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Advokat v. Puttkamer(Colmar) für Justiz und der bayerische Ministerialralh Mayr für Finanzen und Domänen.
— Der„Reichs- Anz.“ schreibt: Der König
bat, um seiner Anerkennung der treuen Dienste,
welche ihm und der Monarchie der Staatsminister Falk in seinem bisherigen Amte mit aufopfernder Hingebung unter schwierigen Verhältnissen geleistet bat, in der Familie forterbende Erinnerung zu geben, dem einzigen Sohne des Ministers Falk den Adel verliehen.
Ausland.
Oesterreich-Ungarn. Wien. Nach Berichten aus Silistria ist die Räumung Bul- gariens seitens der Russen nunmehr vollkommen bewerkstelligt worden.
Gastein. Die Ankunft des Kaisers von Oesterreich hierselbst zum Besuch des Kaisers Wilhelm wird am 10. Aug. erwartet.
Nancy, 5. Aug. Die feierliche Enthüllung des Standbildes Thiers' fand unter sehr großer Theilnahme der Bevölkerung statt. Fünf glieder des Ministeriums und viele parlamentarische Notabilitäten wohnten der Feierlichkeit bei. Jules Simon kennzeichnete in seiner Gedenkrede den Ruhm Thiers' als Geschichtsschreiber und Staats- mann. Er habe den Krieg zu verhindern gesucht. Während des Krieges habe er sich bei Europa für Frankreich verwandt. Als er zur Macht ge— langt sei, habe er drei große Kämpfe zu bestehen gehabt, gegen die Commune, gegen den Feind und gegen die Nationalversammlung. Nach Jules Simon hielt der Minister des Innern Lepere eine Rede, worin er erklärte, die Regierung sei an- wesend, um eine glänzende Huldigung demjenigen darzubringen, der den ruhmreichen Titel eines Befreiers des Landes verdiene.
Großbritannien. London. Meldungen aus der Capstadt vom 15. Juli. Generalmajor Crealock verbrannte Undine und Magwere. Mehrere bedeutende Häuptlinge haben sich ergeben. jetziger Jahreszeit wird kein erneuter Vormarsch erwartet, da die Transportschwierigkeiten sich steigern. Freiwillige sind beordert, Cetewayo den Rückzug abzuschneiden.
— Das„Reuter'sche Bureau“ meldet aus Capetown vom 15. Juli: General Chelmsford hat seine Demission gegeben und ist nach Durban zurückgekehrt.
Spanien.
Sanct⸗Sebastian. Die
Infantin Maria del Pilar, Schwester des Königs Vie d 5 f 4 ugs Victor Meyer in Gemeinschaft mit seinem Assistenten, reiten Alphons, starb heute Morgen in Folge eines Herrn Karl Meyer, nach der„3. 3.“ mit einer Unter. Landvolk zu verb ö
suchung über die Frage, ob die chemischen Elemente dur. 0 f ö ch Frage, o che misch 0 N anftalen das Material unentgeltlich geliefert wird.
Arbeit hat er zunächst die Elemente Sauerstoff, Diese Einrichtungen sind dort fast allgemein und
Schlaganfalls.
Bulgarien. Sofia. Von Seiten der Regierung wird mitgetheilt, daß die beschränkte Art von Belagerungs-Zustand, welcher von der bulgarischen Regierung über Varna und einige Bezirke der Departements Tir- nowa und Rustschuk verhängt worden ist, durch das von Räuberbanden beurlaubter türkischer Soldaten getriebene Unwesen veranlaßt Derselbe trägt den Charakter einer reinen Prä— ventionsmaßregel. Auch durch Baschibozuks und selbst durch reguläre türkische Truppentheile finden unausgesetzt Grenzverletzungen, Plünderung und andere Gewaltthätigkeiten statt. Fürst Alexander wandte sich deshalb telegraphisch an die Pforte in Constantinopel.
frei geben zu wollen, diesem Unterrichte möglich wird.
säumie nachzuholen.
Aus Stadt und Land.
