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des letzteren nicht identisch mit dem der Landwirth⸗ schaft. Eine Untersuchung würde jetzt kein be- sonderes Resultat ergeben. Später wäre eine Untersuchung über die Ursachen des veränderten Metallwertbes und die Wirkung desselben auf den Handel vielleicht erwünscht.
Italien. Neapel. Der Cassations hof verwarf die Richtigkeitsbeschwerde Passamante's. Der König wandelte die Todesstrafe Passamante's in lebenslängliche Zwangs-Arbeit um.
Türkei. Constantinopel, 27. März. In Folge von Schritten, welche seitens der dem ehemaligen Patriarchen Hassun feindlichen Partei der unirten Armenier unternommen wurden, hat der Sultan den für Hassun ausgefertigten Berat wieder zurückgenommen. Der Großvezir Kheredin Pascha soll im Zusammenhang mit dieser Ange— legenbeit seine Entlassung angeboten haben.
— 27. März. Mukhtar Pascha ist aus Prevesa abberufen und im Hinblick auf neue Er- bebungsversuche in Macedonien zum Gouverneur und Ober ⸗Commandanten des Armeecorps von Monastir ernannt worden.— Haider Aga, Com- mandant von Alessio, und 60 albanesische No- tabeln ind wegen Um trieben gegen die türkische Regierung verhaftet worden. 10 Bataillone Türken werden aus Constantinopel in Scutari erwartet. Die Regierung scheint entschlossen, die Albanesen zu entwaffnen.
— 27. März. Der Finanzdirector für Ost⸗ rumelien, Schmidt, soll seine Demission einge reicht und die internationale Commission in Folge dessen beschlossen haben, bei den curopäischen Ca bineten die offitielle Anzeige zu erstatten, daß sie den Art. 19 des Berliner Vertrages nicht durch— zuführen vermöchte. Die internationale Com- mission hat bei der fortgesetzten Berathung des Statuts das Kapitel X betreffend die Culfusan- gelegenheiten angenommen. Nach einer Bestimm; ung dieses Kapitels wird das bulgarische Exarchat ermächtigt, nunmehr die Investitur der bulgarischen Bischöfe Ostrumeliens vom General-Gouverncur Ostrumtliens zu verlangen. Eine besondere mobile Truppendivision unter dem Commando Nedschib Pascha's wird in Rumelien etwa entstehende Un- ruhen unterdrücken und das Land von Marodeurs reinigen. Dem Vernehmen nach stimmt auch die Pforte der gemischten Besetzung Ostrumeliens zu, um ibre Verantwortlichkeit bei den vorauszusehenden Conflicten zu entlasten.
Rußland. Moskau. Hier ist in voriger Woche ebenfalls ein politischer Mord verübt worden, der die biesige Gesellschaft äußerst erregt. In einem Hotel ist ein Eisenbahnbeamter durch Dolch⸗ stiche ermordet gefunden worden. An der Leiche wurde ein Zettel des Revolutionscomites entdeckt, mit der Inschrift:„Tod den Verräthern!“ Die Mörder find noch nicht aufgefunden, obschon bereits in dieser Affaire über hundert Personen, darunter auch eine Dame, verhaftet wurden. Unter solchen Umständen begreift es sich, daß man in Rußland sich den schwärzesten Befürchtungen hingibt.
Wetljanka, 28. März. Dr. Riemann telegraphirt von hier von gestern, daß das an
der Pest erkrankte 10jährige Mädchen zeitweise schon außer dem Bett zubringe und neue Erkrank⸗ Die Demolirung und Verbrennung der verseuchten Häuser dauere fort
ungen nicht vorgekommen seien.
Aus Stadt und Laud.
G. Schneider und bessen Ehefrau von Södel wegen Dieb⸗ siabls, Beihülse und Hehlerei; Vertb. die Adv. Steinberger und Metz. Den 4. April, Vorm. 8 Uhr, gegen B. Bätz Ebefrau von Wernges wegen Brandstistung; Verth. Adv. Baist. Den 5. April, Vorm. 8½ Ubr, gegen W. Wolf von Ranstadt, F. K. Müller von Gro enlüder und drei Consorten wegen Diebstahls, Begünftiigung und Hehlerei; Vertb. die Adv. Kraft, Dr. Gutfleisch und Dr. Muhl.
Offen bach, 28. März. Gestern Morgen wurde in der Nähe der Steinbrüche bei Dietesheim der Leichnam einer Frau aufgefunden. Spuren eines gewaltsamen Todes waren nicht zu finden.
Allerlei.
