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21.2.1878
 
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9 1878. Donnerslag den 21. Februar. N23. Oberhessischer Anzei Oberhessischer Anzeiger.

Die Petitzeile

1 1 5 g Erscheint jeden wird mit 11 Pfennig berechnet. Kreisblatt für den Kreis Friedberg. Dienstag,. Samstag. 4 8 5 8 9 Caf Amtlicher Theil. N ö Aus dem Großherzoglichen Regierungsblatt ist zu publiciren: Tb Nr. 2. Bekanntmachung, Abänderung der Postordnung vom 18. December 1874 betreffend. Beilage Nr. 5. 1. Bekanntmachung, die zur Ausfertigung und eater. zur Erledigung von Uedergangsscheinen ermächtigten Stellen betreffend. 2.10. Nichts. g Age 2 eee Bekanntmachung. W Mit Bezugnahme auf unsere Bekanntmachung vom 11. December vorigen Jahres bringen wir hiermit weiter zur Kenntniß der Betbeiligten, e daß die nächsten Prüfungen in folgender Weise vorgenommen werden: Montag den 4. März dieses Jahres und folgende Tage für die⸗ Leden jenigen, welche in den Jahren 1860 und 1861 geboren sind. Montag den 11. März dieses Jahres und folgende Tage für diejenigen, welche in den Jabren 18⁵8 und 1859 geboren sind. Die Prüfung beginnt an jedem Tag Morgens 8 Uhr dabier in der alten Kanzlei, Louisenplatz 2. 0 5 Zugleich machen wir auf die neue Prüfungs Ordnung zum einjäbrig freiwilligen Dienst, Anlage 2 zu§. 91 der Ersatz-Ordnung vom 28. September 1875(Regierungs- Blatt Nr. 55 von 1875), wiederholt ausmerksam und inebesondere auf§. 2, worin die binsichtlich der einzelnen Prüfungs. ade Ben Gegenstände gestellten Anforderungen enthalten sind. Den. Darmstadt den 18. Februar 1878.

Großherzogliche Prüsungs Commission für einjäbrig Freiwillige. Der Vorsitzende: Spamer.

Deutsches Reich. gewesenen Cour findet im engeren Kreise bei den Darmstadt, 19. Febr. Das Großberzog⸗ kaiserlichen Majestäten Abendgesellschaft statt. Der Bundesrath erhielt eine Denkschrift

ferenz darüber nicht aussprechen. Fürst Bismarck glaubt nicht an einen europäischen Krieg, da es

ige. liche Regierungsblalt, Beilage Nr. 6 enthält: auch im Interesse Rußlands liege, eine Abmachung I. II. III. und IV. Uebersichten der sur 1878 ge- über die Verbandlungen mit Oesterreich- Ungarn zu treffen, welche es vor der Wjederkehr eines 4 r. 5 1 Weiglonggemeiden bezüglich des Handels- und Zollvertrages; ferner baldigen Krieges schütze. Die russische Politik bat gen und Den 0 0 emtind a 8 1 a 3 11 l 1 1 0 e auler bach und r er Gemeinden eine Uebersicht der Betriebs- Ergebnisse der deuischen keine Neigung, sich alle zwanzig Jabre einer

Die vom Reichs⸗-Eisen⸗

V. Namensverändetung.

VI. Dienstnachricht. Der Gebülfe Haumüller aus Darmstadt wurde zum Buchfübrer dei der Centtral-⸗Werk fläite der Main-Neckat⸗Eisenbahn ernannt.

VII. Dienstentlassungen. Der Prosessor Dr. Sturm zu Darmstadt, der Eymnasiallebrer Dr. Saalseld zu

Eisenbahnen in 1876. bahn Amt eingeleiteten Verhandlungen behufs Herstellung einer umfassenden Statistik sind noch nicht abgeschlossen; auch die Verständigung über die Aufstellung eines einheitlichen Buchungs-For⸗

türkischen Campagne auszusetzen und ebenso wenig dafür eine österreichisch englische Verwicklung zu substituiren. Es fragt sich serner, ob die mit den russischen Bedingungen unzufriedenen Mächte gegen Rußland die Waffen ergreifen möchten. Es wird doch Bestimmung darüber getroffen werden müssen,