W. Friedberg. Im Jahre 1877 ging die Großh. Cenitalstelle für die Gewerbe und den Landesgewerbverein mit dem Plane um, die größeren Handwerkerschulen des Landes durch weitere Geldbeuräge zu unterstützen und ste in sog. erweiterte Handwerkerschulen zu verwandeln. Fried⸗ berg war ursprünglich nicht unter den in Aussicht ge⸗ nommenen Osten; allein der Vorstand der hiesigen Hand⸗ werkerschule glaubie im Interesse Friedvergs und besonders des hiesigen Handwerkerstandes zu handeln, wenn er mit allen Mitteln dahin strebte, eine solche Vergünstigung auch zu erlangen. Nach vieler Mühe und besonders durch das freundliche Entgegenkommen des hiesigen Stadtvorstandes und des Vorstandes des Mathildenstifts wurde es möglich, die nöthigen Geldmittel, schöne Lokale und geeignete Lehr⸗ kräfte zu beschaffen. Wenn man nun aber erwartet halle, daß die jungen Handwerker mit Freuden von dieser Ein⸗ richtung Gebrauch machen würden, so fühlte man sich bald enuäuscht. Nur mit vieler Mühe gelang es, wenige Schüler, obgleich für diesen Unterricht gar kein Schulgeld bezahlt wird, also Kosten kaum damit verknüpft find, zu
gewinnen. Auch bis jetzt bat die Schülerzabl nicht zuge' seinen Garten einrichten.
Vorstand sich in seiner letzten Sitzung ernstlich mit der Frage beschäftigen mußte, ob unter diesen Umfländen die erweiterte Schule nicht ganz aufzuheben sei. Eventualität sehr zu bedauern wäre, wird Jeder leicht ein⸗
sehen. Denn ist sie einmal aufgehoben, so wird es kaum
jemals möglich werden, sie wieder einrichten zu können. Wir möchten darum noch einmal das dringende Ersuchen an die Meister in Friedberg und der Umgegend richten, doch ihren Lehrlingen und Gesellen, durch Fleiß und Tüchtigkeit im Geschäfte beweisen, daß solche Müde an ihnen nicht verloren ist, die nöthige Zeit — an zwei Nachmittagen der Woche je 3 Stunden— damit ihnen die
Daß diese worden. von dem Engländer Locke empfohlen, welcher dieselbe namentlich für junge Leute von Stand für Rousseau besonders solchen, die Mensch zur Einfachheit der müsse, den Stand des Landwirths besonders be⸗ neidenswerth. Semler, Francke, Pestalozzi Tbeilnahme an und namentlich die Philanthropen bezogen Garten⸗ Dutch größere Tüchtig⸗ arbeiten in ihr Erziehungssystem
Die Beschäftigung mit nommen, sondern sie hat sich noch vermindert, so daß der Gartenbau ist schon lange von Pädagogen als
eine gute und nützliche für die Jugend anerkannt
Bereits vor sast 200 Jahren wurde sit
angemessen hielt. in seiner
So fand auch J. 3. Anforderung, daß der Natur zurückkehren
mit ein; und
keit wird es jedenfalls möglich werden, das scheinbar Ver⸗ wenn J. H. Campe in seinem Leben gemeinsam
Hoffen wir, daß diese Andeutungen genügen, recht bald eine genügende Schülerzahl zu erlangen, damit die Frage der Aufhebung der erweiterten Handwerker⸗
eine thümliche von der Wäsche durchnäßten Sack auf dem Rücken tragend, einem patrouillirenden Gendarmen geradezu in die Hände lief.
Gießen. Am 6. October a. o. seiert der Rabbine
Gleichwie ihm zur Zeit seines Doctor— jubiläums am 7. Nov. v. J. zahlreiche Beweise der Hoch⸗
schon jittzt und ist man bestrebt, die so seltene Feier zu einer angemessenen und würdigen zu gestalten.
