Ausgabe 
5.6.1879
 
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heil binrichten ließ.

L Einer amtlichen Bekanntmachung zufolge

31. Mai. Die griechische Regierung hat vegen der Griechenland mit einer Invasion be⸗ rohenden türkischen Truppentoncentrirung an der Grenze eine Depesche an die Großmächte und gleich eitig auch eine Note an die Pforte gerichtet. 2. Juni. Eingegangener Meldung zufolge emächtigte sich ein Trupp albancsischer Irregulärer, wa 400 Mann stark, der Stadt Almyro bei alo, drohte die Stadt zu plündern und die aserne anzuzünden, falls nicht der rückständige Sold ausgezahlt werde. Auf Cypern herrscht roße Aufregung, weil der türkische Gouverneur on Famagusta zwei Eingeborene ohne voraus- egangene gerichtliche Untersuchung und ohne Ur

Rußland. Petersburg, 31. Mai. Der Beneralgouverneur General Gurko hat eine Ver ordnung erlassen, wodurch Beschränkungen in Betreff des Ankaufs und Verkaufs stark wirkender Gifte eingeführt werden.

Nachrichten aus Baku zufolge reiste General Lazareff mit seinem Stabe am 25. Mai nach Tschikischlar ab.

DerRegierungsbote veröffentlicht einen kaiserlichen Ukas vom 26 Mai, durch welchen der Finanzminister angewiesen wird, bebufs Beschaffung zur Deckung der durch den letzten Krieg hervor- gerufenen außerordentlichen Ausgaben eine innere Iproc. Anleihe im Nominalwerthe von 300 Mill. Rubel zu emittiren.

ist die Proceßverhandlung gegen Solowjeff wegen des Attentats auf den Kaiser vor dem obersten Strafgericht auf den 6. Juni anberaumt.

Kiew. Von hier wird gemeldet, daß gemäß dem Urtheilsspruch der Preuße Ludwig Brandtner, der Edelmann Osynski und ein Unbekannter, welcher angeblich Antonoff beißt, am 26. Mai mittelst Stranges hingerichtet wurden. Die gegen Sophie v. Herzfeld erkannte Todesstrase ist in Zwangs arbeit von unbestimmer Dauer umgewandelt.

Amerika. New Nork, 28. Mai. Das R. B. meldet aus Santiago: Die peruanische Flotte griff die chilenische Flotte bei Iqusque an, der Angriff wurde jedoch abgeschlagen.Lloyd veröffentlicht eine Depesche über ein Gefecht zwischen der peruanischen PanzerfregatteIndependencia und zwei cilenischen HolzschiffenEsmeralda undCovadonga bei Jquique, wobei alle drei Schiffe sanken.

Washington. Delegirte der demokcalischen Partei des Senats und des Repräsentantenhauses einigten sich dahin, die sofortige Annahme des Entwurfes des Kriegsbudgets für das nächste Finanzj ihr zu empfehlen, wenn der Artikel auf genommen werde, welcher jede Verwendung von Truppen als Polizei während der Wahlen verbietet

Aus Stadt und Land. Friedberg, 3. Juni. Gestern entgleiste auf dem Viabuct ein Packwagen dadurch, daß ein Wollballen von demselben herab auf die Schienen fiel. Glücklicherweise gewährte der zunächsisitzende Bremser die Sache sofort, so daß weilere Schädigung an Waaren und Malerial noch rechtzeitig vermieden werden konnte. Darmstadt.

ist auf den 18. August angesetzt worden. auf einen Tag beschränkt bleiben, aber den Charakler e allgemeinen Landes Festes tragen. Division und

Die Feier wird

Die Enthüllung des Landes-Denkmals

ines Der Großh.(25) früheren Angehörigen derselben, den Krieger vertinen und Invaliden aus dem Jahre 1870/71 ist eine

Messina, 30. Mai. Die Ausbrüche des Aeina dauern fort. Neue Oeffnungen bedrohen die Orte Bianca villa, Randazzo und Casltiglio. Dichte Aschenwolken be decken Piedimonte; es berrscht sast vollständige Finsterniß. Die Gebirgs⸗Communscationen zu mehreren Dörfern sind bedroht. Die Richtung des Lavastromes bedrohl Piedimonte nicht, doch wird das Austreten des Cantara-Flusses in Folge von Stauung befürchtet. Die Lava ist neun Kilo meter von Linguaglossa enisernt. 2. Juni. Beim Aus⸗ bruch des Artna dauern die Detonationen fort; der Lroa⸗ sitom bewegt sich fortwährend in der Richtung des Alcantafa Flusses.

