wenn man den Wirth so nen
So wird jetzt der Aufenthalt auf den Herbergen i
ausgefüllt, die nicht eber verlassen werden, bis so muß man doch immer bekennen, daß das Her-
der letzte Pfennig von dem Ertrage des vorigen bergswesen in der jetzigen Gestalt einer gründ-
Tages in die Tasche des Wirthes geflossen ist, der
übrigens oftmals mit seinen Gästen Mitleid fühlt bierzu die Betbeiligung von allen Seiten dringend und ihnen die geschenkten Sachen, wie Kleider, nöthig ist. Stiefel u. s. w. für billiges abkauft oder ihnen samkeit Vieler auf das Herbergswesen lenken, so nennt, hat der Schreiber derselben seinen Zweck erreicht.
Straßen, Gassen und Hausnummern
Und wenn diese Zeilen die Aufmerk—
bei deren Bewohnern sie erfolgreich vorsprechen können.— Die geehrten Leser werden sich sagen, dies ist
viel zu schwarz gesehen; so geht es in keiner sumvereine bielt am 27. Dezember vorigen Jabres zu
Herberge zu; da sorgt schon die Polizei dafür. Ja, die Polizei würde es wohl thun, wenn sie könnte. Mit der Einführung der Gewerbefreiheit und der Freizügigkeit ist die Aufhebung des Paß zwanges Hand in Hand gegangen. Wegfall der Wander und Arbeitsbücher ist der Polizei alle Kontrole aus den Händen genommen und dem Vagabondiren nach jeder Seite bin Thor und Thüre geöffnet worden. Irgend ein Schein von einer früher einmal innegehabten Stellung, auf welchem nicht selten der Datum fehlt, ist oftmals der einzige Ausweis der Reisen⸗ den, wenn diese überhaupt ein Papier bei sich führen. Wenn man für diese Thalsachen auf jedem Polizeiamte Bestätigung genug finden kann, so ist das Colorit obiger Schilderung sicher nicht zu schwarz gehalten. Denn die jetzigen Herbergen sind nicht mehr die Plätze der geselligen Zu sammenkünfte der Gesellen und Meister, sondern es sind gering geschätzte Schanklokale, wo sich der im Orte wohnende Handwerker scheut hinzugehen und sich dort aufzuhalten, wo auch der reisende Handwerker, der nicht blos derausgeht, um zu bummeln, sondern um etwas zu lernen, der Nichts gemein hat mit dem sogenannten„Reisenden,“ nicht übernachtet, wenn ibn nicht die allzu große Ebbe in seiner Börse dazu zwingt, sondern sich lieber ein Unterkommen in einem Gasthofe sucht. Leider muß aber auch oftmals der noch ehrliche Handwerksbursche seine Zuflucht in eine jener Herbergen nehmen, da er gerade in der Jetztzeit oftmals lang vergebens nach Arbeit laufen und fragen muß und wohl bier und da die stüder üblichen Handwerksgeschenke sehr spärlich oder gar nicht meht in seine Tasche fließen.
führungen ist nun der noch unvertorbene Hand⸗
werker hier ausgesetzt und preisgegeben? Wenn die noch wirklichen Handwerksburschen ia einem Durchschnittsalter von 24—30 Jobren steden und demnach schon elwas charakter sester sind, so ist doch auch dier der alte Spruch nur zu wabr: „Böse Beispiele verderben gute Sitten“ oder wer unter den Wölsen ist, muß mit ihnen heulen.“
Und sollte der Hand werksbursche auch sittlich unbeschadet diesen Herberge verkehr verlassen, so ist aber doch vielmals seinem körperlichen Wohlbe— finden durch Anhaften von Krankheiten oder Un- reinlichkeit sehr geschadet. Ja, kommt der Reisende einmal in die Lage, vollständig vom Gelde ent- blößt zu sein, so findet er auch in den Herbergen keine Aufnahme und muß als Obtdachloser der Polizei in die Hände fallen.—
Haben wir bier nicht einen Krebsschaden, der an unseren Kulturzuständen verheerend nagt? Thut bier Abhülfe nicht dringend noth! Gewiß, es muß hier etwas geschehen.— Fragen wir aber,„was ist hier zu thun,“ so glaube ich, wir finden in den früheren Einrichtungen viele Winke, die uns Mittel und Wege zur Abhülfe dieser Uebelstände an die Hand geben. Nicht, daß ich dem alten Zunftwesen oder dem Paßzwange das Wort reden will, oder die Wohlthaten der Ge— werbefreihtit und der Freizügigkeit unterschätze, sondern ich glaube die Art und Weise, wie sich die Innungen der Reisenden annahmen, müßten sreien Vereinigungen der Danzwerker ein leuchten- des Vorbild sein.— Wenn auch rühmlichst her- vorzuheben ist, daß schon einzelne Vereine diesem Beispiele gefolgt sind und sich des Herbergswesens angenommen baben, wie z. B. der Arbeiterverein in Chemnitz durch Errichtung der Centralherberge; wenn auch die Opferwilligkeit einzelner Personen im höchsten Grade anerkannt werben muß, die
Der Friedberger Consumverein und der„Verband“.