Romrod. Unser Städtchen ist schon seit einigen Tagen in fteudiger Bewegung, um welcher einige Tage hier seinen Aufenthalt bei seinet Ankünst sestlich zu empfangen. Der Krieger— verein trifft hierzu Vorbereitungen und auch unsere weib⸗ liche Jugend läß: es sich nicht nehmen, den verehrten Regenten in Fesikleidern zu begrüßen.
Offenbach. Ein hiesiger Einwohner hat, obne Nenn— ung seines Namens, dem Verein gegen Verarmung und Beltelei die respectable Summe von 5000 Mark als Unter⸗
sützung für Arme, insbesondere für arme Wöchnerinnen, zur Verfügung gestellt; eine hochherzige Handlung, die dieser
öffen lich anerkannt zu werden verdient.
schule nicht weiter in Erwägung gezogen zu werden braucht. einrichtete, Butzbach. Dieser Tage fiel ein Kerl, der bei Münster Werth er dem Paribie Wäsche von der Bleiche gestohlen, auf eigen⸗ 6 5 Weise in die Hände der Jufliz, indem er, den
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Mit- der Provinz Oberbessen Dr. Levi dagier, sein 50jähriges, Amlejubiläum.
achtung und Verehrung geworden, so regt es sich auch Lambert von
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mit seinen Zöglingen mehr als 10,000 Bäumt pflanzte und seinen Garten für Erziehungszwecke
so beweist dies hinreichend, welchen Garten und der Gartenpflege in
Rücksicht auf die Jugenderziehung beigelegt hat,
Aber auch für spezielle Unterrichts- und Schul⸗
zwecke ist der Garten schon vielfach benutzt worden.
Als Thaer die großen Thatsachen der Natur- wissenschaften auf die Landwirthschaft anwandte, da war es sein berühmter Schüler, der Freihert Babo in Weinheim, welcher in
Heidelberg einen Schulgarten mit einer Acker bau
lehranstalt verband, da war es Dr. Konrad
den Großherzog, Michelsen, welcher in seinen vielen schulamtlichen nebmen will, Stellungen, zuletzt an der Acker bauschule in Hildes
heim, für Anlage von Schulgärten strebte und solche selbst einrichtete; es geschah in richtiger Würdigung der Wichtigkeit, die ein so einfaches Veranschaulichungsmittel für den th eoretischen Unter⸗ richt hat.
Wir übergehen alle Einzelversuche, welche in Beziesung noch vielerorts gemacht worden sind uad wenden uns zu auherdeutschen Ländern,
Darmstast. Alljährlich, so auch dieses Jaht, wer- wo Gärten bei den Schulen planvoll und füt
den nach den Manövern von den Truppentheilen Mann— schasten von untadelhafter Fübrung nach Ljähriger Dienst⸗
bestimmt ausgesprochene Zwecke allgemein einge⸗
zeit zut Dieposition des Regiments beurlaubt und dabei führt werden.
Rücksicht darauf genommen, ob dis Söhne ihren Ange— Eltern, welche glauben Anspruch auf besondere Berück⸗ sichtigung bei diesen Beurlaubungen erheben zu können, haben ihre Gesuche
Pfungstadt. Bei der in Submission vergebenen Steinhauerarbeit an dem neuzuerbauenden Schulhause da— hier sind 52 pCt. abgeboten worden. arbeit wurden 28 pCt., Mauterarbeit 18 pC..
Allerlei.
abge boten.
In hörigen zur Unterstützung nothwendig sind. Diejenigen
Von der Zimmer-
Wir erinnern an Schweden, welches bereit im Jahre 1871 bei 7528 Landschulen schon 2000 sehr gut eingerichteter Schulgärten besaß. Man
schleunigst bei den Polizeibehörden ist innerhalb circa 20 Jahren so weit gekommen, ihres Wohnsitzes einzureichen.