New-⸗PYork, 1. Juni. Bei einem Orkan wurden in ansas und Nebraska 40 Personen getödtet und über 100 verletzt; auch wurden 50 Häuser zerstört und an Feldfrüchten und anderem Besitzthum schwerer Schaden verursacht.

Das Schulwesen in Hessen vor dem Richterstuhl derDeutschen Reichspost.

(Fortsetzung.)

sind, wenn sie sich mit dem Werkzeug, das ihnen die Fortbildungsschule an Wissen und Können mit in's Leben gibt, einmal selbst durchschlagen müssen, dann wird noch Mancher dankbar daran denken, daß man ihn seinerzeit gezwungen hat, einige Winterabendstunden seiner geistigen Weiterbildung zu widmen. Daß sich der Ein führung in erster Zeit manche Schwierigkeiten entgegen gestellt haben, ist richtig. Dieselben lagen nicht blos in der Renitenz der Verpflichteten, sondern sehr höufig in dem Mangel an gutem Willen und Energie auf Seiten derjenigen, welche die neue Einrichtung ein- und durch⸗

zuführen hatten. Wo mit gutem Willen, Ernst und Eifer an das Werk gegangen und namentlich auch den Ver pflichteten gegenüber verständige Belehrung angeordnet

wurde, ging die Einführung und Einbürgerung der Fort bildungsschule ohne erhebliche Schwierig und rasch von Statten. Die Mittheilungen über Zuchtlosigkeit und Rohheit der Fortbildungsschüͤͤler übertrieben worden; und dann bedenke man doch auch, was in dieser Beziehung manchmal an höheren Schulen vorkommt. Die Ausschreitungen aber, die wirklich vorgekommen sind, sprechen in der deutlichsten Weise gerade dafür

keiten

sind arg

richtungen nicht behaupten wollen. Di

Theorieen h

kann sie ihre Zwecke nicht erfüllen, sonst verliert sie

18

Zusammenhang mit dem Daß in zelnen Kreisen Uebertreibungen

nicht geleugnet werden; dies ist aber auch 8

Viele Lehrer, und meist nicht gerade di bl haben irgend eine didaetisch iebhaberei. Das we Jeder, der schon unterrichtet hat. Und welcher Lehre

Versuchung, etwas weiter nach Solche Ueberschreit

hat sich nicht schon selbst ertappt auf der der Liebhaberei gelegentlich einmal zugehen, als gerade nöthig wäre?

ungen kommen überall und zu allen Zeiten vor; daran ist kein Schulregiment und kein Gesetz schuld, das liegt an den Menschen. War es früher etwa anders? Wir kennen eine Reihe von Fällen, wo derartige Ausschreit ungen z. B. mit der Religion vorkamen und zwar aus ganz anderen Ursachen, als in Folge einer Lieb haberei. Es standen sechs Stunden Religion auf dem Stundenplan; der Inspeetor, ein Geistlicher, legte aus

oft von den andern Dingen nicht viel, oder hielt Nichts von denselben, wie z. B. ein Pfarrer, welcher den Unter richt in der Geographie verwarf, weil es für den Bauer genug sei, wenn er den Weg zum Himmel wisse. War also der Religionsunterricht in Ordnung, so erhielt der Lehrer eine gute Nummer. Was that nun? Er hielt statt 6 Religionsstunden 10 oder 12, vernachlässigte darüber die anderen Fächer, nach denen nicht weiter ge fragt wurde und stand sich bei dieser wissentlichen und graven Verletzung seiner Dienstvorschriften ganz gut. Das kommt heute, wo die Inspeetoren für eine pünkt liche Einhaltung der vorgeschriebenen Stundenpläne ein stehen müssen, nicht mehr vor. In eingehender Weise verbreitet sich der Herr Correspondent derReichspost über die Fortbildungsschule. Nach wiederholtem Durch lesen seiner durchaus nichts Neues enthaltenden Bemerk ungen scheint es uns, als ob er nicht sowohl gegen die Fortbildungsschule an und für sich eingenommen sei, als

der

hervorragende Betbeiligung vorbehalten. ö b f 0 vielmehr gegen die Art ihrer Einrichtung. Das bringt Allerlei. 5 uns schon um ein Bedeutendes einander näher. Die garbrücken, 29. Mai. Vorgestern hat in der] Fortbildungsschule, meint er, sei bei allen Betheiligten