Durch den werden müssen ohne Vermittelung des Verbandes ankausen,
materiellen Nutzen gebracht hat.
Welchen Ver- Landwirtbe und Beamte aus
(Eingesandt.⸗)
Der Verband det bessiscen landwirthschaslichen Con—
Darmstadt eine Delegirten-Versammlung ab. Aus der Tagesordnung beben wir lediglich folgenden Antrag ber vor, welcher dem§. 15 des Statuts hinzugefügt werden soll:„Vereine, welche solche Waaren, die nach Beschluß det Delegirten-Versammlung durch den Verband bezogen
haben einen von dem Verbandeausschusse zu bestimmen⸗ den Beitrag zu den Verbandekosten zu leiten.“ Wie man daraus ersiebt, bandelt es sich bierbei wesenilich darum, die von Jahr zu Jabr sich sieigernden Verbandsunkosten zu decken, weiche sich, ieren wic nicht, auf mehr als 11,000 Mark füc das abgelaufene Jabr beziffern. Es nispann sich bierüber eine lebhafte Debatte, an welcher sich insbesondete der Director des Friedberger Vereins be— beiligte. Derselbe legte die Stellung des Friedberger Beteins klar dar, zeigte insbesondere die Unmög ichleit für den Verein, sich an den gemeinsamen Waareneinkäufen zu betheiligen, da die Ankäufe des Verbandes außer Koblen in Artikeln beständen, von welchen von dem Friedberger Verein nur in seltenen Fällen Gebrauch gemacht werden könnte. Alle Vorstellungen balsen Nichts, der Auttag wurde gegen 8 Summen angenommen. Doch mit des Geschickes Mächien ist kein ewiger Bund zu flachen und das Schicksal schreitet schnell. Bereits am 30. Dezember soll der Vorstand des Friedberger Vereine seinen Aus- tit aus dem Verband beichlossen baben und zwar ledig⸗ lich des Kostenpunkies wegen, indem es diesem Verein untet Umständen sonst einen Beitrag zu den Vervands⸗ könen von weit über 1000 Mark pio Jahr getragen gaben würde, während der Verband eit Jahren keinen Die Verwaltungekosten des Friedberger Vereins bewegen sich in mäßigen Grenzen. o daß der Wablipreuch dees Vereins„so gut und so billig wie möglich“ in Wabrbeit auftecht erbalten werden kann, wenn genannte Verdbandekosten nicht hinzu kommen. Die Geschäftsführung dieses Vereins ist ane üreng geregelte, welche namentlich durch die Conttole eines Rechnungsbeamten scharf überwacht werd. Diese Vortbeile des Friedberger Vereins baben sich auch bereits Geltung verschafft und es sind demselben auf Antegung des landwirtoschaftlichen Bezirksdereins Büdingen am 1. Januar dieses Jabres bereits 41 der an jesehensten dem Kleie Büdingen beige treten. Die Organisation für diese Ausdebnung ist bereits im Gange, küchtige Agenten sind bestellt und wird dem rastlos arbeitenden Vorstand des Friedberger Vereins der Ersolg nicht seblen, zumal dem Verein bereits ein Reserve⸗ (senes von 5000 Mark zur Seite stebt. Möch ien sich daber die Landwulbe recht zahrreich um diesen Verein schaten und demselben einzeln oder durch Bildung von Ortsvereinen beilteten, zumal dadurch den sich dildenden Vereinen nicht die geringsten Kosten dem Friedberger Verein gegenüber erwachsen. Mit der Redactton einer gediegenen landwirthschaftlichen Zelischrift ist det Vorfland in Unterbandlung getreten und wird auch nach der geistigen Richtung bin den Miigliedern Rechnung getragen werden. Der Friedberger Verein zählt augenblicklich 8⁵⁰ Mitglieder.
