver⸗

stellung von AusweisungsDekteten wird fortge⸗

fahren. Fünf Italiener sind der Maßregel neucstens verfallen. Frankreich. Paris. Eine Versammlung der Bureaux der Fractionen der Linken des Senats erklärte sich einstimmig für die Rückkehr der Kam- mern nach Paris und nahm den Antrag an, daß die Kammern provisorisch ihre Sitzungen im Tuilerien-Saale halten sollen. Großbritannien. London, 6. Mai. Im Unterhause antwortete Unterstaats-Seeretär Bourke auf eine bezügliche Anfrage Monks, die Vorschläge Frankreichs in der geiechischen Grenz- frage seien angenommen worden. Die Details seien noch Gegenstand der Unterhandlungen, mit- hin die Mittheilurg der Correspondenz unthunlich. Die Zuschrift Salisburh's an die Jour- nale erklärt, er habe kürzlich nicht gesagt, die russischen Truppen dürften nach dem 3. August nicht südlich und westlich des Balkans, sondern sie dürften nicht südlich und westlich des Pruth sein. Das Reuter'sche Bureau meldet aus Cap- stadt vom 22. April: Die Vorbereitungen zum

Bier Regimenter rücken auf Dornberg vor. Der Einmarsch dürfte in 14 Tagen erfolgen.

DieTimes meldet aus Gundamuk vom 8. Mai: Der Emir von Afghanistan, Jakub Khan, ist mit mehreren höheren Würdenträgern und Familien Mitgliedern heute im englischen Lager eingetroffen.

Türkei. Constantinopel. Mehr als 600 muselrianische Familien Bosniens und der Herzegowina haben dem Sultan eine Petition übersandt, ihnen auf türkischem Gebiete Landstriche anzuweisen, wohin sie auswandern könnten, da sie nicht unter fremder Herrschaft bleiben wollen. Die türkische Regierung hat das Gesuch in Er- wägung gezogen.

Bulgarien. Tirnowa. Die Deputation der bulgarischen National- Versammlung tritt erst nach der zum 10. Mai bevorstehenden Rückkehr Dondukoff's ihre Reise an, um dem Prinzen von

Einmarsche in das Zululand haben begonnen.

Wefthofen 5. Mai. Heute Nachmittag gegen 0 2 Ubr ist in der Scheuer des Maurers Kröhler Feuer 5 ausgebrochen, welches sich so rasch verbreitete. daß in kurzer Zeit die anstoßenden Gebäulichkeiten, 2 Wohnhäuser, 2 Scheuern und 3 Ställe, total niederbrannten. Die 6 Ussache der Entstehung des Brandes ist bis jetzt noch unbekannt.

Bingen, 7. Mai. Gestern Nachmittag nach 1 Uhr brach in dem eine Stunde von hier entfernten Dorse Gaulsheim ein Brand aus, welcher, durch den orkan⸗ artigen Sturm begünstigt, in kurzer Zeit riesige Dimensionen annahm. Gegen 25 Gebäude, worunter 10 theilweise sehr staltliche Wohnhäuser, wurden ein Raub der Flammen, Einige Leute, welche wenig oder gar nicht versichert waren haben nur das nackte Leben gereltet.

Allerlei.

Frankfurt. Der Frankfurter Zweigverein der Kaiser⸗ Wilhelms-Sliftung für deulsche Invaliden erhielt aus Anlaß der goldenen Hochzeit des deulschen Kaiser Paares 5217 M., welche von 59 Personen gespendet wurden.

Frankfurt, 6. Mai. Die erwarleten Indianer sind heute früh im Zoologischen Garten eingetroffen und haben sich alsbald dem Publikum, welches sich schon frübzeilig einfand, gezeigt. Es sind krästige, gut gebaute Gestalten mit ausgeprägten Zügen, dunkeln Augen und langem siraffen Haar. Sie tragen ihre heimische Kleidung aus Leder, welche sie selvst anfertigen und theilweise haben sie über dieselde bunte Gewänder mit Verzierungen von Glaß perlen welche von den Frauen zusammengefügt werden angelegt. Die Frauen zeichnen sich durch bescheidenes zu; rückhallendes Benehmen und zierlichen Gliederbau aus, Sie itagen lange Kleider, die am Halse anschließen und mit Perlenschnüten verziert sind, lange herabgehende Bein kleider; das Haar haben sie mit Perleuschnüren geschmückl

Coblenz, 3. Mai. Auf derMoselbahn, die in diesen Tagen dem Verkehr übergeben werden soll, wurden am 23. April die verschiedenen Bahnbrücken auf ihre Tragfäbigkeit geprüft. Ueber die Brücken sühren zu diesemn Zwecke, in welchselndem Tempo, sieben aneinander gekoppelt U schwere Güter Maschinen, deren Tender völlig belastel waren. Diese Probe ergab bei allen Brücken nur eine Senkung bis zu drei Millimeter, was als ein ganz besondets günsliges Resultat zu betrachten ist und die gute Con stuction der Brücken darthul. Das über 100 Cen ine 0 schwere Kabel, welches in den Rhein versenkt werden fol, K. um die underirdischen Telegraphenlinien zu verbinden, die an beiden Ufern dieses Stromes hinlaufen, kam aum; ö 29. April dahier an. Das sebr starke Kabel wird zum vessern Schutze noch mit schweren eisernen Röhren um! geben, und seine Bersenkung wird, wie verlautet, in Gegenwart des Reichs Generalpoftmeistets in der nächsten. Zeit staltfinden.

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