2 5 9 44 benachbarten könkglichen Steinkohlengrube Dudweiler eine] ein unpopuläres Institut. Diese Behauptung ist in ihrer Explosion schlagender Wetter shallgefunden, bei welcher] Allgemeinheit unwahr. Vielen Lehrern mag allerdings

fünf Bergleute in dem gistigen und Kohlenoxydgas) erstickt sind. Posen, 30. Mai.

Bar ischin und Labischin sich Schwärme

zeigten Wongrowitz ging. Wien, 1. Juni. geordnele Dr. Giokra ist gestorben. Parte, 30. Mal. Der Gongreß für die Durchsiechun des Isihmus von Panama hat mit 74 gegen 8 Stimmen die Pucchstechung des genannten Isthmus durch Buchten von Limon und Panama gemäß dem Plan von Wyse, Reclus und General Türr angenommen. Mantua, 2. Juni. Fast dle ganze Stadt ist über schwemmi; doch sind Vorkehrungen getroffen, wodurch mar größeren Schaden zu verhüten hofft. Aus ganz Ober

Nachschwaden(Kohlensäure

In dem Schubiner Kreise zwischen von

Wanderheuschrecken, deren Flugrichtung nach dem Kreise Der chemalige Minister und Ab⸗

die

mehr nach Unterrichten stehen, lieber in die Spinnstube oder in die Bierkneipe, und die Alten haben eine starke Ab neigung gegen Alles, was Geld kostet. Aber die all gemeine Wehrpflicht und das Steuerzahlen sind auch recht unpopuläre Einrichtungen und doch denkt Niemand daran, sie abzuschaffen, darum, weil sie eben nothwendig sind. Mit der Fortbildungsschule ist es gerade so. Die J Kirche bietet ja eine Analogie. Was ist die Kinder lehre anders als ein religlöser Fortbildungsunterricht? Weil die Erfahrung gelehrt hat, daß das in 8 Schul (jahren Gelernte allzu rasch wieder vergessen wird, so sucht man es durch nützliche Verwendung einiger Winter abendstunden, die sonst nutzlos verbracht würden, zu er J balten und zu erweitern. Wenn die jungen Leute, die sich vielleicht jetzt noch gegen die Fortbildungsschule aus

der Sinn Abends nicht die liebe Jugend ginge

Itallen kommen Meldungen von großen Ueberschwemmungen

jugendlichem Unverstand sträuben, einmal älter geworden

II.. a Schule in's

Die Darstellung derReichspost muß für den, der e e 5 5* 1 mit den Verhältnissen in anderen Ländern nicht bekannt 0 theilweise Westerführung 3 Sen in ist, den Eindruck machen, als ob bei uns in Hessen etwas erziehlichen Gründen recht wohl brauchen können. Alle ganz Apartes eingeführt worden wäre, für das sich lt schreit über uchtlosigkeit u ld 1 ser anderwärts gar keine Analogien finden lassen. Vor uns Jugend und bie! 5 liegen gegen zwanzig Gesetze aus den verschiedenstenfautesten. So nehme man doch di deutschen Staaten und Schweizereantonen, sowie aus Autorität der l de 1 Preußen und Oesterreich Verordnungen von einzelnen einmal dauernd in Gebrauch In einiger Zeit wird sick Regierungen. Alle ohne Ausnahme haben hin- der Erfolg schon zeigen Uerwänn 5 hier icht sichtlich der angefochtenen Fächer iche oder ganz ähn ble 125 475 me fte 15 tl siak b* 18 1 15 liche Bestimmungen, wie unser chulgesetz. J er in 7 1 15 8 5 1 55 77 Correspondent derReichspost davon nicht 2 f. 5 1.* Wir können das bei einem Manne, der mi Vo rr so vertraut sein will, unmöglich voraussetzen. 95 1 thut er nun anderer Länder gar keiner Erwähnung? m Eif zen ihm die mit Nothwendigkeit f ich ergebenden 5 ule Schlußfolgerungen nicht behagen. denn wirklich f ü ist 0. eine auf einmal in all der hörden, die d Gese e⸗[ und aufrichtig zu macht haben, Leute sitz die von em Berufe eben die 1 verstehen, sollten sämmt Fachleute in den verschiedenen Jahren mit Regierungen pädagogische Ignoranten sein? Das wird z Kreises denn doch auch der verbissenste Gegner 0 id Re

