Ausgabe 
22.8.1878
 
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1878.

Donnerstag den 22. August.

M 99.

Oberhessischer Anzeiger.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

Areisblatt für den Artis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

Die einspaltige Pelitzeile wird bei Annoncen mit 11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reelamen mit 22 Pf.; ein Beleg kostet 9 Pf.

Annoncen von auswärtigen Einsendern(f.

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oweit Letztere nicht Jahres-Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt i

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st, werden stets per Post nachgenommen.

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Amtlicher Theil.

Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren:

Beilage Nr. 20. betreffend.

2. 7. Nichis. Beilage Nr. 21. 1. Bekanntmachung, die Erhebung einer Umlage für die Gemeinde Nieder-Eschbach betreffend.

1. Bekanntmachung, den Verkehr zwischen dem Großberzogthum Hessen und den angrenzenden Vereinestaaten mit steuerpflichtigen Getränken

2.13. Nichts.

Nachverzeichnete Gesetze ꝛc. sind im Reichsgesetzblatt des Deutschen Reiches publicirt worden:

Nr. 27. Bundesrat

Betreffend: Das Landgestüt, insbesondere die Bedeckung der Stuten durch die Landgestütsbeschäler für 1878. Das Großherzogliche Kreisamt Friedberg an die Großherzoglichen Bürgermeistereien des Kreises. Wir sehen der sofortigen Einsendung der Verzeichnisse der bedeckten Stuten oder Bericht, daß keine bedeckt worden sind, entgegen.

Monopol abgegeben, sondern die Modalitäten der

sionderen Stempel versehen worden war. 50 N. J

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breiten Lederbinde, mit welchen Czech's Kopf an den Block gefesselt wurde. Der Klotz, auf welchem 1

J. B. d. K.: Küchler, Kreis Assessor.

Gesetz, vetreffend die Revision des Servistarifs und der Klasseneintheilung der Orte, S. 243. Nr. 28. Verordnung, betreffend die Einberusung des hs, S. 289. Nr. 29. Verordnung, betreffend die Einberufung des Reichstags, S. 291.

Friedberg den 17. August 1878.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Friedrich Wilhelm Stölting von Ossenheim wurde als Polizeidiener für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.

Deutsches Reich. Offenbach, 19. Aug. Heute ist die von der hiesigen Handelskammer eingeladene chinefische Gesandtschaft hier eingetroffen und zunächst nach der eigens für sie veranstalteten Ausstellung von hiesigen Industrie-Erzeugnissen gefahren. Sodann besichtigte sie einige der größeren Fabriken. Berlin. Die Heidelberger Conferenz der Finanzminister hat kein Votum gegen das Tabaks⸗

Tabaks ⸗Besteuerung als offene Frage behandelt.

Das Beil, welches bei der Justifizirung Hödel's benutzt wurde, stammt aus dem Berliner märkischen Provinzial- Museum. Da nämlich seit

Aus Rom wird demB. Tgbl. ge meldet: Die dem Vatikan nahestehendeVoce della Verita bringt einen Leitartikel, betitelt: Die Politik des Vatikans und die Verhand- lungen in Kissingen, von hervorragender Wichtig keit, weil es positiv ist, daß derselbe vor Veröffentlichung vom Papste gelesen und eigen- händig abgeändert wurde. Der Artikel betont

ausdrücklich, daß der erste Schritt zur Versöhnung vom Papste ausgegangen ist durch die Anzeige Dieser Schritt habe

von seiner Thronbesteigung. übrigens seine Präcedenzfälle in der Papstgeschichte. Den Schismatikern gegenüber müsse der Papst großmüthig sein und sich von einem christlichen

der

ö Hamburg, 18. Aug. Gestern Abend fanden in Harburg anläßlich der Stichwahl Ruhestörungen Seitens der vereinigten Social- Demokraten und Welfen statt. Erst dem energischen Einschreiten der Polizei, der Feuerwehr und der dortigen augenblicklich nur schwachen Garnison ist es ge⸗ lungen, die Ruhestörer zu zerstreuen. Ein Civilist wurde getödtet, mehrere Personen, auch vom Mili⸗ tär, verwundet.

Ausland. Oesterreich⸗Ungarn. Wien, 18. Aug. Der Commandant des 13. Armee Corps tele⸗ graphirt aus dem Lager von Fojnicka- Cupria vom 16. d.(aufgegeben in Zepte am Heutigen):

1866 in Berlin keine Hinrichtung stattfand, war Sinn inspiriren lassen, deshalb sei auch die An- Der heutige Angriff auf die befestigte Insurgenten augenblicklich kein Richtbeil vorhanden. Zwar war sicht des unversöhnlichen Unterklerus irrig, welcher Aufstellung bei Han-Belalovae gestaltete sich zu

einem Zeugschmied die Anfertigung eines neuen Richtbeils für den Hödel'schen Fall übertragen worden. Das Beil konnte jedoch wegen technischer Schwierigkeiten nicht rechtzeitig fertiggestellt: wer

meine, ein hartnäckiger Widerstand verspreche rascheren Sieg als die Kissinger Verhandlungen;

ebenfalls irrig sei die Beschuldigung, der Papst

habe etwas seiner Würde vergeben, als er den

einem vollständigen Siege. Während die linke Seitencolonne um sechs Uhr früh entlang dem Hinubrdo, die Hauptcolonne aber auf der Straße vorging, griff die rechte Flügelcolonne über den

den. In dieser Verlegenheit wandte man sich be. Nuntius Massella nach Kissingen schickte, anstatt Orsije⸗ und Zahorina-Berg aus und kam so in hördlicherseits an die Direktion des märkischen einen Sendboten Bismarck's im Vatikan abzu- Flanke und Rücken der Insurgenten, deren ganzes

