Ausgabe 
6.2.1879
 
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1879. Donnerstag den 6. Februar. M16.

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Oberhessischer Anzeiger.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

und in Nauheim Montag, Mittwoch und 7 1 2 2 Wird hier Freitag Abend 1 5 5 Artisblatt für den Artis Friedberg. geg

1 11 einspaltige Petitzeile wird ber Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.

* Amtlicher Theil.

Friedberg den 4. Februar 1879.

Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Burgermeistereien des Kreises.

Nach uns gewordener amtlicher Mittheilung ist in Niederklten, Königreich Preußen, die Lungenseuche unter dem Rindvieh ausgebrochen und

namt dermalen noch immer an Ausdehnung zu. Indem wir Sie biervon benachrichtigen, empfehlen wir Ihnen aufs Gewissenhafteste darüber zu machen, daß aus der durchseuchten Gegend kein Rindvieh auch nicht zum Schlachten eingeführt wird, insbesondere aber jede etwa vorkommende,

alf Lungenseuche irgendwie schließenlassende Erkrankung von Rindvieh uns unverzüglich zur Anzeige zu bringen. Dr. Braden.

Bekanntmachung.

etreffend;: Die Abhaltung eines Frühjahrs⸗Faselmarkts zu Bußbach, hier Abhaltung einer mit diesem derbundenen Verloosung.

Großberzogliches Ministerium des Innern hat durch Verfügung vom 24. v. Mis. gestattet, daß gelegentlich des diesjährigen Frühjahrs- gaselmar ktes zu Butzbach eine Verloosung von Faseln, Rindern, Schweinen und landwirtbschaftlichen Geräthen stattfinde. Friedberg am 1. Februar 1879. Großberzogliches Kreisamt Friedberg. J. V. d. K.: Küchler, Kreis- Assessor.

Einladung der Mittwoch den 12. d. Mts., Nachmittags Uhr, zu Friedberg in dem Rathhaussaale daselbst stattfindenden außerordentlichen General- Versammlung.

Zur Verhandlung kommen: Zu recht zahlreichem Besuche wird eingeladen. 1) Ankauf einer Hofraithe zu Friedberg für das Mathildenstift. An demselben Tage findet in dem genannten Lokale von Morgens 1) Verkauf einer Hofraithe des Matbildenstifts in der Stadt Butzbach. Übr an eine Sitzung des Gesammt-Ausschusses statt. ) Gesuch des Anton Pie I. zu Weckes heim, Ehemann der Industrie- Friedberg, 4. Februar 1879. lehrerin Pie daselbst, um Unterstützung. Der Prösident des Mathildenstifts Friedberg Butzbach. 1) Neue Statuten des Matbildenstifte. Dr. Braden. Deutsches Reich Ausschuß hierzu gestellten Anträgen angenommen. einen gemeinschaftlichen Bauplan auszuarbeiten

Darmstadt, 3. Febr. Die zweite Kammer Die im Ausschuß nicht zur Nechandlung gekem- und die Fabrwassettiesfe des Mains baldmoglichst zahm beute ihre Arbeiten wieder auf. Auf eine menen Anträge des Abg. Heinzerling, betreffend auf 98 Centimeter unter den Nullpunkt des Interpellation in Betreff der Gewährung einer Verfahren bei Contraventionen gegen die Ge Frankfurter Pegels zu briggen, da der jetzige Zinsgarantie für eine Kettenschleppschifffabrt auf werbegesetze und solche gegen die indirecten Auf: Zustand ein überaus kläglicher ist.

em Main antwortete die Staats- Regierung, daß lagen, sowie der weitere Antrag um ausdrückliche Berlin, 4. Febr. Das Abgeordnetenhaus e eine Zinsgarantie allein nicht übernebmen, Aufhebung der durch die Straspreceß Ordnung genehmigte in dritter Berathung nach unerheblicher sie aber die Frage, ob von den Uferstaaten derogirten Gesetze, Verordnungen ꝛc. mit großer Debatte den Beschlüssen in zweiter Lesung gemäß ine gemeinschastliche Zinsgarantie zu übernehmen Majorität abgelehnt. Das Haus begann sodann die Gesetzentwütse, betreffend die bessische Brand- 15 in Erwägung ziehen werde. Bezüglich der die Berathung über den Hauptvoranschlag der Versicherungs- Anstalt in Kassel, betreffend den analistrung des Mains wird auf die noch Staats- Einnabmen und Ausgaben pro 1879/82 Unterstützungs-Wobnsitz in Lauenburg, betreffend shwebenden Verhandlungen mit Preußen hinge- betr., inebes. Theil I. Ausgaben. Die Verhand- eine Anleihe für Verbesserung der märkischen piesen und erklärt, daß unsere Regierung über lungen gedieben bis zurHauptabtbeilung IX, Wasserstraßen und endlich betreffend die Wasser⸗ lie Frage der Ausdehnung der Canalisatien bis Ministertum des Innern und der Justiz. Die genossenschasten. In zweiter Berathung wird der Dffenbach, die jedenfalls mehr als 1 Mill. Mk. angeforderten Beträge wurden, im wesentlichen in Gesetzentwurf, betr. einen Zusatz zu Art. 86 und 87 sosten würde, noch keine desinitire Entschließung Uebereinstimmung mit den Ausschußanträgen, be- uder Verfassung angenommen, worauf die zweite Be⸗ gefaßt babe. Schröder und Genossen reichten eine willigt. Von Interresse ist bierbei, daß die Kammer rathung des Gesetzentwurss, betr. die Abänderung