Darmsiadt und ber Reallebret Stelz zu Offendach wurden mulars sind noch nicht erzielt. g 1 aus dem Dienste enllassen. 4 19. Febr. Reichstag. Das Anleihegesez was aus den jetigen russischen Eroberungen wer- sielle zu 1 1 wird an die Budget Commission überwiesen. Es den soll. Ich zweifle, ob Oesterreich Ungarn ge⸗ und 85 M. 71 Pf. Gesten Gebalt. 1 fsolgt die Ortent- Interpellation. Fürst Bismarck neigt sein möchte, diese Länder zu übernehmen. IX. Slerbesälle. Gestorben sind: am 11. Jan. der erklärt sich zur sofortigen Beantwortung bereit. Ich kann mir nicht denken, daß diese Dinge zu F Geiß zu Darmsiadt; am 5. Febr. Nach der Begründung der Interpellation durch einem großen verhterenden Kriege zwischen zwei ** ace Strider en zu Mainz. Bennigsen erklärt Bismarck: Ich habe nicht viel großen Mächten, die befreundet waren, werden Darmstadt. Militär nachrichten. Hauptmann Neues zu sagen und brauchte deßbalb die Inter- können. Oesterreich hatte zuerst den Gedanken Winter dom Leibgarde- Regiment unter Verleihung pellation nicht mit Nein zu beantworten. Die einer Conferenz. Die Wahl des Ortes ist für des Charakters als Major in den Pensionsstand Berbandlungen des englischen Parlaments erleich- uns gleich. Wir sind für Baden-Baden, Wies versetzt; Graf Schwerin zum Hauptmann und tern die Beantwortung. Die Welt kennt hier- baden, Wildbad(Heiterkeit); uns kommt's nur n in's Leibgarde-Regiment; v. Haon- turch die poliuische Lage. Ich spreche offen, nach⸗ auf Beschleunigung der Sache an und darauf, lein, Rittmeister vom 2. Drag. Regt. Nr. 24, dem ich den Eindruck durch die Begründung der daß überall auf deutschem Boden das deutsche als Comp. Chef in das Magdeburger Train Bat. Interpellation erhalten, daß die deutsche Politik, Präsidium gesichert ist.(Beifall.) Ich glaube, Nr. 43 v. Tevenar, Rittmeister vom Drag. Regt. unentwegt ihre bisherigen Ziele zur Herbeiführung die Conserenz wird in der ersten Märzhälste statt⸗ Nr. 10, in das 2. Drag.-Regt. Nr. 24 vorsetzt; des Friedens weiter verfolgen kann. Im Orient finden und ihr eine Verständigung der Mächte v. Lynker, Oberst des 2. Garde- Feld-Art. Regts. heißt es jetzt mit Recht:Die Waffen ruhen, des vorangehen; sie sind sicher bereit, die Conserenz zum Commandeur der 6. Feld- Artillerie- Brigade Krieges Stürme schweigen! Gebe Gott, auf lange! zu beschicken. Wir wenigstens sind dazu vorbe- ernannt. Wenn ich mir den Abschluß des Waffenstillstandes[reitet. Wenn uns vielsach der Ratb gegeben E Der Gymnastallehrer Dr. Curschmann zu und die Friedens- Präliminarien ansebe, so frage wird, wir sollten den Frieden bestimmen, so ist Oießen wurde zum Gymnestallehrer in Darm- ich mich vergebens, ob und wo deutsche Interessenf dies wohl mehr Preßpolitik als Staatspolitik. stadt ernannt. dabei verletzt sind(der Reichskanzler erörtert mit Wir wollen nicht napoleonische Wege gehen, wir Berlin, 18. Febr. Die Vermählungsseter der Karte in der Hand die Stipulationen des wollen nicht den Schiedsrichter in Europa spielen. der Prinzessinnen Charlotte und Elisabeth hat Waffenstillstandes), so daß wir darüber in Consliet[ Wir haben mehr die Rolle eines ehrlichen Mak heute den programmmäßigen Verlauf genommen. mit unsern Nachbarn zu kommen brauchten. Ueber lers, der ein Geschaͤft zu Stande bringen will. Schon seit dem frühen Morgen zeigte sich anläß- die Dardanellen Frage ist weit mehr Besorgniß Wir können nur eine vermittelnde Rolle spielen lich der Feier auf den Straßen, namentlich unter in der Welt verbreitet, als berechtigt ist. Be- und sind nach der Lage der Dinge jedenfalls den Linden und in der Friedrichsstadt, ein bewegtes denklich wird die Sache, wenn es sich darum ebenso berufen, die Vertrauensperson zwischen Eng Leben. Alle öffentlichen und städtischen, sowie auch handeln sollte, daß Rußland allein den Schlüsself land und Rußland, wie zwischen Rußland und viele Privat. Gebäude waren beflaggt und festlich zu den Dardanellen in Händen haben wollte.] Oesterreich zu sein. Wir werden dies thun, wie

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geschmückl. Vor dem kalserlichen und dem kronprinz- lichen Palais war eine dichtgedrängte Menge ver sammelt, von welcher der Kaiser und der Kron prinz, sobald sie sich zeigten, mit enthustastischen Zurufen begrüßt wurden. Alle Häuser der Stadt find illuminirt. 19. Febr. Heute Mittag erfolgte in der Schloßkapelle der Kirchgang der neuvermählten prinzlichen Paare, welchem die Mafestäten mit allen Fürsllichkeiten beiwohnten. Nach demselben fand bei den Neuvermählten Dejeuner dinatoire statt, woran der Kaiser und die Kalsetrin, die Mitglieder des königlichen Hauses und alle Gaͤste des Hoses thellnahmen. Statt der für heute Abend bei den Neuvermählten angesagt

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Die Frage, ob der Besitz der Dardanellen in andere Hände übergehen soll, könnte zu Weiter ungen führen, welche indessen jetzt noch nicht ab zusehen sind. Für uns liegt Alles daran, daß die Wasserstraße für den Handel und Verkehr nach wie vor offen bleiben.(Beifall.) Dies ist ein directes Interesse. Ein weiteres ist der Schutz der Christen, welchen wir wie bisher wahren wollen. Ueber die zweite Frage, welche Stellung Deutschland genommen hat und nehmen wird, kann ich bestimmte amtliche Mittheilungen nicht machen, da Actenstücke, welche uns dazu noth wendig, erst seit heute Morgen vorliegen; auch kann ich mich Angesichts der bevorstehenden Con

wir es gethan haben, indessen muß man sich vor zu hoben Ansprüchen an unsere Vermittler-Relle bewahren und uns nicht die Stelle eines Schieds- richters unbedingt anweisen wollen. Eine solche Rolle würde ich Deutschland zu übernehmen nicht zumuthen.(Beifall.) Ich lehne sie ausdrücklich ab und erkläre, daß uns eine solche Zumuthung auch bisher nicht gemacht wurde; ich würde keine Opfer bringen als für unsere Unabhängigkeit nach Außen, unsere Einigkeit unter uns und diejenigen Interessen, die so klar sind, daß, wenn wir für sie eintreten, wir nicht nur die unbedingte Zu stimmung des Kaisers und des Bundesraths finden würden, sondern uns auch die volle Ueberzeugung