1878
Samstag den 23. November.
2 139.
berhessischer Anzeiger.
Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.
Kreisblatt für den Kreis Friedberg.
Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.
die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.
Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betratz nicht beigefügt ist, werden stets per Post nachgenommen.
detreffend: Aufsichtspersonals.
Amtlicher Theil.
Die Verwendung des Dritttheils der eingehenden Polizeistrafen zur Besoldung des
Friedberg am 21. November 1878.
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Nachdem Großherzogliches Ministerium des Innern angeordnet dat, daß vom Jahre 1878 an das Dritttheil der eingehenden Poltzeistrafen,
— de auf Anzeigen der Ortspolizeidiener, Gemeindefeldschützen, Nachtwächter, Octroiausseher oder anderer Gemeindebediensten erkannt worden sind, nicht 8 kehr an die betreffenden Gemeindekassen, sondern an die Kreiskasse des Kreises, dem die Gemeinden angehören, abgeliefert und dasselbe von den P roßberzoglichen Kreisämtern zur Belohnung des Polizei- Aussichtspersonals aus dem ganzen Kreise in ähnlicher Weise verwendet wird, wie dies 11 reits bezüglich der Verwendung des statt des Drittbeils von Feldstrafen bewilligten Aversionalbetrags zu Gunsten der Feldpolizeibediensteten aus tm ganzen Kreise eingeführt ist, so sind dieser Tage zum erstenmale die fraglichen Denunciauten-Antheile und zwar aus dem Jahre 1877 zur Kreis- sse eingezahlt worden.
K Bebufs Verwendung derselben seben wir nunmehr Ihren eingehenden Berichten mit dem Gemeinderath über die Qualification, die Dienst— N 1 I brung und das Verhalten der in Betracht kommenden Polizeiaussichtsbeamten binnen 8 Tagen entgegen. Wir erwarten hierbei, daß in den Berichten ——— ßer den Namen der betreffenden Polizeiaussichtsbediensteten ihr Dienst- und Lebensalter, ihre Vermögens- Verhältnisse, sowie ihr Diensteinkommen
Osec 1 K Friedrich
imd weitere etwaige besondere Gründe angegeben werden, welche für eine Belohnung sprechen sollten.
detreffend: Die Besteuerung der Händler im Umherziehen mit vorübergehenden Verkaufsniederlagen.
Dr. Braden. Friedberg am 21. November 1878.
—
—
2
Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises.
Da in obigem Betreffe sich verschiedene Anstände ergeben, so sehen wir uns veranlaßt, das nachstehend abgedruckte Ausschreiben Großher— lerzoglicken Ministeriums des Innern vom 18. Juli l. J. zu Nr. M. d. J. 9735 zu Ihrer Kenntnißnahme und Nachachtung zu veröffentlichen. nate 8 Dr. Braden.
llllg
gs Vereint et g
Pilze im Haushalt;
Das Großherzogliche Ministerium des Innern an die Großherzoglichen Kreisämter.
Mit Bezug auf unser Ausschreiben vom 28. v. M. zu Nr. M. d. J. 8797,(Amtsblatt Nr. 7), eröffnen wir Ihnen im Einvernehmen
„i Großberzoglichem Ministerium der Finanzen zur Beseitigung entstandener Zweifel, daß der Kleinhandel der auf Grund des Gewerbsteuergesetzes
— 4 Händler„am Stande“ in Klasse 6 G. und beziehungsweise 7 patentisitten Gewerbtreibenden unter das in obigem Betreff am 26. v. Mts.
„ blassene Gesetz nicht fällt, daher die erwähnten Personen nach wie vor auf Grund der gelösten Patente zum Betrieb ihrer Gewerbe am Stande
f uch außerhalb ihres Wohnsitzes befugt sind, wohin namentlich die in dieser Weise betriebenen Gewerbe als Baumwollenzeugkrämer, Druckschristen⸗,
obnung! Nusikalien- und Bilder verkäufer, Fapence- und Steinguthändler, Kunstsachenhändler, Lebkuchenkrämer, Messer- und Scheerenbändler, Porzellanhändler, 0 9 Spielzeughändler, Strumpfhändler, Wachskerzenkrämer, Waffelkrämer, und Zuckerwaarenkrämer gehören.
e In Verhinderung des Ministers:
Reuling. Rautenbusch.
Deutsches Reich. Justizrath Böttiger, wurde zum Oberappellations- Et. vom 1. Großb. Inf. Regt. Nr. 115, als Darmstadt, 20. Nov. Bei Seiner König- und Cassationsgerichtsrath ernannt. Halbinvalide ausgeschieden und zu den beurlaubten lachen Hoheit dem Großherzog hat die Besserung— 21. Nov. In der heutigen constituiren- Offizieren der Landw.-Inf. übergetreten; Frhr. ungsame Fortschritte gemacht. Das gleiche ist den Versammlung der zweiten Kammer wurden v. Malapert Neufville, Sec.-Lt. dess. Regts., aus- iwer das Befinden der Prinzessin Irene zu berichten. Görz zum Präsidenten, Königer zum Vicepräst⸗ geschieden und zu den Res.⸗Offizieren des Regts.