S. 1697 Nr. 21 72, S. 2066 Nr. 34, S. 2386 Nr. 2 à fl. 1000. S. 504 Nr. 31 7197, S. 1054 Nr. 84. S. 1697 Nr. 66, S. 1874 Nr. 43, S. 2386 Nr. 30 37 78, S. 2626 Nr. 12 87, S. 2915 Nr. 74 à fl. 400. Auf alle übrigen in vorstehenden Serten enthaltenen und bier nicht aufgeführten Nummern entfällt der geringste Gewinn von fl. 130
Malländer Fre. 45.⸗Loose von 1861. Ziebung vom 2. Januar 1879. Sewe 5667 Nr. 20 Fries. 70,000. S. 4390 Nr. 20, S. 5901 Nr. 24 à Frcs. 1000
Handel und Wertehr.
Friedberg, 7. Jan. Waizen M. 17.50, Korn M. 14.— 15.50, Gerste M. 14., Hafer M. 12— 12.25. Alle Preise verstehen sich auf 100 Kilo= 200 Zollpfund. Friedberg, 8 Jan. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. 70-80 Pf., Eier per Stück 7—8 Pf. Gießen, 7. Jan. Wochenmarkt. Butter per Pfp. 70—85 Pf., Eier per Stück 6—7 Pf., Kcäse ver Stück 5—9 Pf., Tauben das Paar 60 Pf, Hühner ver Stück M. 1.10, Habhnen per Stück M. 1.40, Enten per Stück M. 1.80, Kartoffeln per 100 Kilo M. 6., Zwiebeln per Centner M. 8., Ochsenfleisch 7072 Pf per Pfd., Kuh⸗ und Rindfleisch 56—60 Pf., Schweinefleisch 58— 60 Pf., Kalbfleisch 56 60 Pf., Hammelfleisch 60 70 Pf. Grünberg, 4 Jan. Auf beutigem Wochenmarkte kostete der Centner Weizen M. 9 22, Korn M 7.45, Gerste M. 6.50, Hafer M. 5.58, Erbsen M. 8.50. Frankfurt, 6. Jan. Der heutige Viehmarkt war ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ca. 390 Ochsen, 200 Kübe, 230 Kälber und 400 Hämmel. Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 68.— 70., 2. Qual. N. 63.— 65., Kübe 1. Qual. M. 60.— 62., 2. Qual. M. 54.—58., Kälber 1. Qua. M. 62.— 64, 2 Quol. M. 58.—60., Hämmel 1. Qual. M. 62.— 64., 2. Qual. M. 54.— 56.
Frankfurt, 6. Jan. Fruchtbericht. Mehl Nr. 1 M. 39., Nr 2 M. 35. Nr. 3 M. 31., Nr. 4 M. 27., Nr. 5 M. 21. Roggenmehl%(Berliner Marke) M. 22 do. 2.(Berliner Marke) M. 19. Watzen effectiv bies., ab Bahnhof hier M 19., ab unserer Umgegend M. 18.25— 50, do. fremder je nach Qual. M. 18.— 19, Roggen je nach Qual. M. 13.— 15., Gerste M. 15.— 17 50, Hafer M 12 5014 Koblsamen M. 27.— 28., Erbser M. 19.— 23, Wicken M. 15.— 16., Linsen M. 17.— 23, Rüböl. detail, M. 58 Die Preise verstehen sich sämmtlich per 200 Pfd. Zollgewicht= 100 Kilo.
Wir machen darauf aufmerksam, daß die Noten nachstehender Banken außer Cours gesetzt find: Anhalt⸗ Dessauische Landesbank, baierische Hypotheken- und Wechselbank, Bremer Bank(à 20 Mark), communalstän⸗ dische Bank für die preußische Oberlausitz, Geraer Bank, Gotbaer Privatbank, Leipziger Bank, Leipzig⸗Diesdenet Eisenbahn Compagnie, Lübecker Privatbank, niederschle⸗ sische Bank zu Bückeburg, preußische Bank(100 Mark) ritterschaftliche Privatbank in Pommern, Rostocker Bank, Weimarische Bank
Db. Frankfurt a. M., 7. Jan. 1879. Die Söche verkebrie beute am eigentlichen Spukulanonemarkt in aus⸗ gesprochener Lustlosi keit und scheint das Animo der Vor⸗ lage, da weitere anregende Momente seblten und auch üder die Beweggründe der Courssteigetung keine Klarbeit hetrichte, wieder völlig erloschen zu sein. Auf den Nedengedieten, besonders abet in den internationalen Staatsfonds, war das Geschäst sorigesetzt recht lebbaft, wenn auch bier die seilbetigen Avancen nicht ganz behauptet werden konnen. Von bauplsächlichem Einfluß auf die Gesammibalzung wat das in Wien bervorttetende Realisationsdedürfniß. Die gegen Schluß einlausenden besseren Berliner Coutse sübrten wieder eine kleine Besesligung der Tendenz der seilenden Werthe berdei. Cr'ditacttien gestern Adend 200, bewegten sich zwischen 200 und 200%, Stagts⸗ vabnaclien gestern Abend 216¾, nahe 216¾— 218%. Von ausländischen Fonds duert. Goldtente und ungar⸗
Verloosungen.