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Juterpellation ein, ob die Regierung geneitzt sei, u. A. vorläufig die Pensten des Geb. Finanzratb einiger Bestimmungen der Disciplinargesetze folgte.

die Regulirung der Nidda, Nidder und Horloff Secderer im Betrage von 5400 Mk. verweigert DerReichs Anz. publicirt eine kaiserl. eus Stiaasmilteln zu subventloniren. Hierauf und es diesem überläßt, klagend aufzutreten. Verordnung, wonach vom 10. Februar an jeder srat man in die Berathung des Gesetzentwurfe, Die Mehrheit des Finanz- Ausschusses: aus Rußland kommende Reisende sich durch einen

das Verfahren der Sachen der nichtstreitigen Ge- Wolfskehl, Osann, Schröder und Theobald hat Paß ausweisen muß, welcher am Tage des Aus-

lichtsbarktit betr. ein. Eine lebhafte Debatte rief sich gegen, die Minderheit: Kugler, Möllinger trittes des betreffenden Reisenden aus dem russischen in Antrag der Mehrheit des Ausschussee bervor, und Scriba für den Verkauf der Main Weser⸗ Staatsgebiete oder an einem der beiden vorher- ter für Beschwerden, welche in die zweite Instanz Bahn ausgesprochen. Der Ausschuß beantragt gehenden Tage von dem deutschen Botschafter in gebracht werden, den Anwaltszwang eingesührt serner: die Anforderung von 451,700 Mk. suͤr Petersburg oder deutschen Consularbebörden in wissen will. Die Abstimmung ergab Ablehnung Erweiterung des Gießener Bahnhofs der ober- Rußland visirt ist. Zur Erlangung der Visirung des An waltszwangs mit überwiegender Mehrheit. hessischen Vabnen, als zur Zeit durch die Ver- ist der glaubhaste Nachweis erforderlich, daß der Die Regierungs vorlage wurde mit den vom Aus- kehrsverhällnisse noch nickt geboten, abzulehnen, Inbaber des Passes innerbalb der letzten 20 schuß ange nommenen Modificationen, nochdem nur wogegen der Ausschuß erster Kammer für Be- Tage in keinem von der Pest inficirten oder ver- die Art. 2 und 9a zu vorerwähnter größeren Debatte willigung ist unter der Voraussetzung, daß dadurch dächtigen Gebiete sich aufbielt. Der Paß ist bei Anlaß gegeben, im Ganzen einstimmig angenom- dem Staat bei einem Verkauf der Main Weser- dem Eintritt über die Reichsgrenze bebuss Ge- men. Hitrouf folgte die Berathung über den Bahn an Preußen kein Schaden erwachse. Weiter stattung der Weiterreise der diessettigen Grenz- Gesegentwurf, die Uebertragung von Grundeigen- bat der Finanzausschuß den Antrag gestellt, die behörde zur Vistrung vorzulegen.

bum und Fortfübrung der Grundbücher in der Regierung um erneuerte Vorlage eines Gesetz Köln. Unsere neuen Forts sind bis auf Provinz Röbeinhessen betr. Derselbe wurde mit entwurfs über die Besteuerung der Bergwerke zu eins vollständig kriegsbereit bergestellt. Auch an einigen vom Ausschuß beantragten Modisicationen ersuchen. Einem weiteren Antrage entsprechend, den Forts, welche Deutz umgeben sollen, wird nach einigen Debatten bezüglich der Art. 1, 2, soll die Regierung um Vorlage eines Gesetz⸗ mit solchem Eifer gearbeitet, daß das erste der⸗ 5, und 23 angenommen. 4. Febr. Der in entwurfs ersucht werden, durch welchen die be- selben voraussichtlich 1880 fertig gestellt wird. der heutigen(8.) Sitzung der 2. Kammer zur stebende Steuerfreiheit der Pfarr- und Schulbe Berathung gestellte Gesetzentwurf, die Auesübrung sold ungsgüter aufgehoben wird. Vom Finanzaus Ausland.

der drulschen Strasproceßord nung betr., wurde schuß wird ferner die Niedersetzung einer besonderen Oesterreich: Ungarn. Wien. Die nach kurzen Verhandlungen mit den von dem Commission der Main-Uferbauten befürwortet, umWiener Zeitung veröffentlicht eine Ministertal-