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Beilage.
Hberhessischer Anzeiger.
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Deutsches Reich. wurden indeß ein Raub der Flammen. Die Ver- Berlin, 21. August. Nachdem durch die luste sind leider nicht unbedeutend. Nach beendetem etwa dreiwöchentliche Teplitzer Kur die Genesung Kampfe und gänzlicher Besetzung der Stadt wurde des Kaisers in erfreulicher Weise soweit gefördert die kaiserliche Fahne auf dem Castell unter dem sst, um einerseits eine Kur- Pause zu rechtfertigen Jubel der Truppen und der Christen der Stadt und andererseits eine längere Reise als unbedenk- aufgehißt. 0 lich erscheinenen zu lassen, erachteten die Aerzte“— 22. August. Feldmarschall⸗ Lieutenant den Zeitpunkt gekommen, den von Anfang an als v. Jovanovic meldet aus dem Lager bei Stolac, wünschenswerth in Aussicht genommenen Aufent- daß am 21. d. die Stellungen der Insurgenten halt in Gastein jetzt eintreten zu lassen. Von bei Stolac nach mehrstündigem heftigem Ge— einer gleichzeitigen eventuellen Wiederaufnahme des fechte durch die dritte und einen Theil Gebrauchs indifferenter Thermal- Bäder und dem zweiten Gebirgsbrigade genommen worden sind Einflusse der Alpenluft erwarten die Aerzte eben · und die Verbindung mit der in Stolac einge- sowohl weitere Fortschritte in der Gebrauchs- schlossen gewesenen Besatzung hergestellt wurde. fähigkeit der Arme, als namentlich eine fernere Die bisher constatirten Verluste belaufen sich Hebung des allgemeinen Kräftezustandes. auf 10 Todte und 32 Verwundete. Der Ver- — 21. Aug. Prinz Friedrich Leopold, Sohn lust des Gegners ist sehr groß. Mehrere Chefs des Prinzen Friedrich Karl, hat sich gestern durch der Insurgenten, darunter Hassan, Resman und einen Sturz von der Veranda des Jagdschlosses Begovic, sind gefallen. Nach den aus Sera⸗ Glienecke einen Bruch des Beines unterhalb des je wo eingetroffenen Nachrichten fielen den kaiser⸗ Knies zugezogen. lichen Truppen bei der Einnahme Serajewo's — 22. August. Die„Nat. Ztg.“ meldet, unter den erbeuteten Trophäen 27 Kanonen, der deutsche Botschaster in Rom v. Keudell sei darunter auch mehrere Krupp'sche Hinterlader, seit gestern in Berlin. Bis jetzt ist seine Ankunft viele Waffen, Fahnen und große Quantitäten noch nirgends gemeldet. Sein Aufenthalt soll Munition in die Hände. mehrere Tage währen und der Zweck seiner An⸗ Brod. Hafiz Pascha hat nicht das Vor⸗ wesenheit wird jedenfalls nicht veröffentlicht. Es rücken der kaiserlichen Truppen gegen Seraje⸗
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heißt, er werde vor seiner Rückreise auf seinen Posten dem Reichskanzler in Gastein einen Besuch abstatten.
— Die„Tribüne“ sagt:„Die Unruhen in
wo abgewartet, sondern sich am 18. d. im Bivouac von Blaschnj gestellt. Derselbe ist bis
auf weitere Ordre hierher gesendet worden.
Belgien. Brüssel, 22. Aug. Anläß⸗
Harburg beschäftigen die Regierung sehr eingehend. lich der silbernen Hochzeit des Königspaares
Der ganze Vorgang,
führen ist, hat in Regierungskreisen einen sehr deprimirenden Eindruck gemacht, und es liegt auf
welcher auf ein Bündniß N N ierl a der Welsen mit den Social-Demokraten lurüczu. die belgischen Bischöfe beiwohnten.
fand heute ein feierliches Tedeum statt, welchem Im Palais großer Empfang. Die auswärtigen Mächte sind durch außerordentliche Abgesandte vertreten.
der Hand, daß man sich die Gelegenhelt nicht Die Stadt trägt festlichen Schmuck. Am Abend
wird entgehen lassen, bei den Verhandlungen über den Welfenfonds, die im Landtage unausbleiblich sind, daraus Capital zu schlagen. Der Minister des Innern hat directen Bericht eingefordert, und es steht die strengste Bestrafung der Schuldigen zu erwarten. Man vermuthet, daß die Untersuchung erneuten Anhalt für das Vorhandensein einer welsischen Agitation bieten möchte, welche, wit be kannt, von der Welfen⸗Partei und ihren Freunden so energisch in Abrede gestellt wird.