Linz, 26. März. Vor dem Schwurge ichte begann beute ein sensationeller Prozeß gegen den 45jäbrigen Brau: knecht Michael Ernst aus Schönanger in Bayern, welcher der Verbrechen des Raubes, des versuchten Raubmordes und des vollbrachten Raubmordes angeklagt ist. Die Anklage legt ibm Folgendes zur Last: Er soll 1) am 3. Januar 1879 an der Straße bei Auhof der Anna Brückl eine Geld tasche mit 2 fl. geraubt und sie dabei in der Absicht, sie zu lödten, lebensgefährlich beschäͤdigt haben; er soll 2) am 22. Dezember 1878 im Walde bei Tumetsham in äbnlicher Weise der Katharina Gruber eine Geldtasche mit 2 fl. 24 kr. geraubt baben; Beiden blieb das Leben nur durch Zufall erbalten. Er bal ferner 3) am 15. Dezem⸗ ber 1878 im Lochwalde bei Ranshofen die Franziska Angfüsser erwürgt und der Leiche der Ermordeten eine Halekette, eine Geldrörse mit 2 fl. und Kleidungsstücke im Werthe von 30 fl. abgenommen und schließlich am
Toman ducch Messerstiche ermordet und der Leiche 2 fl. abgenommen. Außerdem werden ihm noch zahlreiche audere Verbrechen ähnlicher Art zur Last gelegt. Er wurde schon im Jahre 1866 wegen eines Angriffs auf eine Frauens⸗ person, die er gewürgt und beraubt batte, abgestraft und hat seither keine stavile oder länger dauernde Beschäftigung mehr aufzuweisen. Bekanntlich wurden seit mehreren Jahren ii einer besimmten Gegend Bayerns Anfälle auf Frauen und Mädchen verübt, jedoch konnte man des Thäters nicht babhaft werden. Die bayerische Central⸗ behörde gibt eine Zusammenstellung von nicht weniger als 40 Fällen, worunter 16 Raubmorde, 9 Raube mit Nolh⸗ zucht, 12 Raube und 3 Raubversuche, welche nur seit dem Jahr 1875 dort vorkamen. Alle vierzig Fälle wur ⸗ den verübt an Frauenspersonen und 25 Mal durch Packen am Halse, Schleppen in einen Wald, Erdrosseln oder doch Drossein bis zur Bewußtllosigkeit, mitunter auch durch Anlegen und Fesiknüpsen von Tüchern um den Hals. Wo eine Beschreibung der Person des Thäters möglich war, fügt die bayerische Behörde bei, lautet sie steis auf einen Mann Ende der Dreißiger- bis Anfangs der Vier— ziger⸗Jahte, groß, kräftig gebaut, mit dunkelblondem Schnurrbart. Ein Blick auf die Karte von Bayern, nach Einziehung des Datums der betreffenden Verbrechen, zeigt die Möglichkeit der Verübung durch einen und denselben Thäter, der in dem Landstriche zwischen München, Freising, Landshut gegen Passau einerseiss und von München, Wasserburg, Rosenheim, Traunstein gegen Salzburg andererseits rasch und oft mit Benützung der Eisenbahnen hin und her wanderte, seine Spur zeichnend mit dem Blute seiner Opfer. Die Anklageschrist zählt schließlich eine Reihe von elf Fällen theils versuchter, theils voll— brachter, auf gleiche Weise durch Würgen verübter Raubmorde und Noihzuchten auf, deten Michael Ernst theils nach den vorgefundenen Effecten, theils nach zahlreichen Recognoscirungen seiner Photographie seitens der Angegriffenen dringend verdächtig erscheint.
3. November 1878 auf der Straße bei Steyr die Maria
MW. 1.70, Fleischwurst, Bratwurst 90 Pf.— Bei Alex J. Schimpf Speck, ger., Schinken 90 Pf., Leber⸗ und Blutwurst 70 Ps.— Bel P. Sprengel Cervelatwurst M. 1.70, Fleisch⸗ und Bratwurst 90 Pf.— Bei Sam. Löb Nierenfett 40 Pf.
Handel und Verkehr.
Friedberg, 29. März. Wochenmarkt. Butter kostete ver Pfd. 85—95 Pf. Eier per Stück 5 Pf, 2 Stück 9 Pf. HOießen, 29. März. Wochenmarkt. Butter per Pfd. 80— 85 Pf., Eier per Stück 5 Pf., 2 Stück 9 Pf., Käse per Stück 4— 9 Pf., Tauben das Paar 80 Pf., Hühner per Stück M. 1.50, Habnen per Stück M. 1.60, Enten per Stück M. 2.40, Kartoffeln per 100 Kilo M. 6.—7., Zwiebeln per Ctr. M. 10.—11., Ochsenfleisch 70 Pf. per Pfd., Kub⸗ und Rindfleisch 56— 60 Pf., Schweinefleisch 58—60 Pf., Kalbfleisch 50 Pf., Hammel⸗ fleisch 60 70 Pf.