daß man gedruckte Anweisungen besitzt, in welchen genau angegeben ist, wie der Plan zu entwerfen sei, welche Pflanzen in den Schulgarten gehören und wie dieselben behandelt werden müssen. Auch in Belgien hat man seit langer Zeit Gärten bei den Landschulen; dieselben dienen dazu, die feinsten
Zürich. Seit einiger Zeil beschäftigt sich Professor Gemüse, die vorzüglichsten Obsorten unter dem
starke dieser
Erhitzung eiwa weiter zerlegbar seien. Im Verlaufe
zu welchem Zweck den
Schulgärten von den staatlichen Gärtnerlehr⸗
Stickstoff, Schwefel und Quecksilber einer sehr hohen Tem- wo sie noch nicht zur Thatsache geworden sind,
peratur(ewa 15700 C.) ausgesetzt und sie in diesem Zustande das Departement nach einem neuen von ihm aufgefundenen Verfahren untere
sucht. Es zeigte sich hierbei, daß die genannten Körper vei dieser Temperatut keinerlei Veränderungen Ei durchaus anderes Resultal ergab sich aber bei der Untersuchung des Chlors. Dieser ebenfalls für ein Element
Ob eines der hierbei entstehenden Moleküle Sauerstoff ist, oder ob dasjenige, was man bisher für das Atom des Chlors hielt, aus drei weiteren Atomen eines noch unbe⸗ kannten Elementes besteht, ist bisher noch nicht entschieden. Ganz äynliche Beobachtungen hat Meyer an dem dem Chlor so ähnlichen Jod gemacht.
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Ueber Schulgärten.
(Aus einem Vortrag, gehalten in einer Sektion der XXIII. allgemeinen deuischen Lehrer-Versammlung zu Braun⸗ schweig, von Car! Sell, Lehrer an der Hauptschule.)
Unter einem Schulgarten versteht man nicht einen Kindergarten, auch zunächst nicht den Garten des Lehrers, welcher zu seinem Einkommen gehört, worin er sein Gemüse baut und sein Obst erntet, sondern einen Garten bei der Schule und für die Schule, also einen Garten, der mit Absicht und Plan für Unterrichts- und Ecziehungszwecke eingerichtet ist.
Wie nun die Erziehungspraxis von einer Menge von Faktoren abhängig ist, so können auch diese Erziehungs- und Unterrichtszwecke verschieden auf; gefaßt werden, man kann sehr hohe Ideale auf— stellen, man kann sich auch mit dem zunächst liegenden praktisch Erreichbatren begnügen und demgemäß
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erlitten. venich,
wurde, geltende Körper wurde bei der genannten Temperatur vollständig gespalten, in der Art, daß dabei aus je zwei zur Molekülen Chlor drei neue Moleküle gebildet werden. in
ö
Inspecteur de Enseignement primaire in
sucht man ihre Verwirklichung auf alle Weise zu! fördern, Im Jahre 1878 zog Herr Fred. Bur“ Lebrer an der Staatsgärtnerlehreranstalt in Gent, als Reiseprediger für den Schulgarten durch ganz Flandern, um noch lässige Gemeinden Anlage von Schulgärcten zu veranlassen. Auch Frankreich huldigt man ähnlichen Bestrebungen. Nach einer gütigen brieflichen Mittheilung des Paris 1876 von 59,021 öffentlichem
hatten im Jahre 1 bereits 27,958 Schulgärten.
Elementarschulen
In einem jetzt den entwurf, welcher im November d. J. zur Berathung kommt, wird der Schulgarten als ausgezeichnetes Veranschaulichungsmittel für den Gartenbau empfohlen. 5
Wir führen diese Thatsachen, welche noch durch Notizen über vereinzelte Art in England erweitert werden könnten, an, um die Aufmerksamkeit darauf zu lenken, welchen Werth man den Gärten bei Erziehungsanstalten schon in anderen Ländern beilegt.
Allerdings handelt es sich bei den soeben er“ wähnten Gärten um vorwiegend praktische Zwecke; in Schweden um Hebung des Landbaues, im Belgien und Frankreich um Förderung der Garten kultur, also um Obstbaumzucht, Gemüsebau und Blumenpflege, um die Verbindung des Nützlichen mit dem Angenehmen; doch sind auch diese ver“ hältnißmäßig bescheidenen Zwecke von großem
Kammern vorliegenden Gesetz⸗
Einrichtungen ähnlichen
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