Ausland.
Oesterreich⸗Ungarn. Wien. Der Be⸗ richt des Feldzeugmeisters Philippovich aus Sera⸗ jewo vom 19. d. besagt: Feldmarschall Lieutenant Tegethoff bestand bei Kakani am 15. d. ein Ge- secht gegen die Insurgenten und besetzte, nachdem er die Insurgenten nach langem erbittertem Kampfe zurückgeworfen hatte, am 17. d. Visoka, woselbst er große Massen Munition und Waffen vorfand. Seine Verluste sind: 2 Offiziere, 80 Mann ver- wundet, 4 Mann todt. Nach einer am 18. d. Nachmittags vorgenommenen Recognoscirung gegen Serajewo, wurde am 19. d. Morgens von drei Colonnen ein Angriff auf Serajewo unternommen. Ein dichter Nebel begünstigte den Anmarsch der Colonnen, welche ohne Verluste die ihnen ange— wiesenen Punkte erreichten. Nach mehrstündigem Geschützkampfe gegen das Caslell und nachdem die Insurgenten bei Kratinselo zurückgeworfen worden, und um 10½ Uhr Vormittags durch Auffahren von Gebirgs⸗Geschützen auf den Höhen von Debelo⸗Bedo die Citadelle zum Schweigen ge— bracht worden war, ging die Infanterie in Schwärmen gegen die Stadt, wo sich der denkbar gräßlichste Kampf entspann. Aus jedem Hause, jedem Fenster und jeder Thürspalte wurden unsere Troppen beschossen. Selbst Weiber und Ver- wundete nahmen an dem Kampfe Theil, welcher bis 1½ Uhr Nachmittags währte. Unglaubliche
tenen eines wilden Fanatismus spielten sich ab; nur der Gutmüthigkelt und der Disciplin unserer Truppen ist es zu verdanken, daß die Stadt nicht wesenzlicher beschädigt wurde. Einige Häuser
allgemeine Illumination.
Türkei. Constantinopel, 20. August. Die Pforte verlangte von Hasiz Pascha Aufklärung über die an den F.-Z.-M. Philippovich entsendete Deputation aus Serajewo. Gleichzeitig erneuerte die Pforte ihre Befehle, jeden Widerstand einzu- stellen und die österreichischen Truppen als Freunde zu empfangen. Bedauerlicherweise lauten aber die der Pforte aus Serajewo zugehenden Nachrichten ungünstig und beweisen, daß ihre Autorität von dem provisorischen Comite gar nicht mehr aner— kannt wird. Kein Telegramm der Pforte darf ohne Bewilligung eints der 60 Insurgentenchefs der Bevölkerung kundgegeben werden. Hadschi Loja, der sich zufällig selbst verwundete, befahl, jeden in die Hände der Insurgenten fallenden öster— reichischen Commandanten aufzuhängen. 2 Türken und 2 Christen, welche die Zahlung der Con- (tribution verweigerten, wurden aufgehängt. Gleich— zeitig wurde ein tendenziöses Gerücht verbreitet, daß die kroatischen Truppen der österreichischen Occu- pations Armee den Gehorsam verweigern und massenhaft desertiren. Auf der Pforte selbst hat der österreichische Botschafter Zweifel darüber aus- gedrückt, ob die Befehle der Pforte den geeigneten Eindruck hervorbringen werden.
— 20. Aug. Mehemed Ali Pascha ist von der Pforte vorerst nach Kossovo entsendet worden, um die Bevölkerung dieses Vilajets zu beruhigen und Maßregeln gegen den Uebertritt bewaffneter Banden und Deserteure nach Bosnien zu treffen.
