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1878.
Donnerstag den 27. Juni.
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Oherhessischer Anzeiger.
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Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Areis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht J
berechnet, bei größerem Tabellen—
oder Ziffersatz mit 14 Pf., bet Reclamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf. ahres-Conto bei uns haben), welchen der Vetrag nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
An die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises Friedberg.
Wir ersuchen Sie, diejenigen Ihrer Ortsangehörigen, welchen Pfleglinge unserer Stiftung anvertraut sind, zu benachrichtigen, daß unser
Montag den 1. Juli auszahlen wird. Friedberg den 25. Juni 1878.
Rechner, Herr Stadtrechner Vogt dahier, die Pflegegelder für das 1. Semester 1878 nach Beibringung der vorschriftsmäßigen
Bescheinigungen
Für die Verwaltungs Commission der Mathilden-Stiftung.
Meyer.
Deutsches Meich.
Darmstadt. Der Expeditor der Main- Neckar Eisenbahn Raab in Darmstadt wurde zum Hauptkasseassistenten bei dieser Bahn, der Finanzaspirant Hepder von Lützel- Wiebels bach zum Expeditor und die Finanzaspiranten Schmidt von Darmstadt und Mayer von Bessungen zu Re visoren 2. Klasse bei dieser Bahn ernannt; der Oberbaukalkulator Kröll wurde auf Nachsuchen in den Ruhestand versetzt.
Berlin, 23. Juni. An die Behandlung der bulgarischen Organisations Frage resp. die Frage einer vom Balkan bis zum Littorale reichen. den Südprovinz wird sich auch die Frage wegen Räumung der Festungen knüpfen und hierdurch die schwierige Frage entstehen, wie die Türkei, die sich völlig indifferent und zurückhaltend zeigt, zur Räumung angehalten werden solle. Ueber Varna ist für Bulgarien disponitt: die Räum- ungsfrage wird sich außer auf Varna auch auf die anderen Festungen erstrecken. Das russische Zugeständniß, daß das Fürstenthum Bulgarien durch die Balkan Linie begrenzt und die Befestigung des Balkans den Türken gestattet werde ist unbe— dingt abhängig gemacht von der Herstellung einer autonomen Sicherheit in der südlichen Provinz, für welche der Namen noch zu bestimmen sein wird, und von der Bedingung, daß in dem ganzen Gebiet der südlichen Provinz keine türkischen Truppen, sondern einheimische Milizen stehen. Sosia wird dieser Provinz angehören. Varna
bildet die Hauptvertheidigungsposition Bulgariens. Die Verhandlungen wegen dieser Organisation werden noch fortgesetzt. Diese russische Bedingung gilt als absolut. Die mehrfach verbreitete Nach— richt, daß Lord Beaconsfield schon in den nächsten Tagen Berlin verlassen werde, scheint unbegründet zu sein, da Lord Beaconsefield gestern von London mehrere Beamte verschiedener Regierungs-Departe— ments hierher citirt hat, um mit ihnen über innere englische Regierungs⸗ Angelegenheiten zu conferiren, was auf einen längeren Aufenthalt desselben hier— se lbst schließen läßt.
— 23. Juni. Der deutsche Botschafter Graf Münster ist gestern aus London hier eingetroffen. Braf Münster verbleibt voraussichtlich bis Anfang vächster Woche in Berlin und begibt sich dann auf einen Posten nach London zurück.— Der„Reichs- Anzeiger“ enthält eine Bekanntmachung, betreffend die Verlängerung des deutsch-österreichsschen Han—
tels und Zoll Vertrages bis zum Ende des Jahres.
— 25. Juni. Der Kaiser schlief vergangene Nacht ununterbrochen ruhig. Bei allmählich zu— gehmenden Kräften ist auch das Verhalten der
och nicht geheilten Wunden ein durchaus be biedigendes. — 25. Juni. Die gestrige und die am
Samstag stattgefundene Congreß Sitzung, denen heute eine weitere folgt, stehen in engem Connex
zu einander. Wenn Rußland auf der einen Seite
an die äußerste Grenze der möglichen Concessionen durch die Gestattung türkischer Befestigungen an der Balkan-Grenze gegangen ist, so tritt eine ge—
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wisse Compromiß⸗Natur der Verhandlungen durch das in der letzten Sitzung erreichte Zugeständniß Sofia's nebst dem betreffenden Sandschak für das Fürstenthum Bulgarien zu Tage. Die weiteren Bulgarien betreffenden Fragen der Grenz Regulir— ung und der Verwaltung im Principe, ebe die europäische Commission, welche die Details zu regeln hat, in's Leben tritt, werden außer der heutigen wohl noch fernerer Plenar Sitzungen be— dürfen. Für das Fürstenthum Bulgarien wird der Fürst vom Lande gewählt werden. Durch den Besitz von Varna und Sofia ist das Fürsten⸗ thum bestmöglichst ausgestattet. Die Festsetzung von Räumungsfristen für Russen und Türken steht bevor. Daß von Rußland respective von den unabhängig gewordenen Fürstenthümern Theile der türkischen Staatsschuld übernommen werden sollen, erscheint nicht begründet. Montenegro und Serbien werden von den russischen Bevollmächtigten mit ihren Ansprüchen und Wünschen auf die directe Verständigung mit Oesterrtich hingewiesen, damit die betreffenden Fragen, wenn sie vor den Congreß kommen, keine Schwierigkeiten bieten. Die russischen Vertreter äußerten, daß die Fürstenthümer eine gesichertere, sestere Position haben würden, wenn sie sich völlig mit Oesterreich verständigten.