5 S Frtunklich.
m Krankheitszustand des Erbgroßherzogs ist in- fern eine Besserung eingetreten, als derselbe mbauernd fieberfrei ist und die diphteritischen bäute sich zum großen Theile abgelöst haben. Die Heiserkeit ist zwar noch vorhanden, aber eder Husten noch Athmungsstörungen sind auf— getreten. Der Kräfte Zustand ist bestiedigend. „— 21. Nov. Das Befinden Seiner Königlichen % Hoheit des Großherzogs ist heute recht befriedigend. Die Heilung der schweren örtlichen Erkrankung
syreitet so rasch wie möglich vorwärts. Die
dan,
Suleln ert
ai
istamien, beiserkeit, welche seit vorgestern bei dem Erbgroß
An lerzog eingetreten ist, hat sich heute vermindert
Laronen und der Kranke blieb wie bisher von Husten und
Abeln gen Athmungsstörungen frei. Die Mund- und Rachen⸗
W lößhle reinigt sich fortwährend mehr und die
öfd. 45 0 Fiebererscheinungen von gestern Abend haben sich
50 richt wiederholt. Das Allgemeinbefinden ist ein
1 fünstiges. Dae Befinden der Prinzessin Irene
7%. it auch heute ein befriedigendes. Dr. Eigenbrodt. Prof. Dr. Oertel. Dr. Jäger.
M Darmstadt. Das Regierungsblatt Nr. 25
Weiß tuthält eine Bekanntmachung über den praktischen en Lursus der Aspiranten des Finanzfaches. — Der Commerzienrath Wecker zu Offenbach
4 bh.* urde zum lebenelänglichen Mitglied der ersten e Lammer ernannt. i— Der Graf v. Schlitz genannt von Görtz el, vurde zum Präsidenten der ersten Kammer für 8 die Dauer des XXIII. Landtags ernannt. 2— 0— Der Hofgerichtsrath in Darmstadt, Geheime * a
denten, Heinzerling und Conradi zu Seeretären übergetreten. erwählt.— Zum Vice Präsidenten der ersten— Dem„Frankfurter Journ.“ schreibt man Kammer wurde Fürst zu Nsenburg und Büdingen, aus Hessen: Zuverlässiger Nachricht zufolge schließt zu Secretären Graf Erbach Schönberg und von das den Ständen zugehende Staatsbudget mit Willich gewählt. einem muthmaßlichen jährlichen Ueberschuß von — Militärdienstnachrichten. Amelung, Wehr- 416,225 Mk. ab. Die ordentliche Einnahme ist mann, Port.-⸗Fähnrichs vom 3. Großh. Inf.⸗Regt. veranschlagt zu 17,008,246 Mark 81 Pfennig. Nr. 117, Kolb, Port. Fähnr. vom 4 Großh.(627,654 Mk. 52 Pf. mehr als in der vorigen Inf.⸗Regt. Nr. 118, wurden zu Sec.-Lts.; Stahl, Periode), die ordentliche Ausgabe zu 16,592,021 Sec. Lt. vom Hess. Füsilier-Regt. Nr. 80, früher Mk. 45 Pf.(852,3 10 Mk. weniger als in voriger [Regts. Adj. im Großh. Inf. Regt. Nr. 117, Periode). Steuererhöbungen sind nicht vorgesehen. zum Prem. Lt. befördert; Mejer, Hauptm. vom In dem Budget ist erfreulicher Weise auch für 8. Pomm. Inf.⸗Regt. Nr. 61, unter Entbindung Ergänzung und Erneuerung der Mobiliar-Aus⸗ von dem Comm. als Adj. der 49. Inf.-Brigade stattung der Amtsgerichts Locale(ausschließlich zum Comp.-Chef ernannt; v. Pannwitz, Sec. Lt. der schon früher berücksichtigten Schöffen Säle) vom 1. Hann. Inf.-Regt. Nr. 74, als Adj. zur eine entsprechende Summe, nämlich durchschnittlich 49. Inf.⸗Brig. commandirt; v. Larisch, Sec.-Lt. 1000 Mk. für jedes der 45 Amtsgerichte, also vom Kaiser Alex. Garde Gren. Regt. Nr, 1, 45,000 Mk. im Ganzen, vorgesehen. Wie er— unter Beförderung zum Prem.-Lt. in das 1. Großh. innerlich, ist auf dem vorigen Landtag lebhaft Inf.⸗Regt. Nr. 115 versetzt; Cleinow, Hauptm. über die dermalige primitive Mobiliar-Ausstattung, vom Schles. Feld Art. Regt. Nr. 6, in das welche aus den sehr knapp bemessenen Bureau- Großh. Feld- Art.⸗Regt. Nr. 25, Gericke, Hauptm. kosten der Landrichter zu bestreiten war, geklagt vom Großh. Feld Art.. Regt. Nr. 25 in das worden, und soll deßhalb nicht nur jene Summe Schles. Feld⸗Art.⸗Regt. Nr. 6 versetzt; Wendland, aus Staatsmitteln zur Erneuerung verwendet, Vicefeldw. vom 2. Nass. Landw. Regt. Nr. 88 sondern auch die fernere Unterhaltung aus Staats- zum Sec.⸗Lt. der Res. des 2. Großh. Inf.-Regts. mittein bestritten werden. Nr. 116, v. Ritgen, Sec. Lt. der Reserve des“ Berlin. Die„Nordd. Allg. Ztg.“ bestätigt, 1. Großh. Inf.⸗Regts. Nr. 115, Rasor, Sec. Lt. daß Oesterreich den Antrag Deutschlands auf ein- der Reserve dess. Regte., Cellarius I.., Sec.- Lt. jqährige Verlängerung des Handels-Vertrags ab— der Landw.⸗Inf, des 1. Großh. Landw. Regts. lehnte und gleichzeitig andere Propositionen machte, Nr. 115, zu Prem, ⸗Lts, befördert; Soldan, Prem.- die auf einen Meistbegünstigungs Vertrag auf
2—— 3 1— 0 1————*——————