Museums, in welchem sich ein vollständiger ab.

richtungs-Apparat befindet. Der genannte Zeug schmied hatte vor Jahr und Tag eine Copie des bekannten Reindel'schen Richtbeils für das erwähnte städtische Institut angefertigt, weil das Original wegen zu boher Preieforderung von der Stadt nicht angekauft werden konnte. Dies bisher nie- male benutzte Copie- oder Modell⸗Stück, welches von der Form eines großen Schlächterbeils, mit gerader Schneide versehen und vorzüglich verstählt üst, übergab der Dirigent des Museums auf er gangene Requisition am Donnerstag Mittag dem Scharfrichter Kraute, nachdem es mit einem be Am Nachmittag ließ der Scharfrichter das Beil schärfen und, wie es Sitte ist, des besseren Aussehens wegen poliren um 6 Uhr in der Frühe that das Beil seine Schuldigkeit. Gegenwärtig hängt es wieder an seinem alten Platze unter den Rechts- alterthümern über dem Block, auf welchem der Königsmörder Czech hingerichtet und unter der

Hödel hingerichtet ist, ist besonders angefertigt worden, hellroth angestrichen und genau von der Beschaffenheit der drei Blöcke im Museum, ebenso ist die bei Hödel benutzte auf jeder Seite mit drei Knopflöchern versehene lederne Kopfbinde gleich det Czech'schen aus gestaltet.

warten. Der traurige Zustand der Kathokiken in

Deutschland habe dem Papst die Pflicht auferlegt,

wenigstens den Versuch zu machen, den Frieden herbeizuführen; erreiche man nicht Alles, so könne man doch die schmerzliche Wunde, die dem Katho- licismus in Deutschland geschlagen worden, vielleicht lindern. Das einzige diplomatische Gesetzbuch des Vatikans sei das Evangelium, welches friedliche Mittel gebiete, obenan aber stehe die Vertheidigung der Wahrheit durch die Barmherzigkeit:Victoria veritatis est charitas! Die Absendung Masella's sei ein im höchsten Maße zu lobender Act. Groß- müthig habe der deutsche Kaiser, indem er den Brief des Papstes beantwortet, in seinem Briese dem Friedens Echo Raum gegeben und den Wunsch nach Beilegung des traurigen Streites ausgedrückt. Als Friedensfürst des Evangeliums babe der Papst dann entgegenkommen müssen und dies durch die Absendung des Nuntius in der That bewiesen. Das Alpha und Omega des Evangeliums sei die Großmuth, welche es den Schuldigen entgegen- bringe. Daher sei das Verhalten des Papstes ein glänzender Beweis des christlichen Sinnes und seines väterlichen Bestrebens, die religiösen In- teressen der Katholiken des deutschen Reiches zu wahren. Soweit die vatlkanische Kundgebung. Nach dieser hochoffieiösen Auslassung gilt in vati kanischen Kreisen der Friede als gesichert, obgleich die Bedingungen noch unbekannt sind.

Feldlager, eine Fahne, viele Wagen voll Munition der rechten Colonne in die Hände fielen. Das Gefecht hatte schon bei Han-Dociluka begonnen und gewann bei dem beschwerlichen Fortkommen auf den Bergen äußerst langsam Raum. Die Entscheidung durch die rechte Seitencolonne fiel um die Mittagszeit. Die Insurgenten flohen in bellen Haufen gegen Visoka und Kisdjah. Die Geschütze hatten sie leider schon früher weggezogen. Noch jetzt beim Beziehen der Vorposten bei Kisdjah werden mit einzelnen Insurgentenbanden Schüsse gewechselt. Die rechte und die Haupteolonne lagert bei Fojnicka⸗Cupria, die linke Colonne auf dem Kralinevac-Brdo zur Beobachtung von Visoka, gegen welches Feldmarschall- Lieutenant Tegetthoff von Zenica aus auf dem rechten Bosna- Ufer über Kakany disponirt wurde und welcher heute bis Mokronogo, morgen über Bisoka vorrücken sollte. Unsere Verluste sind noch nicht bestimmt und jedenfalls nicht bedeutend. Bei der 20. Di- viston verlief laut Meldung aus Toboj der gestrige Tag(17. Aug.) ruhig. FMe. Szapary hält die Stellung am rechten Bosna Ufer besetzt und hat den Feind vor seiner Front. Am 16. d. hatten die Insurgenten bei ihrem vehementen An- griff auch Gebirgs-Geschütze. Nachdem die türkische Besatzung von Livno, durch Insurgenten verstärkt, in der Richtung gegen Trawnik aufgebrochen war, um die Verbindung der 7. Division zu bedrohen,