und nirgends aus bloßen i werden; aber sie muß sich fortgesetzt, wie jede öffentlich 1 Einrichtung, den Bedürfnissen der Zeit anp ssen; 0

schließlich auf die Religion Gewicht, verstand auch sehr

er

so mag

Verloosungen. Karlsruhe, 31. Mai Bei der di hung der badischen Loose à 35 fl. [die folgenden Serien gezogen: 845 1229 1290 1295 1302 1426 1458 2027 2098 2263 3118 3608 3759 4375 4885 4952 5336 5356 6906 7120 7179 7184 7207

Wien, Juni. In

österreichischen Loose von 1864 fielen:

zeutigen Serien⸗

von 1845 wurden

1040 1053 1079

1544 1658 1961 1 4151 4183 4187 5368 5748 6059 6373 7390 7607 7672 7872. der heutigen Ziehung det Hauptgewinn von 200,000 fl. auf Serie 3809 Nr. 12; 20,000 fl. au [S. 1386 Nr. 45; 15,000 fl auf 1045 Nr. 37 10,000 fl. auf S. 1045 Ne 54; je 5000 fl. auf S. 13 Nr. 89 und 716 Nr. 63 wurden überhaupt

3 3. de

2 4

S

D. Es

1386 1968 2111 2262 2269 2607 2717 3809

Handel und Verkehr. Friedberg, 4. Juni. Wochenmarkt. Butter kostete

ver Pfd. M. 1 20 1.30, Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 9 Pf. Frankfurt, 3. Juni. Der heutige Viebmarkt war

ziemlich gut befahren. Angetrieben waren ea 300 Ochsen, ö

130 Kübe und Rinder, 180 Kälber und 200 Hammel. 50

Die Preise stellten sich: Ochsen 1. Qual. M. 6668., ö

2. Qual. M. 62. 64., Kühe 1. Qual. M. 60. 62.,

2. Qual. M. 56.58, Kälber 1. Qual. M. 56.58,

Qual. M. 50.54., Hämmel 1. Qual. M. 60. 62., 0

Qual. M. 56.58. 1

Literarisches.

Daheim. Die soeben etschienene 35 entbält Pfiagstgebet. Gedicht von Fritz Fliedner. Renata. 1 Novelle von Victor v. Strauß.(Forts.) Paulus, der 8 deld in Kelten. Von Marx Frommel. Zu dem Rem⸗ 1 brandl'schen Bilde: Der Apostel Paulus im Gefänguiss'. Pflanzenschlas. Von Julius Stinde. Die Dämmer⸗ nunden im alten Hause. Novelle von Y. Steenbusen. b (Focisetzung.) Zur Geschichte der deuischen Haus mustk. 1 Von K. Böckoeler. Em Waldidyll. Gedicht von U Jul. Lohmeyer; Originalzeichnung von F. Flinzer. f Am Familientische: Die Spiingprozession zu Echlet nach. 1 Mu zwei Beilagen: Der Mair ist gekommen. Eine Tertianergeschichte. Mit O iginalzeichnung von O. Schulz;

Zu Pfingsten am Thor von Schulpforta. Unschau in sernen Landen.

Nr.

Geld ⸗Cours.

Frankfurt am 3 Juni 1879

20 Frankenstücke M. 16 2024 Englische Sovereign 5 20 35-40 Russische Impex tales 8 16 7075 e ee 1 5 954 0 Ducaten al marxed 8. 9 5762 Dollars in Gold 4 1922