— 21. August Die Pforte setzt ihre Ein- wirkungen in Betreff der Beschwichtigung des Auf⸗ standes in Bosnien sort. Die Pforte gestattete dem Grasen Zichy Einsicht in alle nach Bosnien und der Herzegowina abgesendeten Depeschen und betheuerte neuerdings das Bedürfniß nach Er; haltung und Pflege der freundschaftlichen Bezieh; ungen zu Oesterreich. Savpfet Pascha theilte dem Grasen Zichy ein aus Sarajewo erhaltenes Tele- gramm beiläufig folgenden Inhalts mit:„Die Pforte hat dem Lande mitgetheilt, daß die Oester⸗
patson kommen. Trotz des vereinzelten Widerstandes
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reicher als Freunde zu einer provisorischen Occu.
hat doch die große Mehrzahl der Bevölkerung die Oesterreicher als Freunde mit allen Ehren em- pfangen. Obwohl die Bevölkerung Sarajewo's ein Gleiches zu thun beschloß, läßt der ͤster⸗ reichische Commandant die Statt seit zwei Tagen zusammenschitßen. Die Stadt ist verwüstet, Weiber und Kinder wurden massacrirt. Wir beschwören die Pforte um ihre Verwendung, daß das Bom- bardement eingestellt und uns eine Zufluchtsstätte angewiesen werde.“ Savfet Pascha mußte bei der Mittheilung dieses Telegrammes zugestehen, daß dasselbe eine imfame und grundlose Lüge sei und er selbst gestern dem Grafen Zichy mitgetheilt hatte, doß Hadschi Loja befohlen habe, jeden österreichischen Befehlshaber aufzuhängen, ferner daß die Insurgenten-Chefs beschlossen haben, Sera⸗ jewo eher niederzubrennen, als zu übergeben. Sapfet Pascha sprach trotzdem die Bitte aus, die österreichischen Truppen möchten Nachsicht gegen das von Agitatoren irregeleitete Volk üben.
— 21. Aug. Hatchik Odian Effendi, Bureau- Chef im Ministerium des Acußern, ist gestern über Odessa nach Berlin abgereist, um die von dem Sultan ratificirten sechs Exemplare des Berliner Vertrages dorthin zu überbringen.
— Zwei Bataillone der türkischen Kaiser-Gar⸗ den haben Befehl erhalten, sich theils nach Smyrna, theils nach Samos einzuschiffen.
— Derwisch Pascha theilte den Einwohnern von Batum mit, daß die Russen am 27. d. in die Stadt einziehen würden. Die Behörde von Batum macht bekannt, daß Schiffe ankommen würden, um diejenigen Einwohner wegzuführen, welche nicht in der Stadt bleiben wollten.
Montenegro. Cettinje, 21. August. Zwischen den Türken und Montenegrinern sind die Feindseligkeiten wieder ausgebrochen. Seit gestern früh begannen die Kämpfe bei Podgoritza.
Serbien. Belgrad. Fürst Milan hat eine Proclamation erlassen, welche die Unabhängigkeit Serbiens und die Versetzung der Armee auf den Friedenssuß verkündigt.
Rumänien. Bukarest, 21. Aug. Das amtliche Blatt meldet, daß sich der Minister des Aeußern, Cogalniceanu, auf Urlaub begibt und der Minister der Finanzen, Campineanu, interimistisch sein Ressort übernimmt.
Rußland. Petersburg, 21. August. Der„Regterungs Bote“ veröffentlicht einen kaiser⸗ lichen Ukas, betreffend die Entlassung der einbe— rufenen Landwehr ersten Aufgebots, ferner einen kaiserlichen Befehl, wonach der bisherige Gehülfe des Chefs der dritten Abtheilung der Geheim- kanzlei, General-Lieutenant Seliwerstoff, zum stell⸗ vertretenden Chef dieser Abtheilung ernannt wird.
Aegypten. Kairo, 21. August. Die Enquete Commission hat sich definitiv für die Rückerstattung aller Güter des Khedive an den Staat ausgesprochen.
Amerika. New Nork, 20. Aug. Das gelbe Fieber fordert besonders in Granada zahl ⸗ reiche Opfer; die Sterblichkeit nimmt zu; fast keine vom Fieber befallene Person gewinnt Ge— nesung. Die Eisenbahnen und Dampfschiffe sind von flüchtenden Menschen angefüllt. Zahlreiche Aerzte und Krankenpflegerinnen, viele Lebensmittel und Medicamente sind dahin abgegangen.
New- Orleans, 22. August. Das gelbe Fieber in Louistana nimmt zu. Bis jetzt find in New Orleans 1400 Erkrankungsfälle vorgekommen, wovon 436 mit dem Tode endigten. Von den 195 Einwohnern, welche in Granada blieben, sind 135 gestorben. Das Fieber hat sich bis in das untere Missisippi-Thal verbreitet. Auch viele Neger wurden von der Epidemie ergriffen.
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