Mainz, 28. März. Im Getreidegeschäft machte sich während der Woche keine erhebliche Aenderung geltend, Waizen war zwar etwas weniger gefragt, dagegen Korn belebter, beides mit vorwöchentlichen Preisen. Der heu— tige Markt verlief ziemlich ruhig. Wir notiren: Waizen effeetiv M. 19.65— 19.50, per März M. 19.45. Korn effeetiv M. 13.— 15.25, per März M. 13.5. Gerste pfälzer M. 16.50— 16.75, Franken M. 17.— 17.50 Hafer effeetiv M. 13.50— 14.25, per März M. 13.55. Rüböl ziemlich fest, effeetiv rohes M. 31., gereinigtes M. 32 50 ohne Faß, per Mai M. 30.80, per October M 3165 mit Faß. Kohlsamen M. 29.—30. Mohnöl M. 50.— 54. Leinöl M. 29.50- 30. Repskuchen M. 140— 145.
Marburg, 29. März. Wochenmarkt. Butter kostete per Pfd. M. 0.85—1. Eier per Stück 4—5 Pf., Käse per Stück 8— 10 Pf., Zwiebeln per Pfd. 10— 12 Pf., Tauben das Paar M. 0.80— 1., Hahnen das Stück M. 150—2., Hühner das Stück M. 0.80—1., Salat per Kopf 15—20 Pf., Weißkraut per Kopf 10 Pf. Meer⸗ rettig per Pack 10 Pf.
Eingesandt.
CEinigkeit macht stark. Diese Worte auf die Neuge⸗ stal lung des Innungswesens angewendet, haben sicher eine große Bedeutung für die gegenwärtige Gewerbe⸗ ordnung. Die Aufgabe der Innungen, die innerhalb des Rahmens der Gewerbeordnung sich bilden, kann es selbst⸗ verständlich nicht sein, den Innungszwang des alten Zunft⸗ wesens wieder herzustellen. Die Umgestaltung unseres Produktionswesens, die Veränderung unserer ganzen wirth⸗ scchaftlichen Verbälinisse gewähren keinen Raum für solche Bestrebungeu. Die neuen Innungen sollen vielmehr durch rege Betheiligung aller Genossen die gemeinsamen In⸗ leressen des ganzen Gewerbes sördern. Es wäre des⸗ balb sehr zu wünschen, daß sämmtliche Meister biefiger [Stadt die General-Versammlung des Lokal-Gewerbvereins (den 2. April, Abends 8 Uhr, bei Henn& Jamin) be⸗ suchen würden, um on der so wichtigen Berathung Theil zu nehmen. Dem Vernehmen nach sollen folgende Punkte zur Berathung kommen: 1) Ist es wünschenswerih, daß Innungen in's Leben treten, die den Zweck haben, durch Aufftellung und Beobachtung gleichmäßiger Grundsätze auf eine tüchtige allgemeine und fachliche Ausbildung der Lehrlinge und deren gute moralische Führung binzuwirken; 2) ein gutes Verhältniß zwischen Meister und Gesellen durch geeignele Maßregeln zu fördern und zu erhalten; 3) den Gemeingeist unter den Meistern zu pflegen, das Jewußtsein der Standesehre, der Richte und Pflichten selbsifländiger Meiner, gegenüber den Lehrlingen und Ge⸗ ellen, den Mitmeistern und dem Publikum zu pflegen und lebendig zu erhalten. W.
Nach eigener Angabe der Bäcker. Für Friedberg und Butzbach unverändert. Für Bad⸗Nauheim: Kasseler Brod 2 Kilo 50 Pf. 1 51
E E 1* 24* 0 7. 7 21 172* 12„ 1 6*— 77 450 Dritte Sorte Brod 2 Kilo 36 Pf.
77*
Erste Sorte 2 Kilo 48 Pf. Zweite Sorte 2 Kilo 42 Pf. ist, nicht zu benachtheiligen. g „von mehreren Seiten Gaben für den Spessart in Aus⸗
Bei H. Carl Meyer II. zweite Sorte Brod 40 Pf. Gaben für dieselben.
Drod Preise vom 1. bis 16. April. Das Elend im Spessart
ist, wie man uns berichtet, sehr groß und es blu let einem Jeden, der nur einiger Maßen fühlt, beim Anblicke der bleichen und vor Hunger ganz abgemagerten Leute sörm⸗ lich das Herz. Es thut Hülfe Noth. Wir hatten der Hungersnoth im Spessart vis jetzt nicht erwähnt, um die Gaben für die Szegediner, dei denen die Noth noch größer
sicht gestellt har, eröffnen wir hiermit auch eine Sub scription für die Hungernden im Spessart und bitten um Die Exped. des Oberh. Anzeigers.
