Ausgabe 
1.4.1879
 
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1879. Dienstag den 1. April. M 39.

Oberhessischer Anzeiger.

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* ö Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und G N 2 rscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, 8 Freitag Abend ausgegeben. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Donnerstags und Samstags. g Seen, 4 Die einspaltige n Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersaz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Bel leg kostet 9 Pf. N behategt 7 Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen. echlung ö 8 Amtlicher Theil. *

10 2 Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg. 4 Lorenz Lebeau von Köppern wurde als Jagdaufseher für die Rodheimer Jagd ernannt und verpflichtet. Heinrich Scheuermann von Fauerbach bei Friedberg wurde als Feldschütz für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.

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für den Kreis Friedberg ertbeilt.

Deutsches Neich.

Darmstadt. Das Regierungablatt, Beilage Nr. 9 enthält:

I. Oeffentliche Anerkennung einer edlen That.

II. Bekanntmachung wegen der Criminal- und Po- lizeikassen.

III. Gekanntmachung wegen der neuen Organisation der Obersörstereien Butzbach und Lich.

IV. Bekanntmachung wegen der für die isr. Rel. Sem. Crainfeld für 1879 genebmigten Umlagen.

V. Uedbersicht det für 1879 genehmigten Umlagen in den Gemeinden dete Kreises Erbach.

VI. Ordensvetleibung.

VII. Diensinachrichten. Dem Geometer Lautz Rockenberg wurde das Patent als Geometer 1. Klasse

VIII. Cöoataktetertheilung.

IX. Concurtenz- Eröffnungen. Erledigt ist: Eine Lehrerstelle zu Rendel, Gebalt 900 M. Die Lehrerstelle zu Eckelsbeim, Gehalt 900 M.

Darmstadt. Dem Dirigenten der chirurgischen Klinik Dr. Krönlein in Gießen wurde der Charakter

alsaußerord. Professor verliehen; Der Real-

schul- Director Professor Dr. Glaser in Bingen wurde auf Nachsuchen unter Anerkennung seiner Dienste in den Ruhestand versetzt und der Real- Lehrer Dr. Schneider zu Darmstadt zum Keal schul⸗ Director in Bingen, der Gymnasial- Lehrer Dr. Schädel zu Gießen zum Gymnasial- Lebrer n Büdingen, sowie die Real-Lehrer Nodnagel und Dr. Nies zu Bingen zu Real- Lehrern in Darmstadt ernannt.

DieBadische Landesztg. bringt folgende für uns Hessen jedenfalls sehr sentationelle Nach richt: Die Hessische Ludwigsbahn wird von Hessen angekauft werden, welcher Staat den Betrieb dieses, sowie seines anderen Bahnbesitzes einem Dritten überlassen würde. Derselbe würde der Frankfurter Direction unterstellt werden.

Bingen. Wie dasM. J. meldet, ist an Stelle des Bürgermeisters Allmann, der sein Land tagsmandat kürzlich niedergelegt bat, Redakteur Pennrich zum Abgeordneten der Stadt Bingen gewählt worden.

Berlin, 27. März. Reichstag.(Schluß.) zen Puttkammer hebt ferner hervor, er könne sch keine Regierung denken, die nicht die Au brität des Reichskanzlers hinter sich habe. Jede Regierung in Elsaß Lothringen müsse vor Allem au ihrer deutschen Aufgabe festhalten. Das land sei deutsch und müsse deutsch bleiben. Schneegans erklärt zur Vermeidung von Mißver- fändnissen, er habe den Frankfurter Frieden als

Basis der Rechts Entwickelung der Reichslande

bezeichnen wollen und halte daran fest. v. Stauffen⸗

daß wir zu einem Resultate gelangen werden,

DerReichsanz. enthält ein Telegramm welches hier die Majorität findet. Die Vertretung des Professors Hirsch: Die ärztlichen Delegirten, der Elsaß- Lothringer halte ich nicht für zulässig welche ihre Quarantäne abgehalten haben, begeben

das Etatsgesetz angenommen. 29. März.

bei der jetzigen Zus ammensetzung des Bundesrathes, glaube auch nicht, wird. Ein verantwortlicher Leiter der Politik würde immer als höhere Instanz für die Reichs- lande bestehen bleiben. Nach einigen Bemerkungen Windthorst's wird der Antrag Schneegans ein stimmig angenommen. 28. März. Obne Debatte werden in dritter Lesung nach den Be-

entwürse betreffe Abänderung des Gesetzes über

die Verwaltung des Reichs Invalidenfonde und Aufnahme einer Anleihe für Post, Telegraphen ic. Es folgt nunmehr die dritte Berathung des Etats.

In der Special Debatte bringt Hänel abermals die Angelegenheit desGroßen Kurfürst zur Sprache und legt Verwahrung dagegen ein, daß dem Reichstage und der Nation das volle Recht bestritten werde, über die Ursachen der Katastrophe umfassende Aufklärung zu erhalten. Minister von Stosch verweist lediglich auf das bei der zweiten Lesung von ihm Gesagte. Lasker betont:

So lange der Prozeß schwebe, könne das Haus

nicht die Prozeßatten verlangen. Das Recht des Hauses an und für sich sei zweifellos. Windthorst fragt an, ob die Veröffentlichung der Ernennungen

für das Reichsgericht noch bis zum 1. April er-

Der Bundes commissär erwiedert: die Ernennungen könnten nur auf Grund des Etats erfolgen, der noch nicht fertig sei. Der Pestetat wird sodann nach den Beschlüssen der zweiten Lesung genehmigt. In dritter Lesung wird hierauf ohne Debatte das Anleihegesetz und Der Reichstag erledigte in beutiger Sitzung zunächst einige Petitionen von lokalem Interesse und ging sodann zur Berathung des Gesetzentwurfss über das Faustpfandrecht für Pfandbriefe über. Der Gesetzentwurf wurde an eine Commission von 21 Mitgliedern verwiesen. In nochmaliger Abstimm ung über den Antrag Reichensperger wegen Revision des Bauplanes für das Straßburger Universitäts⸗ gebäude wird der Antrag abgelehnt. Der Gesetz⸗ entwurf wegen Abänderung des Gesetzes betr. die Wechselstempelsteuer wurde in erster Veratbung er ledigt und zur zweiten Berathung im Plenum gestellt.

