Ausgabe 
19.11.1878
 
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Oberhessischer Anzeiger.

1878.

Dienstag den 19. November.

M137.

Wird hier und in Nauheim Montag, Mittwoch und Freitag Abend ausgegeben.

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Kreisblatt für den Kreis Friedberg.

Erscheint dreimal per Woche und zwar Dienstags, Donnerstags und Samstags.

Die einspaltige Petitzeile wird bei Annoncen mit Annoncen von auswärtigen Einsendern(soweit Letztere

11 Pf. berechnet, bei größerem Tabellen- oder Ziffersatz mit 14 Pf., bei Reclamen mit 22 Pf.; nicht Jahres⸗Conto bei uns haben), welchen der Betrag nicht beigefügt ist, werden stets pe

Amtlicher Theil.

ein Beleg kostet 9 Pf

Post nachgenommen.

Dienstnachrichten aus dem Kreise Friedberg.

Johannes Imbescheid I. und Jobannes Hofmann III. von Hochweisel wurden als Fleischbeschauer für diese Gemeinde ernannt und verpflichtet.

Deutsches Reich.

Darmstadt, 15. Nov. DieDarmstädter Zeitung bringt die nachfolgenden Bulletins: Bei seiner Königlichen Hoheit dem Großherzog ist die Diphtheritis mit heftigem Fieber aufgetreten. Der örtliche Proceß hält sich bis jetzt in mäßigen Grenzen, ist aber noch im Fortschreiten begriffen. Bei der Prinzessin Marie ist die Diphtberitis in einer sehr bösartigen Form aufgetreten. Das Be- finden hat sich von gestern auf heute nicht ver- schlimmert, obgleich der Zustand immer noch ein in hohem Grade Besorgniß erregender ist. Der Erbgroßberzog Ernst Ludwig ist ebenfalls von einer schweren Form der Krankheit befallen. Der Krankheitsproceß ist gegenwärtig noch im Fort⸗ schreiten begriffen. Bei der Prinzessin Irene ist gegenwärtig eine leichte Besserung zu bemerken. Die Schwere der Erkrankung ist dieselbe wie bei dem Erbgroßherzog. Die Prinzessin Alix befindet sich entschieden auf dem Wege der Besserung. Bei der Prinzessin Victoria ist eine baldige Ge. nesung zu erwarten. 16. Nov. Die Prinzessin Marie ist heute 20 Minuten nach Mitternacht ge- storben. Der Tod trat, obwohl bis zu diesem Zeitpunkt die Athmung völlig unbehindert war, ganz plötzlich in Folge einer Verschließung der Stimmritze ein, welche höchst wahrscheinlich durch eine abgelöste, weiter oben gebildete diphteritische Haut bewirkt wurde. Seine Königliche Hoheit der Großherzog ist heute Morgen fieberfrei. Der örtliche Proceß ist stellenweise im Rückgange be⸗ griffen. Bei dem Erbgroßherzog haben sich die Drüsenanschwellungen am Halse vergrößert, ob- gleich das Fieber geringer ist. Die Prinzessin Irene ist seit gestern fieberfrei. Der schwerer Form der Krankgheit entsprechend sind die örtlichen Erscheinungen im Halse noch stark entwickelt. Im Befinden der Prinzessinnen Victoria und Alix ist keine wesentliche Veränderung eingetreten. 17. Nov. Sr. K. H. der Großherzog ist fortwährend fieber frei. Die diphteritischen Membranen haben sich bis jetzt erst theilweise abgestoßen, die entschiedene Besser⸗ ung schreitet jedoch fort. Auch im Befinden des Erbgroß herzogs ist eine entschiedene Wendung zur Besserung eingetreten. Dr. Eigenbrodt. Dr. Jäger.

Darmstadt. Das Regierungsblatt, Beilage Nr. 28, enthält:

I. Oeffeniliche Anerkennung einer edlen That.

II. Uebeisicht der für 1879 genehmigten Umlagen in den israel. Religions gemeinden des Kreises Gießen.

III. Ernennungen in Beziehung auf den Landtag.

IV. Ordensverleihung.

V. Namensveränderungen.

VI. Dienst nachrichten. Der auf die evang.

der Main⸗Neckar⸗Eisenbahn, Götz, wurden in den Ruhe stand versetzt.