Nach eigener Angabe der Meßger. Für Friedberg und Butzbach unverändert Für Bad⸗Nauh eim:
Fleisch⸗ ꝛc. Preise vom k. bis 16. April.
Gießen. Vor dem Schwurgericht des II. Quartals 5 Pr. ½ Kilo.
werden die nachbenannten Anllagesachen zur Verhandlung] Ochsenfleisch 68 Pf. g M. P kommen: Am 1. April, Vorm. 9 Uhr, gegen K. Lehr Kuhfleisch, gem. 50 Schweinefleisch— 2 von Nidda, A. Schneider von Nonnenroth, H. Schrot 25 ungem.—„ Dörrfleisch ble von Ganhaar und W. Schmidt von Nidda, wegen Dieb, Kalbfleisch 60„ Solperfleisch— 682 stahls, Beihü fe, Hebleret und Begünstigung; Vertb. die Keil und Carre— Geräucherter Speck 1— Adv. Dr. Reatz und Dr. Schwarz. Dens., Nachm. 3 Uhr, Hammelfleisch 54„ Schinken 1 gegen H. Välh von Nieder⸗Rosbach wegen Urkundensälsch⸗ Keil und Carre—„ Leber- u. Blutwurst— 72 ung; Verth. Ado. Labroisse. Am 2. April, Vorm. Nierenfett 50„ Schwartenmagen— 86 8½ Uht gegen J. Euler von Hoch⸗Weisel wegen Dieb⸗ Hammelsfett— Cervelatwurst 1 40 flahls; Verih. Adv. Weidig. Dens., Vorm. 11 Uhr, Schaaffleisch—„ Fleischwurst— 86 gegen Elise Willenbücher von Hetzbach wegen Diebstahls; Bratwurst—
Berih. Adv. Thorwart. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen Eh. Richters Ehefrau und Ph. Richter von Nieder⸗Weisel wegen Urkundenfälschung; Verih. Adv. Barth. Den 3. April, Vorm. 8 Uhr, gegen J. Krailing von Heuchel⸗ heim wegen falscher Anschuldigung und Verleitung zum Meineid; Verth. Dr. Reatz. Dens., Nachm. 3 Uhr, gegen J. Wagner von Söbel, R. Stephan von Reichelsheim,
Schmalz, ausgelassen, 90 Pf., unausgelassen 80 Pf. Schweinen Keil und Carre 60 Pf.
Für Szegedin
find serner eingegangen von: J. Moscherosch in Ossenhesm
3 M., E. Ruths 1 M., Verwalter Gatzert 2 M., Carl (Söllner 1 M., Pfarrer Heiner in Dorbeim 3 M., Chr. Leonhardt in Sleinfurth 4 M., W. R.. 5 M., von einer Gesellschaft in Okarben gesammelt(37 Unterschriften)
36 M., W. B. 2 M., F. H. 2 M. Am 29. März konnten wir bereits die III. Rate mit M. 150.— absenden. um
weitere Gaben bittet dringend Die Expedition.
ö Briefkasten.
I. B. in Vilbel und D. in Büdes heim. An⸗
ö
fragen bezüglich eines Inserates bebaueren wir nicht be⸗ antworten zu können, wenn nicht der Anfrage das Porto für die Rückantwort beigefügt ist. Am Einfachsten is is, eine Postkarte mit Rückantwort zu nehmen, worauf sofort die Auskunft erfolgt. Wir halten schon oft Gelegenheit, hierauf aufmerksam zu machen, immer aber wird es seitens des Publikums vergessen. Für stagliches
Ausnahmspreise: Bel W. Bleler Kuh- oder Rindfleisch Inserat erhalten wir 88 Pfennig Inseralgebübr. An⸗
60 Pf., Hammelfleisch 60 Pf.— Bei J. H. Fritz Speck
„ragen liefen elwa 20 ein; hätten wir nun für jede An⸗
ger., 90 Pf., Schwartenmagen, Fleischwurst, Bratwurst frage nur 5 Pf. Porto zu verausgaben, so würde dies 84 Pf.— Bei H. Klinkerfuß Cervelatwurst M. 1.70, 1. M. Porto ausmachen, also mehr als wir überhaupt Fleischwurst 90 Pf.— Bei F. Langsdorf Cervelatwurst für Insera gebühren bekommen.
Die Expedition.
Nachdem man uns jedoch
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