29. März. Gestern Abend fand in der

Kapelle des kronprinzlichen Palais der Trauer- gottesdienst für den verstorbenen Prinzen Walde

folgen werde.

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daß sie im Lande gewünscht

sich am 30. März nach Astrachan, woselbst sämmt⸗ liche fremden Aerzte zusammentreffen. In Wetljanka ist kein weiterer Epidemiefall vorgekommen.

29. März. Heute fand die Wahl eines Pfarrers der St. Jacobi- Gemeinde statt. Von 44 gültigen Stimmen erhielt Oberprediger Werner von Guben 42. DieKreuzzeitung bemerkt hierzu: Der Gewählte ist bekanntlich ein sehr thätiges

zu schlüssen zweiter Berathung genehmigt die Gesetz- Mitglied des Protestantenvereins; die Wahl wird

jedenfalls kirchlicherstits angesochten werden.

Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Pest, 29. März. Das ungarische Oberhaus hat den Gesetzentwurf in Betreff der Inartikulirung des Berliner Ver

3 ohne Debatte angenommen. Schweiz. Bern. Die eidgenössischen Rätbe

einigten sich, und zwar der Ständerath mit 27

gegen 13 und der Nationalrath wit 76 gegen 49 Stimmen zur Beseitigung des Artikels 65 der Bundes- Verfassung und Ersetzung desselben durch folgenden neuen Artikel: Wegen politischer Vergehen darf kein Todesurtheil gefällt werden. Körperliche Strafen sind untersagt. Somit ist

das unbedingte Verbot der Todesstrafe aufgehoben.

Der Beschluß unterliegt der Volksabstimmung. Großbritannien. London, 28. März. Im Unterhaus bringt Dilke einen Antrag auf ein Tadelsvotum wegen des Zulukrieges ein. Minister Beach vertheidigte die Regierung in analogen Ausführungen, wie sie im Oberhause vom Ministerium vorgebracht waren. Die De batte wird vertagt. 29. März. Auf Befragen Forster's erklärt Unterstaatssteretär Stanhope, die Regierung habe keine Nachricht aus Indien, daß die Unterhandlungen mit Jakub Khan abgebrochen und der Vormarsch auf Kabul befohlen sei; die Regierungs nachrichten stimmten nicht mit den be züglichen Nachrichten desStandard überein. Die Abstimmung über den Tadelsantrag von Dilke wird auf Montag vertagt. Im Laufe der De batte griffen Peel(conservativ) den General Cbelmssord und den Gouverneur Frere, sowie Holland(econservativ) die Regierung heftig an. Stanley, Kriegsminister, vertheidigte namentlich

den commandirenden General Chelmsford.

29. März. Oberhaus. Hantlev lenkte die Aufmerksamkeit des Hauses auf die gedrückte Lage des Handels und der Landwirtbschaft; er

zertic· 6 berg führt aus, man dürfe Elsaß-Lothringen nicht mar statt. Sodann ersolgte die felerliche Ueber- fragt an, ob die Regierung beabsichtige, eine 8 ald 1 beständig mit Mißtrauen begegnen, und befürwortet sübrung der Leiche nach der Friedenskirche in Untersuchung über die Ursachen dieser Erscheinung oll die Heranziehung von Einheimischen in die Ver Potsdam, woselbst die Beisetzungsfeier beute Fs: anzustellen. Lord Beaconsfield erklärte, er glaube 7 zaum baltung sowie Abhülse für die größeren Miß- grammmäßig stattsfand. Die Kalserin, der Kron nicht, daß eine Verminderung der Steuern die * 1 Hände. Es sei dringend geboten, der Presse größere prinz und alle hier a anwesenden Mitglieder des Lage der Landwirthschaft bessern würde. Der gietheit zu gewähren. Windthorst(Meppen) königlichen Hauses und die Fürstlichkeiten wohnten jetzige Nothstand der Landwirthschaft sei ohne

klärt, er habe bisher noch nicht erfahren, was derselben bei. Beispiel; bervorgerusen sei derselbe einmal durch

g* nan eigentlich mit den Reichslanden vorhabe. Dem Vernehmen nach hat das Reichsge- Aufhebung des Schutzzoles, wodurch sich die

It wünsche Elsaß Lothringen 2 oder 3 Stimmen sundheitsamt sich auf gestellte Anfrage gutachtlich schlechten Ernten füblbar machten, weil sie nicht

n Vundesrathe eingeräumt. Fürst Bismarck er- dahin geäußert, daß der Verlauf und gegenwärtig durch höhere Preise aufgewogen werden könnten;

irt: Der Zweck meiner heutigen Anwesenheit nicht kontagibse Charakter der Pestkrankheit ge-sodann sei udie auswärtige Genurren doch nach

gußtte ein informatorischer sein. Ich habe den statte dürfte, in den diesseitigen Sicherheitsmaßf-theilig für die Landwirlhschast. Der Handele⸗

stand sei eber ifa ls ged drückt; doch sei der Zustand

ben erteicht und die lleberzeugung gewonnen,

regeln Erleichterungen eintreten zu lassen,

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