X. Concurrenzeröffnungen. Erledigt ist: eine Lehrer⸗ sielle zu Hamm, Gebalt 900 M.; die 2. Schulstelle zu Mombach, Gehalt 1020 Pi.

XI. Sterbefälle. Gestorben sind: der Schullehrer Holl zu Nidda; der ev. Pfarrer Körwer zu Armsheim; der ev. Pfarrer Weiffenbach zu Stein- Bockenheim; der kath. Pfarrer Rupp zu Gaulsheim.

Ea wurden versetzt: der Distrikseinnehmer Platz von Trais a. L. nach Gießen, der Distrikts⸗ einnehmer Stroh von Altenstadt nach Trais a. L., der Distriktseinnehmer Büttel von Reichelsheim nach Vilbel; ernannt wurde der Finanzaccessist Crecelius aus Laubach zum Distriktseinnehmer in Altenstadt und der Finanz Accessist Fix aus Büdingen zum Distrikiseinnehmer in Reichelsheim.

DemFrankf. Journ. wird aus dem Großberzogthum Hessen geschrieben: Sicherem Ver- nehmen nach soll den bevorstehenden Landtag auch die Revision der neuen Verwaltungsgesetze(Kreis- ordnung) beschäftigen. Es läßt sich nicht leugnen, daß die Gesetzgebung, welche über Nacht ein ganz neues System einführte, in mancher Beziehung bei der Ausführung auf Anstände stieß. Allein wir möchten davor waren, ein organisches Gesetz, das erst wenige Jahre in Wirksamkeit ist, ohne dringende Gründe zu ändern, da vielfach einzelne Mißstände sich durch die Praxis selbst corrigiren lassen, weil der Grund nicht in dem System selbst, sondern in der ungewohnten Anwendung und irrigen Auffassung liegt. Einen wesentlichen günstigen Einfluß wird es haben, wenn Männer, die ihrer Bildung und Intelligenz nach berufen sind, bei der öffentlichen Verwaltung mitzuwirken, bei den Wahlen zu Ehrenämtern als Candidaten auftreten und sich durch Leute, denen das Amt nur ein Mittel zur Befriedigung ihrer Eitelkeit ist, nicht verdrängen lassen. Ferner: Wenn es bisher schien, als werde die auf Antrag des Abg. Heinzerling schon auf dem 21. Landtag erbetene, auf dem vorigen Landtag mehrfach in Erinnerung gebrachte allgemeine Bauordnung auch dem in Kürze zusammentretenden 23. Landtag nicht vor- gelegt werden, so geht uns jetzt aus sicherer Quelle die Nachricht zu, daß der fragliche Gesetzentwurf im Ministerium des Innern bereits vollständig ausgearbeitet ist und wenn auch nicht sofort, doch jedenfalls in Bälde zur Vorlage gelangen wird.

Berlin. Die Zeit der Wiederaufnahme der Regierung seitens des Kaisers ist noch unbestimmt.

15. Nov. Der Bundesrath hielt gestern unter dem Vorsitz des Staatsministers Hoffmann eine Plenarsitzung. Vorgelegt wurde eine sehr

Pfarrstelle umfangreiche Zusammenstellung der Fragen für

zu Rothenberg präsenuurte ev. Pfarramie.Candidat Knodt die Vernehmung der, Sachverständigen bei der aus Eppelsheim wurde bestängt; der Obersörster Borne⸗ Baumwollen- und Leinen-Enquete; eine Mittheil⸗

mann wurde von Nieder⸗Eschbach nach Lich versetzt. Dem . ih. Mäochenschulstelle zu Bensheim, dem Schullehrer Dix zu mil

Schullehrer Nicolai zu Ilbenstabt wurde die

betreffend den Abschluß einer Uebereinkunft Dänemark wegen gegenseitigen Markenschutzes

ung,

Bürfiadt die 4. tach. Mädchenschulstelle zu Bensheim, dem wurde entgegen genommen; die Ausschuß- Anträge, Schullehrer Liebmann zu Nackenheim bie 1. Schulsselle betreffend den Besoldungs Wund Pensions Etat

zu Weinolsheim, dem Schullehrer Weitzel zu Viseu fe Reichsbank Be

die Schulstelle zu Sellnrod übertragen. VII. Cyaraklerertheilungen. VIII. Dienstentlassungen.