Goldrente matter. Ungarische Schatzbons fest. Destert.
PVraunschwelger Thlr. 20. Loose von 1868. und ungar. Weride werden gegenwärtig vielsach von dem
Gewinnziehung vom 31. Dee 1878 31. März 1879 Nr. 5 M. 15,000. Nr. 8 M. 3000. [S. 4579 Nr 12. [S. 5688 Nr. 50,
S 8836 Nr. 8 S.
G G C
6397 Nr. 1, S
Nr. 2 8 W. 72.
Gewinn von M. 66 Badische fl 35.⸗Loose von 1845.
190064 267102 fl. 1000.
4% ꝓ Oesterreichische fl. 1854 Serienziebung vom 2. Jan 1879.
1907 1938 1970 2030 2117 2218 2884 2936 3094 3124 3290 3302 3388 3411 3567 3878 3934 3955 3959 3994. 1. April 1879 statt. Stadt Wien fl. 100.⸗Loose von 1874 Serten- und Gewinnziebung vom 2. Jan. 1879. zahlung am 1. April 1879. Serien 1289 1697 1874 1923 2066 2192 2386 2626 2915 Gewinne: S. 2386 Nr. 55 fl. 200,000 S. 504 Nu. 68
fl. 50,000. S. 1054 Nr. 65 fl. 10,000. S. 679 Nr. 8,
7108 Nr. 35. Oeftert. Bahnen und Prioritäten den. 7* 5 0*— 5 9 9927 Nr. 4 29 u M. 300. S. 752 1%. Banken fill und theuwetse matter.
Alle übrigen Nummern in den am 1. Nov. 1878 gezogenen Serien erhalten den geringsten
2
Ziedung a. vom 31. Pec 1878. Nr. 67146 90001 154631 160810] Kleinkinderschule bat der Vorstand, um die 312084 314128 338267 399459 KJ Güte der Redaction nicht allzusehr in Anspruch
250.⸗Loose von Seine 397 ü 514 1095 1204 1323 1389 14221593 1654 1673 1786] Anzeigen, für die 186 2514 2684 2765 Saales unter äußerst billigen Bedingungen, für
Die Gewinnziehung findet am
0 N 0 Heimzah ung am Privaspubl kum gekauft, dagegen amerikanische Stants⸗ Serie 490 Nr. 20 M 48 000. S 1883 papiere von demselben an den Markt gebracht. 8836 Nr. 10 M. 7200. S. 3158 Russen fest. 572 Nr. 9. S. 3593 Nr. 31, ubel verzinelich, soll demnächst au der diestden Boͤrse zur 4685 Nr. 43, S. 4962 Nr. 28, Einführung gelangen.
18 Ter Die boo russische Orientanleibe, in Papiet⸗
Von Loosen 18606 ½0% wiedris ex. Goitbard stiegen Wechsel sest.
Nr. 18, S. 1043 Nr. 12, S. 4127 Nr. 2, S. 4433 Piivatdisconto 38/0%/. Nr. 19 S. 4448 Nr. 33, S. 4804 Nr. 26, S. 4962 Nr. 10, S 5002 Nr. 1, S. 6951 Nr. 37, S. 8438
9 Danksagung. Die früher in diesem Blatte übliche Danksagung bezüglich der Christbeschteerung der diesigen
zu nehmen, in den letzten Jahren untetlassen und den Dank für die unentgeltliche Aufnahme unseter freundliche Ucberlassung des die mannigfachen gütigen Gaben zur Bescheerung, sowie für dit gefällige freiwillige Hülfe bei dieser selber nur mündlich ausgesprochen. In diesem
an. 1879. Heim.] Jabre jedoch geziemt es sich, auch noch bier im Nr. 504 679 10540 Oberb. Anzeiger bervorzubeben, daß Frau Ledrer
[Ramspeck, welche nach mebr als 16säbrigem Wirken an unserer Kleinkinderschule diese Stellung