— 25. Juni. Seitens des Präsidiums des Congresses wird der griechische Minister Delyannis über die consultative Theilnahme Griechenlands bei solchen Fragen, welche griechische Interessen resp. die griechische Nationalität betreffen, heute verständigt werden. Die türkischen Vertreter ver— halten sich in größeren Fragen noch immer reser— virt. In Bezug auf die Milizen-Frage für Süd- Bulgarien wollen dieselben statt der Einrichtung von Milizen die Einrichtung einer provinziellen Gendarmerie aus Eingeborenen. Vermittlungs— weise ist von einem der Türkei zu wahrenden Be- stätigungs-Rechte der Offiziere die Rede. Die Frage wegen der autonomen Verwaltung soll später vor den Congreß kommen. Die Türken welche sich im Allgemeinen sträuben, machen Janina zu einem„Noli me tangere“, während die Griechen gerade den griechischen Charakter Janina's accentuiren. Letzere Dinge spielen noch gänzlich außerhalb des Congresses.
München, 24. Juni. Laut Beschluß der Polizei- Direction ist der social- demokratische Ar— beiter⸗Verein hierselbst geschlossen worden.
Ausland.
Großbritannien. London, 24. Juni. Das Panzerschiff„König Wilhelm“, das heute aus dem Dock von Portswouth bugsirt wird, segelt am Mittwoch nach Wilhelmshaven ab. Die deutschen Taucher haben den„Großen Kur— fürsten“ in ganzem Zustande gefunden. Die Lage des Schiffes läßt eine Hebung nicht un- möglich erscheinen.— Prinz Ernst August von Hannover hat nach einer Meldung des„Büreau Reuter“ den Titel„Herzog von Cumberland“ angenommen. Die Beisetzung der Leiche des Königs Georg findet Vormittag 11 Uhr statt.
Der erste Secretär der hiesigen russischen Botschaft, Boutereff, ist nach Berlin abgereist.
— 25. Juni. Aus den von den britischen Congreß- Bevollmächtigten für ihre betreffenden Departements hierher gelangten Anordnungen glaubt man schließen zu dürfen, daß die Congreß⸗ Verhandlungen, wenn anders nicht große Zwischen— fälle eintreten, in der zweiten Hälfte des Juli beendet sein werden. Es gehört dazu, daß die Plerar⸗ Sitzungen nicht mehr durch größere Intervalle unterbrochen werden. Auf diese Zeit der Abwesenheit ist selbst Lord Beaconsfield vor— bereitet. Was die Frage der Räumung Rumeliens durch die Russen resp. die Räumung Varnas und Schumlas durch die Türken betrifft, meint man, daß, sobald Rußland Europa gegenüber eine be— stimmte Räumungsfrist übernommen habe, dies den Türken andererseits jeden Vorwand, die Räumung dieser Festungen hintanzuhalten, benehme; man glaubt in dieser Beziehung sogar, daß die Ver⸗ pflichtung zur Räumung für die Türkei in dem Augenblick eintrete, wo Europa Garanten für die Räumung in der gegebenen Frist Seitens der Russen empfangen habe.
Belgien. Brüssel, 24. Juni. Der Cassa⸗ tionshof cassirte den Beschluß des Anklage Senats, der Langrand-Dumonceau, Liedekerke, Nothomb und Consorten vor das Assisen-Gericht verwies. Sämmtliche Angeklagte sind demnach freigesprochen.
Spanien. Madrid, 24. Juni. Der Zustand der Königin ist seit 2 Tagen sehr beunruhigend. Gestern wurde die Kranke durch eine starke Blutung der goldenen Ader geschwächt. Der Herzog von Montpensier ist gestern mit Extrazug eingetroffen. Der Königin wurden heute früh in Gegenwart des Königs und der königlichen Familie durch den Patriarchen von Indien die letzten Saera— mente gespendet.
Italien. Rom, 24. Juni. Die italienische
Regierung hat zu erkennen gegeben, daß der Ver— längerung des Handelsvertrags mit Oesterreich bis zum Ablauf des Jahres ihrerseits kein Hinderniß entgegenstehe. Die Ratificationen dürften nächster Tage ausgewechselt werden. Türkei. Constantinopel. Die Pforte wird in einem demnächst erscheinenden Rund- schreiben den Entschluß manifestiren, dem Handel, den Straßen-, Canal-, Eisenbahn-, und Minen⸗ Unternehmungen, dem Forst-⸗Betrieb und den land— wirthschaftlichen Banken alle Erleichterungen zu gewähren.
— In den letzten Tagen sind die türkische Armee bei Gallipoli und Bulair, sowie die Be festigungen daselbst bedeutend verstärkt worden, so daß es selbst einem dreifach überlegenen Feinde kaum gelingen dürfte, die Stellung von Bulair zu erobern. Die dortige türkische Armee wird von Osman Nouri Pascha befehligt, den der Genie-General Ibrahim Pascha und Hadji Ali Pascha kräftigst unterstützen.
Serbien. Belgrad. Serbien erhielt zur Completirung der Kriegs Bereitschaft neuerdings von der russischen Regierung 60,000 Imperials.