amten für 1879 wurden ange nommen und eine Anzahl unerheblicher Ausschuß

Der Lehrer an dem Eym⸗ Berichte erstattet.

nafium zu Bübingen, Tresz, wurde auf Nachsuchen aus DerNordd. Allg. Ztg. zufolge würde

aus dem Dienste entlassen. IX. Ruhestanbdsversetzungen. f l dem Rentamt Alsfeld, Liller, sowie der Zugmeister bei

Der Pfandmeisler bei die Voruntersuchung wegen des Unterganges des

Großen Kurfürst im Laufe dieser Woche zum

Abschluß gelangen, und alsdann nach Revifion der Acten durch das Generalauditoriat die Zu sammensetzung des Kriegsgerichtes erfolgen können; letzteres dürfte nach ungefährer Schätzung die Verhandlung im Laufe dieses Jahres zu Ende zu führen vermögen.

Das Verlangen Deutschlands wegen ein⸗ jähriger Verlängerung des Handels-Vertrags hat Oesterreich abgelehnt und zugleich Propositionen gemacht, über welche die Verhandlungen noch schweben.

15. Nov. Prinz Hassan von Aegypten, welcher hier eingetroffen, wird in den nächsten Tagen vom Kronprinzen empfangen werden. Prinz Hassan ist der drittälteste Sohn des Khediwe.

Der Kaiser hat der deutschen afrikanischen Gesellschast außer den Mitteln, welche der Reichs- kanzler aus den vom Reichstage bewilligten Fonds angewiesen hat, eine Summe von 6000 Mark zur Verfügung gestellt zur Beschaffung der Ge schenke, welche die von der Gesellschaft zur Er⸗ sorschung Afrika's ausgesandten Reisenden den afrikanischen Fürsten überbringen sollen. Gerhard Rohlfs, welcher von Tripolis aus durch die Wüste Sahara in das Innere Afrika's eindringen und sich nach Wadai begeben will, wird Ueberbringer eines Handschreibens des Kaisers an den König von Wadai sein.

Die Exöffnung des Landtages findet am 19. d. im Weißen Saale des königl. Schlosses statt.

DieNordd. Allg. Ztg. ist in der Lage das Schreiben mitzutheilen, welches der Herzog von Cumberland anläßlich des Todes seines Vaters seiner Zeit an den Kaiser und König gerichtet hat. Das von Gmunden, Juli 1878 datirte, an des Königs von Preußen Majestät adressirte Schreiben zeigt den Tod des Königs Georg an und fährt dann fort: In Folge dieses Todesfalles sind alle Rechte, Prärogative und Titel, welche dem Könige, meinem Vater, überhaupt, und insbeson- dere in Beziehung auf das Königreich Hannover zugestanden, kraft der in meinem Hause bestehenden Erbfolge Ordnung auf mich übergegangen. Alle diese Rechte, Prärogative und Titel halte ich voll und ganz aufrecht. Da jedoch deren Ausübung in Beziehung auf das Königreich Hannover that sächliche, für mich selbstverständlich nicht rechtsver⸗ bindliche Hindernisse entgegenstehen, habe ich be schlossen, für die Dauer dieser Hindernisse den Titel Herzog von Cumberland, Herzog zu Braun- schweig und Lüneburg mit dem Prädikatekönig liche Hoheit zu führen. Indem ich auch hiervon Mittheilung mache, wird besonderer Erwähnung nicht bedürfen, daß meine und meines Hauses in voller Selbstständigkeit bestehenden Gesammtrechte durch zeitweiligen Nichtgebrauch der dieselben keunzeichnenden Titel und Würden in keinerlei Weise aufgehoben oder eingeschränkt werden können. Ich verbleibe Euer Majestät freundwilliger Bruder und Vetter Ernst August.

DieK. Ztg. erwähnte eines Gerüchtes aus militärischen Kreisen, wonach der Rücktritt des Generals von Bose bevorstände, an dessen Stelle das Commando des 11. Corps dem Ge neral von Stosch zugedacht wäre, während der

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